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Benutzerbild von Carla-Santana

Ich trabe so durch die klare dunkle Nacht,
mal durch den verlaubten Herbstwald,
wo ein Kauz nach der Liebsten kauzt.
Mal auf den schmalen felsigen Pfaden am Hang,
an den Weinreben entlang
und durch kleine beleuchtete Örtchen
geht es immer hoch und runter immer weiter.

*Buhuhuuuu*...kauzt es aus den Bäumen,
rechts raschelt es im Laub und dreißig Meter weiter schauen mich zwei gelbe kleine Augen im Schein meiner HR14 Stirnlampe an und verschwinden schnell wieder.
Eine gute Lampe mit starkem breitem Lichtstrahl ist Gold wert bei so einem Lauf.

Musik?
Nein, so was brauche ich nicht auf den Ohren bei einem Wettkampf in der Natur.
Das wäre nur störend.
Ich genieße die Stille,
die Natur,
konzentriere mich auf den Weg,
die blauen kleinen Schilder vom Rheinsteig-Wanderweg,
die nicht immer leicht zu finden sind.

Es ist fast wie eine Schnitzeljagd.
Früher als Kind habe ich Schnitzeljagden geliebt...Pfeile suchen...Aufgaben lösen...nichts anderes ist das hier.
Ich bin hellwach und hochkonzentriert.
Das andere Leben existiert nicht.

Das hier ist der „Kleine KoBoLT“!

Es handelt sich um einen Einladungslauf vom Michael Eßer und seinen Ultrafreunden liebevoll und top organisiert, der 2014 zum 5. Mal ausgetragen wird.
Gestartet wird am Samstag, den 22.11.2014 um 14 Uhr ganz unspektakulär in Rengsdorf an einem Grillplatz.

Nein, stimmt nicht ganz!!
Am Start erwarteten uns freudestrahlend meine Lauffreunde und Buddys Kawitzi, hpk_c, Kikilotta und Laufkollege Udo, worüber ich mich riesig gefreut habe!!!
Ganz lieben Dank für Eure tolle Starteskorte!! :o))

Sie wollten uns und andere Bekannten auf der Strecke entgegen laufen und noch mal treffen unterwegs, wofür ich leider einen Tick zu schnell unterwegs war.
Schade aber toll für die anderen!
So etwas motiviert ungemein!!

23 Teilnehmer machen sich auf, um die 106 Km und 3361 Höhenmeter bei diesem Lauf auf dem Rheinsteig von Rengsdorf nach Bonn-Beul in Angriff zu nehmen.

Wir haben riesiges Glück mit dem Wetter, denn die Sonne scheint und es sind ca. 10 Grad.
Regen ist nicht gemeldet bzw. erst für Sonntagnachmittag evtl..

Es gibt drei Verpflegungsstationen, eine bei km 33, eine bei km 55 und eine bei km 83.

Als Pflichtausrüstung waren für jeden ein Rucksack mit mind. 1,5 Ltr. Flüssigkeit, lange Laufkleidung, Stirnlampe (mit Ersatzbatterien), Kamera oder Foto-Handy, Notfallpfeife, Rettungsdecke, Geld für Bahn und eigener Trinkbecher gefordert.
Zusätzlich wurden eine zweite Lampe, Mütze, Handschuhe, GPS, Jacke und ggf. Stöcke empfohlen.
Da kommt schon einiges an Gewicht zusammen!!

In meine Softflask hatte ich mir wieder ein paar Iso-Gels abgefüllt, was sich als sehr praktisch bei meinen letzten Läufen herauskristallisiert hatte.
2 Riegel hatte ich auch an Bord, die ich zwischen den VPs ab und zu knabberte.
Die „Flüssigkeit“ in meiner Trinkblase war natürlich wieder mein bewährtes Erdinger alkoholfrei. :o)

Der Cut-Off lag bei 24 Stunden, wobei das nicht ganz streng gehalten wurde.

Für mich war eine ungefähre Zielzeit schwierig zu kalkulieren.
Das Training die letzten Wochen lief recht gut, nur kurz vor dem Lauf gab es wieder Probleme mit dem Fahrgestell und einzelne Laufkomponenten meckerten, was mich sehr verunsicherte.
Als zwei Wochen vorher nach dem Steinhart666 die rechte Ferse am Achillesansatz schmerzte und leicht geschwollen war und links Knie und Po muckten und der Nacken auch noch zu machte, begab ich mich kurzfristig in die erfahrenen Hände meines Sportorthopäden und Chiropraktiker, der meine Blockaden löste und mich wieder grade rückte.
Was für eine Erlösung mal wieder!!
Danke! Danke!

Sofort beruhigte sich die Achillesferse und Rundherum-Blick war wieder möglich.

Selten war ich so hibbelig, wie vor diesem Lauf.

Würde das alles 106 km lang halten oder fliegt mir Achilles doch noch um die Ohren?

Drei Wochen vor dem Lauf bin ich mit der Kikilotta 16 km und dem Hofpoeten 17 km und selbst alleine noch 5 km der Strecke zum Kennenlernen abgelaufen und ich hatte sie mir deutlich schwerer vorgestellt.


Ok, hätte es geregnet und wäre mehr Schlamm oder gar Schnee da gewesen…nein, zum Glück alles gut so.
Doch ein paar kniffelige Stellen, wo die Schilder verwittert waren oder einfach nicht leicht zu finden, gab es immer wieder.

Den Track vom Rheinsteig hatte ich auf der Suunto Ambit und da ich das sekundengenaue GPS drin gelassen hatte, wollte ich mit dem kleinen Akku unterwegs nachladen. Zusätzlich hatte ich ein gebrauchtes Dakota 20 erstanden, welches ich befragen wollte, falls die Uhr schlappt.

Die allerdings wichtigste „Ausrüstung“ bei diesem Lauf war mit Abstand mein lieber Mann!!
Mit unserem kleinen Womo waren wir angereist und er wollte alle drei VPs anfahren und mich verpflegen und unterstützen. Ich hatte vorher mögliche Treffpunkte an der Strecke geplant, wo er mich im Notfall einsammeln könnte, falls mal was ist.
Verpflegung war nur an den VPs erlaubt!
Im Womo konnte er sich zwischendurch aufs Ohr hauen, futtern oder lesen und Fernsehen, aber der Lauf war viel zu spannend für ihn.
Er unterstützte auch die VP-Crew und andere Läufer und brachte einen traurigen DNF-ler (Magenopfer)sicher zur Bahn.
Das hat ihm richtig Spaß gemacht und ich bin verdammt stolz auf ihn!!

Nun endlich zum Lauf selbst.

Am Start ging es ziemlich flott los, was mich kurz etwas beunruhigte, wollte ich mich doch nicht sofort verheizen. Frank M, mein helfender Mitläufer von den letzten 20 km des TRW und ich wollten soweit es passt zusammen laufen, denn es wurde empfohlen, nachts im Team zu laufen, um die Schilder besser zu finden. Wir hefteten uns erst mal an die Fersen von Carina und Tatjana, zwei erfahrenen Läuferinnen, die im letzten Jahr schon am Start waren. Carina hatte da den Lauf in 18:46h als schnellste Frau gewonnen.
Meine Hoffnung war, es in möglichst unter 20h zu schaffen.
Beim ZUT hatte ich für 100 km und 5600Hm knapp 24h gebraucht.

Zu Beginn ging es über schöne Waldpfade und Waldautobahn auf und ab an der Wied entlang im Sonnenschein Richtung Feldkirchen zum Rhein und dann Richtung Leutesdorf.

Einmal kamen wir aus dem Wald an eine mobil eingezäunte Schafwiese.
Der Weg schien mitten durch diese Wiese zu gehen, aber links entlang gab es auch einen Pfad, den wir erst mal nahmen.
Da kamen uns dann ca. 10 schnellere Läufer entgegen und auch Anna, die schnellste Frau.
Sie waren noch ein ganzes Stück weiter den Weg herunter gelaufen, wo aber keine Schilder mehr kamen.
Wir alle rätselten kurz und jeder, der hatte, befragte sein GPS, wonach wir eigentlich mitten durch die Wiese mussten.
Erst mal liefen wir alle zurück zum letzten Schild, was die Grundempfehlung nach Verlaufen vom Organisator war.
Ja, der Weg musste durch die Wiese gehen...bzzzzz...*autsch* krächzte ein Mitläufer.
Da war richtig Saft auf dem Zaun und der war nicht so hoch, dass man so einfach drüber steigen konnte. Also musste es wohl drum herum irgendwie gehen.

Wir alle liefen wieder den Pfad runter und da am Zaun entlang Richtung GPS-Track und nach ca. 500m war der Zaun zu ende und das nächste Schild am Baum.
Zwei Km mehr hatten die Leutz damit auf dem Konto nach grade mal ca. 15 gelaufenen Km.
Jetzt heizten sie gleich wieder los, wovon unser Vierer-Team sich aber nicht beeindrucken ließ.

Ab Leutesdorf kam ich auf bekanntes Terrain. Es wurde Abend und ich lief oft etwas vor, weil ich wusste, wo es lang ging.
An der Edmundhütte musste das erste Beweisfoto gemacht werden.
Das war noch im Hellen und die Aussicht war grandios.


Dahinter gabs eine kleine seilversicherte Kletterpartie über den Felsen, aber das war auch wirklich harmlos. Die anderen machten kurz Rast und ich kletterte schon mit Anna vor, um in Bewegung zu bleiben.

Später im Dunkeln an einem kniffeligen Stück, wo Kikilotta und ich uns fast verlaufen hatten, liefen drei Läufer vor uns auf der Straße und verpassten rechts den unscheinbaren Eingang in eine steile Kuhwiese.
Wir riefen sie zurück und noch vor uns zwängten sie sich durch die schmalen Eingangszaunpfähle und liefen dann dankend geradeaus weiter.
„Hey, Jungs, wieder falsch!“
rief ich ihnen nach, denn es ging rechts steil hoch weiter.

Oben trat ich als erste wieder aus der Wiese hinein in einen wunderschönen Laubwald.
Im Dunkeln sieht man aber nur Laub und keinen Weg!
Nur an den Bäumen alle 30-50 Meter waren verwitterte blau-weiße Zeichen gemalt.
Kiki und ich waren im Hellen schon unsicher da durch gegeistert, aber jetzt war es wirklich kaum zu erkennen.
Alle folgten mir, denn ich war ziemlich sicher und fand die Schilder.
Perfekt dafür war auch meine zweite Lampe, die ich an meinen Rucksack gebastelt hatte.
Nach ca. 700m war der Weg wieder klar und erkennbar und die Jungs überholten irgendwann und waren bald verschwunden.
Ich lief mit Anna zusammen und wir beide quatschten und liefen gemeinsam ein ganzes Stück vor bis zum VP. Das Tempo mit ihr passte sehr gut. Anna ist knapp über 20 Jahre jung und hatte schon zwei Mal den WiBolt (320km) gefinished. Sie kannte die Strecke und lief ohne Uhr oder sonstiges Schnickschnack und teilte sich brillant ein.

Am VP bei Km 33 kamen wir zusammen rein, die anderen kurz nach uns und mein Supersupporter kümmerte sich perfekt.
Ich füllte den Rucksack wieder mit Bier und Riegeln und zwei Gel auf (war leer), schlürfte eine leckere warme Nudelsuppe und aß Nüsse und Salzstangen. Unterwegs versuchte ich möglichst alle 1-2 Stunden eine Salzkapsel und ein BCAA zu nehmen. Nicht immer dachte ich daran.
Hier zog ich ein dünnes Langarmshirt von zweien aus und dafür eine dünne Softshelljacke gegen die kühleren Temperaturen von ca. 4-5 Grad an. Die Klamottenwahl war perfekt.
Leider hatte sich Anna in Zwischenzeit schon wieder auf den Weg gemacht und ich hatte sie verpasst.

Hm...die anderen waren noch nicht fertig, schlürften noch Suppe.
Ich wagte es, alleine loszuziehen in der Hoffnung, Anna wieder einzuholen und weiter gemeinsam mit ihr laufen zu können.
Bis Arienhella kannte ich die Strecke ja noch, das sollte möglich sein.
War es aber nicht. :o(

Trotz Streckenkenntnis musste ich immer recht nahe an die Schilder heran laufen, um die dünnen Pfeile drunter erkennen zu können. Da kommt man immer wieder kurz ins Stocken und läuft nicht ganz flüssig.
In Arienhella an der Pension wurde ich kurz unsicher und ein netter Ostmitbürger zeigte mir nach zwei mal hin und herlaufen den Weg.
Wieder Zeit auf Anna verloren, doof! :o(

Trotzdem war es herrlich, so alleine in ganzer Ruhe durch die Nacht zu laufen, auch im dunklen Wald.
Nie hatte ich Angst.
Ich genoss ausgiebig.
Doch wo war Anna?
Die anderen kamen auch nicht von hinten.
Warten wäre jetzt auch doof, also weiter.

In Dattenberg ist es dann passiert.
Ich verpasste den Weg rechts ab vor einer kleinen Kapelle und lief geradeaus den Weg weiter und die Treppen hoch zur Straße.
Hier stand ein Wegweiser, der Linz nach links zeigte und Bad Hönningen nach rechts. Man muss wissen, dass der Rheinsteig in beide Richtungen mit den gleichen Schildern ausgewiesen ist, daher ist es wichtig zu wissen, in welcher Reihenfolge man durch welche Orte laufen muss, sonst läuft man bei Verlaufen schnell mal zurück in die falsche Richtung. Tückisch!
Ich lief also links weiter gerade aus eine Straße runter, die nach 400m in einem Weg endete, wo aber kein Schild war. :o(
Also falsch!
Zurück!

Wieder Schild gucken, rechts geht ne Straße rein, aber da steht nichts.
Das muss da runter gehen.
Da geht’s noch mal schräg links, vielleicht dort?
Ne! :o(
Kein Schild, also wieder zurück.

Links ging auch eine Straße runter.
Das da auf dem alten Betonpfeiler könnte mal blau-weiß gewesen sein.
Ich laufe die Straße runter, die sich immer tiefer schlängelt.
Nach 500m immer noch kein Schild. Shit! :o(

Ich hörte Stimmen von oben und sah Stirnlampen.

Das waren Carina, Tatjana und Frank und die sahen mich und riefen, dass ich falsch bin.
Ich hastete die steile Böschung rauf, um wieder aufzuschließen.

Carina schimpfte mit mir, warum ich alleine losgelaufen wäre, das funktioniert im Dunkeln nicht alleine und ich sei selber Schuld, wenn ich so einen Blödsinn mache.
Das tat weh, aber sie hatte ja völlig recht.
Mental hatte ich hier meinen Dämpfer und es folgte ein richtiges Tief und ich sagte erst mal nicht mehr viel, musste das verarbeiten. Auch wegen Frank hatte ich ein bisschen schlechtes Gewissen, ihn am VP gelassen zu haben, aber er harmonierte sehr gut mit den beiden.

Anna war weg und jetzt rätselten wir vier am Wegweiser.
Die beiden Mädels sahen aber dann das Schild „Sportstätte“ sofort rechts ab auf 4 Meter Höhe an der Hauswand, wo vorne ein Rheinsteigschild aufgeklebt war.
Es hing zu hoch, ich hatte es nicht gesehen.
Blöd. :o(
Ich musste hier über 15 Minuten verloren haben.
Der Track auf der Uhr hatte mir auch nicht viel geholfen.
Wenn man steht, dreht sich der ganze Track im Kreis auf der Uhr.
Wenn man läuft und vorher guckt, ist es einfacher.
Da ich vorher schon an der Kapelle falsch gelaufen war, passte das alles nicht mehr.

Ok, Reset!

Ich bleibe erst mal hinten dran und halte meinen Mund und schäme mich etwas.
Nicht schön, aber alles auch nicht schlimm.
Trotzdem zog es mich echt runter.

Achilles war nur ein Nebengeräusch und ansonsten gab es keine Beanstandungen am Laufapparat. Gut, darum muss ich mir als keine Sorgen machen, der Motor läuft rund und mit der Ernährung hab ich auch keine Probleme, keine Magenprobleme, genug zu Trinken und das Essen passt auch. Keine körperlichen Tiefs bisher. :o)

Aber mentale Tiefs können verdammt hart sein, vor allem, wenn sie so und so früh kommen.
Ich zweifelte, ob ich das Tempo der Gruppe dauerhaft würde halten können.
Runter liefen sie recht flott und ich stolperte und stöckelte vorsichtig hinterher.
Mit rollenden Steinen unterm Lauf wage ich nicht, es locker rollen zu lassen und rutsche immer mal wieder weg. Beim Gehen hinauf habe ich einen großen flüssigen Schritt und bin stark. Das ist das schwierige am Lauf in der Gruppe, man muss sich anpassen.

In Linz ging es an einem kleinen Fußballstadion am Rasenplatz hinter der Abgrenzung entlang.
Und dann sahen wir auch schon die schön beleuchtete Donatuskapelle, die wir wieder bildlich festhalten mussten.

Keine Menschenseele in Linz und wir traben durch die Stadt.
Komisch, aber echt schön.

Noch ca. 4 km durch Ockenfels und Kasbach bis zum VP2 oben auf der Erpeler Ley.
Hier war eine kleine Schleife zu laufen, aber ich glaube, da haben wir uns auch etwas verlaufen, aber nicht abgekürzt.
Als wir oben am VP ankamen, lief Anna uns entgegen gerade wieder los. Sie war also mittlerweile ca. eine halbe Stunde vor uns.
So richtig hatte ich mich geistig noch nicht von meinem dummen Fehler erholt und sagte nicht viel zu meinem Mann.
Er versorgte mich mit Suppe, die ich mir beim Rucksackabschnallen gleich mal komplett übers Bein kippte.
Super. :o(
Egal und unwichtig.
Meine typische Hecktik und die Folgen...bringt jetzt gar nichts mehr, also ab jetzt abschalten und einfach nur laufen und mitziehen lassen, Ankommen ist Ziel!

Ich schmierte meinen Fuß, wo ich eine kommende Blase glaubte, bekam eine neue Suppe, die jetzt am richtigen Ort landete, füllte noch mal den Rucksack mit Bier, Riegel und Gel und fing an zu frieren, obwohl in der Grillhütte der Grill voll eingeheizt war.
Ich genehmigte mir eine Cola, trocknete soweit möglich die Hose, Batterien wurden gewechselt und ich rückte die Mütze wieder grade.
Weiter!

Wir liefen in einer größeren Gruppe los und verliefen uns prompt, ich vorne dran. *grummel*
Wir mussten vor der Gaststätte her und nicht die Straße dahinter runter.
Also wieder zurück und wieder da runter, wo wir herkamen und dann links halten.
War dann richtig und fand ich sofort.
Dank ging es nach Unkel und weiter immer schön durch den Wald.
Die Männer hatten sich wieder abgesetzt.
Unser 4er-Team lief ganz gut zusammen und auch ich wurde wieder etwas gesprächiger, genug geschämt.
Ich darf noch Fehler machen, muss halt damit umgehen lernen, sie auch richtig zu bezahlen!

Am „Auge Gottes“ machten wir unser nächstes Beweisfoto.
Hatte schon was ziemlich besonderes, dort mitten in der Nacht vor der kleinen Kapelle im Wald mitten in dieses Auge zu schauen.

Kurz setzten wir uns auf die Bank und ich knabberte an einem Riegel.
Die anderen drei nahmen alle eine Koffeinkapsel gegen die Müdigkeit, Frank war kurz schon mal eingenickt. Da ich selten Kaffe und Cola trinke und recht deutlich auf Koffein reagiere, brauchte ich so was nicht. Ich war immer noch hell wach vom Koffein in den Iso-Gels.

Jetzt ging es nach Bad Honnef und dann auf das kleine 5km-Stück, welches ich alleine schon gelaufen war. Darin steckte eine saftige Steigung hoch zum Himmerichh, wo uns der spätere Sieger des großen KoBoLT (140km) Tobias überholte.
Er erkannte mich sofort, wir hatten uns zwei Wochen vorher noch beim Steinhart666 getroffen.
Kurzer Schnack und er stöckelte elegant hoch hinfort Richtung Ziel.

Bis zur Schmelzerstr. wusste ich, wo es lang ging und auch, wo es kniffelig war, daher trabte ich wieder etwas vor.
Possberg, Ölender, kleiner und großer Breitberg folgten bis wir in Rhöndorf am 3. VP ankamen.
Hier gabs wieder frisches Licht und weil Bier alle war, füllte ich den Rucksack mit Iso, was zuerst etwas säuerlich im Vergleich schmeckte.
Der Magen nahm es trotzdem ohne Probleme.

Am dicken Zeh entwickelte sich wieder eine Blase, die ich noch schnell schmierte.
Zu lange wollten wir uns dort nicht aufhalten, denn es war doch ziemlich kühl, gefühlt 0 Grad geworden. Muss so zwischen 3-4 Uhr gewesen sein.

Meine Uhr hatte sich vor kurzer Zeit verabschiedet. Ich hatte sie zwischendurch im Rucksack zum laden angeschlossen, doch vermutlich hatte sich die Klemme gelöst und sie hatte leider nicht geladen. Hier im VP versuchte ich es noch mal und sie lud. Mit GPS würde das aber nicht reichen, daher ließ ich nur noch die Uhrzeit laufen ohne Track. Frank und Tatjana waren firn mit ihrem Dakota und was soll ich da auch noch mit rumfummeln, da halte ich lieber die Augen offen.

An der Drachenburg hatten wir wieder arge Probleme, den Weg und die Schilder zu finden.
War hier vor einem Jahr noch eine Baustelle, wurde wohlmöglich der Weg etwas verlegt und das GPS stimmt nicht mehr. GPS zeigte rechts von der Burg vorbei. Der Weg ging nach einigem Kreiseln und Suchen aber links an der Burg vorbei.

Der nächste Fototermin war an der Geisberghütte, einer einfachen Bretterhütte mitten im Wald.
Wann kommt die denn endlich?
Zwischendurch runter von der Burg kam eine alte Villa mit Baustelle, wo wir vermutlich wieder etwas falsch waren.
Wir liefen eine Steigung vor der Villa rauf, suchten oben den Track, fanden gelbe blitzende Augen in der Böschung und liefen einfach wieder Richtung Track 500m später wieder runter.

Irgendwann kam sie dann, die Geisberghütte, eigentlich nur angebliche ca. 3 km vom VP 3 entfernt, aber ich schätze, wir hatten mindestens 5-6 km dazwischen gepackt.

Egal, wir sind Ultras, da kommt es auf einen Km auch nicht mehr drauf an! ;o)

Jetzt ging es zum Petersberg auch einen Teil des Bittweg hoch, wo ich drei Wochen vorher den Bittweg-6h-Lauf mitgemacht hatte.
Ich wusste also wieder, wie es dort oben aussieht.
Runter laufen fiel mir immer schwerer und bei dem Geröll unterm Lauf knickte ich immer öfter um, ohne dass es zu sehr weh tat.
Es nützte nichts, ich musste etwas langsamer runter machen, die anderen hatten noch gutes Tempo drauf.
Früher taten da schon mal die Knie oder Hüfte weh, das war jetzt gar nicht.
Ich war einfach nur unsicher und konnte das Wegrutschen kaum mit den Stöcken abfangen und wollte nicht auf dem Hosenboden landen.

Der Körper gewöhnt sich mit der Zeit tatsächlich an vieles nach den vielen Bergläufen dieses Jahr. Trotzdem war Vorsicht das oberste Gebot auch auf die Gefahr hin, das letzte Stück zurück zu fallen.
War aber nicht, flach oder rauf war ich immer wieder dran und als die ersten Sonnenstrahlen auftauchten und aus der schwarzen Nacht ein heller werdendes grau und rotbraun machten, realisierte ich, dass ich auf jeden Fall ins Ziel kommen würde. :o))
Das letzte Stück war ich vorher mit dem Hofpoeten gelaufen und hier kannte ich mich wieder etwas aus.

Ich hatte nun häufig ein Lächeln im Gesicht und die Stimmung in der Gruppe war persönlicher und viel besser geworden. Jeder kämpfte, wir liefen, wo es gut ging und es passte. Mental ging es steil bergauf und ich sehnte den letzten Fotopunkt, das Foveauxhäuschen bei km 102 herbei, welches plötzlich im Morgenlicht vor uns erstrahlte und zum hinsetzen einlud.
Nix da, schnell das Foto gemacht und weiter geht’s, ist nicht mehr weit! :o))

Nur noch mickrige 4 km die Treppe runter
über die Brücke,
noch mal Treppen runter am Friedhof vorbei
an der Kirche entlang
durch eine Straße
über die Ampel runter
über den Bahndamm,
über das Telekomgelände,
den großen Platz,
über die Ampel gerade aus runter bis zum Rhein.

Am Rhein entlang vielleicht noch 2,5 km und wir liefen und ich schnüffte vor mich hin, hatte feuchte Augen und lachte...wie geil ist das denn, ich hab fast den kleinen KoBoLT geschafft!!!! :ó)))

Hier war ich beim Bonn-Triathlon schon entlang gelaufen und da, da hinten bei den kleinen Bäumen da muss das Bootshaus sein, wo gegenüber das Ziel im Fitnessstudio ist.

Zwei Leute klatschten uns ins Ziel, mein Mann war nicht da, hatte verpennt, aber das machte gar nichts! Er hat einen super Job gemacht und den Schlaf verdient.
Am Foveauxhäuschen hatte ich ihm eine App geschickt „nur noch 4 km“.

Tatjana war auch so überwältigt auf den letzten Metern, wie ich und wir fielen uns kurz in die Arme.
10 Meter vor der Eingangstür hörten wir auf zu laufen und seufzten zufrieden und entspannt.

Boah! :o)))
Alles war gut, wir waren angekommen und hatten eine wahnsinnig interessante vielseitige schwere aber auch traumhafte Nacht hinter uns.

Wir scherzten, wie wir denn jetzt um Gottes Willen im Flur die Schuhe ausbekommen (war im Briefing drum gebeten worden)
Irgendwie hat es doch geklappt und die Treppe kamen wir auch gut barfuss hinauf in den großen Fitnessraum, wo schon einige von der schnellen Truppe in ihren Schlafsäcken ruhten.
Trotzdem gab es für uns einen Empfang mit Applaus und Gratulation und leckeren Brötchen und Zielbier/Fassbrause.

Wir hatten das Ziel erreicht in 17:46 Stunden und waren alle vier heile und gesund angekommen!!! :o)))

Für uns 4 war es Platz 10 insgesamt und wir Frauen landeten gemeinsam auf dem 2. Platz hinter Anna, der verdienten Siegerin, die genau 1 Stunde vor uns im Ziel war.

Danke an Carina, Tatjana und Frank, dass ich trotz meiner Kapriolen mit Euch zusammen laufen durfte. Ohne Euch hätte ich das niemals so geschafft, das ist mir vollkommen klar.

Fühlt sich toll an und wir bekommen eine schöne Urkunde und mit diesem Lauf 3 Quali-Punkte für den UTMB, wo so viele von schwärmen.

Ich weiß nicht, ob das irgendwann mal ein Ziel für mich wird.
Die Punkte für eine Bewerbung hab ich, aber für 2015 ist mir die Nummer noch etwas zu hoch. Andererseits wird der Qualifikationsmodus für die Veranstalter geändert, weshalb nicht mehr jeder Lauf mit entsprechendem Schwierigkeitsgrad als Quali-Lauf angemeldet werden kann ohne große Zusatzkosten. Macht nichts, ich lasse mich nicht drängeln, alles gut.
Es gibt genug andere tolle Läufe auf der Welt und einen davon hatte ich heute erfolgreich geschafft!! :o)))

Mein Mann kam ca. 30 Minuten später schlaftrunken nach oben und freute sich sehr mit uns über das Finish! :o))

Fazit: Ein richtig interessanter spannender toll organisierter Lauf mit einem tollen Team und klasse Mitläufern auf dem Rheinsteig mit all seinen Aufgaben und Tücken. Wenn man den Weg kennt, ist es bedeutend einfacher und wenn ich fit bleibe und Glück habe, hoffe ich, vielleicht im nächsten Jahr den großen KoBoLT mit seinen 140 km in Angriff nehmen zu dürfen. Jetzt weiß ich, was kommt und bin schon ein bisschen heiß drauf! ;o)

Ok Ok, jetzt erst mal etwas Regeneration, ist klar!! ;o)

Ich hoffe, das war jetzt nicht zu langatmig geschrieben, aber Ultra ist halt ziemlich lang und echt schön! :o)

Liebe Grüße Carla-Santana

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Daumen hoch!

danke für den tollen Bericht von "meinem"Rheinsteig. Was ich an Dir so liebe, ist u. a. die Fähigkeit: "Mütze ordnen und weiter..." bist halt ne richtige Ultra! Und ich bin froh, Dir in der Vorbereitung ein Stückchen geholfen zu haben.
Liebe Grüße
Chris

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Suuuuuuuuper!

Gelaufen!!!!! Und super geschrieben :)
Wahnsinns Leistung die du da abgeliefert hast!
Fetten Glückwunsch und ne Umarmung zum Finish!!!

So ist es

Danke für den Tollen und Ausführlichen Bericht.
Next Year dann 140km :-)
LG Frank

Besser is dat :-)

Sehr schöner Saisonabschluss

Stark gelaufen, danke für die ehrlichen und tiefen Einsichten in das Innenleben bei So einem Laufabenteuer.

granreserva


___________________________
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Boah liebes Pferdchen,

das war kein bisschen langatmig geschrieben. Ich bin ja fast ein wenig traurig, schon am Ende der Geschichte zu sein. Ein absolut fesselnder Blog!!!, *seufs!* Erstmal ganz fetten Glückwunsch zum grandiosen Finish!!! Ja und zu deinen Kapriolen: Es ist doch wunderbar menschlich, dass selbst solch erfahrene Läufer wie du es bist, Fehler der Ungeduld machen. Das macht dich noch viel sympathischer, als du ohnehin schon bist!!! Oh ich freue mich auch schon auf "deinen" großen KoBoLT;-)))

Lieben Gruß
Tame

Danke!

Du bist so super gelaufen und das Tief ist einfach menschlich. Doch du hast das beste daraus gemacht.

Glückwunsch zum Finish und danke fürs mitnehmen.

Gruß Nicole

Puuuh,

da leidet man beim Lesen ja richtig mit, gefühlte 1000 Mal verlaufen und nicht aufgegeben.
Kann Dich verstehen, dass Du weiter wolltest, als die anderen noch nicht fertig waren, aber im Dunkeln halt eine riskante Sache. Zum Glück nichts passiert und aus dem Rüffel wirst Du sicher für den nächsten Ultra was Positives dazu gelernt haben.
Hammermässig, so kennen wir Dich :o)

Frohes Regenerieren - und beim grossen Kobolt stehe ich dann hoffentlich auch an der Strecke!!!

LG,
Anja

Ja

Ultra ist lang aber auch wunderschön. Ich kann das nachvollziehen.
Hab vor kurzem meine "Ultrakarriere" gestartet. Aber das was Du da geschafft hast; Respekt.
Da bin ich weit von entfernt.
Herzlichen Glückwunsch aus dem tiefen Süden

Orientierungslauf durch die Nacht

Was du alles kannst! Allerherzlichste Glückwünsche zum großartigen Saisonfinale! Und vielen Dank für das ausführliche Erzählen!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

das war doch

nicht langwierig und langweilig, ehr noch viel zu kurz. Ich habe ein bisschen gesabbert, während ich dein Erlebtes verschlungen habe. Frau-o-frau, das hast du, mal wieder! gerockt!...going beyond the mind -it's where the magic happens...

Verlaufen ist doof

Dagegen ist keiner gefeit, zumal in der Nacht.
Bist toll gelaufen in einer überragenden Zeit.
In Berlin nächstes Jahr ist Verlaufen (fast) unmöglich.

glückwunsch, pferdchen...

...sehr gut getrabt! und so ein edel-göga-support is schon was feines, auch wenn er das wichtigste verpennt *kicher*
danke für diesen kurzweiligen und vor allem sehr ehrlichen bericht...pferdchen hat sich geschämt *schmunzel* brauchst nich, fehler sind zum machen da und dass man dann aus ihnen lernen kann...
____________________
laufend knuddelt "ihr" lieblingspferd: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Koffeinkapseln?

Sowas gibt es? Ich schlafe nach Cola bestens aber ich bin auch die, die - leider - auf keine Narkose reagiert, nicht mal beim Zahnarzt, da muss die Elefantenmenge rein, bis ich was merke ;-))

Du Tier! Habe deinen Bericht mit offenem Mund gelesen und sammel meine Kinnlade gerade wieder ein. Das Auge Gottes kenne ich ja nun auch ;-)

Wahnsinnsleistung!!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Hach....

...Pferdchen.....toll.....gruselig....spannend...super Leistung...gigantisch...kolossal... ich hab zwar die Worte aber ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!!
Es war toll dich am Start noch zu sehen und ein bissl überraschen zu können. Die Freude ,n deinen Augen war herzberührend!!
Gruselig bei Nacht....ich bin da ja eher ein Schisser!! Und dann bist du auch noch alleine weiter....uiuiui - gut, dass alles so gut ausgeganfen ist!
Spannend geschrieben - wie immer
Super Leistung! Du hist einfach eine Eisen-Power-Super-Frau!!!

Herzlichen Glückwunsch - du hast den kleinen KoBoLT gerockt!!! Und das ganze psychosomatische Gedöns vorweg....nervt, gehört aber zum Hibbeln dazu :0)))))

Fühl dich ganz fest gedrückt! Ich wäre so gern nochmal an die Strecke gekommen, aber du warst einfach zu schnell....und dann nochmal drei std warten wäre nach der blöden Woche zu krass geworden :-(
Cordula

Ich bin ja ehrlich gesagt ein bissl neidisch auf deinen tollen Support-Ehemann....war doch klar, dasser Spass dabei hat. Kann er mal mit meinem reden, damit der sowas auch machen würde! ????

Warum fürchten hier...

... immer wieder Leute, es könne zulang(atmig) werden? Das war NICHT langatmig, sondern sehr lebendig. Gerade die Details sind es, die uns so einen Lauf miterleben lassen. Und dann muss ich unbedingt noch erwähnen, dass mir der poetische Vorspann mit dem Kauz sehr gut gefallen hat.

LG
yazi

Hervortrabend

wer reitet so spät durch Wind und Nacht
es ist unser Pferdchen, sie gibt gut acht
einen KoBoLT hat sie durchgeritten
meine Gratulation gebührt ihr unbestritten ...

Schon wieder so ein schöner Bericht

verbunden mit einer saustarken Leistung.

3 Punkte - das ist ja soviel wie der CCC. Dann melde Dich doch für den CCC oder den TDS - mir war der UTMB auch einige Nummern zu groß. Beim CCC / TDS hast Du nur eine Nacht - das kannst Du. Paar Kilometer weniger und dafür paar Höhenmeter mehr. Verlaufen quasi ausgeschlossen - so ein wenig Schnitzeljagd ist ja immer ganz schön. Musst ja eh in die Verlosung. Wenn Du Glück hast - bist Du schon nächstes Jahr in Chamonix.

Danke für den schönen Blog mit Details, die zeigen, dass Du Größe hast. Sich selbst Fehler eingestehen - gehört dazu. Mund abwischen, weitermachen - hast Du prima hinbekommen.

Und dann noch Gesamtzweite - total klasse gemacht, Pferdchen!

Jetzt aber mal die Gräten ein wenig schonen, um neue Kraft für die nächste Saison zu sammeln!

Danke für Eure tollen Kommis! :o)

@Hofpoet: Deine "Wohnzimmerbesichtigung" vor allem auch im Dunkeln war Gold wert! :o)
@Kiki: Unsere Tour hat mir und vor allem den anderen an der Kuhwiese sehr geholfen!! :o)
@Frank: jau, hab mich schon beworben ;o)
@granreserva: danke, wünsche Dir auch mal wieder solche Erlebnisse...bald! :o)
@tame: jo, ab und zu bin ich auch mal bockig oder heiß auf Rennen, da hält mich fast nix. Kostet aber, soviel hab ich schon gelernt! ;o)
@nicolsche: danke Dir, ich versuche menschlich zu bleiben, alles andere ist irgendwie doof finde ich. ;o)
@Anja: ja, Verlaufen irgendwann auf der Strecke war klar, war nur die Frage, wie? Wann? und Wie oft? ;o) Aufgeben wegen Verlaufen ist aber keine Option! o)
@Herr Ostler: Danke, Du wirst viel Spaß dabei haben, wenn Du langsam aufbaust mit Geduld (nicht so meine Stärke), Rückschläge kommen, gehen aber auch wieder! Der Weg ist das Ziel! ;o)
@sonnenblume: mit dem passenden Training kannst Du das auch, glaub mir! Ich habs früher auch nicht geglaubt Mara laufen zu können. Ich nehme es als Geschenk! ;o)
@mainrenner: Zu kurz?? Meinste noch weiter ist noch schöner? Mal guggn...;o)
@dietzrun: danke, in Berlin hab ich einen Fahrradnavigator anbei! ;o)
@Happy: Du glaubst gar nicht, wer sofort "jau, da hab ich Bock zu" gesagt hat, als ich von Berlin erzählt hab?!! ;o) Konnte es auch kaum glauben!! :o))
@strider: Cola? Damit tanz (unfreiwillig!) ich aufm Tisch und durch die ganze Nacht, wenn es sein muss! ;o)
@hkp_c: Du musst Deinem Liebsten ein bisschen Abenteuer da mit einbauen, dann haben die da wirklich Spaß dran. Detlef hatte sich noch mit Womo am VP festgefahren und vom Landrover rausziehen lassen, sonst säße er jetzt noch dort im Schlamm! ;o)
@yazi: ja, der Kauz, der machte die Nacht irgendwie perfekt! Es war etwas wie in den ollen Gruselfilmen mit Schloss und Fledermäusen und so, nur gar nicht gruselig, einfach nur herrlich schön!! :o)
@RitterEd: hihihiii...ja, das passt! Danke :o)))
@fazer: Charmonix muss gar nicht unbedingt sein, vor allem weil die den Qualimodus ab nächstes Jahr ändern. Es gibt soooo viele schöne Läufe und mit so wenigen in Ruhe auf der Strecke zu sein hat mir sehr gefallen! Man landet fast immer unter den ersten 23! ;o)))

Liebe Grüße Carla-Santana :o)

"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Es ist an sich schon krass

Es ist an sich schon krass ein +100km-Rennen zu laufen, dann aber auch noch mit so einer Stange Höhenmeter dabei und die Tatsache, dass die Läufer sich die Strecke mehr oder weniger suchen müssen... das ist mehr als heftig. Ich versuche anhand deiner Worte zu erahnen wie mental hart es sein muss, wenn man sich verläuft, zurück muss, den Weg nicht findet. Dazu die Dunkelheit. Und die Müdigkeit. Das ist eine ganz große Nummer. Dass du dich da durchgekämpft hast, ist ungemein bewundernswert. Du bist das Fighter-Pferdchen!
Ich bin schon ganz gespannt, was du uns 2015 so alles präsentieren wirst.
Und dein Mann ist wirklich toll, dass er dich (auch noch mit Freude!) supportet. Das würden ganz bestimmt nicht viele Partner tun.

Nächstes Jahr

den KoBoLT und danach den W..... :-)

Eine super Leistung und ein sehr schöner Bericht. Ich bin alles noch einmal mitgelaufen. Weiter so!!

Fraggle

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