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Benutzerbild von Troedelliese

Die letzten Jahre waren läuferisch nicht mit persönlichen Bestzeiten gekrönt. Die Liste der Gründe und Ausreden ist lang, von purer Unlust bis hin zu gesundheitlichen Totalausfällen kann ich mit allem dienen. Jeder Versuch, mich neu zu motivieren, scheiterte bereits nach wenigen Wochen wieder am täglichen Zeitmanagement und der fehlenden Kondition.

Ich gehöre zu den Läufern, die ihr Training gern im Wettkampf absolvieren. Im Idealfall 1 - 2 Läufe unter der Woche und reines Tempotraining im regionalen Wettkampf im kleinen Kreis. Das Laufen war für mich einmal so wichtig, die frische Luft, egal ob warm, kalt, verregnet ... ich hatte den Kopf frei und ich fühlte mich damit frei. Und nun komme ich einfach nicht mehr dahin ... früher waren 10 km ein Klacks, heute bin ich stolz, wenn ich die durchlaufen kann. Selbstmitleid, ich bade in Dir, ach nein, ich schwimme ... zumindest ist das gut für die Triathlonvorbereitung.

Für mich sind nur zwei bis drei Termine im Jahr wichtig, zumindest war ich letztes Jahr an diesen Terminen dabei, dabei sein war die Devise. "Gerissen" habe ich dort nichts und geblieben ist einzig das Gefühl, ich muss wieder mehr tun, wenn ich nicht wieder so eine frustrierende Saison hinter mich bringen will.

Bei allem Gejammere, wo stehe ich aktuell? Wenige Laufkilometer, 10 Kilometer unter 60 min sollten drin sein, mehr aber auch nicht. Das Rad ist noch winterfest verstaut und die Schwimmbrille wurde auch nur einmal aufgesetzt. Mein Ausblick auf die nächsten Monate ist da schon organisierter, was aber noch nichts heißen muss. Ich nehme immer teil ... die Frage ist nur WIE.

Ich bin für die gleichen Wettkämpfe wie in jedem Jahr gemeldet, will heißen Anfang Mai, Anfang und Mitte Juni und auch der Oktober ist fest im Terminplan. Wo ist also der Unterschied zu den letzten beiden Jahren ? Ich will nicht erst wieder mitten in der Saison "laufen können". Gestern stand eigentlich Studio auf dem Plan, spontan habe ich diesen gecancelt und habe bei strahlendem Sonnenschein eine kleine Runde mit einem Freund gedreht. Klar, am Ende war es da auch schon wieder leicht duster ... aber Ihr könnt Euch ganz sicher vorstellen, was für ein Gefühl geblieben ist. Klare Luft, Sonne, blauer Himmel und in den Hügeln kleine Schneefelder. Ich war wie unter Drogen gesetzt (fühlt man sich da so?). Die Pace war weit über 6 min, sie war mir auch herzlich egal. Seit langem fiel es mir leicht zu laufen und endlich Tageslicht, die Tage werden länger! Dem Himmel sei Dank das ich das Studio geschwänzt habe, sonst wäre ich wieder von früh bis spät abends in meinem Terminkalender im Dunkeln hängen geblieben.

Fazit: Ich sollte öfter den Plan umschmeißen und nach draußen gehen. Sport ist nicht gleich Sport, das gute Gefühl "draußen" gewesen zu sein fühlt sich auch heute noch wunderbar an. Die Saison beginnt für mich trainingsmäßig dieses Jahr früher als sonst ... mir fehlt es so sehr draußen zu. Warum merke ich das erst jetzt, wo ich gestern draußen war?

Ob ich an meine eigenen Erfolge anknüpfen kann, weiß ich nicht. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich diesen Anspruch an mich überhaupt noch habe. Aber ganz sicher weiß ich ... Laufen muss einfach wieder zu meinem Leben gehören, Laufen macht (mich) glücklich und frei und lässt mich meinen immer eng gestrickten Tagesplan viel leichter absolvieren. Mal davon abgesehen ... es macht mir gute Laune und das weiß der Rest der Familie durchaus zu begrüßen.

Nun habe ich diesen Endlostext verfasst, versucht meine wirren Gedanken zu diesem Thema einmal zu sortieren. Auch in der Hoffnung, meine Motivation mal zu erhalten. Ihr klingt alle immer so durchorganisiert, so erfolgreich mit vielen Plänen, Zielen und Trainingskilometern.
Mensch Leute, ich möchte so gern wieder dazugehören, ich möchte endlich wieder Läufer sein!

4
Gesamtwertung: 4 (5 Wertungen)

wer suchet der findet ;-)))

Wer kennt denn solche Motivationslöcher nicht??? Vor allem, wenn etwas "geschafft" ist, ein Ziel erreicht, überfällt einen erstmal die große Unlust. Ist das nicht normal und ein Zeichen dafür, dass Körper und Kopf eine Pause brauchen??? Jetzt hast du wieder Spaß dran, also ist es jetzt richtig wieder nach draußen zu gehen!

Ich begegne solchen Phasen, in dem ich mir ganz unterschiedliche Dinge vornehme: 2014 war Triathlonjahr - und ich war froh, als ich nach der LD erstmal "nur" laufen durfte ;-)) Dieses Jahr sollen wieder längere Trails dran kommen - in der zweiten Jahreshälfte bin ich wahrscheinlich wieder froh um jede Sportplatzrunde ;-))
Wenn ich von den langen Läufen die Nase voll habe mache ich mal vier Wochen Plan für einen schnellen 10er (meist hält der Plan allerdings nicht lange....), auch das kann Spaß machen. Und dann wieder "nur" im Zottelschritt durch die Landschaft mit Rucksack auf dem Rücken.

und wenn gar nichts mehr geht: hardcore chillen (meine Töchter können das perfekt ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Erst einmal willkommen zurück

Von dir zu mir gibt es einige Parallelen. In den letzten beiden Jahren gab es viele Momente, die mich zu Beginn zum Verzweifeln brachten, Krankheit, Verletzung etc. Von lauter Ungeduld bis zu richtiger Laufunlust muss kein langer Weg sein. Das habe ich gelernt und gerade gestern wieder von einer Vereinskameradin bestätigt bekommen.
Ich habe mir ein Jahr mit mehr oder weniger Wettkampfpause verordnet. Ich glaube, letztlich war es nur der Lauf meines alten Vereins, den ich gelaufen bin. Es hat mir gut getan. Inzwischen habe ich wieder Ziele, unter anderem möchte ich die 10km wieder um die 60min bewältigen können und im Mai gibt es einen langen Lauf, der schon länger auf meiner Wunschliste steht.
Letztlich findest du die Motivation nur in dir selbst. Wenn ich am Wochenende morgens laufen kann und mir hier in der Großstadt Tiere begegnen, verschafft mir das mehr Wohlbefinden, als ein Wettkampf in für mich guter Zeit - wobei die in den letzten Jahren eher ausblieben.
Und wie du schreibst, dass du den Kopf frei bekommst beim Laufen, dass passiert mir auch nur draußen, wenn mir der Wind um die Nase weht.
Viel Spaß bei deinen Vorhaben.
PS: Da gibt es noch so eine Weißheit für Läufer: Gute Läufer werden im Winter gemacht. ;-) Ab nach draußen!
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Ich konnte es noch nie begreifen ...

... wie man freiwillig im Sportstudio aufs Laufband gehen kann. Gestern arst du doch genau auf dem richtigen Weg. Paßt. ;-)
Das mit fehlender Motivation kann ich schon nachvollziehen. Zeig mir den, der das noch nie (!) hatte? Ich kenn keinen.
Aber so, wie es vielen mal so geht, so gibt es viele Wege den Ausgang zu finden.
Ich glaube der Ausgang ist aber immer wieder der Gleiche: in Laufschuhen vor die Tür und die ersten 100m überstehen. Dann ist der Spaß auch wieder da - beim Laufen.
Die Frage was du willst, mußt du dir natürlich erst mal beantworten. Klar. Das ist wichtig, um mit dem Absolvierten auch zufrieden sein zu können. Bei mir hilft die Definition des Ziels und dann der Plan dahin zu kommen. Früher kam der Schiss dazu das Ziel auch ohne Erfüllung des Plans zu erreichen. Das ist schon länger nicht mehr so. Aber doch versuche ich den einmal gemachten Plan einzuhalten. Was dabei ungemein hilft, dass über den Monat eigentlich nur das grobe Gerüst steht. Die einzelne Woche wird immer individuell Sonntags grob vorgeplant. Das Finetuning kommt manchmal noch unter der Woche. Nur eins steht! Das Ergebnis am Ende der Woche, also Sonntag am Ende des Tages!
Definiere dir dein Ziel, definiere den Weg und dann mußt du ihn "nur noch" laufen.
Viel Spaß dabei!
;-)

Schwester im Geiste...

Der Blog könnte von mir sein. Nur ohne Schwimmen ;-)
Ich würde sagen: einfach weitermachen. Mal gehts besser, mal weniger gut - was solls. So ist das Leben.
Unbekannte Grüße, WWConny

Hier nur mal (m)ein Beispiel

für Aussetzer:

Blog von 13.10.2014 und
Blog von 30.08.2012

Pssiert also immer wieder...

Scheint so, dass auch mir Ziele helfen mich daran zu erinnern, wie wichtig es für mich ist, Laufen in meinen Alltag zu integrieren.

Alles freiwillig -- alles nur für einen selbst!
Sind andere Dinge wichtiger, dann ist es so -- kein Grund in Selbstmittleid zu verfallen (auch wenn ich das Gefühl gut kenne). Schön, wenn es vorbei ist!

Viel Spaß weiterhin beim DRAUSSEN laufen!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wenn man die Augen zumacht, klingt der Regen wie Applaus..."
(Enno Bunger)

Ich will wieder dazu gehören

Soe viel Resonanz. :) Ich versuche mal differenziert zu antworten (immer dieses Kastendenken *zwinker*)

@strider
Das mit den unterschiedlichen Dingen kann ich sehr gut bestätigen. Das eine Jahr war ich viel mit dem Rad unterwegs, im letzten Jahr war ich gern wandern. Dieses Jahr spüre ich, dass ich das Laufen wieder mehr integrieren will und muss. Chillen ... was ist das? ;)

@Inumi
Die Wettkampfpause habe ich nun mehr oder weniger hinter mir. Ich bin zwar im letzten Jahr die 3 Läufe mitgelaufen, aber zeitlich sehr versetzt und ohne ausdauernde Vorbereitung, nur ankommen. Jetzt merke ich wieder, die Wettkämpfe sind für mich mehr Weg als Ziel, darum will ich sie in diesem Jahr mehr integrieren. Doch die Motivation dazu ... die muss ich wirklich in mir selbst finden.

@Schalk
Neee, Laufband im Studio ... die max. 20 min Erwärmung langweile ich mich da ohne Ende. Im Studio besuche ich entweder einen recht schweißtreibenden Kurs oder bin an den Geräten, vorwiegend für den Oberkörper als Ausgleich.
Was ich will? Ich will nicht darüber nachdenken, sondern wissen das ich 10 km locker durchlaufen und dabei Spaß haben kann. Ich will wieder wissen, wie es sich anfühlt einen HM erfolgreich zu finishen, ohne mich dabei sehr schmerzhaft quälen zu müssen. Ich will nicht über zu viele Kilos, zu wenig Motivation und Zeit jammern, ich will endlich wieder tun! Das ist der Plan, in den letzten Monaten hat es geschliffen, aber meine eigene Vorgabe ist: Beweg Dich mindestens 2-3 Mal die Woche sportlich, das kann tanzen, schwimmen, radeln, laufen, wandern etc. sein ...
Ein typischer Ablauf wäre z. B. mit dem Rad zu Arbeit, nach Hause joggen und am nächsten Tag umgekehrt. Sind nur 8 km ... na und? Hat mich sonst fit gehalten und gibt mir ein gutes Gefühl, so haben schon zwei Tage in der Woche den "Wohlfühlhaken". Wobei ich öfter radel als laufe. ;) Vor einem Wettkampf wird es dann gezielter, dann plane ich grob in Ausdauer und Tempo ein. Einen gezielten Plan habe ich noch nie länger als 1 Woche durchgehalten, liegt aber auch am Job und familiären Verpflichtungen. So kann es passieren, dass ich nachts laufe oder Sonntag mittag oder morgens um 5 ... je nachdem wie ich es integrieren kann und die Motivation da ist. Freunde, die gern mit mir laufen wollen, verzweifeln an diesem Zeitmanagement und manchmal will ich einfach nur allein sein beim laufen ...

@WWConny
Weißt Du eigentlich wie oft Du mich hier in den letzten Jahren schon motiviert hast? :) So ist das Leben ... und genau so soll es wohl irgendwie auch sein. Ich denke, alles hat seine Zeit und nun ist es für mich an der Zeit, die Laufschuhe zu schnüren.

@nicksdynamics
Ja, wie ein Aussätziger habe ich mich auch gefühlt und darum in den letzen Jahren nur so wenig von mir hören lassen. Deine Blogs muss ich mir definitiv noch einmal in Ruhe durchlesen. :)
Meine Ziele für dieses Jahr sind fest definiert ... das primäre Ziel ist ankommen, aber vielleicht ist es wirklich an der Zeit, mal wieder ein Zeit zu definieren.

@all
Ich danke Euch sehr für Eure aufmunternden und ratgebenden Worte. Vielleicht sollte ich mich einfach wieder öfter melden, auch wenn nicht alles ein Erfolg ist. Draußen scheint die Sonne bei Minusgraden, es liegt Schnee, ich habe die Sporttasche im Auto, nur leider nur Indoorsachen ... vielleicht sollte ich das mal ändern ...

Viele Grüße von der trödelnden Liese.

"Sag mir nicht, das ich nicht fliegen kann!"
unbekannt

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