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Benutzerbild von Moritz79

Nach dem wechselhaften Herbst 2014 mit reduzierter Lauferei und diverser anderer Baustellen bewegte ich mich nicht nur weit entfernt von meinen Bestzeiten sondern verpasste auch im Dezember und Januar jede Menge Grundlagenkilometer für die Saison 2015, in der ich wieder ein wenig durchstarten wollte.

Ab Ende Januar war endlich wieder Luft und Zeit und auch der Körper war der winterlichen Infektion entronnen. Allerdings waren es von diesem Zeitpunkt an nur noch ganze 10 Wochen bis zum Wettkampfhöhepunkt des Frühjahrs. Angesichts von nur gut 100 Km Laufleistung im Januar mit 12 aufeinanderfolgenden Ruhetagen zwischen dem 12. und 29. Januar lautete das Motto also "Von 0 auf 100 in 10 Wochen", denn mein Ziel sind die Deutschen Meisterschaften im 100 Km Lauf am 11. April im badischen St. Leon Rot.

Warum dann die gleich die 100 Km?

Hm... weil ich die Strecke grundsätzlich schaffen kann und Ultramarathon-Perspektivkader eben irgendwie auch verpflichtet.

Kann das überhaupt gut gehen?

Die Frage stellte sich im Vorfeld und am Anfang beinahe täglich. Mittlerweile zur Mitte der Vorbereitung steigt langsam die Zuversicht.

Wie gut kann ich in Form kommen?

Das wird sich zeigen. Es ist aber durchaus einkalkuliert, dass es schlechter laufen könnte als im letzten Jahr, wo vieles passte und sowohl die Ausgangsbasis besser was und die ernsthafte Vorbereitung sich über 13 Wochen erstreckte.

Ich möchte diese Vorbereitung als Lauftagebuch festhalten. Wer mag, darf gerne mitlesen und kommentieren, wer nicht mag, der klickt einfach weiter. :)

Prolog (Woche 0), 30.01. bis 01.02., 50.4 Km (AvgPace: 4:48 Min).

Nach einem Projektendspurt, der mich zu 12 lauffreien Tagen zwang, war ab dem 30.01. wieder Zeit zum Laufen. Und ich wollte nicht bis zum Start der "offiziellen" Vorbereitung warten, sondern legte ein Prolog-Wochenende ein.
Freitag 2x 10.9 Km, Samstags 17.8 Km, Sonntags 10.9 Km.
Tempo etwas variiert, aber der "lange" Lauf am Samstag im 5:03er Schnitt mit den müden Beinen von kurzen Einheiten am Freitag war wirklich ernüchternd. Zweifel kamen auf, aber jeder der nach Krankheit, Verletzung oder anderer Laufpause wieder anfängt, der kennt das Gefühl der ersten Laufeinheiten. Also nur keine Panik...

Woche 1, 02.02. bis 08.02., 147.6 Km (AvgPace: 4:39 Min)

Es gibt viel aufzuholen, also ging es gleich in die vollen... 7 Laufeinheiten, unter der Woche 2x DL ruhig, 2x DL mittel-intensiv (alternierend natürlich) und dann eine kleine 3er-Kombi am Wochenende mit 21-35-26 Kilometern. Sonntags waren zwar die Beine müde, aber insgesamt das enorme Pensum gut verkraftet.

Woche 2, 09.02. bis 15.02., 111.9 Km (AvgPace: 4:25 Min)

Nach der Kilometerbolzerei der Vorwoche ging es diese Woche etwas differenzierter zur Sache: Montags ein Tempolauf von 14.5 Km (Pace 3:59 Min), Dienstags 25 Km ruhiger Dauerlauf gefolgt vom ersten Pausentag nach 10 Tagen. An Weiberfastnacht gab es dann zur Feier des Tages das erste Bahntraining seit 6 Monaten mit im Vergleich zur aktuellen Form schon durchaus knackigen 4x 1000m, die im Schntt mit 3:21 Min weggingen. Freitag ruhig und kurz und Samstag dann der erste Wettkampfauftritt des Jahres in Mönchengladbach-Hardt. Wenn schon, denn schon, also gleich im Doppelstart über 5 und 10 Km. Bedingungen waren perfekt, den 5er Gas gegeben (17:25 Min), den 10er dann eher gemütlich (38:23 Min), zum ersten Mal wieder das Gefühl, das Training auch etwas bringt und es wieder aufwärts geht. Sonntags dann noch der lange Lauf ohne Probleme. Passt.

Woche 3, 16.02. bis 22.02., 123,8 Km (AvgPace: 4:24 Min)

Nach Wettkampf + langem Lauf am Wochenende zuvor diesmal am Montag einen Pausentag und auch Dienstag (zeitbedingt) nur 8 kurze Kilometer. Also dann eben am Mittwoch einen raushauen: Tempolauf über 17,8 Kilometer in neuen Schuhen auf Mittel- und Vorfuß. Tempo passte (Pace 3:48 Min), aber dafür natürlich am Folgetag dicke Waden. Trotzdem am Donnerstag 24 ruhige Kilometer um dann zum Wochenende noch mal 18-24-31 Kilometer in unterschiedlicher Dauerlauf-Intensität (zwischen 4:12 und 4:31), mit hartem Tempo hatte ich erstmal genug für die Woche. Am Sonntag war aber dann der Waden-Muskelkater auch wieder verschwunden.

Woche 4, 23.02. bis 01.03., 103,7 Km (AvgPace: 4:21 Min)

Montags normaler Dauerlauf, Dienstag kurzer Tempolauf (12.3 Km) und dann war ein wenig "tapern" angesagt, denn am Samstag sollte es in Marburg ein "Fuffziger" sein. Mittwoch Pause, Donnerstag und Freitag ein paar ruhige Kilometer und dann am Samtag mit Vereinskollege Stephan die Fahrt nach Marburg. Es sollte ein verschärftes Training, aber keine Abschuss werden und so schaffte ich es auch, trotz toller Laufgruppe auf den ersten 35 Kilometern nur ein wenig zu schnell zu sein (Pace 4:06 statt geplant 4:10). Danach kontrolliert zu Ende gelaufen und noch M35-Bronze bei der DUV-DM eingesackt. Ich meine sogar Jogmapper (Dietzrun?) am Rand entdeckt zu haben, die mich auch angefeuert haben, aber Rennen ist immer auch Tunnelblick. Sonntag dann verdienter Ruhetag und so langsam stellt sich das Gefühl ein, dass es doch noch halbwegs klappen kann mit einer annehmbaren Form.

Fortsetzung folgt..

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (3 Wertungen)

*uff*

Immerhin beruhigt es mich zu lesen dass eine Pace von 3:48 auch für dich ein Tempolauf ist und du in Marburg nur ein wenig zu schnell warst....

Hut ab! Das klingt gut!!! Aber so ganz von Null bist du ja nicht gestartet *kicher*...

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Lieber Moritz,

hab brav alles durchgelesen, klingt wie von einem anderen Stern oder so.
;o) "gemütlicher 10er in 38:23" tsts, oder "keine Lust auf Dembo, daher nur ne Pace zwischen 4:12 und 4:31" - ja, nee, alles klar.
Bronze in der M35-Wertung klänge dann wieder fast normal, wenn es nicht die DM wäre! Immerhin waren 2 M35-Burschen noch schneller unterwegs.

Jedenfalls viel Spaß bei deinen weiteren Großtaten!

ER schafft das Wollen und das voll Bringen - mit extrem hohem Bringungsfaktor.

Die Steigerung der Avg.Pace...

... von Woche drei zu Woche vier erscheint mir etwas zu groß.
*klugscheissermodusaus*

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Gefühlt war es definitiv bei Null gestartet...

wenn man sich am zweiten Tag nach dem Wiedereinstieg anstrengen muss, um auf 17,8 Km den 5er-Schnitt zu halten, dann fühlt man sich wirklich bei Null.

Natürlich immer in Relation zum "normalen" Leistungslevel gesehen. Denn das Phänomen kennt jeder, dass aller Wiedereinstieg zäh ist, nur das individuelle Tempo variiert eben. :)

Guter Punkt

Hallo Kaiserstädter,

das ist ein guter Punkt. Ich habe mich auch schon gefragt, ob ich zu sehr auf die Tube drücke. Aber diese Vorbereitung ist auch irgendwie ein Crash-Kurs, kann klappen, kann aber auch daneben gehen.

Bisserl relativierend kann man sagen, dass der Anfang mit den 148 Wochenkilometern insgesamt recht ruhig gestaltet war, allein um den enormen Umfang zu verdauen. Und dann ging das auch für mich überraschend zügig voran. Gerade die langen Trainingsläufe (meist morgens ohne vorherige Kalorienaufnahme und Versorgung unterwegs) hatten immer noch Luft hinten raus und ich habe mich auch noch nie in dieser Vorbereitung nach einem Training völlig k.o. gefühlt. Die Woche 4 mit dem 50 Km Wettkmpf senkt denn Kilometerschnitt aber natürlich auch noch mal ein wenig. Marburg war zwar am Anfang etwas schneller als geplant, aber bei Marathon-Durchgang in 2:53h ist das schon mal um Längen vielversprechender als am Rursee im vergangenen November. ;)

Na...alles relativ...

...wenn ich lese, dass Flo Neuschwander mal eben vor der Arbeit 42 Km in 2:45h als Trainingslauf läuft, dann klingt das für mich ebenso fern wie meine Zeiten für dich. Aber auch der Flo Neuschwander kann mit seinem Training bei den Äthiopiern und Kenianern keinen Eindruck schinden. Die laufen eben auch noch mal ne ganze Ecke schneller...

Alles eine Frage der Sichtweise... Also strebt am besten ein jeder nach dem eigenen Horizont und hat Spaß dran. :)

Danke für deinen Beitrag und viel Erfolg bei deinen Zielen!

Hab diesen Teil des Blogs erst jetzt entdeckt

wünsche Dir aber für Dein Vorhaben alles Glück was Du kriegen kannst.

Trainieren tust Du - und viel hilft nicht unbedingt viel. Wenn ich so von 60ern (Trainingsläufen) oder M vor dem Frühstück lese und mir meine "weniger ist mehr" Philosophie dann vor Augen führe kommt mir diese ganze Ultrabande vor wie von einem anderen Stern.

Ein Bronzerang bei der DM in einem Trainingslauf - DAS klingt schon fast zu gut. Gratulation zu diesem Etappenziel - und viel Erfolg auf dem weiteren Weg.

Ich bin davon überzeugt, dass es klappt. Auch wenn das Tempo für mich unvorstellbar ist.

Es gibt immer jemanden, der besser / schneller / ... ist. ABER: bei 100km entscheidet auch der Kopf - und DEN hast Du.

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