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Benutzerbild von WWConny

Ich bin wieder zurück in meinem persönlichen Normalbereich. Zumindest läuferisch. Etwas mehr als ein Jahr hat es gedauert. Ein Jahr, um vom "Game over" zurück ins Spiel zu finden.

Im Oktober stehen nun 109 km in der Laufliste. Das ist so ungefähr mein Monatsdurchschnitt von vor dem k.o. Also "normal".

Natürlich bin ich wieder sehr langsam. Fast so langsam wie am Anfang meines Läuferlebens. Aber ich laufe wieder einigermaßen regelmäßig. Soweit, sogut.

Es war ein außerordentlich anstrengendes Jahr für Körper und Geist - neben dem Rückengedöns und weiteren Kleinigkeiten (ich schrieb darüber) durchlitt ich sechs lange Monate Kündigungsfrist, bis ich mich endlich vom Lebensenergie vernichtenden Alt-Job verabschieden durfte. Der neue Job macht Spaß und brachte mir auf dieser Ebene die Perspektive wieder, die mir vorher abhanden gekommen war. Aber auch ein Job, der Spaß macht, kostet Kraft.

Manchmal denke ich darüber nach, ob das alles so richtig ist. Die neue Arbeit verlangt mir viel ab - viel mehr Zeit als gedacht, und natürlich allerlei neue Inhalte. Es menschelt mächtig im Unternehmen, und diese "Sozialbaustellen" kosten mich sehr viel Kraft. Ich merke immer mehr, dass ich wenig Lust verspüre, mich mit den Marotten erwachsener Menschen auseinander zu setzen. Ich will einfach nur ordentlich arbeiten. Ich bin Ingenieur und kein Seelsorger. Die Energie, die ich dort lasse, fehlt mir für den Rest. Für's Leben und Laufen. Will ich das? Wird es irgendwann vielleicht besser? Ich weiß es noch nicht genau.

Mit der Lauferei kam und komme ich trotz steigender Kilometerzahlen nicht so recht in die Puschen. Von regelmäßig zweimal wöchentlich Muckibude ganz zu schweigen. O.k. - den ein oder anderen kürzeren Volkslauf lief ich mit. Aber Struktur im Training - Fehlanzeige. Phasen mit Ehrgeiz und Phasen der Lustlosigkeit wechseln sich beinahe wöchentlich ab. Zwar stelle ich fest: regelmäßiges Laufen (auch mal schneller als bequem) tut mir durchaus gut. Aber insgesamt bin ich eben oft auch sehr müde und kann mich nicht aufraffen, nach Arbeit und Haushalt noch rauszugehen.

Wie gehts weiter? Auf jeden Fall mit Plan. Natürlich werde ich mich auch künftig nur partiell dran halten. Aber ohne Plan ist auch blöd. Da hab ich ja dann nichtmal was zum Nichtdranhalten.

Schaun wir mal....

3.666665
Gesamtwertung: 3.7 (3 Wertungen)

erst mal ...

Herzlichen Glückwunsch zum alten Kilometerleistung ! Ist doch schon mal was ...verliere das nicht aus den Augen und freue dich darüber.
Was die ständig wechselnde Motivation und Leistungsfähigkeit ... die Müdigkeit ... angeht, kann ich dir nur raten, mal einen fähigen Arzt zu befragen. Mein Hausarzt machte ein Blutbild und sagte : alles ok. Da ich mich aber nicht ok fühlte, ging ich weiter zu einem Hautarzt und der nahm wieder Blut ab ... um dann komplett leere Eisenspeicher im Körper fest zu stellen. Da das Hämoglobin noch nicht unter dem Minimalwert war, hatte es der Hausarzt beim kleinen Blutbild nicht gesehen ... der Körper hatte aber trotzdem schon zu knappsen...jetzt nehme ich Eisentabletten und es wird besser. Wäre nie auf den Gedanken "relativer Eisenmangel" gekommen da ich mich sehr gesund und vielseitig ernähre ... es kann aber trotzdem immer mal sein ... sollte als Ursache also nicht ausgeschlossen bleiben. Allein durch den Sport steigt der Eisenbedarf schon ... und wer gerne/oft Milchprodukte oder Kaffee zu sich nimmt, hemmt die Eisenresorbtion.
Zum Stress in der Firma kann ich nur wenig sinnvoll beitragen. Mehr als klar kommunizierte und konsequent ein zu haltende Grenzen setzen bleibt einem da nicht ... den Rest muss man wie auch immer aushalten. Ein Plan, ein Ziel ... und gründliche Abklärung der Versorgungslage des Körpers...meine Empfehlung. Schlapp, müde, erschöpft, zeitweise gereizt mit eher trockener Haut war auch ich ne ganze Weile ... und das völlig unnötig.

Du schreibst so schön sortiert

Und Du bist es auch - Du guckst Dir Deine Situation an und analysierst ganz ingenieursmäßig, das ist eine besondere Fähigkeit, die ich sehr bewundere. Du wirst es also herausfinden: ob es möglich ist, mit klaren Ansagen eine vernünftige Arbeit hinzubekommen, oder der jetzige Job eben wegen zu vieler Nebenschauplatzreibereien auch nicht der passende ist.

Zu "nicht so recht in die Puschen": dafür, dass Du Dich oft nicht aufraffen kannst, raffst Du Dich aber ziemlich fleißig auf.

Du machst das schon, am besten finde ich, dass Deine Gesundheit es dir wieder erlaubt zu laufen, darüber freu ich mich sehr - es ist nämlich viel schöner hier, wenn Du laufen und darüber schreiben kannst.

Herzliche Grüße und erfolgreiches Weitersortieren
yazi

Freut mich,

.., dass Du wieder dabei bist.
Ich hab nach ner Verletzungspause auch wieder von vorne angefangen und laufe nun noch ein Stückchen weiter.
Natürlich muß man die Zeit dafür haben.
Stress hatte ich im Betrieb auch. Als Projektleiter bleibt das nicht aus, so dachte ich. Bis ich merkte, dass es auch an mir selbst lag. Glücklicherweise hielten sich die zwischenmenschlichen Schwierigkeiten in Grenzen, sonst wären die Probleme ernster gewesen. Bei mir ging das Ganze auf den Magen / Darm. Auch ich hab gewechselt und bin in der Verantwortung einen Schritt zurückgegangen. Jetzt ist's prima!

Sowas lernt man natürlich nicht im Studium und man macht sich zu diesem Zeitpunkt auch keinen Kopf. Dafür gibt es aber Seminare. Ich weiß nicht, welche Tätigkeit Du ausübst und wie Dein Arbeitgeber dazu steht. Aber erkundige Dich mal dazu.

Gebe Dir den Rat: nehm Dir die Zeit für den Ausgleich!

Alex

Liebe Conny,

eins nach dem anderen. Es ist klasse, dass du kilometertechnisch, weil endlich verletzungsfrei, wieder zum Laufen zurückgefunden hast! Doch ist es bestimmt estmal sehr wichtig, dass sich in deinem Berufleben der "Alltag" einpendelt. Ich stelle mir solch neues Aufgabengebiet mit vielen, vielen Mitarbeitern, die ständig was von mir wollen und wenn sie nichts brauchen einfach beseelsorgt werden wollen, wahnsinnig anstrengend und schwer vor!!! Kein Wunder, dass du nach Arbeit, Familie und Haushalt oft viel zu platt zum Laufen bist. Man sagt zwar, Laufen mache den Kopf frei, wenn man sich jedoch die Zeit dafür regelrecht erkämpfen muss, wird es zu zusätzlichem Stress. Ist dir dein Sport jedoch sehr wichtig, brauchst du ihn als Lebenselixier, musst du versuchen, im Job kürzer zu treten....also vielleicht mal bissl "treten";-)
Ein Plan ist immer gut, ich liebe Pläne und am meisten, sie umzustellen, zu streichen, zu komplettieren, wegzuwerfen, neu zu verfassen, hach jaaaaa;-)
Gib gut auf dich acht und bleib dir treu! Im Job, im Familienleben und im Sport. Dann bist du glücklich!!!

Lieben Gruß
Tame

Mit oder ohne

Plan, ich weiss nicht, was besser ist.
Dafuer, dass es Dich so gebeutelt hat, hast Du Dich mehr als wacker durchgekämpft und viel Geduld bewiesen. Deine km finde ich auch sehr ansehnlich und die Zeiten sind doch gar nicht übel?
Das Leben koennte so angenehm sein, wenn die lästige Arbeit nicht waere... Kenne keinen Job, wo es keine Nebenkriegsplaetze gibt. Oft hilft da nur ein dickes Fell und laufen, zur Not auch vor der Arbeit und Haushalt. Reicht dann zwar meist nicht für grosse Ziele, aber das habe ich ja bisher gekonnt ignoriert ;)
Jetzt habe ich mir tatsächlich mal was fürs nächste Jahr in den Kopf gesetzt - jetzt brauch ich nur noch einen Plan, an dem ich mich zumindest mal orientieren kann, wenn ich ihn schon nicht einhalte :-)

Vielleicht bis naechstes Wochenende - war das Sa oder So?

LG, Anja

Schön das du da bist

Liebe Conny, wie schön zu hören, das es wieder voran geht. Dazu gehört auch mal, einen halben Schritt zurück zu gehen, meint auch mal den Trainingsplan links liegen zu lassen, weil man müde ist. Ich weiß wovon du schreibst, ich habe selbst vor einem halben Jahr den Job gewechselt (neue Aufgaben und neue Branche), weil nichts mehr ging. Jetzt, nach über einen halben Jahr, kann ich sagen es wird besser, sowohl was das körperliche angeht (es gab Phasen, wo icb ganz viel geschlafen habe), als auch was das "wohlfühlen" im Job angehrt, da hab ich mich sehr lange wirklich schwer getan.
Ich drück dir ganz fest die Daumen auf deinen Weg, aber so wie du schreibst weiß ich, das du gut unterwegs bist und 109 km sind doch richtig gut, da kannst du stolz auf dich sein!

Danke für Eure Tipps!

@Gezeiten: Die Sache mit dem Eisen hab ich jetzt mal gegoogelt. Und siehe da: außer, dass ich Unmengen Kaffee trinke, nehme ich im Herbst (also jetzt) auch noch Zink. Und lese da, dass ebendieser auch die Eisenresorption hemmt. Das wird ein Ansatz - mal eine Weile Eisen-Brause trinken.

@yazi: Die Analyse allein reicht aber nicht. Mir fehlen für manche Sachen noch die Strategien zur Lösung. NOCH zumindest. Aber ich arbeite dran.

@alex_muenkel: Ich bin jetzt seit 4 Monaten im neuen Job. Das ist ja noch nicht sooo lange. Aber Du hast schon recht: von alleine ändert sich das, was mich stört, nicht. ICH muss es ändern. Ich werde sofort in der nächsten Woche damit anfangen, und rigoros an zwei Tagen in der Woche um 13 Uhr den Kuli fallen lassen. In meinem Vertrag stehen nämlich 30 Wochenstunden. Arbeiten tue ich seit ich dort bin 20-30% mehr. Jobwechsel ist keine Option - um diesen hier zu finden habe ich 5 Jahre gesucht.

@Tame: Eins nach dem anderen... recht hast Du! Vielleicht bin ich zu ungeduldig. Und vieles von dem, was die Mitarbeiter von mir wollen, kann ich wohl auch delegieren. Das muss ich eben noch lernen - das Delegieren. Auch daran werde ich arbeiten (und auch noch die ein oder andere Weiterbildung dazu besuchen).

@Anja B: Dickes Fell.. ich denke, das hab ich durchaus, im Großen und Ganzen zumindest. Vor der Arbeit laufen ist nichts für mich. Ich habs nicht so mit Frühaufstehen ;-)
Der lauf ist am Samstag, Start 9:30 Uhr. http://www.herbsthalbmarathon.de/Flugblatt%20BHM%202014.pdf
Komm doch!!!! Ich tät mich freuen!

@TurboTina: Danke für Deinen Zuspruch und Deine Erfahrung! Das tröstet mich sehr und macht mir Hoffnung, dass es wirklich nur ein vorübergehender Zustand ist.

Alles wird gut!

"Such dir einen Job, den du wahrhaftig liebst,

...und du musst nie wieder im Leben arbeiten."
Habe ich neulich in einem Buch gelesen, fand ich klasse.
Liebe Conny, ich freu mich sehr über deine Lauffortschritte! Vor die Eiseneinnahme habe die Götter ("in Weiß" ;-)) die Ferritinbestimmung im Blut (Eisenspeicher) gesetzt. Vor einer gezielten Eiseneinnahme sollte man wirklich messen, ob man es braucht.
Ansonsten: Berichte bitte gern von Zielen und Plänen! Vielleicht laufen wir uns sogar mal wieder über den Weg?

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

So lange da keine 109Wo-km stehen, ...

... ist doch alles im dunkelgrünen Bereich. Dann läufste wenigstens nich vor was weg. ;-)
Ich finde es wirklich eine Leistung bei dem (sicherlich) vorhandenen Arbeitsumfang immer noch regelmäßig rauszukommen. Ich denke mir jedenfalls, dass du aktuell mehr Zeit mit menscheldendem und Seelsorgen zubringst, als du das gern würdest. Allein gehört das leider bei dir nun wohl mit dazu. Stimmt, wir sind Ingenieure und auf Kindergarten hab ich auch eher keine Lust. Ich wünsche dir, du kannst es wieder auf ein erträgliches Maß reduzieren.
Einen Plan zu haben, hilft da sicher ungemein. Meiner sieht so aus, dass ich auf die Wo-km schaue und im Zweifel dann am Wochenende die fehlenden km zusammenkratze. Aktuell ist es jedenfalls so. Ich denke, in der Woche helfen da auch die 30min vor die Tür gehen, um den Kopf etwas frei zu bekommen. Klar hilft ne Stunde mehr und ich gehe wegen einer Stunde dann eher nicht extra los. Aber du willst ja auch nicht die 100km in der Woche laufen und aktuell steht bei dir der Ausgleich sicher auch deutlich mehr im Vordergrund. Nimm ihn dir in kleinen Dosen.
;-)
PS: Und wenn du wieder mal etwas Zeit in Berlin hast, melde dich wieder. Wär schon beim letzten Mal sooo gern dabei gewesen!

Liebe Conny

im letzten Jahr wurde ich dienstlich auch vor ein völlig neues Arbeitsfeld gestellt. Körperlich und nervlich ging ich auf dem Zahnfleisch. Auf der einen Seite will man laufen und den Kopf frei bekommen, auf der anderen Seite kommst du den Allerwertesten nicht hoch. Ein Kreis, den ich oftmals nur am Wochenende mal durchbrechen konnte.
Struktur und Plan find ich gut. Das brauche ich auch. Zumindest was, was man dann umstricken kann und über den Haufen werfen kann. ;-)
Freue mich, dass es bei dir wieder läuft.
----------------------------------
LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Liebe WWConny,

ich freue mich, dass Du wieder schmerzfrei laufen kannst. Das mit dem Eisen krieg ich auch nicht wirklich in den Griff - Eisenresorption ist scheinbar nicht nur von der Nahrung abhängig. Es soll helfen Vitamin C zum eisenreichen Essen zu nehmen - ich bin gerade im Selbsttest ;). Ärztlich abklären lassen würde ich das auf jeden Fall, dazu Vitamin B12 und D (zahlt die Kasse auch - je ach Arzt!).

Die Müdigkeit kann auch von der Saison kommen - es ist ja schon so früh dunkel. Vielleicht hast Du in der Mittagspause (sofern Du nicht um 13h gehst) Zeit für eine Runde Spaziergang?

Grenzen setzen - muss man lernen, wirst Du schaffen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg, Durchhaltevermögen und wiedergewonnene Lauffreude.

Such Dir ein schönes Ziel und trainiere ein wenig darauf hin, sobald das Laufen Belohnung und nicht Stress darstellt.

Genau...

nie wieder "Game over!"
Pläne schmieden, Ziele setzen und einen guten gesunden Rahmen und Weg finden...kannst Du, bin ich ganz sicher! :o)
Ist manchmal schwer, etwas Kontrolle und Verantwortung zu delegieren, aber die Welt gehört einem nicht allein und allein kann man sie auch nicht retten! ;o)

Für mich war es sehr wichtig, zu lernen und begreifen, dass tatsächlich jeder ersetzbar ist und man im Team fast immer mehr erreichen kann, als allein. Dadurch habe ich dann auch mal wieder an mich selbst gedacht und mich nicht mehr nur noch für andere in diesen Dingen verbrannt.

Conny, es läuft gut! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Liebe Conny!

das klingt so gut und so ehrlich! Ich kann es dir absolut nachfühlen! "Ingenieur, kein Seelsorger", oh ja. Manchmal muss man einfach mal sagen können, dass man nicht die menschliche Müllkippe für alles ist. Ist schwer, geht nicht immer. Ich denke, du findest da eine gute Balance!
Und was das Laufen anbetrifft: du machst das doch richtig! Laufen, wenn es gut tut. Nichtlaufen, wenn du zu müde bist oder einfach nicht magst. Ist doch ein Hobby! Darf auch Spaß machen ;-) Hauptsache, du bist wieder dabei! Ich freue mich!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Noch nicht lange her

da habe ich dir per geschrieben, dass ich es bemerkenswert finde, wie du alles unter einen Hut bekommst! Das finde ich immer noch. Aber es erfordert eben auch, dass du dich den Begebenheiten anpasst. Mehr geht halt momantan nicht, aber ich finde, du machst das Beste daraus. Bleib einfach dran und stress dich nicht noch zusätzlich mit Plänen. Lauf einfach, wenn du Lust hast!! Und komm vorbei wenn du Zeit hast. Apfelkuchen mit Sahne geht immer ;)
GLG, KS

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