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Benutzerbild von krowil

Ein Traum wurde geboren, als ich im Sommer 2013 auf dem Dünenweg bei Zoutelande ein Schild las, dass hier der Zeeland-Marathon entlang geht, laut Webseite „de mooiste en zwaarste marathon van Nederland“. Die auf der Webseite enthaltene Videotour spülte alle rationalen Bedenken hinweg.
Auf dem Oosterschelde Wehr über das Meer, am Strand durch eine tolle Dünenlandschaft und durch Orte zu laufen, die ich aus zahllosen Urlauben mit meinen Eltern (Westkapelle) und mit meiner eigenen Familie (Oostkapelle) und vielen Radtouren (Domburg und Zoutelande) kannte, war das größte Lauf-Erlebnis, was ich mir vorstellen konnte.
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Meinen ersten und letzten Marathon war ich 2003 in Düsseldorf gelaufen. Die Marathonabstinenz der letzten Jahre hatte zwar auch zeitliche Gründe aber rückblickend muss ich zugeben, dass ich 2003 ziemlich blauäugig und mit zu wenig langen Läufen an mein Debüt gegangen bin. Dementsprechend wurde ich damals ab Kilometer 30 hart vom Hammermann bestraft und war noch 2 Tage nach dem Marathon kalkweiß im Gesicht und zehn Jahre später keinen Marathon mehr gelaufen.
Dass der Zeeland-Marathon eine ganz andere Nummer war als der Düsseldorfer Straßenmarathon war schon aus den Zeiten der Sieger ersichtlich, die mit Namen und Siegerzeit in Betonplatten am Standbild der Marathonläufers auf dem Deich des Zielortes Zoutelande eingelassen waren. Die Siegerzeiten, die sich zwischen 2h29min und 2h55min bewegten, gaben einen Eindruck davon, mit welch unterschiedlichen Gegebenheiten wetter- und windmäßig gerechnet werden musste.
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Vorbedingung, einen solchen Marathon zu überstehen, war ein normaler Marathon als Generalprobe. Das Projekt „Sub4 in Düsseldorf“ wurde aus der Wiege gehoben und wie man im Blog nachlesen kann, ziemlich planmäßig durchgezogen.
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Die zeitlichen Rahmenbedingungen für eine Teilnahme am Zeeland-Marathon am ersten Samstag im Oktober waren 2014 ideal. Vor dem 4.10. lag am Freitag mit dem Tag der deutschen Einheit ein Feiertag. Mit dem Wochenende fingen in NRW die Herbstferien an, Gelegenheit das Laufen mit einem Kurzurlaub zu verbinden. Die Aussicht auf einige Tage an der Nordseeküste veranlasste auch meine Frau, sich an der Organisation zu beteiligen und eine geeignete Unterkunft anzumieten.
Am Donnerstag, dem 2.10., unserem Anreisetag, absolvierte ich noch einen Probelauf auf einem Teilstück der Strecke, übte die 62 Treppenstufen auf die Dünen von Westkapelle hoch im Laufschritt zu bewältigen und testete meine Fähigkeiten durch den weichen Sand zu laufen.
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Vor den Strandstrecken hatte ich den größten Respekt. Die Marathonstrecke würde an drei Stellen über den Strand führen. Einmal vor dem Oosterschelde Wehr für ca. 1,5 km, dann ab KM 20 für sechs Kilometer und noch einmal für einen Kilometer kurz vor dem Ziel. Glücklicherweise waren die Gezeiten günstig. Zur Zeit des Durchlaufs der längsten Strecke am Strand würde die Ebbe nahe dem Tiefpunkt sein. Ich wäre also nicht gezwungen, die komplette Strecke durch den weichen Sand zu laufen, wie die Läufer im Vorjahr, sondern könnte auf den vom Wasser befreiten festen Teil des Strandes ausweichen.
Die Wettervorhersagen für den großen Tag hatten sich zwar in den letzten Tagen stetig verschlechtert, aber mit leichtem Regen war frühestens ab 14.00 Uhr zu rechnen. Da hoffte ich nach zwei Stunden Laufzeit die leichtere Hälfte der Strecke geschafft zu haben. Die zweite Hälfte würde auch ohne Regen schwer werden, mit der längsten Strecke am Strand und mehrfachen Übergängen über die Dünen, die in Zoutelande die höchsten der Niederlande sein sollen. Dem Auf und Ab der Strecke über den Dünenkamm maß ich keine große Bedeutung zu, hatte ich es doch im letzten Urlaub ohne Schwierigkeiten bei Probeläufen bewältigt.
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Der Bustransfer war gut organisiert und brachte die Läufer um 9:30 Uhr von Zoutelande aus zum Start nach Burgh Haamstede. Die Fahrt dauerte etwas über eine halbe Stunde. Im Sportzentrum von Burgh Haamstede konnten die Marathonis sich auf den Start vorbereiten und das Gepäck für den Rücktransport zum Ziel abgeben. Im Ortskern am Startbereich herrschte durch die Musikbeschallung und die vielen Zuschauer eine volksfestartige Stimmung. Laut Teilnehmerliste waren 1552 Männer und 300 Frauen für den Marathon gemeldet.
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Mit dem Läuten der Kirchenglocke um 12.00 Uhr wurde der Countdown bzw. Countup gezählt. Bei 12 erschallte der Startschuss und Applaus und Jubel der Teilnehmer und Zuschauer brandete auf.
John Farnhams Song „You are the voice“, der auch der Videotour unterlegt ist, begleitete die Läufer über die Ziellinie und hing bei mir noch viele Minuten später in den Ohren als ich mich im Trott der Mitläufer über die Straßen und Waldwege in Richtung des ersten Strandstücks bewegte.
Auf den ersten Kilometern war auf den engen Straßen und Wegen ein Überholen nicht möglich. Mein Plan die ersten 20 Kilometer mit einer Pace von 6:00 hinter mich zu bringen, drohte zu scheitern. Ich hatte mich offenbar zu weit hinten einsortiert und das dichte Läuferfeld um mich herum bewegte sich mit ca. 6:45.
Nach etwa 4 Kilometern gelangte ich das erste Mal an den Strand und konnte nach gefühlten 500m durch den tiefen Sand die Wasserkante erreichen. Hier war das Laufen fast mühelos möglich und wenn ich den Wellenschlag richtig kalkulierte, konnte ich die ersten Überholmanöver einleiten, ohne mir nasse Füße zu holen.
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Ab KM 6 kamen wieder befestigte Wege und ab KM 7 ging es auf Asphalt weiter über das Oosterschelde Wehr, das ein Teil der Deltawerke ist. Die Deltawerke sind für den Schutz der niederländischen Bevölkerung gebaut worden, um eine Wiederholung der Sturmflutkatastrophe von 1953 zu verhindern. Auf der Insel Neeltje Jans, die Bestandteil des Wehrs ist, kann man einen Informations- und Freizeitpark besuchen. Ausstellungen und Filme informieren über die Geschichte von der Sturmflut- katastrophe bis zum Bau der Deltawerke und eine Besichtigung des Sturmflutwehrs vermittelt einen Eindruck von der enormen Gewalt des Wassers.
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Das eindrucksvolle Wehr und die gurgelnden Wassermassen zur rechten Hand übertrafen meine Erwartungen und beflügelten mich so sehr, dass ich das Gefühl hatte über den Asphalt zu fliegen. Hier überholte ich einen Barfußläufer, den ich mit einem „Thumb up“ aufmunterte. Dem Lokalblatt war der Läufer „op blote voeten“ einen eigenen kleinen Artikel wert, dem ich entnehmen konnte, dass er den Marathon in 5h30min geschafft hat. Ein Niederländer in oranger Nationalfarbe schaffte es trotz meines ambitionierten Tempos an mir vorbei zu ziehen. Ich traute mir zu, sein Tempo mitzugehen und wir lieferten uns einige Kilometer lang ein Duell. Mal überholte er eine Gruppe Läufer und ich folgte ihm, mal zog ich zuerst an einem Trüppchen anderer Läufer vorbei und er folgte mir.
Plötzlich riss mich am Ende der Insel Neelte Jans ein Alarmsignal aus der Euphorie, eine rote Ampel leuchtete auf und eine Schranke schloss sich etwa 20 m vor mir. Rechter Hand sah ich ein Schiff, das die Durchfahrt durch die Schleuse beabsichtigte, wenn sich die Hebebrücke vor mir geöffnet hatte. Ca. 10 Läufer sprinteten trotz des roten Lichtsignals über die Brücke. Ich konnte (und wollte) mich dem Herdentrieb nicht entziehen und krabbelte mit ihnen auf der anderen Seite der Brücke unter der geschlossenen Schranke her. Wieviel Zeitverlust die folgenden Läufer, darunter der „Orange“, hinnehmen mussten habe ich nicht mehr in Erfahrung gebracht.
Zwei Kilometer ging es weiter über das Wehr und dann noch 4,5 Kilometer über befestigte Wege durch die Dünen, bevor es auf das längste Strandstück gehen sollte. Als die Strecke bei KM 20 kurz vor 14:00 Uhr in den tiefen Sand führte, zeigte meine Garmin eine Durchschnittspace von 5:57. Es war mir bewusst, dass jetzt die härtere Hälfte der Strecke anfing.
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Wider Erwarten konnte ich das Tempo beim Lauf über den überwiegend festen Sand gut halten, merkte aber an meiner Wahrnehmung, die sich immer weiter verengte, dass der Lauf über den Strand doch viel Kraft kostete, zumal der Wind zwar schwach aber nicht aus der Wunschrichtung blies. Den Lauf über den breiten Strand von Oostkapelle, an dem ich unzählige Stunden spielend mit meinen Kindern verbracht hatte, konnte ich nicht wirklich genießen, obwohl ich mir vor dem Lauf ausgemalt hatte, wie ich nach dem längsten Strandstück jubelnd den Dünenaufgang bei KM 26 erstürmen würde.
Stattdessen stapfte ich wie in Zeitlupe durch den tiefen weichen Sand. Selbst die Musikkapelle, die am Aufgang stand, schien in Ehrfurcht zu erstarren. Ich hatte den Eindruck, die Zeit stand still. Erst als ich festen Boden unter den Füßen hatte, fing die Zeit wieder an zu laufen und die Kapelle zu spielen.
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Dies war die Gegend, die ich aus unzähligen Spaziergängen und Radtouren kannte. Doch bei jeder Steigung fragte ich mich, ob die Düne früher auch schon so hoch gewesen war. Bei jedem Gefälle fragte ich mich wie ich mit dem Fahrrad und den Kindern auf den Kinderfahrrädern hinunter gekommen war.
Hier fing auch der belebtere Teil der Strecke an. Die Bewohner der Orte Oostkapelle, Domburg und Westkapelle feuerten besonders ihre Lokalmatadore an. Viele Touristen standen mit Ihren Familien an der Strecke. Weil der Vorname auf der Startnummer gedruckt war, hörte ich häufig ein „Wilhelm, das schaffst du“ oder „Super, Wilhelm“.
Keine Möglichkeit, die Läufer mit Höhenmeter zu quälen wurde ausgelassen. Am Ortsausgang von Domburg führten äußerst unsympathische niedrige und lange Treppenstufen „De hoge Hil“ rauf und wieder runter. Auftrieb gab mir hinter Domburg der Anblick des großen Leuchtturms von Westkapelle. Jetzt hatte ich eigentlich nur noch den Zehner vor mir, „der immer geht“. Ein Highlight war der Lauf vorbei am Panzerdenkmal von Westkapelle, auf dem schon ich als Kind und ebenso meine eigenen Kinder herumgeklettert waren. Obwohl die Pommesbude am Fuße des Denkmals die besten Pommes von Zeeland bieten soll, habe ich keinen Gedanken an Essen verschwendet, sondern konzentrierte mich darauf, den Fuß der 62stufigen Treppe zu erreichen. Dort wollte meine Frau ein göttliches Foto schießen, bevor es in die höchsten Dünen der Niederlande gehen sollte.
Doch ab KM 37 klafften Vorstellung und Realität weit auseinander. Das göttliche Foto wurde zwar geschossen, doch statt die 62 Stufen elegant hoch zu laufen, wie noch zwei Tage zuvor geübt, erklomm ich Stufe für Stufe gehend.
Für den grandiosen Blick - links der See mit Ort und Leuchtturm, rechts der Strand und das weite Meer - hatte ich kein Auge offen, sondern konzentrierte mich darauf, die Füße auf den Stein- und Betonplatten des Wegs auf dem Dünenkamm voreinander zu setzen.
Hier sah ich die ersten Mitläufer mit Problemen: Einer dehnte seine Waden, ein anderer stand vornübergebeugt, die Hände auf den Knien, ein Dritter hatte offenbar einen Krampf und bekam seinen rechten Fuß nicht vom Boden hoch. Voller Schreck fiel mir ein, dass ich mein Magnesium nicht mitführte und hoffte, dass die Portion, die ich am Morgen zu mir genommen hatte, ausreichen würde.
Noch ein paar Treppenstufen hoch und dann ging es nicht gefühlte, sondern tatsächliche 100 Treppenstufen wieder abwärts. Ein kurzes Stück Asphalt danach zeigte mir, wie einfach Laufen sein kann, dann ging es hinter dem Zugang zu meinem Lieblingsstandpavillon „Scheldezicht“ wieder eine sandige Steigung hoch auf den Dünenkamm. Das Ziel konnte nicht mehr weit weg sein, hatte ich doch fast 40 km auf der Garmin.
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Doch vorher führte der Parcour noch einmal über den Strand. Jetzt kam das Streckenstück von dem ich später im Lokalblatt lesen sollte: “Ik weet niet welke sadist dit heeft verzonnen“.
Der Abgang vom Dünenkamm auf den Strand kam mir vor wie die steilste und längste Treppe, die ich je hinabgestiegen bin. Im hellen Sonnenlicht waren die gestreiften Stufen kaum voneinander zu unterscheiden. Wie ein „alter Opa“ klammerte ich mich am Geländer fest und tastete mich Stufe für Stufe abwärts. Als ich die letzte Stufe geschafft hatte, freute ich mich das erste Mal darüber, dass ich den lockeren Sand erreichte.
Durch den weichen Sand lief ich den kürzesten Weg zum festen Sand, der glücklicherweise noch immer nicht vom Wasser überspült wurde. Der eine Kilometer, der noch am Strand zurückzulegen war, wurde von 6 Buhnen unterbrochen. Beim Spazierengehen war es nie ein Problem gewesen, große Lücken in den doppelten Pfahlreihen zu finden, um selbst mit dicker Windjacke hindurch zu gehen. Jetzt beim Durchlaufen hatte ich den Eindruck, die Pfähle stellten sich dort, wo ich hindurch wollte besonders eng. Mein Tempo kam mir unterirdisch langsam vor. Aber meinen Mitläufern schien es nicht besser zu gehen, ich wurde auf den letzten Kilometern trotz des Schneckentempos relativ selten überholt.
Beim Abgang vom Strand hatte ich nochmal das Gefühl bis zu den Knien in Treibsand zu versinken, doch dann war es geschafft und die Euphorie riss mich die Treppenstufen hoch auf den mit Fahnen des Kustmarathons geschmückten Deich von Zoutelande und am Standbild des Marathonläufers vorbei. Vom Deich hinunter in den Ort nahm ich wieder Tempo auf und die Anfeuerungsrufe der dicht stehenden Zuschauer trugen mich die 195 Meter über die Langstraat ins Ziel, wo ich auf einem aufgeschütteten Sandhügel vom Speaker in Empfang genommen wurde und meine Medaille erhielt.
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Ich hatte vor dem Lauf auf eine Zeit unter 5 Stunden gehofft. Dass ich jetzt gut 20 Minuten drunter blieb, ist den glücklichen Flut-, Wind- und Wetterverhältnissen zu verdanken. Nur zwei Tage später erlebte ich an der Küste einen Gegenwind, der es mir schwer gemacht hätten, im Limit von 6 Stunden das Ziel zu erreichen.
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Was jetzt, wo der Traum erfüllt ist?
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Bergmarathon ist nicht so mein Ding. Ich bin im Urlaub schon immer lieber an die See anstatt in die Berge gefahren. Auf eine Idee brachte mich ein älterer Marathonläufer, der mit seinem Marathonfinisher-Shirt am Wandermarathon teilnahm, der einen Tag später nach dem Marathon auf der gleichen Strecke stattfand.
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Das wäre eine Herausforderung für 2015, die mich reizen würde, - am Samstag den Marathon - und am Sonntag den Wandermarathon.
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Ich werde berichten.

5
Gesamtwertung: 5 (6 Wertungen)

Mal ein ganz anderes

Mal ein ganz anderes Lauf-Event. Und ganz bestimmt nicht einfach zu laufen. Glückwunsch zum Durchbeißen.
Dein Bericht liest sich echt klasse! Danke dafür.

Gruß

Sirius
...auch gern am Wasser rennt.

Donnerwetter,

dafür, dass ein Bergmarathon nicht dein Ding ist, hast du selbiges aber doch ganz klasse gerockt;-) und dass es kein Kindergeburtstag wird, war dir ganz sicher klar. Fetten Glückwunsch zu dieser Leistung, ich finde sie total toll!!!

Lieben Gruß
Tame

Treibsand

auf den letzten Kilometern sollte tatsächlich verboten werden!
Einen anspruchsvollen Lauf gemeistert: thumbs up!

Aber als gebürtiges Inselkind weiß ich, was Gegenwind oder eine hoher Tidenstand bedeutet hätte -- sub 6 wäre wohl wirklich schwer geworden!

Danke für den Bericht!

Gruß, Dominik
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"Wochenenden zählen nur, wenn man sie mit völlig sinnlosen Dingen verbringt!"

Respekt!

Glückwunsch und riesen Respekt!

Unglaublich, was Du da alles mitmachen musstes, und das schon bei einem glücklichen Rennverlauf. Im Vergleich dazu gehöre ich definitiv zu den Warmduschern.

Super Bericht!

Nächstes mal vielleicht barfuß, da können die Schuhe nicht nass werden ;-)

Gruß

Christian

Superleistung

Chapeau!!!

Hab die Strecke hochgeladen

... und verlinkt

9.November 2014 Martinslauf Düsseldorf HM
28.Dezember 2014 Eulenkopflauf 42km

@Sirius@Tame@nicksdynamics@tsingtao

Danke für die Lorbeeren und dafür dass Ihr Euch von der Länge des Textes nicht habt abschrecken lassen. Von meinem bisher größten Laufereignis wollte ich jede Einzelheit festhalten, falls ich mich später nicht mehr so gut dran erinnere.

Da fallen mir übrigens noch 2 Einzelheiten ein:
1)Magnesium: Bin nach dem Lauf doch nicht von Krämpfen verschont geblieben. Nach dem Marathon musste ich noch ca. 5km mit dem Rad zu unserer Unterkunft fahren. Als ich ca. 100m vor unserem Heim anhalten musste, um eine Straße zu überqueren, bekam ich meinen rechten Fuss nicht mehr vom Boden gehoben (fühlte sich an wie festgenagelt). Brauchte ca. eine halbe Minute bis ich den Fuss wieder bewegen konnte. Sollte mir wohl ein Hinweis sein, bei solchen Läufen immer mindestens eine Portion Magnesium neben meinem Handy, Salztabletten und Traubenzucker mitzuführen.
2.)Regen: Etwa 17.50 Uhr begann es, wie aus Kübeln zu schütten. Da war ich glücklicherweise schon geduscht und lag ermattet auf dem Bett. Mir taten die Mitläufer leid, die kurz vor dem Limit noch das Ziel erreichten, die hatten wirklich keinen schönen Zieleinlauf hinter sich.
Fällt mir nur das Sprichwort ein: Wer zu spät kommt, den bestaft das Leben.
Aber ich war nur froh, trocken (bis auf den Schweiß) durch den Lauf gekommen zu sein.
War ein geiles Ding (Red: entschuldigt die Ausdrucksweise) und drängt förmlich nach Wiederholung. Ich hoffe nur, dass ich mein Glück nicht zu sehr herausfordere.

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