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Benutzerbild von felixmoeller
    Es läuft zur Zeit echt gut.

Doch wo fange ich an? Mit einem kleinen Jahresrückblick?

Wenn Herr Jauch das am Sonntag schon durfte, wird mir das auch erlaubt sein.

Außerdem hängt die festliche Lichterkette im Fenster. Es muss also auf den Jahreswechsel zugehen, was einen Rückblick und eine Standortbestimmung rechtfertigen muss.

Zuerst das Schlechte: Ich habe es auch im Jahr 2014 nicht geschafft, einen Marathon zu laufen. Trotz meines schmeichelnden Alters (Ende 20), und vier Jahren Lauftraining, davon drei Jahre mit "Struktur".

Nun ja, im Jahre 2009 habe ich mir bis zum 30. Geburtstag Zeit gegeben. Da bleiben nun noch gute 17 Monate. Noch ausreichend Zeit.

Warum hat es dieses Jahr nicht gereicht? Es gelingt mir nicht, die Wochenumfänge und die LaLa's auf Marathonniveau zu heben. Für diesen Frühling hatte ich Kassel oder Hannover angepeilt. Aber im Februar/März verkleinerten diverse Rhinoviren und ein hartnäckiges Wadenproblem meine Wochenumfänge. Ich steckte bei <30 WKm fest.

Marathonambitionen wurden auf den Herbst vertagt.

Aber: Ich konnte laufen. Ohne "Nullwochen". Es war sogar Tempotraining möglich. Im April lief ich in Hildesheim mal wieder den Wedekindlauf mit, auf der 9,8km-Strecke. Dieser Wettkampf war mit Abstand das Beste, was ich in den letzten Jahren auf die Straße gebracht habe.

Meine Stimmung und Motivation war ungebrochen. Bis mich im Mai ein Fahrradsturz gute zwei Wochen auf das Sofa fesselte. Handgelenk und Rippe geprellt. Im Nachhinein war das so etwas wie meine "Saisonpause". Ähnlich abrupt, wie mich der Unfall aufs Sofa gebracht hat, konnte ich das Training auch wieder aufnehmen. In den Monatsstatistiken sieht man nur noch ein kleines Tal im Juni.

Wie sollte es weitergehen? Für ein Marathontraining fühlte ich mich nicht bereit. Also Halbmarathon. Die Bestmarke stand noch bei 01:48h. Neues Ziel war sub 01:45. In Wolfsburg, Mitte September. 10 Wochen Vorbereitung. Auch hier sollte ich mein Ziel deutlich übererfüllen, und finishte in 01:40:46.

Ein paar Wochen danach ging es nach Wernigerode, zum Harz-Gebirgslauf. Dort konnte ich auf der 22km-Strecke meine Zeit vom Vorjahr um 8 Minuten auf 01:52h verbessern.

Insgesamt war ich in diesem Jahr zurückhaltender bei den Starts von Volksläufen. Die absolvierten waren dafür "qualitativer". Soll heißen, ich habe mich meistens was getraut. Manchmal hat es geklappt, wie beim Wedekindlauf, manchmal habe ich draus gelernt. Dazu zählt auf jeden Fall der Hönzer Lauf vom 05.07..

    Hier meine WK-Liste 2014
    (Gesamtplatzierungen):

    Hildesheimer Wedekindlauf:
    9,8km
    42:10
    Platz 34 von 384 (erste 8,9% von allen Finishern)

    Sorsumer Finkenberglauf:
    10km
    44:30
    Platz 13 von 91 (14,3%)

    Hönzer Lauf & Party:
    20km
    01:49:50
    Platz 5 von 9 (55,6%)

    Wolfsburg Marathon:

    HGL 2014
    Halbmarathon
    01:40:46
    Platz 219 von 966 (22,7%)

    Harz-Gebirgslauf:

    HGL 2014
    22km
    01:52:13
    Platz 95 von 709 (13,4%)

    Warzer Esel Wald- und Crosslauf:
    13km
    01:03:59
    Platz 11 von 32 (34,4%)

    Schloss Marienburg Marathon:
    Halbmarathon
    01:44:24
    Platz 34 von 196 (17,3%)

Der Fokus lag bislang voll und ganz auf dem allgemeinen Training. Ausnahme war die Vorbereitung auf Wolfsburg. Mittlerweile bin ich bei Wochenumfängen von relativ konstanten 40-50km gelandet, ohne Probleme, ohne Blessuren. 3-4 Intervalleinheiten pro Monat. Gleiche Anzahl Tempoläufe. Die Pace für TDL's liegt mittlerweile bei 4:50-05:10. Die aktuellste IV-Einheit von letzter Woche war eine 6*1000m (04:00-04:05) mit 3min Trabpause (05:30). Und die hat Spaß gemacht.

Am zufriedensten macht mich die Konstanz des Trainings, die ich auch in diesem Jahr ausbauen konnte: Hatte ich 2012 noch einen durchschnittlichen Umfang von 20km pro Woche, waren es 2013 schon 26km. Für 2014 bin ich aktuell bei 34,5km. Langsam wird der Felix zum Läufer :-)

Eines meiner Luxusprobleme aus der Überschrift ist nun noch, dass ich in meiner 2014-Zusammenfassung keine belastbare Bestzeit über 10km habe. Dort steht noch eine 44:25 von 2013. Und selbst diese bin ich mit einer Erkältung gelaufen. Der Wedekindlauf deutet darauf hin, dass ich durchaus auch sub43 auf einer amtlich vermessenen Strecke angehen kann. Außerdem weiß ich nicht so recht, wie ich mein Training im Dezember, Januar und Februar gestalten soll. Einfach weitermachen? Moderat steigern? Vielleicht sogar zwei Wochen Regeneration?

Es liegen noch zwei WK's an. Der Sarstedter Adventslauf, bei dem ich die letzten beiden Jahre Bestzeiten auf 5km geschafft habe (19:52). Und noch der Haseder Silvesterlauf. Soll ich mich noch mit Tempoeinheiten auf diese Läufe vorbereiten, was zu Lasten der Umfänge gehen würde, oder einfach aus dem Training heraus als TDL's verbuchen?

Im Grunde fühle ich mich gut. Das Laufen fühlt sich "richtig" an. Wenn ich draußen bin, in den Laufschlappen, wissen die Beine genau, was sie machen müssen. Nach Pause ist mir einfach nicht. Andererseits will ich keine Überlastung riskieren, da ich in den letzten Monaten schon gut gesteigert habe, und spätestens im März in die konkrete Marathonvorbereitung will. Das ist mein eigentliches Luxusproblem. In der Vergangenheit ergaben sich die Pausen immer von allein. Entweder war irgendwo an den Beinen Aua, oder ein Infekt streckte mich nieder. Und ich sehe es schon kommen: Mache ich jetzt zwei Wochen Pause, bin ich direkt anschließend für mindestens eine Woche erkältet. Soll ich einfach weitermachen? Oder wäre das zuviel des Guten?

Wie auch immer, weitergehen wird es auf jeden Fall. Und auch nach vier Jahren Laufen ist mir der Schweinehund immer noch ausschließlich aus Erzählungen dritter bekannt. Ohne Laufen geht nicht mehr.

Ich wünsche Euch allen eine schöne Adventszeit und ein erfolgreiches, verletzungsfreies Laufjahr 2015.

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

kaum...

Kaum schreibe ich mein Luxusproblem nieder, passiert was?
Richtig, ein Magen-Darm-Infekt!
Aloha!

Na, da sind ja 1-2 Tage Pause direkt inbegriffen

Ansonsten: warum willst Du Marathon laufen in Deinen Jahren, wo Du bei den Unterdistanzen noch reichlich Spielraum hast?

Meine 5er Zeit ist schlechter als Deine (ok, die war auch nur aus Versehen bei einem gechillten Silvesterlauf), dafür ist meine HM-Zeit wesentlich besser. Ich bin aber auch wesentlich älter - also mehr für die Langstrecke geeignet, weil diese ständige Hetzerei ja nix bringt so für Senioren, ne.

Bin dafür dieses Jahr aber auch keinen einzigen Marathon gelaufen - nur Ultramarathon :kicher:

Weil...

...ich die Herausforderung in der Distanz sehe. Es reizt mich nicht so sehr, die 10k in 45 oder 40 Minuten zu schaffen. Eher, 30, 40 oder 50km am Stück laufen zu können.
Was du beschreibst, sehe ich auch bei jedem WK aufs Neue: Bei 5k oder 10k Volksläufen hier auf dem Dorf kann ich mich mit den besten Frauen messen. Bei HM geht das nicht mehr. Die sind gute 10min schneller.
Daher werde ich weiter versuchen, die Umfänge auszubauen. Das Tempo kommt dabei von alleine.

Verstehe ich gut

Schau mal bei Landschaftsläufen rein - und ruckzuck bist Du im Ultrabereich gelandet. Sehr spaßig und unbedingt empfehlenswert. Bei einem Berglauf fragt keiner mehr nach Zeiten und Platzierungen - die werden sowas von irrelevant. Die Zeiten kann eh kein "Normalo" beurteilen, der Wetter und Strecke nicht kennt - und die können auch von einem Jahr auf das andere eben wegen der Bedingungen sehr abweichen.

Also: erst mal langsam Umfänge aufbauen - und parallel dazu vielleicht schon in den Trailbereich schauen. Pssst, gute Trailläufer sind oft auch auf flachen Strecken schneller.

weiter oder schneller?

Klar kann der Reiz darin liegen einen Marathon (oder Ultra) zu schaffen, wenn man beim Halbmarathon Blut geleckt hat.
Aber mit "erst" vier Jahren Lauferei ist (wie fazer schon richtig schrieb) auch noch in der Schnelligkeit "Luft nach oben".
Ich laufe auch erst seit drei Jahren "richtig" (also mehr oder weniger regelmäßig) und bin etwas weg vom Ziel unbedingt mehr als Marathon zu wollen. Mein Anliegen ist momentan eher mit richtiger Technik und gutem Stil zu laufen (und dabei eben schneller zu werden und gesund zu bleiben).

Was deine Fragen zur Saisonplanung angeht: ich würde die beiden letzten Läufe nicht auf Bestzeit anlegen (deine 5km Zeit ist ja schon sehr schick!). Lieber ruhig weiterlaufen bis die eigentliche Marathonvorbereitung startet.
Mit etwas Pause nach dem Marathon und gezielten Tempospritzen stehen die Chancen gut anschließend eine PB über z.B. 10km rauszuhauen.
Auf alle Fälle viel Spaß weiterhin! Und bleib (werd) gesund!

Gruß, Dominik
_____________________
"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

jo!

Hallo Dominik,

genau so, wie Du es schilderst, werde ich es nun auch angehen. Aktuell scheint mein Immunsystem ein wenig angeschlagen zu sein, da ich nun innerhalb von einer Woche zwei Erkältungen und einen Magen-Darm-Infekt erschlagen musste.
Von daher kann ich den 5k-Lauf in Sarstedt am Sonntag ohnehin vergessen. Teilnehmen wahrscheinlich ja, schnell sein nein.
Ich werde jetzt die nächsten Wochen den Ball etwas flach halten, und anschließend im Marathontraining auch schöne Tempo-Akzente setzen. Ohne diese schönen IV- und TDL-Einheiten will ich sowieso nicht mehr trainieren :-)

Der Aufbau paßt doch wunderbar. ...

... Ich würde den Winter über die Grundlagenausdauer schön langsam ausbauen, die langsamen langen Dauerläufe Stück für Stück verlängern.
Mit der Basis kannst du dann viel besser im Frühjahr ins Dembotraining starten. Je besser die Basis, desto besser verkrftet das Fahrgestell auch die Dembobolzerei.
Und gegen die "Langeweile" kann man ja immer mal wieder etwas Dembo auch im Winter einstreuen. Das ist so ein wenig das Salz an der Suppe. Schon klar.
;-)

So sieht's aus!

So mach ich das :-)

Kleines Update:
Bin soweit wieder gesund. Die Nase läuft noch ein wenig, aber das ist im Dezember wohl einfach so.
In Sarstedt bin ich als Nachmelder für die 5k angetreten und habe doch tatsächlich meine 19:52 vom letzten Jahr deutlich unterboten.
Neue PB: 19:28.
Tja, das war dann wohl der Fortschritt 2014, verbunden mit 4 Tagen Krankheitspause.

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