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…aber ein guter Reiter steigt sofort wieder auf und zeigt, wer es zu sagen hat! ;o)

…oder wie man auf keinen Fall an einen Ultralauf herangehen sollte!

Lange war er geplant, der TransGranCanaria, ein Bergultra kreuz und quer über die wunderschöne Insel von Agaete im Norden nach Meloneras im Süden 125 km mit 8500 Hm.
Vorher habe ich mir schon sagen lassen, dass die das mit den Km nicht ganz so genau nehmen würden.
Eine Woche vor dem Lauf erreicht uns der letzte Newsletter in dem mitgeteilt wurde, dass noch 1,5 km dazu kommen, weil das Ziel vom Leuchtturm Faro de Maspalomas zum Congress-Centrum kurzfristig verlegt wurde.
Die End-Cut-Zeit von 30h wurde natürlich nicht geändert, ist klar.

Alternativ gab es noch kürzere Strecken (17/32/44/83km + 1,5 km) die zur Auswahl standen, aber ganz selbstbewusst wählte ich noch vor dem erfolgreichen Finish beim kleinen KoBoLT (106 km/3361 Hm) die längste Strecke, also volle Dosis.
Ich hatte mir vorher so einige Laufberichte aus dem Netz gesaugt und Youtube-Filmchen angeschaut, um mehr über diesen Lauf und seine Anforderungen zu erfahren.
Ganz eindeutig würde es meine bisher höchste Herausforderung werden, denn die Strecke sollte technisch extrem anspruchsvoll sein. Ich würde die 30h vermutlich voll auskosten müssen, um das Ziel zu erreichen.
So plante ich auch.

Und damit ging es schon los!!
Mein Unterbewusstsein ist ein Arxxx!!
Es hat alles brillant eingefädelt und genau so ist es dann auch gelaufen.
Noch nie hatte ich ein DNF.
Hier stand es erstmals im Raum, denn irgendwie konnte ich geistig den Laufumfang nicht ganz erfassen.
Immer wieder stockten meine Überlegungen und Planungen beim Anblick des Profils nach dem 2 oder 3. VP.
Der Rahmen der Eventualitäten wurde zu weit.
Keine Ahnung, wie langsam oder schnell ich wirklich würde laufen können, aber es musste nahe am Cut sein, sonst zerschieße ich mich vorher.
Beim ZUT war ich die ersten 60 km zu schnell und dann war die Luft raus und ich musste viel Wandern. Das sollte hier anders werden, nur der Cut musste im Auge bleiben.

Erstmals zweifelte ich innerlich an meiner Stärke.
Würde ich mit der Regenerationszeit und dem weniger intensiven Wintertraining im Dezember, dem durchwachsenen Januartraining und der etwas schwachen Brocken Challenge und dem lachhaften Bergkreiseltraining an einem 33m-Hügel bei uns so was überhaupt schaffen können??

Wir reisten eine Woche vor dem Event mit einer Gruppe von 8 supernetten Leuten (Familie Schalk, Familie Irrenhausen und noch zwei weiteren erfahrenen Ultraläufern an und nisteten uns in einer schönen Ferienwohnung ein.
Läuferisch war ich ganz klar ein sehr kleines Teelicht gegenüber meinen männlichen Lauf-Kollegen, die sonst meistens im vorderen Drittel der Ultrafinisher oder ganz vorne zu finden waren. Macht nichts, ich wollte nur finishen und soweit wie möglich diesen Lauf und die tolle Landschaft genießen.

Sonntags und Montags liefen wir mehr oder weniger gemeinsam die letzten 52 km (20/32) der Strecke relativ ruhig ab, um das Terrain kennen zu lernen.



Ob das ein Fehler war, fragte ich mich die 3 Tage danach, an denen nicht nur ich derbe Muskelkater vom Bergablaufen in den Oberschenkeln hatte.

SF50 war bei mir angesagt, denn die Sonne brannte trotz angenehmem Wind in der Höhe ganz schön.
Es war angenehm warm, um in Kurz/Kurz zu laufen und unten gingen die Temperaturen auch über 25 Grad und mehr.
Die Strecke war beeindruckend, der Roque Nublo genial schön und der steilste Abstieg nach Arteara schwer und doch traumhaft schön.

Donnerstags, die anderen hatten bereits ihre letzte schnelle Runde gedreht, zockelte ich abends auch noch mal kurz los, um zu checken, ob die Beine wieder mitspielen.
Alles gut, 1,8 km waren zwar lächerlich, aber ich zwang mich nicht mehr zu machen.

Der Start war am Freitag um 23.00 Uhr in Agaete im Nordwesten der Insel und pünktlich kam der Calima, der Sandwindsturm aus Afrika, der die Luft mit feinstem Saharasand füllte.
Im Schein der Stirnlampe wuselte der Wüstensand, doch mit der Atmung hatte ich zum Glück keine Probleme.
Fernblick war damit nicht und die Landschaft waberte in der Nacht in einem seltsamen grau trotz Vollmond.
Der Wind war in der Höhe teils extrem stark und ich war froh, in Stirnband über den Ohren zu haben.
Caps waren über Tag kaum auf dem Kopf zu halten.

Die beiden Mitstreiter unserer Truppe ordneten sich beim Start weiter vorne ein und ich stellte mich beeindruckt demütig ziemlich am Ende des Feldes auf.
Die Stimmung war toll dort am Start, aber ich war still in mich gekehrt.
Ein netter Deutscher sprach mich an und wir ermunterten uns gegenseitig.
Meine Uhr startete ich 5 Minuten zu früh inkl. Navigation, die ich überhaupt nicht brauchte.
Ich mochte sie nicht noch mal abstellen, dachte mir, die 5 Minuten werden mein Cut-Bonus, wenn ich auf die Laufzeit schaue und nicht mehr rechnen kann unterwegs.

Der Startschuss fiel und nach ca. 30 Sekunden waren wir alle endlich in den Trab gefallen.
Nach ca. 400m gings sofort in den steilen Anstieg und wir schlängelten uns ca. 10 km und über 1200 Hm den Berg hinauf.
Das war ein wahnsinnstoller Anblick, wie sich die Stirnlampen den Weg durch die Nacht bahnten.
Ich war froh, meine Stöcke zu haben und walkte stramm den steilen Weg hinauf, der mit der Zeit immer schmaler und felsiger wurde.
Nach ca. 3 km zog ich die Regenjacke zum Schutz gegen den Wind aus und war klatschnass geschwitzt.
Der warme Wind kühlte trotzdem angenehm.
Sobald es mal etwas flacher war trabte ich an, um hinter dem nächsten Felsen gleich wieder ordentlich Höhenmeter zu machen.
Das Tempo war angenehm und der Puls gefühlt bei irgendwo 70-75%.
Der erste VP nach 10 km war spätestens nach 3 h zu erreichen, was ich in gut 2,5h ohne extreme Anstrengung schaffte.
Passt.

Nur die Schuhe, meine relativ neuen LaSportiva Crossover, deren Vorgängerpaar ich schon den ganzen kleinen Kobolt ohne Blasen gelaufen war, drückten etwas an der linken Ferse und schrubbelten mir den 3. Zeh oben auf. Vorsorglich hatte ich vorm Start schon ein Blasenpflaster an die Ferse geklebt, welches ich jetzt schon zerlaufen hatte.
Also zog ich kurz den Schuh aus, schmierte ordentlich Hirschtalg auf den Zeh und klebte ein neues Pflaster auf die kleine offene Blase.
Dann war es gut.

Bergab war es technisch höchst anspruchsvoll, steil, felsig, teilweise mit kurzer Kletterpartie am Knotenseil, was mir tierisch Spaß machte.
Die Aussicht bei Tag musste atemberaubend sein.
Kopffest musste man auf jeden Fall sein, denn es ging auf Felsen am Abgrund entlang, aber auch teilweise über locker laufbare Singletrails in staubigen rutschigen Serpentinen durch den Wald.
Für diese knapp 10 km größtenteils bergab hatte man 2h, wo ich trotz vorsichtigem Bergablaufen den Puffer halten konnte.
Trotzdem hatte ich hier irgendwie überhaupt keine Vorstellung, wie ich bei weiterhin solch schwerer Strecke das schaffen sollte.
Waren doch erst 20 km um nach gut 4,5h?!

Am 2. VP in Tirma gabs nur Wasser, Cola und ein paar Nüsse, von denen ich mir eine Hand voll genehmigte. Die Blase füllte ich schnell etwas auf, schmiss ein Brause-Tablettchen für den guten Geschmack (nein, dieses Mal lief ich ohne Bier!) dazu und machte mich gleich weiter in den nächsten steilen Anstieg.
15 km in 3,5 h, das sollte machbar sein.

Nach gut 8h war ich dort.
Es lief ganz gut.
Der VP war in einer halboffenen Halle und der Wind zerrte an den Abgrenzungen und heulte.
Erst mal was essen, es gab Käsestückchen, Fleischwurst, Brot, Nüsse, Banane, süße Riegel, Obst und Orangen, Cola und Wasser. Hier griff ich das erste Mal zur Cola und mischte diese mit Wasser. Die Blase füllte ich wieder, nahm mir Käse und Nüsse und eine Banane für unterwegs mit. Nach ca. 7-8 Minuten war ich dort wieder raus und es war plötzlich hell.

Herrlich und deutlich leichter zu laufen, wobei man sich immer noch extrem konzentrieren musste. Auch nach diesen 8h konnte ich locker flacherer Stücke langsam laufen mit lockeren Beinen. Die Füße fühlten sich etwas malträtiert von den Steinen, aber keine weiteren Blasen, alles gut.
Die Arme hatten mit dem Stockeinsatz gut zutun.

Meine Laune wurde zusehends besser und ich wurde zuversichtlicher, es doch packen zu können. Ich lief von VP zu VP, ohne mir die ganze Reststrecke auszumalen. Lediglich die ab und zu mal aufgestellten Schilder mit den Restkilometern flößten mir neuerlichen Respekt ein.

In Teror bei Km 57 wollte mein Göga das erste Mal stehen mit ggf. neuem T-Shirt und Schuhen zum Wechseln. An den VPs klatschten die superlieben Besatzungen und ermunterten, weiter zu machen.
Immer mal wieder überholte ich schlappe torkelnde oder humpelnde Läufer.
Mir ging es gut.
Bisher hatte ich kein richtiges Tief, nur mental Respekt und Demut vor der Strecke.
Mit der Ernährung klappte es dieses Mal hervorragend und bisher musste ich nur einmal zum Wasserlassen hinter einen Busch.
In Teror war kurz nach dem VP die Sonne voll da und ich zog mir mein unter dem T-Shirt getragenes Langarmshirt vor den ersten steilen Treppen aus und stopfte es in den Rucksack.
Kurz danach endeten diese an der Hauptstraße, an der man ein kurzes Stück entlang traben konnte.
Oben an der nächsten Ecke stand noch mal Göga und fotografierte mich.
Dem gab ich dann gleich das überflüssige Shirt mit.

In Tejeda bei km 71 wollten wir uns wiedersehen bevor es dann hoch zum Roque Nublo und nach Garanon geht.
Ab Tejeda kannte ich die Strecke und in Garanon war noch mal ein Dropbag deponiert.

Es folgten weitere steile Treppen und extrem steile betonierte Pistenstücke, die ich und die wenigen um mich herum nur sehr langsam bewältigen konnten.
Es erinnerte mich an dieses megasteile Stück beim TAR hoch zum Kronplatz.
Boah, das zog ordentlich Saft.
Die beiden Schweizer, die mit mir aus dem VP in Teror gelaufen waren, sagten, dass man diese grade mal 6,5 km niemals in 1,5h schaffen würde.
Das war aber der Cut und ich hatte nur eine knappe halbe Stunde Luft!
Oha!
Ok, also immer schön weiter hoch nach Talayon.


Die Aussichten waren atemberaubend, die Strecke nach den Treppen zumeist bestehend aus Singeltrails und Serpentinen immer weiter hoch und ab und zu kurz runter um die nächste Kuppe zu erklimmen.

Der VP Talayon war ein Kleinbus auf einem Schotterweg als Windschutz und ein paar Klappstühle. Ich wusste nicht genau, wie viel Zeit ich noch hatte.
So langsam wurde es mühsam und ich musste noch schnell ein neues Blasenpflaster auf das alte kleben.
Die Füße fühlten sich an wie im Schraubstock und die Kraft aus den Beinen verschwand langsam.
Ich trank und aß noch was, füllte wieder die Blase und machte mich auf.
Noch weiter ging es hinauf, angeblich 4 km rauf und dann 4 km runter bis Tejeda.
Wieder nur 1,5h Zeit dafür.
Es waren unendliche 4 km rauf und ich sah den Cut schwinden.
Runter konnte ich kaum noch laufen, nur gehen, hebelte mich die felsigen Abstiege runter Stein für Stein und begann immer öfter weg zu rutschen.

Ich realisierte, dass es knapp werden würde und die Gefühle spielten Amok.
Tränen schossen mir in die Augen und ich verzweifelte bei jedem Fehltritt, knickte leicht um ohne dass es weh tat, rutschte und doch blieb alles heile.
Hektik ohne Kraft...Nerven.

Waren diese 4 km nicht schon längst um?
Warum geht das nur noch soooo unendlich langsam?
Wie soll das erst in der Nacht werden?
Kann ich mich überhaupt noch halten beim nächsten Ausrutscher?
Noch geht alles, nur megalahm.
Viele waren schon gestürzt, blutende Wunden hatte ich gesehen, notdürftig mit Pflaster oder Verband gestillt.
Wollte ich das?
Wollte ich mein Laufjahr oder sogar alles riskieren?

In meinem Kopf war Krieg.

Ich wollte weiter, aber diese verfluchte Armee der Vernunft in eisernen schweren Rüstungen baute sich vor mir auf und kesselte mich mit drohenden kalten Augen ein.
Sie löschte das Abenteuerfeuer vom Adrenalin in mir.

Und dann stand dort plötzlich einer aus dem Orga-Team mitten auf dem Trail und scannte meinen Chip.
Hä?
War hier endlich Tejeda?
Kein VP…nein, ich verstand aus seinem Spanisch, dass es noch 5 Km bis zum VP seien.
Hm??? Was faselt der da??
5 km bis Tejeda, das würde ich niemals innerhalb der Cutzeit schaffen.

16 Uhr war dort Cut und es war kurz nach 15:30 Uhr.
Es haute mich vollends aus den Socken und ich peilte in dem Moment nicht, dass entgegen der Angaben vom Veranstalter, die Zeitnahme für den Cut nicht in Tejeda, sondern hier schon weit vorher war.
Ich war 24 Minuten vor Cut und dachte, ich müsste 5 km in knapp 30 Minuten runter schaffen.
Keine Chance!

Ich war völlig durcheinander und desillusioniert, als wenn jemand plötzlich eine Schranke runtergelassen hätte…Brett vorm Kopf…malade…weg vom Fenster.

Ich schickte Göga eine Info, dass ich in Tejeda aufhören würde, weil ich den Cut sowieso nicht schaffen würde und ich keine Kraft mehr für die Nacht hätte.

Dann schlich ich weiter hinunter völlig überwältigt von Schwäche, Depri und dem Realisieren meines ersten DNF.

Ich kapitulierte, hisste die weiße Flagge und winselte um Gnade in meinem Kopf.

Und dann, erst dann fing langsam alles an richtig weh zu tun.

Im Kopf beruhigte sich das Geschehen.
Der wurde leer.
Über den Kriegsschauplatz legte sich Ruhe und Klarheit und die Vernunft übernahm das Zepter.
Die Dämonen wanderten ins Kreuz und in die Füße und bissen vor Wut.
Nein, Du kannst nicht mehr, es geht nicht mehr, da kommst Du niemals rauf.
Es war aus und vorbei.

Nach weiteren langen Minuten kam Göga mir entgegen geklettert und nahm mich in die Arme.
Ich wollte nur runter und endlich Schluss haben.
Ist es noch weit?
Joa, bestimmt noch 1,5 km…
Der Verstand und die Vernunft hatten mir sämtliches Adrenalin und Endorphin abgedreht und mich die letzten Minuten in ein tiefes Verlies gesperrt, aus dem ich nicht mehr raus kam.

Am VP klatschte das Team tatsächlich, als ich kam und Göga sagte mir noch mal, dass ich noch im Rennen sei und der Cut dort oben war und nicht wie angegeben in Tejeda am VP.
Kurz war ich irritiert, aber ich hatte abgeschlossen und war vom vermeintlichen seelischen Schmerz überwältigt.
Mein Verstand hatte mich besiegt, betrogen, bestohlen und besiegt!!

Das Unterbewusstsein hatte alles von langer Hand geplant und mit Verstand und Vernunft gemeinsame Sache gemacht.
Es ist erniedrigend, von sich selbst auf diese hinterhältige Art geschlagen zu werden.

Ja, die Entscheidung war „vernünftig“!
Ich stehe dazu, ich habe verloren.
Wer weiß, was in der Nacht noch passiert wäre.
An dem Abend und in dem Moment war ich so sicher und überzeugt, richtig entschieden zu haben und doch nach jedem Tag länger danach wird mir klarer, dass alles ein abgekartetes Spiel war, von Anfang an unter einem schlechten Stern.
Die Entscheidung war schon viel ehr gefallen...unterbewusst.
Richtig war es trotzdem und die logische Konsequenz.

Ich hätte tatsächlich weiter laufen können.
Ich hätte es schaffen können.
Ich wusste, was noch kommt.

Die Füße beruhigten sich und waren nach der Dusche schon wieder leise.
Die Beine waren locker.
Ich hatte keinen Muskelkater in den Beinen, nicht einen und auch nicht zwei Tage später.
Nur in den Armen.
Das war ein weiterer deutlicher Beweis.
Ich hatte mich definitiv körperlich nicht überfordert!
Ich war nicht an meiner körperlichen Grenze!
Es war der Kopf, der nicht stark genug war, von Anfang an!!

Ja, das ist wohl eine Erfahrung, die jeder Ultraläufer einmal machen muss.
Genauso, wie jeder Reiter irgendwann vom Pferd fällt, weil er Schiss hat.
Entscheidend ist dann, sofort wieder aufzusteigen, um sich zu beweisen, dass man es doch kann und das Zepter in der Hand hat.
Trotzdem tut es weh, macht es wütend, weckt es Zweifel.
Damit gilt es umzugehen zu lernen.
Eine damit essenziell ganz wichtige zwingend notwendige Erfahrung für die Zukunft!
Hart aber nicht tödlich!

Der Lauf auf Gran Canaria ist ein Traum!
Die Landschaft ist ein Traum!
Wenn es passt, möchte ich es im nächsten Jahr noch mal versuchen.
Selbst die 71 km mit knapp 5000 Hm waren größtenteils ein absoluter Genuss!

Es hat mich riesig gefreut, dass alle anderen aus unserer Truppe ihre Läufe erfolgreich gefinished haben und es war ein super genialer viel zu kurzer Urlaub mit Euch allen!!

Danke für Euren Trost und Eure Unterstützung, besonders an Silke und Göga, die mich direkt von Tejeda heim gebracht haben.

Lieben Gruß Carla-Santana

P.S.
Achtung! Zu Risiken und Nebenwirkungen dieses Berichts fragen Sie Ihren Arzt oder andere Ultraläufer! ;o)
Niemand muss Verständnis für mein Handeln haben und erst recht ist es keine Handlungsempfehlung oder Mitleidgehasche. Es sind einfach nur meine Gedanken zu diesem Lauf der natürlich herzlich wenig mit gesundem Sport zu tun hat. Vernunft und Verstand sollen die Herrscher im normalen Leben sein, hier gelten andere Gesetze.

5
Gesamtwertung: 5 (24 Wertungen)

Aufstehen, Krone richten, weiter laufen!

Der nächste verrückte Ultra kommt und nächstes Jahr gibt es vielleicht eine neue Chance!
Du hast richtig entschieden!
Klar ist es super kacke! Dein erster DNF...
Aber überleg doch mal wieviele DF du schon hattest! Gesundheit geht vor!
Ich bin weiter großer Fan von dir und bin mir sicher, dass wir noch viel von dir sehen werden!
Sei gedrückt!

Du bist

du bist trotzdem Klasse!!!! Oder erst recht deswegen

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

DNF...

ist keine Schande und auch keine Schwäche.
Ich glaube es geht jedem so, dass einem nach der Entscheidung:Es geht nicht mehr, ich höre auf; unzählige Steine von der Seele fallen und man nur denkt,endlich ist die Tortur zu Ende.
Und genauso sagt man einige Zeit später, da die Schwäche ja nicht mehr da ist, man warst du blöd.
Auch alles schon erlebt.Lebbe geht weiter,und wie!

Toller Bericht... Und vor allem: Kopf hoch!

Na, das hast Du auf jeden Fall sehr beeindruckend festgehalten. Ich denke, dass Du absolut auf dem richtigen Weg bist, diese Erfahrung gut zu verarbeiten.

Und danke für deinen tollen Bericht zum miterleben und mitfühlen!

Gute Erholung weiterhin, mental und körperlich. Und den nächsten Ultra, den läufst Du auch wieder erfolgreich zu Ende. :)

Moritz

Coole Nummer...

..und denke an die Distanzreiter, die haben die strengsten Kontrollen zum Wohle des Pferdes.
Und wer wenn nicht du und dein Körper kennen dich am besten.
In einem Buch heist es an solchen stellen: "..im Buch deines Lebens steht es so geschrieben"

"Ein Leben ohne DNF ist denkbar, jedoch sinnlos"

Schleswig-Holstein im Herzen,
BORN im Kopf

Wuaahh,

Gänsehautbericht, kam rechtzeitig zur Mittagspause.
Dass Du eisenhart bist, hast Du doch schon so oft bewiesen, dieses Mal sollte es einfach nicht sein. Aber Du lässt Dich dadurch ja nicht entmutigen und planst schon, die offene Rechnung zu begleichen.
Und schön, dass GöGa Dir entgegen kam, da fühlt man sich doch gleich gut aufgehoben, wenn man meint, am Ende zu sein.
Hammerhart und ich glaube gerne, dass es dort wunderschön ist (aber zu warm für mich ;o)
Trotzdem grossen Respekt vor Deiner grandiosen Leistung.

Fühl Dich umärmelt.

LG,
Anja

Bier

Es lag am Bier. Jetzt hab ichs.
Wie kannst Du ohne Bier laufen. Kind!

Ich sags mal so. Soweit wie Du gekommen bist, das muss man erstmal schaffen. Klar is es ärgerlich wenn man sich auf 125+x vorbereitet und am Start steht aber immer noch besser so als irgendwas kaputt machen.
Trotzdem oder gerade desahlb: Stolz!

Ich bleib dabei, das Bier; das fehlende Bier. Wir müssen reden

Waxl

Auf und ab bei der TGC

Eigentlich wollte ich in den Bericht nur mal kurz reinschauen und ihn später weiter lesen, weil ich jetzt eigentlich keine Zeit dafür hatte. Nun ja, jetzt habe ich ihn doch ganz gelesen, konnnte nicht aufhören.
Mir fallen bei dir langsam echt keine Superlative mehr ein, liebes Pferdchen! Du beeindruckst mich immer wieder zutiefst. Ich ziehe meinen imaginären Hut vor deiner Leistung - völlig egal, ob gefinisht oder nicht.
Ich finde, du hast alles richtig so gemacht. Zerbrich dir darüber nicht mehr den Kopf was hätte evtl. noch sein können. Und wenn du du es nicht lassen kannst, dann denke auch daran, was noch hätte schief gehen können. Schlimmstenfalls hätte es in der Nacht auch ein schlimmes Unglück geben können. Insofern ist es vielleicht ganz gut, dass deine "verfluchte Armee der Vernunft" das Steuer übernommen hat. Denn ich lese 1.000 lieber von dir einen Bericht über ein DNF, als einen Zeitungsartikel über einen Unfall bei der TGC.
Sei stolz auf die vielen km und Höhenmeter, die du dort vor und in tollster Kulisse gelaufen bist. Du bist großartig gelaufen und am Ende hat dein Kopf entschieden, was am besten für dich ist. Und das ist gut so.

Return of the Waxl

Eyyy, Waxl ist ja wieder da! Wie toll ist das denn bitte?!

uff

das muss ich erst mal sacken lassen !

irgendwie ist es mir letztes Jahr ganz ähnlich gegangen, wenn auch in weitaus kleinerem Rahmen. Aber die Gedanken, Gefühle während und danach ... hm

aber schön, dass man die Strecke bis zum (realisieren des) aufgeben durchaus genießen kann :-) die Bilder sind ja auch klasse, bei den letzten beiden hat sich sogar deine damals aktuelle Stimmung ausgedrückt ;-) !

Trösten muss man dich, glaube ich, nicht sehr - du weißt, dass du es kannst - hast ja auch schon viele riesige Dinge gerockt!
Ich seh das mittlerweile so: wenn man mühelos und immer sofort die gesteckten höheren Ziele erreicht, wird es bald sehr schwer, weitere zu finden :-)

Danke für den wieder mal faszinierenden Bericht ! Auf zu neuen Abenteuern

VLG
Uwe

Danke!

Fürs mitnehmen!
Ich werde es niemals laufen können.

Und ich glaube nicht, dass Du verloren hast. Du hast gewonnen! Sehr viel!

Gruß Nicole

verloren...

...hast du gar nichts, liebes pferdchen. ganz im gegenteil, du hast etwas ganz wichtiges erfahren: nämlich wie es ist, wenn die psyche über die physis siegt. wie es umgekehrt geht, kennst du ja. du hattest ja schon oft situationen, in denen du mentale stärke brauchtest und diese dann auch hervorgeholt hast.

wer weiß, wozu das jetzt gut war. alles hat seinen sinn. vielleicht hat dich deine psyche unter umständen vor einer verletzung oder schlimmerem bewahrt, weil dieser lauf in diesem jahr einfach noch nicht der richtige war...
____________________
laufend knuddelt das pferdchen herzlich: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

ein langer lauf ohne bier

ist denkbar --- aber sinnlos
(ok, ersatzweise nahm ich auch schon mal glühwein in troisdorf, november ist ja nicht so warm ;-)

starker tobak aber "trotzdem" toll und danke dafür!

The goal of science is to build better mousetraps, the goal of nature is to build better mice!

Lass dich mal drücken

wie gut kann ich dich verstehen! In jedem deiner Sätze fühlte ich mich an den ZUT erinnert. Irgendwann hatte der Kopf beschlossen, das packst du nicht, und das war's dann. Und plötzlich tut alles weh und die Tränen kommen und die Erschöpfung und die Scham und der Frust und was weiß ich nicht noch.
Der kleine Unterschied: Du hast ganz großartige 71km geschafft (und nicht wie ich kleine 25km) und vom Terrain her scheint mir der Transgrancanaria noch mal minimum drei Nummern größer und schwerer zu sein. Von daher hast du meine vollste Hochachtung!
Auch ein DNF will weggesteckt werden (und damit habe ich viel mehr Erfahrung als du ;-))) aber ich finde es war eine gute und vernünftige Entscheidung. Besser als wenn sie dich ausfliegen müssen, weil gar nichts mehr geht. Vielleicht wärst du weiter oder angekommen, vielleicht auch nicht. Abhaken. Du hattest ein wunderbares Lauferlebnis und weißt, dass du alles in der Vorbereitung richtig gemacht hast. Wer kann das schon behaupten?

Ich bin stolz auf dich und danke für den wunderbaren ehrlichen Bericht und die schönen Fotos!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

FAN...

... aber sowas von total!

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Ein solches Erlebnis

nimmt Dir niemand.

Und jetzt: Akkus aufladen, damit der Körper "danke" sagt und die Psyche sich erholen kann.

Sehr schöne Fotos hast Du eingestellt - danke!

Kopf oder nicht...

Es laufen halt nicht nur die Beine.
Die liebe Sonnenblume2 nannte es mal "Körperintelligenz", und das war vielleicht auch hier die Ursache für den mentalen Ausstieg. Du schreibst ja selbst: wer weiß, was in der Nacht noch gekommen wäre. Das weiß natürlich keiner, aber letztlich bist Du in diesem Punkt kein Risiko eingegangen, und das ist gut so!

Du hattest einen schönen Laufurlaub in geiler Landschaft und bist nun um eine Erfahrung reicher.

Danke für Deinen Bericht und keine Angst: ich machs nicht nach ;-)
Liebe Grüße, Conny

Deine Leistung ist nicht nur

Deine Leistung ist nicht nur klasse sonder grandios und du bist keinenfalls vom hohen Ross gefallen, sondern nur früher als geplant abgestiegen.
Denke an das was schön war und den Rest entsorge. :-)

Großartige Leistung!

Ganz einfach. Großartige Leistung. Ja, nicht gefinished, das nagt. Du hast eine vernünftige Entscheidung getroffen. Klar, hinterher kommen die Zweifel, ob man nicht doch noch gekonnt hätte. Nach ein paar Tagen legt sich ein gnädiger Schatten auf die Probleme, mit denen man sich in dem Moment auseinander zu setzen hatte, dann sind die quälenden Momente aus dem Rennen nicht mehr so präsent. Ausgeschlafen und ausgeruht finished man halt alles, aber nur die wenigsten halten den Status über zig Stunden hoch.

Whatever, Du hast die Marke trotzdem ganz schön weit heraus geschoben, ein anderes Mal kommst Du stärker zurück und holst Dir das Ding, ganz sicher. Danke für den beeindruckenden Bericht, man sieht, das das Geläuf dort in einer anderen Liga spielt als das, was wir hierzulande zumeist antreffen. Und dann haben wir über HM noch nicht geredet. Meinen Respekt!

Bedauern über die getroffene Entscheidung...

...ist nicht angebracht! Du hast Großes vollbracht und zu deiner Sicherheit bist Du kein Risiko gegangen. Die Frage, ob Du es nicht doch hättest schaffen können, kannst Du zwar erst nächstes Jahr beantworten, dann aber mit dem Wissen, dass Du die eigene Grenzen bis dahin nicht überschritten hast und eigentlich voll im Soll warst)! Das sollte Dir das Selbstvertrauen geben, diese Strecke nochmal anzugehen. Und dann schaffst Du es ganz!
Bis dahin trotz (oder wegen) allem große Leistung in großartiger Kulisse!!

Dass Du hier in dieser Form dein Kopfkino mit uns teilst und damit zeigst, was Ultra in dieser Liga emotional bedeutet, finde ich großartig -- danke für die aufrichtige, ungeschminkte Geschichte. Ein bisschen muss ich an den Songtext von Maxims "Soldaten" denken... Gänsehaut eben...

Gruß, Dominik
_____________________
"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

Für mich ist und bleibt Ultra unvorstellbar!

Und insofern ist ein Abbruch bei so einem megaschweren Lauf für mich jederzeit mit vollstem Verständnis nachvollziehbar. Eher eigentlich als ein gesundes Finish. Auch wenn ich immer mit einem verwundertem Staunen Berichte von Ultraläufen verschlinge.
Aus einem unperfekten Lauf oder gar DNF Wichtiges für folgende Abenteuer zu lernen, wird dir sicher super gelingen. Dieser Bericht ist ein erster Schritt. Ich umarme dich einfach mal aus der Ferne und beglückwünsche dich zu beeindruckend absolvierten 72(?)km durch eine traumhafte Landschaft! Und ich freue mich auf weitere Abenteuerberichte von dir!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Soso, ein DNF

Mein liebes Pferdchen,

Deinen Bericht hast Du wieder so packend geschrieben, dass ich meinte, Dich zu begleiten. Wow, Du kannst nicht nur unglaubliche Strecken laufen, sondern auch so darüber berichten, dass es zumindest für mich ganz großes Kino ist.

Du hast Dich mit dem TGC einer Herausforderung gestellt, die - um ein Zitat aufzugreifen, dass Du auch kennst - sich weitab von dem befindet, was man als 'Kindergeburtstag' bezeichnen kann (und damit möchte ich keinesfalls die damit gemeinten Distanzen/Höhenprofile herabwürdigen).

Eine Daumenregel besagt, dass ein Ultra zu einer Hälfte in den Beinen und zur anderen Hälfte im Kopf gelaufen wird. Zumindest so in etwa.

Im Kopf (im Vorfeld heimlich, still und leise) hat sich bei Dir - rückblickend gesehen - so ein kleines trotziges dnf eingezeckt und sich dann zu einem großen DNF ausgewachsen.

Du hast den Lauf nicht zu Ende gebracht. Ja. Und???

Machen wir doch einmal eine kleine Bestandsaufnahme:
1) Jeder von euch allen hat einen Betrag x investiert für An- und Abreise, Unterkunft, Startgeld, ...
2) Du warst nicht alleine dort.
3) Du hast tolle Fotos gemacht. Soweit ich das beurteilen kann, habe ich an einigen Stellen auch schon gestanden (war aber nicht beim TGC, sondern beim ganz normalen Wandern).
4) Du warst beim Lauf dabei. Einen großen Teil.
5) Du bist wohlbehalten zurück gekommen.

Nicht bis zum Ziel gelaufen zu sein, fehlt als Punkt. Bewusst. Weil ich es nicht so wichtig finde. Du warst vorbereitet. Du bist angetreten. Und Du hast Dir weiß Gott nichts geschenkt. Das war kein leichtfertiges Aufgeben.

Ich kann man noch gut an den gemeinsamen Lauf erinnern, als ich Dir einen kleinen Ultra-Floh in's Ohr gesetzt habe... Du hast Dich unglaublich entwickelt!!! Ich bin völlig beeindruckt!!! Nicht nur von dem, was Du unter die Sohlen nimmst, sondern auch davon, wie Du Dich für andere einsetzt.

Die ganze Zeit schon versuche ich mich an mein DNF zu erinnern. Das gab es und es ist auf jogmap auch dokumentiert, glaube ich. Aber ich komm' nicht mehr 'drauf.
Und warum? Weil es keine Rolle spielt. Passiert, etwas daraus gelernt, abgehakt.

Hatte ich Dir schon erzählt, dass der TGC für mich ein Traum ist? Mal sehen, wie sich mein Training so macht. Gestartet bin ich in diesem Jahr ganz unten (guck' einfach 'mal auf meinen 2015er Kilometerstand). Und mir hat es gut getan. Ich liebe das Laufen.

Du auch.


Mh...

...was soll man da noch schreiben?? :-) du bist 72km mit 5000hm gelaufen....auf diesen kleinen Wegen - gigantisch!!! Ja, schade dass du abgebrochen hast - aber so hast du vielleicht schonmal ein tolles Ziel für's nächste Jahr :-)

Der Bericht ist auf jeden Fall wahnsinnig toll geschrieben - vielen Dank fürs Mitnehmen!!

verloren...pah...

du hast definitiv NICHT verloren. Schätzchen, was du da geschafft hast, war ganz klasse und von wegen Teelicht! Du bist ne Fackel und die Erfahrungen, auch wenn sie blöd waren, formen Dich. Du bist ein großes Stück weiter in der Erfühlung deines Körper. Du weißt jetzt wie sich Kopf scheisse, Körper gut anfühlt. Das verschafft dir in Zukunft den entscheidenden Vorteil. Siehst du jetzt noch nicht so, aber trust me...so wirds sein und du wirst wie der Phönix aus der Asche auftauchen!
Alles wird gut...going beyond the mind -it's where the magic happens...

Bis Tejedas hatten wir ja den gleichen Weg ...

... hinter uns gebracht. Insofern erlaube ich mir mal ein direktes Feedback vom gleichen Lauf unter exakt den gleichen Bedinungen mit dem klitzekleinen Unterschied ein paar Stunden vor dem Cut-off gewesen zu sein, abgeben zu können.
Es ist beeindruckend wie sehr sich unsere Gedanken, unser Erleben dieser km gleichen! Wir müssen in der Tat genau das selbe absolviert haben.
Bis Teror ging noch was - auch bei mir. Das Stück Teror-Kruz (!) Tejedas zog mir den Zahn - Genau wie dir. (In Cruz Tejedas war die Zeitnahme. Das war oben auf dem Berg. Dafür galt das cut-off. Im Ort Tejedas war der VP - zwei völlig unterschiedliche Orte. Auch ich hatte das nicht klar. Aber bei mir hatte das keine Auswirkung.) Nach Kruz Tejedas saß ich am Streckenrand und schaute mir 5 oder 10min an, wer so an mir vorbei lief. Ich war im Eimer. Genau wie du. Die Strecke davor war hammerhart. Hätte da ein Auto gestanden, ich glaub ich wär eingestiegen. Hätte ich den Stop oben auf dem Berg nicht gemacht, wäre ich im Ort vermutlich eingestiegen. Mental war das auf jeden Fall auch mein Tiefpunkt - und bei mir stand halt nicht bereits seit vielen, vielen Stunden immer das cut-off als Damoklesschwert im Hinterkopf.
Heute kann ich dir sagen, dass nach einer ausreichenden (?) Pause der Rest der Strecke kein Problem mehr war. Bis da hoch war es am Härtesten. Alles danach war im Vergleich Spielkram. Aber vielleicht war es auch nur deshalb so, weil mein Kopf das daraus machte. Für 2016 kannst du dich mental auf diesen Abschnitt vorbereiten. Dann wirst du ihn ganz anders erleben und umsetzen.
Alles richtig gemacht - auch aus heutiger Sicht. Du hast jetzt elfeinhalb Monate Zeit die Bremse cut-off für diesen Lauf aus deinem Kopf zu verbannen. Das blockiert den Körper. Bis Kruz Tejedas kannst du innerhalb des Cut-off laufen - danach erst recht! Du bist nicht sicher? Ich weiß es!
;-)
Edit: Klasse Bilder! Mein Telefon war die gesamte Zeit des Laufes ausgeschaltet im Rucksack. Ich hatte keine Zeit und dann keine Lust dazu es zum Fotografieren vorzuholen. Aber Du. Dnake dafür!

Verloren? Na und?

Selbst wenn man den Lauf als Niederlage einordnen würde. Na und?
Wir sind Sportler. Da gehören Niederlagen genau so zum Leben wie Erfolge.
Mach dir keinen Kopp. Es gibt noch andere Läufe.

Gruß

Sirius

Du bist die Größte!!!

Echt! Du bist die Größte, die ich kenne. Mit Dir kann ich überall angeben - bei "meinen" jogmappern ist eine, die rennt sogar über fast ganz Gran Canaria - und ernte ungläubiges Staunen!
Dieses DNF ist fast gar keins, so grandios hast Du alles bis dahin bewältigt! Und das nächste Mal wird es noch superer, da bin ich mir sicher!

uhaah

Mir lief eine Gänsehaut nach der anderen über den Körper. So mega genial geschrieben! !!!
Boah, ich bin sprachlos und bewundere dich! Und neidisch bin ich auch :0(
Ich will auch 25ºC. Nur leider kann ich so was nicht laufen.
Sei stolz auf dich und deine Ehrlichkeit zu dir selbst.

Jetzt musste ich den Bericht...

... noch ein zweites Mal lesen. Hui, bin ganz mitgenommen - da hast Du ja was durchgemacht. Vielen Dank fürs Berichten! Dein Hadern mit der Vernunft und mit der Entscheidung konnte ich so gut verstehen. Aber eigentlich glaube ich ziemlich fest daran, dass es im Grunde genommen keine falschen Entscheidungen gibt, sondern nur solche mit unterschiedlichen Konsequenzen. Es ist nicht richtig oder falsch abzubrechen, es ist einfach anders, und es kommt darauf an, was daraus folgt. Und dass Du für Dich schon die passenden Konsequenzen planst, ist total klasse.

Vielen Dank auch für die sensationell schönen Fotos - was für eine Gegend, traumhaft!

Gutes Gelingen für die nächsten Abenteuer wünscht
yazi

Mir fehlen die Worte!

Du bist einmalig und NEIN, du hast nicht verlorgen, NEIN NEIN NEIN!!! Was du erreicht hast ist absolut großartig und ich wünsche dir sehr, dass du dir noch in diesem Läuferleben beweisen kannst, dass du den Lauf packst! Aber auch wenn es nicht mehr dazu kommen sollte, weil es halt nie passt, du hättest ihn gepackt, da bin ich sicher! Ganz großes Kino Carla, Riesenrespekt! Auch und gerade, weil du so vernünftig warst!
Und vielen, vielen Dank für diese wundervollen Bilder. Bilder die ganz viel anstellen in meinem Kopf...wenn auch nur in kleinerer Richtung;-)

Lieben Gruß
Tame

Auch von mir

ein riesengroßes Dankeschön für den ehrlichen, selbstkritischen, gut geschriebenen Bericht, für die tollen Fotos, für das Mitnehmen auf Dein Abenteuer, Deine "bislang höchste Herausforderung", Deine Gedanken, Deine Erfahrungen!!

Ich denke – wie andere hier auch – dass diese Erfahrung Dich langfristig noch stärker macht, als Du ohnehin schon bist. Du hast genügend großartige und unglaublich tolle Finish-Erfahrungen, nun kannst Du zusätzlich noch auf diese anders geartete Erfahrung zurückgreifen.

Erhol Dich gut!!!

Sehr

schöne Bilder hast du da und dein Bericht ist noch viel besser.

Bei einem alte Menschen kann man vieles im Gesicht lesen. Alles erlebte hinterläßt eine kleine Falte.
Auch bei uns Ultraläufern ist dieses so. Jeder Lauf prägt uns, positiv und manschmal auch negativ. Wir lernen aus solchen Läufen vieles über uns.
Ich bin mir sicher das du, dass richtige aus diesem Lauf ziehen wirst und dein Falte nicht zu groß wird.
Der Bericht ist klasse, ich bin richtig mitgelaufen.

Danke für's mitnehmen.

Fraggle

Emotion pur

Danke für den tollen Bericht aus einer ganz anderen Liga.

Diese Emotionen, der innere Kampf, die Entscheidung, das Hadern hinterher... Das beeindruckt mich genauso, wie eine Erfolgstory. Und es lässt viel mehr erahnen, was ihr Ultras wirklich leistet.

Chapeau.

-------

Unglaublicher Bericht

Ach Carla, danke für den Bericht. Was bist du für eine zähe und starke Sportlerin. 71km und 5000 positive und wohl ähnlich viele negative Höhenmeter gehen weit über das hinaus, was ich jemals gelaufen bin.
Und jetzt gehört auch ein DNF zu deinem Erfahrungsschatz.

Ich bin trotzdem tief beeindruckt.

Erhol dich erstmal und steig dann wieder auf!

Gruß
Uli

Danke liebe Buddys und Jogmapper! :o)

Mit jedem Tag mehr Abstand zu diesem Lauferlebnis bekomme ich eine klarere Sicht auf die Dinge, die ich dort so erleben durfte!
"Durfte" ist wohl das richtige Wort.
Ich weiß, dass es aus verschiedensten Gründen nicht jedem vergönnt ist, so etwas machen zu dürfen/können, daher verraucht so langsam mein Ärger über mich selbst und verwandelt sich in neue frische Energie für neue Abenteuer.
Das erlebte wird in der Erfahrungsschatzkiste gespeichert!

Am meisten freut mich ja, dass ich doch ein paar Leutz etwas anstecken und mitnehmen konnte mit den schönen Bildern der Strecke und nicht jedem muss es so ergehen, wie mir.
So etwas hält mich auf dem Teppich und das ist gut so! Ist nicht wirklich schlimm!! ;o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

interessanter Bericht und

interessanter Bericht und tolle Fotos !

Viele Grüße
MaCh66


Bis hierher und weiter.

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