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Topangebot der Woche

Benutzerbild von proteco

Ich versuche mich diesmal kurz zu halten.

Die positiven Punkte zuerst:

- Was die Stimmung sowohl bei den Läufern als auch beim Publikum angeht: Top!!

- Mein Training im Vorfeld war top!!

- Das Wetter war top!!

- Das Jogmap-Treffen am Vorabend war lustig und auch top!! Danke an dieser Stelle übrigens an die Organisatoren. Ich glaube yazi und stachel

Also alles top. Auch der Lauf. Ich selbst hatte das Ziel einer neuen PB und habe gleich eine 3:30 angesteuert. Die erste Hälfte ging gut durch. Und dann? Nach 25 km kam weder der Mann mit dem Hammer, noch eine Verletzung. Lediglich das Tempo konnte ich nicht mehr halten. Die Beine waren auf einmal platt und schmerzten. Was mach ich? Ich steige aus. Genau an der Stelle, wo mein Nachbar und die Frau meines Hasen (für ihn war es Sightseeing in 5er Pace) standen, ging ich raus und sagte: "Ich will nicht mehr". "Wie jetzt?". "Nein ich will nicht mehr. Es ist keine Bestzeit mehr möglich. Meine Beine tun weh und ich habe keinen Bock mehr, mich für die gleiche Zeit, die ich qualvoll im letzten Jahr schon gelaufen bin, zu zerschießen. Das brauch ich nicht mehr. Schon gar nicht die Humpelei in den nächsten Tagen. Dafür habe ich nicht 10 Wochen trainiert."

Er schaut mich an und ruft daraufhin meine Frau an, die am Brandenburger Tor steht. Sie kann es nicht fassen und sagt zu mir: "Aber Du bist doch gut in der Zeit?!". Ich: "Ja, das ist es ja genau. Dafür würde ich die nächsten 15 Kilometer büßen müssen. Aber ich spar mir das, weil ich laufe sie nicht. Ich laufe sie einfach nicht."

In der U-Bahn kam ich mir dann komisch vor und die Leute sahen mich z.T. an, als wollten die sagen: "Wieso läuft der nicht?" Und dann noch die vollgeschwitzten Funktions-Klamotten von mir in der vollgestopften U-Bahn. Peinlich, peinlich...

Endlich kurz vorm Brandenburger Tor angekommen, musste ich erstmal auf die andere Seite der Laufstrecke, weil ich ja meinen Beutel noch abholen musste. Anschließend kommen mir die Läufer mit ihren Medaillen entgegen. Erste Zweifel kamen auf. Hätte ich doch durchlaufen sollen? Hauptsache ankommen? Vielleicht noch ein künstliches Lächeln aufsetzen und Fröhlichkeit vortäuschen? Nein. Alles gut. Wirklich kein Problem. Berlin liegt vor meiner Haustür. Ich kann jeden Tag und zu jeder Zeit durch das Brandenburger Tor gehen, wenn ich will. Ich kann sogar dabei laufen. Ich kann auch jederzeit winken. Nur was ich nicht (ab)kann, waren einige Kommentare, die ich mir danach anhören musste. Die gingen dann z.T. so in die Richtung "das ist ja eh alles Quatsch und im Alter sowieso nicht usw...."

Der Haken ist jetzt gesetzt. Das Laufen macht mir weiterhin Spaß und Ende nächster Woche soll ein schneller 10er bei den Asics Grand 10 folgen. Für irgendwas muss ja mein Training noch gut gewesen sein. Und was Spaß betrifft: Da freue ich mich auf den Teutolauf eine Woche drauf. Ziel: Mit einem Kumpel zusammen im lockeren Tempo genießen und die Versorgung abräumen. Da gibt es hoffentlich auch kein DNF. Ich denke, das kriege ich hin :-)

3
Gesamtwertung: 3 (5 Wertungen)

Genau so ist es richtig !!!

Wenn für dich deine DNF Entscheidung nach wie vor die richtige Entscheidung war und auch noch ist,
dann soll jeder andere denken was Er / Sie will, kümmere dich nicht drumm !

Nicht oft, jedoch ab und zu gibt es wirklich solche Wettkampf-Läufe da LÄUFT halt etwas nicht
und von jetzt auf gleich fällt man eine Entscheidung die in diesem Moment kaum in andere verstehen kann.
Oft denkt man kurze Zeit später nochmal drüber nach, hat nochmal leichte Zweifel um dann doch fest zu
stellen man hat (für sich selbst ) die richtige Entscheidung getroffen.
( Selbst erlebt beim Hamburg Halb-Marathon 2011 wo ich nach 21Km den Zieldurchlauf verweigerte ! )

Ich freue mich schon darauf, mit dir in 2015 zusammen einen Marathon zu laufen.

Glückwunsch zu deiner ganz persönlichen Entscheidung !

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Alles richtig gemacht!

Wenn man wie ich erst 3 Stunden bis Berlin fahren muss und evtl. auch noch das erste Mal in Berlin dabei ist, tät ich sagen, unbedingt zu Ende bringen, halt schön langsam und genießen. Aber so? Ist doch Quatsch! Hast genau richtig gehandelt. Den Blick nach Vorn richten, Mund abwischen und weiter mit der nächsten Trainingseinheit. Und sowieso, das Wichtigste hast ja am Vorabend im Tomasa schon erlebt;-)))

Lieben Gruß
Tame

Und was ist da jetzt ...

... für andere (?) das Problem? Paßt doch.
Janz locker. Wenn die Entscheidung für dich heute noch richtig ist, ist alles im grünen Bereich.
Stimmt, Tomasa war wieder richtig schön, Wetter war klasse, Stimmung war klasse. Also alles gut. Genieß einfach die nächsten Läufe.
;-)

Genau Richtig!

Ich kann deine Entscheidung total nachvollziehen. Du bist Berliner und kannst wieder dort laufen. Hättet du dich durchgequält, wärst du erst einmal wieder geschwächt gewesen. So hast du einfach einen langen Tempodauerlauf gemacht ud bist fit für die nächsten Wettkämpfe. Dass du einen Marathon schaffst, weißt du ja auch so, das muss man scho gar nicht den Leuten in der U-Bahn beweisen.

Ganz ehrlich, wenn ich am Sonntag meinen Heimatmarathon in Hannover gelaufen wäre, hätte ich definitv auch abgebrochen um ein paar Wochen später frisch woanders an den Start zu gehen. Ich hab mich durchgequält und die langsamere Zeit in kauf genommen weil ich mit Anfahrt etc. hohe Ausgaben hatte. Da seid ihr Berliner klar im Vorteil :)

Beim nächsten Marathon dann PB!

Nicht richtig gemacht


Bin wohl der Einzigste, der das anders sieht. Tarne wäre weiter gejoggt, ich auch. Du warst nicht verletzt, nur Dein Kopf meinte, Schluss. Ich bin jetzt nicht der große Psychologe, aber wer sich so viel Druck aufbaut,(jetzt kann ich es nur noch vermasseln), der hat es noch schwerer. Alle Deine Freunde sitzen vor dem PC und ab Km 25, wo ist Behle ? , äh Werner, kleiner Witz So eine große Ausdauerleistung ist auch Kopfsache. Bei km 27 merken wohl alle schon ihre Arme und Beine. Was soll es, man lernt nie aus, nun ist es vorbei. Ich weiß, aufmuntern sieht anders aus. Schade ist nur, das Du nun in Hamburg einen neuen Versuch unternimmst und nicht beim Projekt Sub 4 für Ivo und einigen Jogmaper mitmachst. G
Gruß Maik und nehme das hier nicht so ernst

Doch richtig gemacht!

Du mußt niemandem mehr beweisen, dass Du nen Marathon durchstehen kannst! Durchhalten ist ja nicht Dein Ziel gewesen, also?? Ist doch verständlich, daß du Dich für eine schlechtere Zeit nicht schinden willst. Ich hab's zwar getan, aber ich war das erste Mal in Berlin und extra angereist.
Laß die Leute reden! Entscheidend ist, was DU für richtig hältst!
Wie viele Medaillen hängen eigentlich so bei Dir rum? Fehlt die eine wirklich?

ok


Gut Werner, du hast alles richtig gemacht. Ich ergebe mich. Du hast Dich beim Berlin Marathon angemeldet, 100 Euro bezahlt, gewartet und gehofft, weil irgendwelche Sportler nicht bezahlt haben, doch ins Starterfeld reingerutscht, 10 Wochen intensives Training gemacht, den HM Test in 01:35:xx sensationell gemacht und dann bei 27 km mit einer Zwischenzeit von ca. 2:15h ausgestiegen. Ende

du hast eine entscheidung...

...getroffen, bist konsquent geblieben und stehst auch hinterher noch dazu! chapeau, das finde ich klasse!!

verstehen kann ich`s dennoch nicht sooo wirklich. mir ist´s auch schon passiert, dass ich beim marathon gemerkt habe: mist, das läuft überhaupt nich und die pb ist auch im eimer und das ganze schöne training für´n axxxx. aber dann abbrechen? neee, das könnt ich nich (ausnahme: die gesundheit steht auf dem spiel). wenn ich mich schon wochenlang schinde und es trotzdem mit der pb nicht klappt, dann will ich wenigstens noch ein wenig spaß aus dem ganzen ziehen und den zieleinlauf haben, der für mich bei jedem marathon, egal wo, einfach immer eine kleine belohnung ist, dafür, es wieder geschafft und eine krise bewältigt zu haben.

aber: jeder jeck is anders. und das ist auch gut so!
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laufend wünscht proteco ne knaller-zehner-zeit zum trost: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Dass diesen Blog nicht jeder

Dass diesen Blog nicht jeder toll findet war mir klar und kann ich auch sehr gut nachvollziehen. Aber auch nach nochmaligem Lesen muss ich gestehen: Genau so war es. Und ich wollte ihn nicht vorenthalten.

Danke für Eure Kommentare, ob Zuspruch oder Kritik. Beides ist bei mir angekommen und ich nehme mir das auch zu Herzen.

Den Berlin-Marathon bin ich bereits 4 mal hintereinander auf PB gelaufen. 2 mal in einer 3:4x h und der erste sowie mein vierter waren in der 2. Hälfte sehr schmerzhaft. Ohne diese Vorgeschichte hätte ich es am Sonntag so gemacht, wie Happy und Maik geschrieben haben: Ich wäre weitergelaufen mit gedrosseltem Tempo.

@Markus: Dein Blog tat mir bereits beim Lesen weh. Ich denke, seit 2011 haben wir beide eine tolle Entwicklung vollzogen. Ich freue mich auch auf Hamburg 2015.

@Tame: Danke. Blick ist jetzt nach vorne gerichtet.

@Schalk: Ja, für mich ist alles im grünen Bereich. Die nächsten Läufe werde ich genießen.

@eucaloa: Ich versuche es. Also das mit der PB im nächsten Lauf. Hat mich gefreut, Dich kennengelernt zu haben.

@Maik: Angekommen. Deine Kritik, meine ich. Das mit den Freunden am PC, aber natürlich zuallererst meine Frau, die sich vielleicht Sorgen machten, sind mir selbstverständlich durch den Kopf gegangen. Und Maik: Du bist sicher nicht der Einzige, der so denkt, aber die Hard-Facts (100 Euro, mein hartes Training, PB bei Generalprobe usw.) weiß ich auch! Und noch was: Wenn mir das genau so in HH passiert, dann werde ich warten und laufe dann mit Eurem Sub4-Projekt mit (doch bis dahin fließt noch viel Wasser durch die Elbe). Nur hier in Berlin auf der Strecke war keiner, auf den ich hätte warten können. Mein einer Laufkumpel hatte wegen Meniskus-OP abgesagt und der, mit dem ich gelaufen bin, hatte in 3:28 h ganz easy gefinished.

@Ricamara: Danke. Wenn ich ehrlich bin, habe ich keine einzige Medaille mehr, weil ich sie immer an meine Jungs verschenke und sie mir auch nicht allzuviel bedeuten. Die Medaillen, meine ich :-). Und stimmt genau: Ich musste mir das nicht beweisen.

@Happy: Danke für Dein Statement und Deine Wünsche für einen Knaller-10er. Dein Statement kann ich sehr gut nachvollziehen und ohne meine Vorgeschichte hätte ich es auch so gemacht.

Lieber Proteco,...

man liest schon deutlich heraus, dass es sich so natürlich nicht gut anfühlt, aber manchmal ist es halt einfach so und nicht anders.
Hey, wir laufen für uns, so, dass wir Spaß daran haben und auch behalten wollen.
Wir sind keine Profis, zum Glück!!
Du hast für Dich so entschieden und es geht in Ordnung.

Also auf, mit den Gedanken an den flotten 10er und dann Regeneration und schwupps kommt schon wieder was neues oder Hamburg.
Deine Kinder sind sicher sehr stolz auf Dich und das, was Du bisher schon alles geschafft hast!!
Alles ok, alles in Ordnung!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Schade dass man immer eine

Schade dass man immer eine neue Bestzeit anpeilt. Wenn man nicht verletzt ist, immer zu Ende laufen.

Das sehe ich anders, Herberti1 ...

... Manchmal peilt man eine neue PB an. Und dann steht die im Fokus. Berlin bietet sich dafür nun mal an.
Manchmal ist es ein Vorbereitungs- oder einfach nur Spaßlauf. Dann ist das was anderes. Aber wenn man auf PB loszieht - egal wie lang die Strecke ist - und dann den Anker werfen muß, und wenn es nur wegen "Kopf" ist, dann sind die folgenden km Dreck. Die kann man laufen, muß man aber nicht. Das angepeilte Ziel ist durch. Un Spaß kommt eh nicht mehr auf.
;-)

@Carla

Das hast Du sehr schön und treffend formuliert. Gut angefühlt hat sich das wirklich nicht. Den Spaß werde ich mir trotzdem erhalten. Auch, wenn es am Sonntag keine neue 10er PB wird.

;-)

@Schalk

Danke für diese Zeilen. Hätte ich treffender nicht formulieren können.

:-)

Du weißt ja, daß ich an

Du weißt ja, daß ich an ziemlich gleicher Stelle auch schon einmal ausgestiegen bin. Auch da war vorher alles gut (hinterher auch), und ich weiß bis heute nicht, was denn nun eigentlich los war. Ich kann deine Gedanken (auch die direkt nach dem Lauf) insofern absolut nachvollziehen. Nur, daß ich "damals" meinen zweiten Marathon im ersten Läuferjahr aufgegeben habe und daher noch viel mehr und sehr lange Selbstzweifel hatte, die ich heute hoffentlich nicht mehr hätte. Auch, weil ich inzwischen weiß, daß es anderen auch so ergehen kann.

Fazit: Du hast alles richtig gemacht. Du bist in diesem Jahr schon eine PB gelaufen (und du wirst noch weitere PBs laufen), das war dein Anreiz für Berlin 2014, und als der flöten ging, hattest du eben keinen Anreiz mehr. Im Laufe der Zeit werden wir alle uns hier andere Anreize als PBs schaffen müssen, dann suchen wir uns vielleicht aber auch unsere Läufe entsprechend anders aus.

Viel Spaß beim Tempolaufen im Marathon-Sog,
viele liebe Grüße von Britta

Jetzt verstehe ich...

Es sollte PB werden und nichts anderes. Als das Ziel futsch war, hast du den langen Tempodauerlauf beendet, um die folgende Regeneration nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Letztendlich für deine Gesundheit. Viel Erfolg für alle deine künftigen Laufprojekte wünsch ich dir!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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