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Benutzerbild von sarossi

Hinter uns brennt der Himmel. Die Baumwipfel und langsam aufsteigenden Nebelschwaden setzen sich dunkel gegen den rotglühenden Himmel ab. Vor uns ist die Landschaft in fahles blaues Licht getaucht. Der zunehmende Mond bescheint den Schnee, reflektiert und zaubert eine ganz unwirkliche Stimmung. Es ist dunkel und hell zugleich. Wir stehen mitten im knietiefen Schnee und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Wie so oft bei dieser Neujahrs-Schneeschuhtour.

Unsere Freunde mussten wir anfangs noch etwas überreden. Wir kennen diese Tour entlang der deutsch-österreichischen Grenze noch von unseren Grenzerfahrungen vor zwei Jahren. Ein unscheinbarer Fleck, der uns damals schon begeistert hat. Überzeugt waren unsere Freunde an diesem schneereichen und strahlend sonnigen Tag bereits nach 100 Metern.

Mit den Schneeschuhen fräsen wir uns von der Ebene in einen Zauberwald mit tief verschneiten Tannen, die ihre Last das eine oder andere Mal auf uns abwerfen.

Der Schnee schafft skurrile Skulpturen rund um Sträucher und kleine Tannen. Wir folgen einer einsamen Schneeschuhspur. Keine Menschenseele stört diese besonderen Momente weit und breit. An einer kleinen Kapelle halten wir kurz an. Irgendwie passt sie perfekt in dieses Winteridyll.

Für meine Freundin trete ich eine gut begehbare Spur aus, eine schweißtreibende Angelegenheit. Aber die Anstrengung ist kaum zu spüren. Zu viel gibt es zu sehen und zu bestaunen. Die Sonne bricht durch den lichter werdenden Wald und zeichnet immer neue Lichteffekte in die Landschaft. Heraus aus dem Wald erwartet uns eine glitzernde unberührte Ebene aus Schnee. Wir treten in großen Schritten unsere eigene Spur.

Lange können wir uns vor der Zivilisation nicht verbergen. Wir erreichen den Baumwipfelpfad mit einem traumhaften Blick über die Nagelfluhkette. Und weiter geht es am Wald entlang zu einem Mini Skilift, bevor wir wieder in den Zauberwald eintauchen. Nach wenigen Metern bereits sind die Geräusche des Skirummels verschluckt und wir wieder allein. Eine hoch verschneite Holzbrücke über den Bach, der sich munter durch den Wald schlängelt, der letzte größere Anstieg, dann sind wir wieder auf der Hochebene vor dem verwunschenen kleinen Dorf. Als erstes lugt die Kirchturmspitze am Horizont aus dem Schnee. Dann tauchen immer mehr Höfe auf.

Wir lassen den Parkplatz links liegen und in einem weiten Bogen schneeschuhen wir hinab ins Ried. Unser leckeres Schnitzel haben wir ins nach 4 Stunden durch den Tiefschnee verdient. Mit der einsetzenden Dämmerung verabschieden wir uns von den freundlichen Gastwirten und machen uns an den letzten Anstieg. Der Zauber des Abendlichts berauscht uns und setzt diesem traumhaften Tag die Krone auf.

Ein Winterzauber, wie man ihn nur alle paar Jahre in dieser Pracht erleben kann. Ein perfekter Start ins neue Jahr.

5
Gesamtwertung: 5 (6 Wertungen)

Bezaubernd!

Der Genuss und die schönen Bilder. Habe vielen Dank fürs Zeigen!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Danke fürs Mitnehmen

Danke fürs Mitnehmen zu diesem tollen Erlebnis.
Besser kann man wirklich nicht in das Jahr starten.

Gruß
Uli

Sieht nach einer richtig

Sieht nach einer richtig schönn Tour aus.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Welch ein Traum!

Wunderschöne Bilder, vielen Dank fürs Mitnehmen!

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