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Benutzerbild von caraviala

Gut gelaunt hatte ich mit meinem Schwiegervater auf den Weg zum Hamburger Hafen gemacht, um den ersten Marathon des Jahres (und den 5. gesamt) zu laufen. Sozusagen war es der verspätete Silvesterlauf am 4. Januar. Der 5. Leuchtfeuer Bubendey-Ufer Marathon stand an, der gleichzeitiger 12. Lauf der Marathon-Winterlaufserie des Hamburger Marathon-Veranstalters Christian Hottas war. Um an der Serienwertung teilzunehmen, hätte ich 5 von 12 Marathons/Ultra-Marathons innerhalb von 16 Tagen laufen müssen. (Absolut zu viel für mich.)

Bei der ersten Besichtigung von Start und Ziel konnte ich nicht sehen, wo wir langlaufen. Ich hatte noch Trail und Elbufer im Kopf. Doch am Elbufer stand ein hüfthohes Geländer im Weg, konnte ich eigentlich nicht glauben, das 15 mal zu überqueren. Ich fror und es war vor allem an der Elbe unangenehm windig. Der Veranstalter war noch nicht da und sollte sich fast 30 Minuten wegen Glatteis verspäten.

Meine Befürchtungen bewahrheiteten sich doch. Wir mussten eine Pendelstrecke von ca. 810 Metern und anschließend 15 Runden absolvieren, darunter Kopfsteinpflaster, Trail und als Hindernisse die Treppe über die Flutmauer, Treibholzansammlung auf dem Trail, das zweite Leuchtfeuer mit losen und spitzen Steinen und besagtes Geländer. Insgesamt jeweils gute 17 km Kopfsteinpflaster und Trail warteten auf mich. Es hätte schlimmer kommen können, wie ich Berichten früherer Ausgaben später entnehmen konnte.

Der Rennverlauf war schnell entschieden. Bis auf wenige Ausnahmen waren nach gut einem Kilometer alle Positionskämpfe erledigt, was auch bei 15 Teilnehmer_innen verständlich war. Ich reihte mich an 6. Position gesamt und 4. bei den Männern ein. Im Verlauf des Marathons gewann ich einen Platz, weil ich weniger langsamer wurde als einer meiner Mitstreiter. Von den vier Läufer_innen vor mir überrundeten mich alle. An Bestzeiten war auch nicht zu denken. Pro Runde verlor ich gut eine Minute aufgrund des Trails und eine weitere Minute aufgrund der Hindernisse und der „Selbst“-Verpflegungsstelle. Und so kam es dann zu einer Gesamtzeit von knapp über 4 Stunden und 50 Minuten. Ich war zufrieden mit mir.

Und die Hölle des Nordens war es nicht (ganz). Es ist zwar eine lange Strecke über Kopfsteinpflaster zu laufen, allerdings hatte es auch nicht geregnet. Es war ein wunderschöner sonniger Wintertag mit noch relativ angenehmen Temperaturen. Nur der Wind an der Elbe während des Trails machte mir zu schaffen.

Dafür war die Aussicht auf den Hamburger Hafen und die Schiffe auf der Elbe wirklich schön.

Ein paar Kuriositäten und Fakten am Rande für alle diejenigen, die bei einem Teichwiesen-Marathon oder an der FEM-Serie Lost Places teilnehmen wollen:

Die Verpflegung läuft über eine Selbst-Verpflegungsstelle, die jeder vorher besser besichtigen sollte, damit man weiß, was es wo gibt.

Es gibt keine zentrale Zeitmessung. Die Zeit stoppt jeder für sich selbst und jeder trägt diese anschließend in ein Protokoll ein. Empfehlenswert ist eine GPS-Uhr, damit man nicht beim Rundenzählen durcheinander kommt.

Der Bubendey-Ufer Marathon gehört zur Serie Lost Places, weil das Hafengebiet voraussichtlich in den kommenden Jahren abgerissen wird, um der Erweiterung des Container-Terminals in Hamburg Platz zu machen.

Und der Veranstalter: Christian Hottas ist aktuell Weltranglistenerster mit der größten Zahl absolvierter Marathons und Ultra-Marathons (2160 Stand 6/2014 nachzulesen auf den Seiten des 100MC unter World Megamarathon Ranking 300+).

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

wow!!!

"weil ich weniger langsam wurde als meine Mitstreiter" fand ich am besten ;-)

Glückwunsch! Scheint mir eher ein mentales Rennen zu sein....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Genau!

Super gelaufen - und vieles ist eben Kopfsache bei den Rundendingern. Hast Du prima gemacht - erhol Dich gut.

Zur Zeitnahme:

Ich war gestern beim einem Vortrag von Joey Kelly, der von einem 100-Meilen-Rennen in Alaska (im Winter) berichtete, dass er die Zeit auch selbst stoppen musste, denn im Ziel sei sonst niemand gewesen, nicht einmal der Veranstalter.
Als er diesen dann telefonisch über seinen Zieleinlauf informierte, bekam er zur Antwort: "Gut, das habe ich gar nicht erwartet."

Glückwunsch zur Top-5!

Gruß

Sirius
...der immer mit Uhr rennt.

nochmal zur Zeitnahme

als ein uns allen bekannter Jogmapper beim 1. Saar-Hunsrück-Trail nach dem ersten Tag im Ziel ankam, war selbiges noch nicht aufgebaut. Zitat des Veranstalters (mir gegenüber): "Der Kerl kommt aus Berlin! Wo zum Teufel trainiert der Berge???"

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

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