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Naja, die ersten beiden Wochen nach dem Trans Alpine Run konnte ich erst mal keine Laufschuhe mehr sehen und so geschah läuferisch erst mal nix. Absolut nix. Denn der Körper forderte nun seine Ruhepause ein. Doch bereits am darauffolgenden Wochenende lockte das schöne Herbstwetter und der Lauftreff lud zum Probelauf des berüchtigten Spitzberglaufs ein. Eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke von 13,1 km unter anderem über den Panoramaweg. Panoramaweg… Man ahnt es schon, das Panorama muss sich der gemeine Läufer erst mal muskelsauer verdienen und dafür etwa 250 Höhenmeter schrubben und einige fiese Rampen in rasantem Tempo erklimmen. Viele meinen ja oft, dass mir „diese paar Höhenmeterchen" doch nichts mehr ausmachen sollten, aber es ist ja bekanntlich das Tempo, das tötet…
Tiger war schon ganz hibbelig ob dieses Heimspiels am darauffolgenden Wochenende und sein Adrenalinpegel reichte bis in die Haarspitzen und dementsprechend waren schon sämtliche Gäule am Durchgehen, was sich dann auch später in seinem saustarken Resultat niederschlug. Für mich hieß es erst mal gucken, was nach dem TAR noch ging. Mit Stil ins Ziel war das Motto. Ich guckte, dass ich möglichst moderat anging, denn bereits ab Km 2 ging’s los mit den Steigungen. Gleich am Anfang überholte ich einige sehr gute Läuferinnen aus der Region. War ich vielleicht doch zu schnell? Doch alles war locker und auch die Atmung war unaufgeregt im Fluss und wer weiß, ob die ein oder andere dieses Mal nicht doch „nur“ gechillt laufen wollte? Nein, man kann in niemandem hineinschauen. Also lief ich eben so, wie ich es für richtig hielt und à la Schalk kontrolliert am Anschlag, also gerade eben so schnell, dass die Wadln noch nicht zu machten und auch so, dass meine Kraft exakt bis ins Ziel reichte und keinen Schritt weiter. Dass mich so manche Lokalmatadorin später wieder eingesammelt hatte, will ich zwar der Vollständigkeit halber nicht verschweigen, aber meine 1:08 h und der 4. AK-Platz ist doch nicht schlecht für eine Ultröse . Smilie by GreenSmilies.com

Zwei Wochen später zog es Tiger nach Bräunlingen zum Internationalen Schwarzwald-Marathon. Das sei doch eine gute Vorbereitung für den geplanten Röntgenlauf Ende Oktober. Stimmt, ein langer Lauf, um wieder ultramäßig „reinzukommen“ schadete sicher nichts. Der Schwarzwald-Marathon gehört übrigens nicht nur zu den ältesten Marathonveranstaltungen, sondern hat sogar auch seit seiner Gründung im Jahr 1968 eine Frauenwertung, während bei allen anderen Marathons weltweit den Frauen eine Teilnahme verwehrt war und im Jahr zuvor der Renndirektor des Boston Marathons gar gewaltsam versuchte, die als „K. V. Switzer“ gestartete Kathrine Switzer aus dem Rennen zu nehmen. Der damalige Organisator des Schwarzwald-Marathons, Roland Mall, löste das Frauenproblem elegant, indem er die Zielschlusszeit mit 10 Stunden extrem hoch angesetzt und beim Genehmigungsantrag an den DLV den Frauen betreffenden Teil der Ausschreibung einfach “vergessen“ hatte. Auch in den darauffolgenden beiden Jahren hatte sich die Befürchtung, das sprichwörtlich starke Geschlecht könne einer solchen langen Strecke nicht gewachsen sein, als unbegründet erwiesen. Der DLV verhielt sich ruhig und so stellten die Bräunlinger Organisatoren 1971 den Antrag, auch Frauen zulassen zu dürfen, was dazu führte, dass der DLV der erste unter den internationalen Verbänden war, der Frauen Marathons erlaubte. Smilie by GreenSmilies.com
Doch zurück zur Gegenwart, bzw. jüngster Vergangenheit. Bräunlingen unter 4 h schien mir nach dem TAR ein frommer Wunsch zu sein, zumal auch auf der leicht profilierten Strecke. Die Höhenmeter waren zwar wie der Spitzberglauf ebenso so um die 300, aber immerhin verteilten sich diese ja auf die 42,2 km. Punktlandung mit 3:59:54, d.h. 5. AK/20. Frauen gesamt. Dafür musste ich jedoch so richtig ran klotzen und doch hatte es so gut gepasst.

O.k., dann sollte Remscheid eben die Nachbereitung für den Schwarzwald Marathon sein…. Außerdem war in letzter Zeit in vielen Belangen so viel los, so dass man sich schon wieder so richtig darauf gefreut hatte, sich in Remscheid gemütlich etwas die Füße vertreten zu dürfen. Zumal in sehr schöner Landschaft und stimmungsvollem herbstlichen Licht. Remscheid ist ein reizvolles Städtchen. Die vielfach weißen Fensterrahmen mit den aspiringrünen Fensterläden ließen die dunklen Häuser keinesfalls düster wirken, sondern verliehen ihnen einen besonderen Pfiff. Eine spannende Farbkombination.
Zur Strecke selbst – 63,3 km waren zu laufen, also 3 Mentalhappen in Form von Halb-Marathons. Das Profil war tückisch, da der erste HM eher abschüssig war und man sich somit leicht abschießen konnte. So viel zur Gemütlichkeit. Mit einem streckenweise fast schon plümeranten Gefühl retteten wir uns über das zweite Drittel. An den Beinen lag’s jedoch nicht, denn diese machten das alles klaglos mit. Die Ausstiegsmöglichkeit bei der Marathondistanz war zwar verlockend, aber vor dem Hintergrund, dass man wegen des Preis-Leistungsverhältnisses den Tübinger Stadtlauf zugunsten von Remscheid hatte sausen lassen, musste jetzt Farbe bekannt werden. Denn in Tübingen hätten wir für fast das gleiche Geld nur 10 km laufen dürfen! ;-))
Zwischendurch wurde es wieder besser, aber etwa bei km 60 wurden wir noch mit einer Rampe von allerhöggschder Güte beglückt. Nach 7:39 h waren wir dann drin. Die leere Damenumkleide ließ mich auf eine gute Platzierung hoffen. 8. AK., 22. Frau und reichlich warmes Wasser zum Duschen. Was will man mehr? Sowohl Remscheid, als auch der Schwarzwald Marathon sind übrigens nicht nur für Frauen sehr empfehlenswert.
Eine geile und weitgehenst verletzungsfreie Saison ist nun zu Ende. Angefangen im Frühjahr mit dem Schmuddelwetter-Marathon in Rom (3:48 h) über einige regionale Läufe bis hin zum TAR, dem Jahreshöhepunkt. Lange hat’s gedauert, aber die diesjährige Bilanz kann sich sehen lassen - auch ohne Buchhaltertricks! ;-))

Tiefenentspannte Grüße von der Regenerationscouch!

4.2
Gesamtwertung: 4.2 (5 Wertungen)

Mentalhappen

wieder ein neues Wort gelernt ;-))

Wow, bei dir geht ja die Post ab. Um die Zeit beim Schwarzwaldmarathon beneide ich dich ein bisschen, aber nur ein bisschen ;-))

und das Wichtigste ist: (beinahe) verletzungsfrei! Ich finde es klasse!

Frohes Regenerieren wünscht strider!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Regeneration?

Machst Du beim Laufen! Klasse, eine super Saison für Euch beide, den hochkribbeligen Tiger und Dich. Ich freu mich so, dass Dir alles so prima geglückt ist. Die AK-Platzierungen (und überhaupt auch gesamt) können sich wahrlich sehen lassen.

Wir waren ja parallel in Frankfurt - bzw. mein Freund war tätig, ich nur zuschauend (mit einer Träne im Knopfloch und einer Rose im Auge oder so).

Was für ein grandioses Jahr!

Und wie schön, dass Tiger und du immer so tolle gemeinsame Ziele finden.
Und kommt jetzt so was wie eine Off- Season?

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

63 km Nachbereitung

ahja, so nennt mal Ultra im wilden Süden...
Eine super Saison habt ihr da abgeliefert! Und schön, dass die Knochen halten.
Dann regeneriert mal schön, damit wir demnächst wieder so tolle Berichte lesen können.

LG,
Anja

Danke

Danke, mein Schatz, für die vielen gemeinsamen Kilometer. Eine wunderbare Laufsaison, ich habe all die Läufe mit Dir so sehr genossen, ob Trainings-, oder Wettlauf, oder einfach nur das genießerische Stromern durch die Landschaft. Sogar die - zeitweise ganz schön schwer verdaulichen - Mentalhappen des Röntgenlaufs. In einem muss ich dich allerdings korrigieren: In Remscheid waren wir nach 7:29 Std im Ziel, die restlichen 10 min sind von Dir frei erfunden.

Jetzt gratuliere ich Dir für die starke Leistung diesen Jahres und freue mich schon auf die nächste gemeinsame Saison. Du, was würdest Du davon halten, wenn wir uns mal den TAR vornehmen würden? ;-)

Hihiiii....tiger,...:o)))

Sie hat bestimmt erst unter der heißen Dusche die Uhr abgedrückt!! ;o))

Ihr seid ein ganz tolles Team und ich fands klasse, Euch in Remscheid wieder zu sehen, genauso lächelnd und verliebt, wie beim TAR! :o)
MC, da kannst Du doch nicht nein sagen, oder???
Der TAR passt einfach zu Euch!!

Und Eure Saison war einfach Spitzenklasse, gratuliere ganz herzlich zu diesen grandiosen Leistungen!!
Wir sehen uns! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Alles dabei:

Alpiner Mehrtageslauf, schlapper 13er, Marathon, 63er Ultra.
Abwechslung heisst es doch immer, zwar für´s Trainig gemeint, aber geht auch wettkampfmässig. Ultragut!

glückwunsch...

...zu der saison! vorspeise, tar-hauptgang und mentalhäppchen als dessert, welch erlesenes menü! freut mich so richtig, dass es euch geschmeckt hat. habter euch verdient! und der tiger scheint ja schon am speiseplan für nägschdes jahr zu arbeiten. teufelskoch, der ;-)
____________________
laufend freut sich mit dem team aus dem wilden süden: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Nee schon klar! "Abnehmen" kann man später immer noch! ;-))

Hihi, ursprünglich hatten wir ja nach der extrem zeitintensiven TAR-(Vorbereitungs)Phase an eine Laufdiät, ein läuferisches Sabbatjahr gedacht, was jetzt nicht heißen soll, dass es ganz ohne Laufen hätte abgehen sollen. Naja und die West-Route des TAR 2015 kommt da jetzt wie ein lecker 8-Gänge-Menü dazwischen. Yam! Sch... auf Diäten! Wobei schon wenige Tage nach dem Beschluss, nächstes Jahr etwas kürzer treten zu wollen, klar war, dass wir eben genau das NICHT schaffen werden! ;-))

... und außerdem habe ich ja noch 'ne Rechnung offen!
Liebster Tiger, ich kann nix dafür! Dann also auch für 2015 allerhöggschde Disziplin! ;-))

Mit Stil ins Ziel!

Hahahaaa...DIÄT???? :o))))

Wahre Läufer brauchen doch keine DIÄT!!! ;o))))

"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Oh, das hört sich nach

einer phantastischen Laufdiät an. Yammmmm. Sabber.

Was für ein Pensum!

Höggschden Reschbeggd vor diesem Saisonfinale. Allein die letzten beiden Events wären für mich absolute Jahreshöhepunkte.

Gruß

Sirius
...der jetzt auch nur noch tiefenentspannt rennt.

Mal abgesehen davon, ...

... dass Marathon ja nun doch schon länger gelaufen wird - mehr oder weniger das gesamte vorige Jahrhundert - finde ich den Jahresabschluß ganz würdig vollzogen.
So was kann man mit nem Ultra machen. Es geht auch mit 12km um die Kaulsdorfer Seen.
Ich wünsche auf jeden Fall erst mal ne anständige Regeneration.
Und dann vergiß bloß nicht den rechtzeitigen Wiedereinstieg ins Training für die Saison 2015! Sonst kommste mit der Statistik ja gleich zu Beginn unter Druck!
;-)

Mal abgesehen davon...

Ja, Marathon wird schon länger gelaufen. Aber es ging darum, seit wann Frauen starten dürfen!

Alles gut! ...

... "Der Schwarzwald-Marathon gehört übrigens nicht nur zu den ältesten Marathonveranstaltungen,..." Darauf bezog ich mich, capriele. ;-) Der von dir erwähnte Inhalt ist für mein Sprachverständnis losgelöst davon zu betrachten.
Aber eigentlich wissen wir ja was gemeint war. Alles gut!
;-)

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