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Benutzerbild von Kaiserstädter

Man muss auch loslassen können...

Als ich mit 19 Jahren nach einem Kreuzbandriss mit einer Menge weiterer Schäden in den Minisken des rechten Knies meine Karriere als Hockeysportler beenden mußte, da wollte ich das nicht wahr haben. Immer und immer wieder habe ich es versucht, aber das Knie spielte nicht mit. So ungefähr 5 Jahre war ich dauerverletzt, weil ich immer wieder einen neuen Anlauf genommen habe und mich immer wieder mit Knieschmerzen auseinandersetzen mußte. Die OP-Technik war vor 27 Jahren noch nicht so wie heute – leider.

Damals konnte ich nicht loslassen und das hat mir andere Möglichkeiten verbaut.

Wie komme ich jetzt darauf?

Gestern hatte ich eine lange Trainingseinheit für meinen Marathon im April. Ich bin bei einem Volkslauf erst 10 km und dann den HM gelaufen. War soweit kein Problem... bis ich dann im Ziel war. Die langen Läufe nehmen wirklich negativen Einfluss auf meine linke Achillessehne. Ich kann dann ein bis zwei Tage nicht richtig gehen... humpel ein wenig.

Das geht mir ziemlich auf den Zeiger. Und bevor ich jetzt dieses Problem immer weiter mit mir rumtrage fasse ich folgenden Entschluss: Ab 2016 ist Ende mit Ultra, Marathon und Halbmarathon. Damit auch Ende mit Langdistanz und Mitteldistanz. Der Plan wird für dieses Jahr noch durchgezogen – habe ja schon einiges an Startgeldern vorab bezahlt – aber nächstes Jahr nur noch Läufe bis 10 km bzw. Olympische Distanz.

Ist schade, aber ist besser so.

Ich bin mir aber – nach den Erfahrungen in jüngeren Jahren – sicher, dass sich mir andere Möglichkeiten erschliessen. Werde sicherlich mehr Radfahren... mehr RTFs... Anschaffung eines CycloCross für den Winter... und mehr Schwimmen... Freiwasserwettbewerbe... Bodenseequerung...

Sicherlich werde ich auf der km-Buddy-Liste ziemlich ans Ende durchgereicht werden und die JM-Jahreskilometer werden weniger werden. Aber: Das ist mir kackkäse.

Nebenbei: Nach meinem Zieleinlauf stand ich da mit meinem Wasser und bekam einen kurzen Gesprächsfetzen mit. Der eine hatte gerade offensichtlich den Halbmarathon gefinished und den anderen gefragt, ob er denn auch gelaufen sei. Dessen Antwort: „Ja, aber nur die 5 km.“

Was bedeutet nur in diesem Zusammenhang eigentlich? Immer länger und länger zu laufen ist sicherlich ein Aspekt der Leistungssteigerung. Aber eine Strecke schneller zu laufen ist auch eine. Es gibt beim Laufen kein nur. Laufen bietet viele Möglichkeiten. Und es ist nicht richtig, verschiedene Arten des Laufens gegeneinander zu werten.

Jeder macht sein Ding. Davor habe ich Respekt:

Zu Beginn meiner Jogmapperei bin ich mit einem heutigen Buddy zum ersten Mal gelaufen. Er war fit, wenn auch nicht völlig austrainiert... quasi normal. Aber als ich dann herausgefunden habe, dass er von 135 kg auf 86 kg durch das Laufen abgenommen hatte, da war das nicht mehr quasi normal, sonder total quasi phänomenal!

Jeder macht sein Ding.

4.92857
Gesamtwertung: 4.9 (14 Wertungen)

kann dir nur zustimmen

in allen Punkten. Für mich wird es aufgrund anderer gesundheitlicher Probleme (noch) mehr weg von den "Kurzstrecken" in Richtung länger aber langsamer gehen und ab aufsehbare Zeit weg vom Triathlon. Also mitnehmen was noch geht und die Konsequenzen ziehen. Wir haben noch ein Leben ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Ja, da schreibst du weise Gedanken

Danke fürs Teilhabenlassen!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Gutes Motto!

Viel Spaß und Erfolg dabei wünscht
yazi

Vergleich und Verzicht

Auch wenn die Listenfunktionen hier auf jm dazu einladen sich mit anderen zu vergleichen: es ist der sicherste Weg, um unzufrieden zu werden! Es gibt immer jemanden der kann mehr, schneller und weiter.
Bei "Jeder macht sein Ding" bin ich gern dabei!

Die richtige Selbsteinschätzung zu treffen (und deren Konsequenz zu tragen, auch wenn es um loslassen oder Verzicht geht) ist nach meinem Empfinden ein interessanter und lohnenswerter Weg! Respekt wer's kann!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

Sehr weise,

ich war auch dem Trugschluß unterlegen, so viel und so weit laufen zu wollen/müssen wie andere. Dadurch ging mir dermaßen der Spaß flöten, daß ich mich bestimmt ein halbes Jahr gequält habe.
Ich bin halt nicht für Ultras gemacht, aber im Matsch spielen, das macht Laune.
Gesundheitlich habe ich zum Glück (noch) keine Probleme, aber die kämen sicher, wenn ich etwas erzwingen wollte.

Also mit Spaß weiter, egal wobei.

LG,
Anja

Paßt doch! ...

... Nur würde ich beim Laufen nicht unbedingt die Kurzstrecke mit Dembo kombinieren. Das geht viel zu sehr auf die Knochen. Als Spaß und Ausgleich zu anderen Dingen paßt die Kurzstrecke dann schon wieder.
Viel Spaß bei den diesjährigen Vorhaben. Zerreiß dich nicht dieses Jahr schon.
;-)

@ Schalk

Also walken???

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Ja mach du mal dein Ding. Es

Ja mach du mal dein Ding.
Es muss nicht immer schneller oder weiter sein.
Man kann auch wandernd schöne Dinge erkunden.
Du hast die Gabe auf Alternativen auszuweichen. Das ist das schöne wenn du Triathlon machst.

LG

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

Durch den Bodensee walken ...

... wäre doch mal was.
Walken soll total gesund sein - aber nur richtig mit diesen Stöcken und dem richtigen Armhub. Am besten, du machst erst mal nen Kurs. ;-)

Genau,

jeder so wie er mag, das ist absolut gut, richtig und wichtig! Manchmal ändert der Mensch sein Essverhalten, warum nicht auch sein Laufverhalten. Manchmal tut die Veränderung gut, manchmal fällt man wieder ins alte Muster zurück. Man wird sehen. Wie du es auch machst, mach es so, dass du damit glücklich bist, nicht andere.

Lieben Gruß
Tame

@Schalk

Ich hätte nie gedacht, das Walken so viel Spaß machen kann. Man ist ja so dankbar, wenn man sich bei/nach einem Infekt wenigstens die Beine vertreten darf;-) Aber ohne Scheiß, es macht Laune! Das Laufen ersetzt es natürlich nicht. Aber gestern z.B. hätte ich ewig weiterlatschen können:-)

Lieben Gruß
Tame

Ich finde es gibt so viele lohnende Dinge

da reicht ein Leben gar nicht aus.

Mach was Dir gut tut und Freude bereitet - der Rest ist Nebensache. Wie weit, wie hoch, wie schnell - wen interessiert es?

Und frag mal einen Physio wegen Deiner körperlichen Probleme. Gibt super Übungen.

Vielleicht will der Körper Dir auch nur mehr Aufmerksamkeit abverlangen?

Es gibt so viele andere Herausforderungen...

mit dem Rad zum Beispiel. Radmarathons, Dinge wie das hier, Triathlon usw. usw.

Da findest Du genug. Ich habe - zum Glück- die Plantarfasziitis scheinbar überwunden, aber wenn ich da noch mal Probleme bekomme, hacke ich Marathon ab - fertig. Das ist dann überhaupt kein Beinbruch!

Wenn Du Lust auf Dinge wie dreimal an einem Tag den Mont Ventoux hochfahren hast - Hier ist mein Bericht ;-)

Recht so

Bravo, auch wenn's natürlich erstmal immer schwierig ist, das mit dem Loslassen.

Aber wider seinen Körper einfach immer weiter durch ziehen "in den Schmerz rein" "über den Schmerz hinweg" - das kann es, zumnindest auf Dauer auch nicht sein.
Nachher verbaut man sich damit noch die Alternativen, die man mal besser vorher ergriffen hätte.
Und die Sache mit "schneller, höher, weiter" wird auch überbew ... Du weißt schon.
Einfach Spaßhaben beim Laufen oder Radfahren, oder ... oder ... macht auch, wer hätte das gedacht, Spaß.
Ich zum Beispiel hätte das früher™ nicht gedacht.
Zumindest viele Laufeinheiten waren mehr dafür gedacht, beim Wettkampf Spaß zu haben und Gegend war mir Wurst.
Mittlerweile mach ich zwar immer noch so'nen Blödsinn wie (30-20-10)×6×3 aber doch viel seltener und ansonsten halt einfach "durch den Wald", "an der Wupper" oder "zum Rhein". Und das ist dann einfach schön.

Allso viel Spaß beim Spaßhabem &

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Um es mit deinen Worten zu sagen,...

5 Sterne von mir.

Ja, jeder sollte sein Ding machen....

und nicht das der anderen oder für andere.
Nur sein eigenes.
Stimmt nicht ganz.
Wenn es für andere ist, aber nicht für sich selbst, kann es auch was gutes sein.
Muss es aber nicht, zumindest nicht auf Dauer.
Niemand MUSS Marathon oder Ultra laufen.
Niemand MUSS MD oder LD machen.
Niemand MUSS 5er, 10er oder HMs laufen.
Niemand MUSS immer Erfolg haben und immer "besser"?? werden!
Niemand MUSS überhaupt Sport machen.

Jeder sucht und jeder findet einen Weg...am besten den, den er mag.

Und wenn nicht, dann sollte man einen anderen wählen, wenn man die Wahl hat.

Nichts ist Pflicht, wenn es Dein Hobby ist.
Hobby bedeutet Spaß, Freude, Genuss und Hingabe.

Ein "nur" gibt es für mich nicht, denn dieses "nur" ist für andere die Welt!

Langwierige Verletzungen sind nervtötend und fressen den Spaß auf. Da sollte man manchmal für eine Zeit einen anderen schonenderen Weg gehen und nach einer undefinierten Zeit ist dann alles wieder gut, wie es ist. Achilles dauert ätzend lange.

Du wirst Deinen Weg finden, der für Dich gut ist....haste bisher ja auch geschafft!
Also eigentlich alles gut, oder?! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

genau richtig und furchtbar schwer!

... das ist eine total saubere und klare Einsicht.
Daumen+ Kopf hoch und einfach weitermachen.
Ich habe einen leider sehr ähnl. Weg hinter mir und bin inzwischen wirklich happy mit Fahrrad+ Tanzen.
Loslassen heißt ja auch frei sein :)
Allerdings fehlt:
- das Gefühl der eigenen Power(beim radeln bedingt auszugleichen)
- die meditative Einsamkeit und Klarsicht nach langen Läufen im Kopf
- die wahnsinnig schönen Naturerlebnisse nimmt man bei anderer Geschwindigkeit wahr..aber nicht wahrer ;)
- die unbegrenzte Sinnenlust beim Leckereien naschen ;)- da muss man laaaang radeln...

Trotzdem- ohne Schmerzen ist alles besser und es lösen sich innere (Leistungs-)Druckgeschichten :)

Viel Spass!

alles kann...

...nichts muss. du machst das schon richtig!
____________________
laufend gibt dem kaiserstädter auch 5 sternchen: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Genau, kackkäse!

Hauptsache, das Laufen macht Dich glücklich. Deshalb laufen wir doch, oder?
Maren

Ich bin dann mal weg

übers Wasser gehen

wäre tatsächlich mal ein Ziel ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Liebe Tame,

walken ist superwichtig, wenn man nicht mehr laufen kann. Everglades 2015 ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Jeder macht sein Ding

...schöne Grüße von der Couch, KS

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