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Benutzerbild von caraviala

Die letzte Woche vor dem Marathon war schrecklich. Ich fühlte mich schlecht, irgendwie so, als ob ich eine Erkältung bekommen würde. Tag um Tag wurde es nicht besser. Schlapp fühlte ich mich auf den letzten Kilometern des Taperings. Zumindest schlafen konnte ich gut. Doch damit war es auch in der Nacht vor dem Bremen Marathon vorbei. Die Nervosität stieg und stieg.

Das letzte Jahr war gut gelaufen. Meine durchschnittliche Laufleistung lag bei über 200 km pro Monat. Die Vorbereitungsphase auf den Marathon verlief ohne Erkältung, ohne Verletzung und ohne Schmerzen und das bei 10-20% mehr an Kilometern und vielen langen Läufen jenseits der 20 und der 25 Kilometer. Bis zu 34 Kilometer am Stück und die auch noch im richtigen Tempo, ganz langsam.

Ich hatte mir auch einige Tipps mitgenommen, mehr langsame Läufe und weniger Tempoläufe, weil meine Geschwindigkeit eigentlich ausreichen würde, um theoretisch um die 4 Stunden zu laufen. Salzzufuhr während des Marathons war der zweite Tipp, den ich während des Rennen umsetzen wollte.

Morgens am Start hatte ich dann noch einen Bekannten getroffen. Ich war nervös und wir quatschten miteinander. Er wollte es ruhig angehen lassen und schauen, was herausspringt. Wir hatten uns noch gegenseitig Glück gewünscht und los ging es. Und zu meiner großen Überraschung lief es prächtig. Genau 5:40 pro Kilometer! Ich fragte mich nur, warum der 4:15 Pacemaker neben mir lief. Nach 3 Kilometern hatte er es dann auch gemerkt und hatte sich zurückfallen lassen. Das weitere Rennen verlief einwandfrei und problemlos bis Kilometer 25. Die erste Hälfte hatte ich in unter zwei Stunden absolviert. Die 25 waren dann besser als im März beim 25 Kilometer-Lauf in Oldenburg. Ich war total überrascht und ich war noch nicht müde und die Muskulatur war komplett in Ordnung. Und eine Extra-Motivation für mich: Meine Familie hatte mich dort angefeuert!

Doch dann wartete die nächste Herausforderung auf mich, die am Anfang noch leicht zu sein schien. Ich musste mich von hinten durch das Halbmarathon-Feld kämpfen. Mit zunehmender Dauer hatte ich die Orientierung mit meinen Kilometer-Zeiten verloren, da auch die Halbmarathonis dann eben immer schneller waren, und zu meinem Bedauern stellte ich fest, dass ich mittlerweile bei über 6 Minuten pro Kilometer lag. Bei Kilometer 30 kam dann die ersten Ermüdungserscheinungen, bei Kilometer 32 wurde es dann zäh.

An der Schlachte und an den Weserterrassen war es eigentlich sehr schön. Viele Zuschauer! Aber der Ausblick auf den Osterdeich und den noch anstehenden Rückweg machte es wieder einmal von der Psyche her schwer. Mittlerweile lag ich bei knapp über 7 Minuten pro Kilometer. Egal! Ich rechnete nach, was herausspringen könnte. Immer noch unter 4 Stunden und 15 Minuten. Auf die Zielgerade eingebogen machte ich noch einmal Tempo. Ich schaute auf die Uhr und freute mich riesig. Mir kamen auch kurz die Tränen vor Freude. So happy war ich. 4 h 13 min 57 sek netto.

Ich hatte mich um über 21 Minuten verbessert und das in einem Jahr. Unglaublich! Ach ja, meine Bekannten hatte ich nicht wieder getroffen. Er lief mir weg und war zwischendurch über 11 Minuten vor mir und am Ende über 6 Minuten. Keep on smiling! And keep on running!

4.75
Gesamtwertung: 4.8 (4 Wertungen)

Ja, das mit den

Ja, das mit den Halbmarathonis macht den ganzen Lauf nochmal so richtig anstrengend. Aber trotzdem ist der Bremer Marathon eine tolle Veranstaltung.

Glückwunsch zur Bestzeit. Die sub4 fällt später mal.

Gruß

Sirius
...der gern in Bremen rennt.

Tolle Verbesserung der Zeit!

Tolle Verbesserung der Zeit! Die sub 4h ist unausweichlich!
Vielleicht sollte ich doch mal Bremen planen im nächsten Jahr...

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Pacemaker

Ich fand es auch sehr interessant, dass am Bodensee die Pacemakerin für 4:15 so ungefähr 20m hinter den beiden Zugläufern für 4:00 her lief, die wiederum mit einem satten 5:25er Schnitt starteten... Das Ganze haben wir bis km 5 verfolgt, dann sind wir vorgelaufen...

Super Steigerung!!! Und ob die 4 noch fallen soll oder muss entscheidest du dann mal ganz in Ruhe ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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