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Benutzerbild von benbohne

Ungefähr zwei Minuten schwebte mein Finger über der Maus, bevor ich auf absenden geklickt habe. Jetzt habe ich es getan und mich für den Müritz-Lauf angemeldet. Seitdem schwankt meine Stimmung zwischen Euphorie und nackter Angst! Also hab ich mir gedacht, ein bißchen Zuspruch könnte bestimmt nicht schaden und dies ist der erste Blog meines Lebens.
Körperlich bin ich (glaube ich) in der Lage 75Km zu laufen. Meine Wochenkilometer liegen so zwischen 90Km und 125Km. Die längsten Läufe waren bisher abgesehen vom Marathon 38Km lang,z.T. mit Endbeschleunigung. Den Marathon laufe ich knapp unter vier Stunden. Die langen Läufe werde ich sicher noch ein bißchen ausdehnen müssen?
Aber wie geht man mit den mentalen Tiefpunkten um? So ganz allein, stundenlang? Welche Strategien habt Ihr da entwickelt um den Schweinehund von der Schulter zu schupsen? Bin für alle Anregungen dankbar!
Maren

4.333335
Gesamtwertung: 4.3 (3 Wertungen)

Hey,

Du bist echt mutig. Über Marathon bin ich bisher nicht hinaus gekommen, wird auch nicht passieren.
Ich bin aber vor drei Jahren den Städtelauf an der Müritz gelaufen, das sind die letzten 26 km deiner Strecke.
Schöner Lauf, allerdings wenig Schattne auf den letzten Kilometern, also Mütze auf und genug trinken.

Viel Spaß, bin auf deinen Bericht gespannt.

Liebe Grüße,
laufnad

Bei deinen großartigen Wochenkilometern

sehe ich keine Probleme, einen Ultra zu laufen. Ohhh, das wird ultraschön, glaubs mir:-)
Länger als 38 km (das auch eher sehr selten) bin ich im Training mit wenigen Ausnahmen ("ein-, zweimal nen 42er") nie gelaufen. Meine Ultras fingen mit 50 km an, der nächste dann 67 bzw. 74. Für diese Strecken habe ich die Longjogs etwas ausgedehnt, also öfters mal nen 36er oder auch "mal" einen Doppeldecker. Z.B. heute 35, morgen 28km. In der Vorbereitung für den Ultra lagen meine Wochenkilometer zwischen 80 und auch schon mal 110. Wie gesagt, bei dir sehe ich überhaupt keine Probleme. Ach ja, motiviert habe ich mich, in dem ich auch mal Stopseln in den Ohren hatte. Nein, keine aufgenommene Musik, sondern einfach Radio gehört. Das Kappeln der Moderatoren untereinander, mal Nachrichten, mal Musik, alles im Wechsel ist sehr kurzweilig auf den langen Strecken.
Ganz viel Spaß und Erfolg wünsche ich dir und hoffe, dass spätestens dann dein 2. Blogeintrag steht;-)

Lieben Gruß
Tame

lange Trainingsläufe

Ich bin gleich von Marathon auf die 100km ;-) Trainingsläufe über 30km haben bei mir Seltenheitswert, einmal war ein 35er dabei - in meinem ganzen Läuferleben. Dafür bin ich in der Vorbereitung auf die Ultras öfters mal Doppeldecker gelaufen, also samstags 30km und sonntags 20km (oder 20/20 oder 20/30, was auch immer die Zeit her gab).
Zur Unterhaltung gibt es nette Laufpartner (auch für Teilstrecken, also zum Lauftreff hingelaufen, mit der Gruppe gelaufen, wieder heimgetrabt) oder Stöpsel in die Ohren: Hörbuch oder Musik. Notfalls habe ich schon lateinische Gedichte rezitiert, Essenspläne für die Woche im Kopf erstellt, Stunden vorbereitet oder anderes... ;-) Ich habe auch schon Läufer gesehen mit Headset, die ihre beruflichen Telefonate im Laufschritt erledigt haben ;-))))

Übrigens fand ich es auch unterhaltsam mal nur zurückzulaufen, also sich raus fahren lassen oder mit dem Zug/Bahn rausfahren und dann 30km heimgelaufen, motiviert mehr als 15km zu einem Wendepunkt und dann zurück oder eine Runde laufen. Oder ich habe mir Ziele abgesteckt: Zum Arzt gelaufen, Rezept abgeholt, weiter zu einer Tanke, etwas zu trinken geholt, weiter, meinen Mann in der Mittagspause zum Kaffee abgeholt, dann heim usw. Geht natürlich nur wochentags und wenn sich Ziele finden. Am Wochenende sind Varianten möglich wie zu einem Wettkampf laufen, den Wk mitnehmen (im Trainingstempo) und heimlaufen. Da bin ich nicht die einzige, die das macht, merkt man immer, wenn Laufgranaten plötzlich ganz gechillte 10er Zeiten haben in der Ergebnisliste ;-) Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Laufrucksacks für ein trockenes Shirt oder eine dünne Jacke oder einen Fleecepulli, man kühlt sehr schnell aus, wenn man steht.
Faustregel für die Wochenkilometer: soviele wie du an einem Stück laufen willst. 100 Wochenkilometer schaffe ich schon aus Zeitgründen nur sehr selten.
Und denk dran: schön langsam laufen! Das sind lange langsame Läufe!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Marathon Training mit etwas verlängertem langen dauerlauf reicht

Hi Maren,
man sollte die Hälfte der geplanten Wettkampfdistanz sicher beherrschen. Aber selbst im Trining für nen 100er lauf ich höchstens ca. 4 Marathons als Trainingsläufe. Für einen 24Std. Lauf reichen 50km Läufe. Sonst kannst Du für 75km ein Marathontraining absolvieren und den langen LAuf etwas verlängern, wenn Du 35-38km Läufe läufst reicht das mit Sicherheit für nen 75er. Deine Wochenumfänge sind so hoch, dass ich mir keine Sorgen machen würde. Ich hab höchstens 110km Wochenumfang für nen 100er und das innerhalb von drei Monaten nur zweimal.
Endbeschleunigung ist gut und ebenso am Samstag ein schneller 20er und am Sonntag ein langsamer 30-35er.
Bei den langen und ultralangen Distanzen findet das meiste so wie so nur im Kopf statt. Du musst es wollen, dann schaffst Du es auch. Krisen kommen und gehen, um so länger die Distanz um so mehr geht es rauf und runter.
Bei meinem ersten Rennsteiglauf (73km) hatte ich ne Krise von 35-55km, die letzten 8km ab km65 konnte ich rennen, wie ich noch nie in einem Marathon gerannt bin.
Viel Erfolg

Vielen Dank...

...Für die Ermutigung und die Ratschläge!!
Radio habe ich vor vielen Jahren mal auf den langen Läufen gehört, das werde ich mal wieder ausprobieren. Musik höre ich eher bei Tempoläufen, bei langen Läufen werde ich dann oft zu schnell, aber das liegt wohl auch an der Auswahl der Musik.
Doppeldecker werde ich auf jeden Fall einbauen und das Tempotraining zugunsten eines weiteren mittellangen langsamen Laufs (20 Km?)in der Woche eher reduzieren. Auf die Idee die langen Läufe weiterhin mit Endbeschleunigung zu laufen wäre ich jetzt nicht gekommen. Aber vielleicht keine schlechte Idee. Wenn ich 38Km mit Endbeschleunigung laufen kann, gehen sicher auch deutlich mehr in gemütlichem Tempo.
Jetzt kommt erst mal der Syltlauf im März (verbunden mit einem Kurzurlaub (-:) und dann der HH-Marathon im April.
Es wird sicher noch die eine oder andere Frage an die erfahrenen Ultraläufer hier auftauchen!
Bis dahin nochmal vielen Dank,
Maren

Hallo Maren...


..., ich bin den Müritzlauf bereits mehrfach gelaufen und kann so sicher mit etwas Erfahrung sagen, dass sich das mit dem 75 km, genauer 76,7 km glaube ich, im Vorfeld irgendwie "schlimmer" anhört als es wirklich ist. Natürlich ist es eine Herausforderung und man sollte da schon mit Respekt rangehen, aber das mache ich auch bei einem Marathon über die klassische Distanz. Von Deinen Wochenkilometern her sehe ich da kein Problem-die erreiche ich schon aus zeitlichen Gründen nie und es hat bisher immer erfolgreich geklappt an der Müritz. Laufe dort immer so um die 8 Stunden-also nie der Schnellste, aber auch nie der Langsamste. Bin damit aber immer schön im Mittelfeld angekommen und vor allem so, das ich hinterher nicht total platt war, sondern meine Heimfahrt über mehrere hundert Kilometer noch recht entspannt abspulen konnte.
Ich laufe übrigens nie mit Kopfhörer oder so. Habe mir immer einen Laufpartner gesucht und mit diesem gemeinsam die Strecke absolviert. Durch das Gequatsche unterwegs wird man auch nicht zu schnell, sondern ist immer schön im Ausdauermodus. Da muss man sich dann auch keine Gedanken darum machen, ob es unterwegs langweilig wird-wird es so nicht ist meine Erfahrung. Ansonsten haben wir immer alle Verpflegungspunkte mitgenommen und uns dort auch Zeit gelassen. Also nicht im vorbeilaufen einen Becher greifen und weiter, sondern ruhig stehen bleiben, mit den Leuten erzählen, auch mal etwas von den angebotenen Leckereien naschen (Salzaufnahme nicht zu vergessen) u.s.w..
Ganz entscheidend für die erfolgreiche Umrundung der Müritz ist für mich aber, so wie bei jedem Ultralauf, die vorherige mentale Auseinandersetzung mit dem Vorhaben. Also das geistige vorbereiten darauf-es muss mir vorher zwischen den Ohren klar sein, was ich da vorhabe. Dann treten auch unterwegs keine Zweifel auf, weil man bei Kilometer 42 oder ähnlich doch noch einige Kilometer vor sich hat. Wie so viele Läufe wird auch dieser zum großen Teil im Kopf entschieden.

So, jetzt habe ich Dich genug zugetextet und wünsche Dir viel Erfolg bei der Müritzlaufpremiere.

Viele Grüße

Jens

Moin und Glückwunsch!

Moin aus Hamburg nach Hamburg und herzlichen Glückwunsch zur Entscheidung! Du schaffst das!

Meine Tipps:
- Mit erfahrenen Ultras schnacken & Tipps einholen (Ernährung ist ein wenig anders als beim Marathon).
- Ganz gelassen ran gehen, denn a) sprechen Deine Wochenumfänge für Dich und b) hast Du bis zum Sommer ja noch jede Menge Zeit...
- Lesen & Beiträge & Laufberichte zum Müritzlauf durchstöbern
- Ich glaube, die Schwankung zwischen Euphorie und Angst ist ganz normal --> Du betrittst schließlich unbekanntes Terrain
- Tiefpunkt/Schweinehund: Den kennst Du doch bestimmt auch vom Marathon, oder? Ist ähnlich. D.h., Deine bisher entwickelten Strategien kannst Du auch am Müritzsee anwenden.

Ich bin 2013 zwei Ultras gelaufen (davon einen mit Tiefpunkt, der offenbar dazu gehört, s. meinen Bericht zum Röntgenlauf... Strategie: Gehen, bis es besser wird :-) ) und habe es nie bereut, Neues zu wagen. Unglaublich tolle und intensive Lauferfahrungen waren das!

Herzliche Grüße

Herzlichen Glückwunsch ...

... und ich wünsche Dir noch viele Tausend gute Läufe!
Bin gespannt auf weitere Berichte von Dir; bin selbst in der Marathonvorbereitung, aber bevor ich mich an einen Ultra wage, vergehen bestimmt noch einige Jährchen.

Also ... keep on running
Liebe Grüße
Susanne

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