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... the Mercey zwar nicht, sondern von Manhatten nach Staten Island, hier kommt mein erster Blog bei jogmap :

Striders sehr schöner Bericht hat eigentlich bereits alles zusammengefasst, was man allgemein zu diesem Lauf sagen kann. Vieles habe ich wiedererkannt. Meine Glückwünsche an sie und ihren Mann zu der unter diesen Umständen hervorragenden Zeit.

Ich hatte es bereits in der Antwort auf einen anderen Beitrag erwähnt, bei diesen Bedingungen war die Fähre die Option überhaupt: von Manhattan aus bequem mit der Subway R bis Station Southferry, wo man gerade mal 100 Meter bis zum Terminal hatte und dann wieder im Warmen saß. Auf der Fähre selbst fanden sich auch genügend warme Ecken. Wer etwas härter gesotten war, begab sich aufs untere Deck. Ungeheizt, aber dafür genügend Sitzplätze.

Da ich noch einen Zeitpuffer eingeplant hatte - ich hatte für Wave 3 die 7.30 Uhr-Fähre genommen - konnte ich auf Staten Island wiederum im geschützten Terminal für ca. 20 Minuten die Beine von mir strecken. War zwar recht voll dort, aber eine provisorische Sitzgelegenheit fand sich schnell.

Die Busse zum Start waren ca. 400 Meter entfernt geparkt und kosteten nichts, was Herr Bunert beim Dertour-Kickoff in Frage gestellt hatte. Hatte der Mann mich so unnötig verunsichert.

Und schon wieder saß ich warm. Der Transfer zum Dorf dauerte quälend lange, weil die Busse nur schlecht durchkamen. Entspannte ich mich halt ein wenig und studierte die Gegend. Am Straßenrand sah ich ein witziges Werbeplakat eines Anwalts: Garantierte Scheidung für 399 $, Unterschrift des Ehepartners nicht erforderlich.

Ich war dann kurz nach 9 vor Ort und hatte fast noch Hektik - mit Securitycheck (Personal für jeden Bus), 500 Meter zum Dorf, Gepäckabgabe und Frühstück suchen/fassen.

Der Rest war dann wie bei strider, der Corral F wurde sehr spät geöffnet und ich hatte Bedenken, dass man mich nicht mehr rein lässt und mich deshalb den Leuten angeschlossen, die mit dem hochgestreckten Victoryzeichen nach vorne gingen. Schnell war klar, dass es sich um die übrig gebliebenen Läufer der Wave 2 und nicht um die Bestellung von 2 Bier handelte. Peinlich, jetzt hatte ich mich vorgedrängelt ... Jedenfalls müsste ich dort das erste mal unbekannterweise strider begegnet sein.

Dann ging es recht schnell und man wurde um mehrere Ecken zur Verrezzano-Bridge geleitet. Mein alter Langlaufanzug hatte gute Dienste geleistet und ich entledigte mich erst mal nur der Thermohose in einen der bereitgestellten Kleidercontainer. Auf der Brücke war es voll aber nicht so windig, dass man weggeweht worden wäre. Die ersten drei Kilometer spürte ich nicht und es war wie ein Rausch nach Brooklyn rein zu laufen, wenn man auf die ersten Zuschauer trifft. Die Bands an der Straße sind erste Sahne, ganz klar die beste Musik, die ich bisher bei einem Wettkampf erleben durfte, richtig solider ehrlicher Rock, wo gibt es das noch?

Bei Km 8 warf ich Mütze und Jacke weg, lief aber weiter quasi “incogito”, das alte Baumwolllangarmshirt über der Startnummer ließ ich bis 8 Km vor Ende an.

New York ist kein Ort für PBs wurde uns beim Kickoff eingetrichtert, trotzdem wollte ich die Sub 4 knacken. Aber auch bei optimalen Wetterbedingungen wäre das schwer geworden. Noch nicht mal der hügelige Kurs ist das Problem, sondern wie schon bei strider die Slalomlauferei um die vielen langsamen Läufer, auf die man auflief.
Welche Zeit hatten die angegeben um so weit vorne zu laufen? Abstoppen, Haken schlagen, beschleunigen, das volle Programm, auch noch auf der Queensborough-Bridge. Manche hielten einfach mitten auf der Straße an um ein Photo zu machen, Girlies, die quer die Bahn kreuzten, weil sie Bekannte am Straßenrand erblickten.

Bei Km 25 auf der 1st Avenue war dann der Stecker gezogen, “I hit the wall”, danach war nur noch Überleben angesagt. Könnt Ihr dann auf den Genussmodus umschalten? Bei eisigem Gegenwind? Ich konnte es nicht. So quälte ich mich mit vielen Gehpausen bis ins Ziel, schade eigentlich, ich hatte fast zwei Jahre auf diesen Augenblick hingearbeitet und im Ziel wollte angesichts der 4:20:38, mit der ich über 3 Minuten langsamer als vor 5 Wochen bei meinem “Trainingsmarathon” in Berlin war, keine Freude aufkommen. Immerhin Thomas Wessinghage geschlagen! :-) Weiß jemand, was mit ihm war?

Die Abfertigung im Ziel empfand ich als gut gelöst, das Gedränge war überschaubar und der Weg zur Gepäckausgabe nicht sonderlich belastend, bei den UPS-Bussen war kaum was los. Nur schade, dass man bei Wahl der Baggageoption keinen Poncho erhielt.

Heute Abend NY-Ortszeit geht es heim, um am Donnerstagmorgen pünktlich zum Bahnstreik in Frankfurt aufzuschlagen. Hätte Herr W. nicht noch einen Tag warten können? Glücklicherweise konnte ich noch 2 Plätze im LH-Bus nach Heidelberg ergattern.

Fazit: Ich bin zufrieden, dass ich es geschafft habe, muss mir das aber nicht nochmals antun. Eigentlich sollte das der Abschluss meiner kurzen Marathonkarriere werden, aber wer weiß, die Sub 4 ist immer noch ungelöst...

LG an alle

Christof

5
Gesamtwertung: 5 (4 Wertungen)

Danke für deinen Bericht!

So gibt es noch einen schönen Eindruck vom New York Marathon.
Die tollste Stimmung bei meinen bislang 5 Marathons gab es übrigens in Hamburg. Deshalb will ich dort auch nochmal hin. Nur mal so als Idee ;-)
Glückwunsch zum Finish und erhol dich gut!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Die Fähre ...

... Scheint ne wirklich gute Option zu sein. Clever gelöst. Das mit dem Bus dann auch.
Ich glaube bei der Zielzeit ist wirklich ein kleinerer Marathon besser, um fix unterwegs zu sein.
Dort heißt es vom ersten bis zum letzten km Genießen.
Glückwunsch zu diesem Lauf.
Und Marathon ist halt doch kein Kindergeburtstag. Je intensiver man sich vorbereitet, umso souveräner kann man ihn laufen. Vielleicht übste noch ein bissl und probierst es noch mal. Das wird!
;-)

Gute Taktik,

zumindest vor dem Lauf, der Verlauf ab km25 ist wohl auch den Bedingungen geschuldet...
Ich bin mir sicher, dass auch bei dir das Erlebnis erst im Nachhinein richtig wertvoll wird!
Ja, HH ist stimmungs- und gedrängetechnisch eine gute Option für eine sub4h!

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Super!!!!!

Das klingt doch nach einem rechtzeitigen Umschalten und um die Fähre beneide ich dich. Wir hatten uns da auf den InterAir Bus verlassen...

Du hast dich an uns vorbei gedrängelt ;-)) Wir waren auch Corral F 3. Welle (blau?) und sind zum Corral als über Lautsprecher der Aufruf kam. Da wurden wir aber rüde zurückgepfiffen, denn die 2. Welle war noch nicht vollständig drin. Für uns wurde es dann hektisch.

Bei euch war es nicht windig auf der Brücke? War wohl zu voll ;-)) Uns hat es fast von den Füßen gehauen!

Wir hatten extra wegen der Ponchos die NobagageOption gewählt, Interair hatte uns gewarnt, dass man da noch weiter durch laufen muss und unser Hotel war ja am Times Square, also in der anderen Richtung.

Ansonsten ist mein Fazit wohl dasselbe: ich freue mich, dass ich da war. Nochmal muss nicht sein ;-)

Erhol dich gut und die 4 fällt! Meine Favoriten sind ja Köln (da werde ich 2015 nochmal PB angehen) und Hamburg.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Einer geht noch?

Liebe Leute,

danke für Eure Meinungen, Vorschläge und guten Wünsche ...

Wir sind wieder zuhause, Herr W. konnte es dank LH-Bus nicht verhindern. Bin ein wenig platt und im Hals kratzt es. Aber glücklich, yes I did it. :-)

Der Hamburgmarathon wäre schon nicht schlecht. Vorletztes Jahr habe ich die Fernsehübertragung verfolgt, die Stimmung dort kam so gut rüber, dass es mir den letzten Kick gegeben mich für einen Marathon anzumelden.

Blöd nur, dass er zeitgleich mit meinem "Hauslauf", dem Heidelberger Halbmarathon zusammenfällt, ok, könnte ich ausfallen lassen.
Als "Schönwetterläufer" habe ich ein größeres Problem mit dem Wintertraining, bei Wind und Wetter und in der Dunkelheit halten sich Motivation und Freude daran in Grenzen, sooo wichtig ist mir das dann doch nicht.

Vielleicht werde ich mir einen Herbstlauf aussuchen, zu warm darf es natürlich auch nicht sein, weil ich bei Hitze in Sonthofen beim HM im August fast schon mal kollabiert wäre.

@Schalk: noch ein wenig mehr üben, hmm, hatte nach Flex 3:42 16 Wochen trainiert und bis auf 2 kleinere Läufe lückenlos absolviert. Gemäß meiner HM-Zeit sollte ich hochgerechnet 3:30 laufen können. Ok, die Stabiübungen kamen zu kurz, aber ob es das war ...

LG Christof.

Dein und Striders Bericht

Dein und Striders Bericht lassen den NYM für mich in einem ganz neuen Licht erscheinen. Danke dafür! Ich habe den Lauf gedanklich von meiner Wunschliste gestrichen. Die Läufermasse scheint organisatorisch wohl nur schwer zu bewältigen sein. Ich hätte keine Lust, stundenlang auf den Start zu warten, schon gar nicht bei Kälte. Und einen emotionalen Zieleinlauf kann ich in Münster und auch in Hamburg haben.

Herzlichen Glückwunsch zum Finish. Und die sub4 würde ich an deiner Stelle nicht aus den Augen verlieren wollen. ;-)

Gruß

Sirius
...der wohl niemals in New York rennt.

ja...

...da geht´s mir genauso! und münster ist sowieso der emotionsalste ever! ;-)

nach ny möcht ich schon gern mal, muss aber nicht zum marathon sein...
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laufend war auch noch niemals auf hawaii: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

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