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Benutzerbild von roki

So wird der Brocken-Marathon vom Veranstalter beworben. Und Recht hat er.
Nicht nur das Höhenprofil mit ca. 1.200 positiven Hm, sondern vor allem die Wetterbedingungen im Oktober machen diesen Lauf zu einem im wahrsten Sinn "harten Brocken".
Bis vor zwei Wochen war ich mir noch nicht sicher, ob ich dieses Jahr einen auf gemütlich machen möchte oder aber volle Pulle mit neuer Brocken-Bestzeit und einer Top 100 Platzierung. Die Wetteraussichten für Sonnabend erleichterten mir die Entscheidung. Bei Sauwetter bin ich lieber schneller im Ziel als länger auf der Strecke. Also volle Pulle.
Freitag bei zunächst freundlichem Wetter dann Anreise, Startnummernausgabe im Rathaus, Kaffee und Kuchen im Café Wien und Bierchen mit Bratwurst auf dem Marktplatz. Dann schlecht geschlafen. Nicht wegen des obligatorischen "Lauffiebers", sondern wegen des Regens, der in der Nacht kübelweise runterging. Zum Glück hatte es morgens aufgehört zu regnen und ich machte mich trockenen Fußes auf zur Startwiese. Auch weil ich mich für meine GoreTex-Schuhe entschieden hatte. War nur noch die Entscheidung offen, ob kurzes oder langes Oberteil. Oben auf dem Brocken zeigte das Thermometer um 8:00 Uhr bereits 10°C. Bei der Wärme trägt man dann wohl kurz.
Nach dem Startschuss ging's gleich flott los. Da erst hinter Ilsenburg ordentlich Höhenmeter zu meistern sind, war auf den ersten 10 km ein gutes Polster rauszulaufen. Erst auf dem Kolonnenweg musste ich in den Gehschritt wechseln. Hut ab vor denen, die hier noch durchlaufen. Trotz der milden Temperaturen und wenig Wind war der Brockengipfel nicht sehr angenehm. Es herrschte dichter Nebel. Km 21 war planmäßig in 2 h genommen.
Alles war im grünen Bereich, also Endbeschleunigung. Gut, vielleicht noch ein bisschen früh für Schlussspurt. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Im Windschatten ging es mit einer 4:40er Pace Richtung Wernigerode zurück. An der vorletzten Verpflegungsstation musste ich meine Lok dann ziehen lassen. Vielen Dank bis dahin. Meine Beine wurden langsam schwer, der Untergrund irgendwie immer schwieriger zu laufen und der Akku leerer. Zum Glück lag ich über Plan und konnte mir den Luxus leisten, einen Gang zurückzuschalten und an der Verpflegungsstation kurz zu rasten. Die letzten km liefen die Marathoner und Halbmarathoner dann zusammen. Es ist erstaunlich, wie es einen pusht, wenn man überholen kann. Und noch einen und den nächsten kriegste auch noch. So lief ich doch noch mit einem Schlussspurt über die Matschwiese und mit neuer persönlicher Brockenbestzeit von 3:44 h ins Ziel.
Trotz oder vielleicht gerade wegen des Herbstwetters war der diesjährige Brocken-Marathon wieder ein voller Erfolg. Neben dem Veranstalter gilt mein Dank insbesondere der Masseurin, die mein völlig verdrecktes Laufgestell gesäubert und anschließend gelockert hat.
Hart ist jetzt auch der Dreck, der noch an meinen Schuhen klebt.

4.666665
Gesamtwertung: 4.7 (6 Wertungen)

Bärenstarke Zeit,

herzlichen Glückwunsch dazu.

Bis auf das Wetter war es doch einen wirklich sehr gelungene Veranstaltung, oder?

LG vom gebrockten Lurch

JogMap Schleswig-Holstein, die Neongelben aus dem Norden.

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