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Benutzerbild von fazerBS

Seit Ende August fröne ich der Wettkampfabstinenz, wobei ich in letzter Zeit schon ein paar Tempospielchen eingebaut hatte. Ich lief mit einer Gruppe eine Pyramide bei angefrorener Laufbahn im Leichtathletik-Stadion (200-400-600-800-600-400- mal zwei - 200), 6*1km in geplanten 4:15 mit einem anderen Triathleten, der für einen 15-km-Lauf das Tempo üben wollte (hihi, wir haben es nicht EINMAL geschafft; irgendwie wirkt da ein komischer Effekt wenn ein -jüngerer- Mann mit einer -alten- Frau läuft) und Tempoausdauer an der Brücke (schnell hoch halt und langsam runter). Teilweise war es zu kalt für Tempo.

Viel zu schnell waren die Feiertag rum und Silvester wurde mit meinem Freund ein privater, lockerer Silvesterlauf absolviert und vor lauter Nichteintragen der Kilometer dann glatt die nächste 100er Marke um 1,5km verpasst (im Nachhinein gesehen).

Neujahr war schönstes Wetter, sonnig, hell. Wir trafen uns mit ganz vielen Bekannten zum Neujahrslauf. Unterwegs ab und an plötzlich immer statt feuchter glitzernder Nässe feuchter glitzernder überfrorener Asphalt. Eiertanz inklusive. Hinterher gab es selbst gebackenen Kuchen - kann es Schöneres geben als das neue Jahr so zu beginnen?

Freitag morgens also eine Runde Rolle, dann abends auf der Bahn mit meinem neuen Verein 2km, 1,5km, 1km und 0,5km, wobei ich mich da nicht abschießen wollte. Also schön gechillt los (hab extra nach dem ersten km geguckt, 4:20 - 4:30 wollte ich, 4:17 wurden es - passte also). Samstag dann Spinning mit anschließender Krafteinheit an Geräten im Fitness-Studio, wo wir alles (auch die abschließende Sauna) mitbenutzen dürfen während des Kurses.

Sonntag mittags ab zum "Neujahrslauf", der traditionell vom Triathlon-Verein gemeldet wird und nix extra kostet. Auf dem Weg dahin war ich schon mit dem Auto an einer Kreuzung und in einer Kurve gerutscht, die Temperaturen lagen knapp über dem Gefrierpunkt, die Sonne schien, blauer Himmer - herrlich, aber gefährlich. Etwas Wind dabei ließen mich die Entscheidung lang-kurz plus Ärmlinge treffen, die Rennschuhe hatte ich aufgrund der glatten Sohle zu Hause gelassen und stattdessen die Ultraschlappen eingepackt. Plan? Mhm, gucken was locker geht, letzte Runde dann mal schauen. Bloß nicht abschießen, könnte ja länger werden (kicher, ich bin nicht mehr auf die Kurzstrecke gepolt).

Einlaufen mit meinem Freund, fix nochmal Ballast abwerfen und zum ersten Mal wieder mit Startnummer einen 10er laufen. In den Startblock kam man nur weiter hinten rein, so dass man die langsameren Läufer vor sich hatte - gut so, da überzieht man nicht gleich. Ich bin dann in Schlangenlinien um die Läufer/innen zum warmlaufen sozusagen. Mein Freund meinte hinterher zu mir ich sei der Wellenbrecher gewesen und er wäre den ersten Kilometer in meinem Kielwasser geschwommen. So ähnlich kam es mir auch vor. Verlief sich dann aber so nach und nach und ich kam ins Rollen. Die Strecke wird von vielen als "hügelig" bezeichnet, doch was ist das gegen die "Berge" in und um Chamonix? Ebent! Also hoch den Ring und überholen und locker bleiben. Vorbei an einigen lauthals anfeuernden Bekannten (sehr schön, danke dafür!) in die zweite Runde. Tritt war gefunden und wurde durchgelaufen ohne auf die Uhr zu achten. Zeit war mir ja egal. Ich wollte mal sehen, ob ich einen 10er auch noch kann. In der dritten Runde rief dann mein Triathlon-Trainer vom Rand ich solle mich an einen Vereinskollegen "ansaugen" - war ich eh schon dabei und hatte etwas weiter vorne noch einen gesehen, an den ich mich dann gleich "angesaugt" habe so den Ring hoch. Echt cool, die waren alle am hecheln und ich lief da noch ziemlich entspannt und locker. Das Wetter war herrlich, mir war schon zu warm geworden. Der zweite Kollege meinte dann er müsse mitlaufen und setzte sich vor mich, um mir Windschatten zu geben (wie er sagte). Sehr nett gemeint, aber er verzögerte nur mein Tempo, weil ich ihm natürlich nicht in die Hacken laufen wollte. Und so bedankte ich mich dann bei km 9 und lief vorbei. Hier konnte ich nochmal ein wenig Gas aufdrehen und lief dann kontrolliert knapp unter Anschlag die letzten paar hundert Meter zum Ziel das Kopfsteinpflaster runter. Uhr stoppen (komischer Reflex wenn man gar nicht auf Zeit rennt!) und ungläubig draufschauen waren fast eins. Dann erst mal den Tee holen, ein paar Vereinskollegen abklatschen und auf meinen Freund warten. Als der ankommt gehen wir nach 2 Tee für ihn noch noch einem für mich dann zum Umkleiden.

Mit 42:04 min bin ich "nur" dritte meiner AK geworden bei Gesamtplatz 11 der Frauen; Stadt-Wertung nochmal Platz 3.

Damit bin ich auf der Strecke "aus Versehen" meinen Streckenrekord gelaufen. Letztes Jahr war ich 28 Sekunden langsamer (aber AK 1) und vor 3 Jahren bei meiner bisher schnellsten Zeit dort 3 Sekunden langsamer.

Soll ich doch nochmal schnell laufen anpeilen nachdem ich im letzten Jahr nur "lang, länger, ankommen" als Ziel hatte? Wo mir schon Anfang letzten Jahres ein erfahrener Sportwissenschaftler gesagt hat das wäre biologisch ab 50 nicht mehr drin? Bin noch im Zielfindungsmodus.

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Tolle Leistung!

Saustark! Und wird die Konkurrenz nicht auch altersbedingt nicht mehr so viel schneller?

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Du willst schnell "anpeilen"????

Und wo willst du dann rauskommen??? Ich finde das schon sauschnell, dafür würde ich auch den 3. Platz nehmen ;-)))) Und das mit dem Windschatten, dem du in die Hacken läufst... *gröhl* Der muss aber etwas doof geguckt haben, als du vorbei bist.

He, vergiss das mit dem "alt". Du bist wahnsinnig schnell, hast Ehrgeiz und Disziplin. Ich denke, da wird die Konkurrenz sich noch auf einiges einstellen müssen! Und ich freu mich auf deine Berichte!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Die Konkurrenz ist berühmt

Bestzeiten:
5000 m: 16:14,54 min, 22. Juli 2000, Köln
10.000 m: 34:31,1 min, 6. September 1994, Ratingen (na ja, mit 37:53 war sie zumindest langsamer als damals)
Halbmarathon: 1:14:43 h, 19. April 2003, Paderborn
Marathon: 2:40:31 h, 3. Mai 1992, München

1991 wurde sie Zweite bei der Deutschen Marathon-Meisterschaft, und 1992 belegte sie denselben Platz beim München-Marathon.

1993 wurde sie Dritte beim Echternach-Marathon, und 1995 und 1996 gewann sie den Bienwald-Marathon.

...

Die zweite der AK war 4 Sekunden schneller als ich - aber fast 25 Sekunden vor mir im Ziel. Also außer Sicht.

Das Zieleinlaufvideo gibt es auch schon - ganz am Ende kommt der Kurzzeithase ins Bild.

Fett!

Ich mach's mal kurz:

Toller Artikel und ne geile Zeit! ... Mehr von Beidem!

Viele Grüße aus Berlin!
Carsten

Klasse!

Scheint grade in Mode zu sein, das ohne Uhr laufen.

....Sollte ich auch mal? Na, vielleicht beim nächsten Crosslauf: MItnehmen aber nicht draufschaun ;)

Aus Versehen einen Streckenrekord gelaufen...

....DAS zeigt doch, das neben dem ganzen Ehrgeiz und Ernst bei dir jede Menge Spaß im Spiel ist. Du bist dermaßen schnell und hast dennoch richtig viel Freude am Laufen. Fetten Glückwunsch du Hammerfrau, du!!! ;-)

Lieben Gruß
Tame

Auch Wissenschaftler können

irren.
He starker Einstand ins neue Jahr.
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meint Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

rasant

Das liest sich rasant, das warst Du auch!
Stark, sehr stark!
Kann nur gut werden das Jahr für dich!!!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Frau wird im Alter schneller?

Dann habe ich ja noch Hoffnung ;o)
Sehr schicke Zeit, Glückwunsch. Aber die langen Läufe sind doch entspannter und kommunikativer.
Egal, wofür Du Dich entscheidest, hab Spass dabei.

LG,
Anja

doppelt

.

Saugut!!! :o))

Jo, ohne Druck geht's meistens noch besser!!
Da haste mal wieder ne richtig geile Zeit rausgehauen, RESPEKT!!!
Und ja, um seine Konkurrenz schlagen zu können, sollte man sie recht gut kennen, das stimmt. Muss ich mir zum Glück keinen Kopp drum machen, denn solche Zeiten sind für mich wohl kaum zu erreichen, wenn nicht total utopisch oder aber auch einfach vieeeel zu anstrengend! ;o)))
Gratuliere Dir ganz herzlich und lass Dir nix von Alter und so erzählen, die haben alle keine Ahnung, was noch geht! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Stimmt

@Tame: ja, ich laufe sehr gern. Laufen macht mir (meistens) viel Spaß. Ich laufe auch gerne mal etwas schneller. Da stehe ich zu.

@running_with_sc: solltest Du genau so machen. Ist ja hinterher immer nett die Zwischenzeiten zu gucken.

@Carla-Santana: die Konkurrenz kannte ich noch nicht. Ist aber für mich ebenfalls unerreichbar. Denk mal wenn Du in 15 Jahren gegen Mocki laufen würdest ...

@Anja Bongard: Stimmt. Das Wetter war so schön. Länger hätte bestimmt noch mehr (oder zumindest länger) Spaß gemacht. Aber ich wäre vermutlich langsamer unterwegs gewesen.

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