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Benutzerbild von Schalk

Es ist Donnerstag, 11.09.2014 kurz nach 14Uhr. Wir haben den letzten großen Verpflegungsposten in Ollemont, km283 verlassen. 49km liegen noch vor uns. Seit km102 bin ich gemeinsam mit Andreas unterwegs. Höhen und Tiefen haben wir gemeinsam auf dem Weg durchlebt. Die letzten 49km werden wir jetzt auch noch schaffen. Das war klar!
Beim Verlassen des VP in Ollemont treffe ich noch einmal Roberto. Blöd nur, dass er mir nicht in Laufsachen entgegen kommt. Er mußte in Oyace abbrechen – verletzt. Schade, sehr, sehr schade! Wir umarmen uns. Er wünscht uns viel Glück und ich ihm das Gleiche für nächstes Jahr. Auch seine Frau und Kinder grüßen lautstark als wir um die Ecke verschwinden. Das ist der Geist des TdG. Das ist der Geist der Ultraläufe. Das mag ich so daran.
Es geht sofort in den Anstieg. In Serpentinen ziehen wir einen schmalen Gehweg hoch. Ich drehe mich nach der fünften oder sechsten Serpentine um. Ca. 100m hinter uns sind weitere Läufer. Die müssen unmittelbar nach uns am VP los sein. Stück für Stück kommen die anderen ran. Das hatten wir sonst nicht. Da sind wir immer an die anderen rangelaufen. Was war nur los? Ich trotte Andreas hinterher. War wohl der letzte Sektor doch zu anstrengend? Egal. Das ändert sich wieder. Die anderen ziehen vorbei. Egal. Egal? Innerlich bin ich unruhig. Äußerlich glaubte ich es verstecken zu können. Oder habe ich gefragt was los wäre? Ich weiß es nicht mehr. Ausgeblendet. Laufmodus.
Da meint Andreas er hat ein massives Problem mit der Wade. Deshalb war er auch später in Ollemont. Die Massage hat auch nicht wirklich geholfen. Vielleicht wurde das Ganze eher noch verstärkt. Er weiß nicht wirklich, ob er am nächsten VP noch ankommt. Die Wade macht auf jeden Fall immer mehr zu.
„Los, häng dich an die anderen dran!“ meint er.
Wären wir nicht immer langsamer geworden, ich glaube ich wäre nicht so einfach weg. Wozu auch? Platzierung? Zeit? Das war doch alles nicht mehr wichtig. Aber erst hinterher trotten und dann doch wieder losziehen. Das wäre auch irgendwie doof. Der Aspekt vielleicht doch nicht mit Andreas ins Ziel laufen zu können, gab den Ausschlag. Da war dann auch kein langes Überlegen. Das ging klick und entschieden. OK, dann los. Wir wünschen uns viel Glück und kurz darauf bin ich ran an die anderen und ruck zuck auch schon vorbei.
Es ist wie wenn die Handbremse gelöst ist. Wir hatten gut Pause in Ollemont gemacht und ich hatte gut gegessen. Bergauf ist eh mehr mein Ding, als runter. Da kam wohl eins zum anderen. Am nächsten VP sehe ich die anderen unten schon nicht mehr. Im VP nehme ich mir kurz ein paar Kleinigkeiten und drehe mich um weiterzuziehen. Die Gesichter der beiden VP-Leute fand ich gut. Die waren sichtlich überrascht, dass ich schon wieder halb draußen war. Andererseits sind wir doch gerade erst in Ollemont los. Wozu hier lange verweilen? Es geht weiter hoch und dann wie schon öfter die letzten Tage – runter.
Die Strecke ist gut laufbar und jetzt wird gelaufen. Ab jetzt geht es darum nicht zu überziehen. Ich bin wieder im Wettkampf. Runter geht es gut. Es wird erst steil und dann lange flach runter gehen. Und es kommen noch reichlich km. Schön richtig einteilen. Auf dem langen Weg bergab treffe ich auf einen anderen Läufer. Ich hatte ihn noch gesehen, wie er in Ollemont los ist. Jetzt humpelte er und es sah nicht so aus, dass er noch bis Courmayeur käme. Er zeigte mit dem Finger an der Wade quer einen Schnitt. Äußerlich war das Bein unverletzt. Also ein Muskelfaserriß, Bänderiß oder etwas derartiges. Ich fragte, ob ich ihm helfen solle. Nein, einfach nur Hilfe holen. Wir hatten beide am Berg kein Mobilempfang. Ich meinte nur er solle sich hinsetzen. Ich schicke wen hoch. Er wollte zumindest bis zur nächsten Straße weiterhumpeln. Aber das sah echt Scheiße aus. Das sah nach Schmerzen aus. Und das so kurz vorm Ziel! ;-( Ich lief nach unten und hoffte bald entweder Empfang oder Leute zu treffen. Dort oben war einfach mal Wald und sonst nichts und auch das Tal sah nicht wirklich bewohnt aus. Aber knapp nen km später sah ich urplötzlich nen Auto und ne Hütte. Juhu. Und das Beste war, dass es der nächsten VP Ponteille war. Zwei Leute gingen gleich nach oben. Das war gut. Dem anderen wird geholfen und das bald und bestimmt gut. War schon blöd nicht zu wissen wie lange es dauert, bis man Hilfe findet.
Ich trank kurz ne Cola und weiter ging es. Ein Stück ging es noch mal etwas hoch, aber dann kam eine laaaange, laaaange Strecke ganz leicht bergab bzw. gerade. Es machte richtig Spaß hier zu Laufen! Stellenweise mußten mal ein paar Meter gegangen werden. Obwohl das Tempo sicher nicht mehr hoch war, ging es einfach doch nicht konstant durchzulaufen. Da steckten dann wohl doch langsam zu viele km in den Beinen. Ob das mit „Galloway“ gemeint ist? ;-) Egal. Das Laufen war anstrengend. Vor allem nicht oder möglichst wenig ins Gehen zu verfallen, war anstrengend. Aber in Summe war es einfach richtig Geil! Ich wußte, dass ich hier Meter mache. Ich wußte, dass ich hier schnell war (verglichen mit anderen an dieser Stelle). Ein richtig gutes Gefühl. Das pushte.
Der nächste VP Saint-Rhemy. Check in. Und wen sehe ich da? Den Spanier von Refugio Crest. Den, der mir so überheblich erschien. (Vielleicht ist er es gar nicht. Egal.) YES! Jetzt bin ich dran! ;-)
Es gab Pasta. Cool. Ich muß noch mal was futtern. Beim Pasta einwerfen schaut das Mädel von der Zeitnahme auf den Rechner und dann zu mir. „Bist ganz schön schnell von Ollemont gewesen.“ Stimmt. Und es wird so weiter gehen. ;-) „Es war der dritte Start nach zwei tiefen Tälern.“ antworte ich schmunzelnd. Drei Leute ziehen am VP los. Ich futtere meine Pasta auf, fülle die Flaschen und weiter geht es. Die drei sind bald erreicht. Zwei fragen mich wann ich gestartet wäre. Hmm, der erste Start war am Sonntag um 10Uhr in Courmayeur. Der zweite wohl vorhin kurz nach Ollemont.
Ich schaue auf die nächsten Punkte der Strecke und die Höhenmeter. Gleich wird es wieder hoch gehen. Jetzt wären Stöcke gut. Die sind im Dropbag. Brauchte ich ja nicht mehr. Dann muß es eben so gehen. Das große Akku von fast 500g für die Stirnlampe habe ich im Rucksack. Ich glaube so janz notwendig wäre es nicht gewesen. Jetzt jedenfalls nicht mehr. Egal. Jetzt muß es mit bis Courmayeur. Meine Laufuhr wurde im Dropbag auf dem Weg von Valtournenche nach Ollemont nicht voll aufgeladen. Muß das Akku ausgegangen sein. War bisher egal. Jetzt hätte so ne Uhr was. Da sieht man die Höhenmeter und die Zeit und km. Dann eben im Blindflug. Wahrscheinlich ist es eh besser ausschließlich auf sein Gefühl zu hören.
Wie würde es Andreas gehen? Er kommt durch! Er kriegt das hin! Und ich auch!
Ab jetzt geht es eigentlich nur noch hoch bis zum Col Malatra, noch mal 1000m hoch. Nach 600Hm kommt noch mal ne Hütte, ein VP. Keine 30km mehr! Der Drops ist gelutscht. Jetzt ist nur noch die Frage nach dem Wann.
Nach dem VP in Saint-Rhemy geht es erst etwas die Straße entlang, dann in ein Waldstück und einen Hang nach oben. Hier kommen ein paar Hütten an denen Merdeux steht. Ich muß jetzt bei km309 auf 1.919m Höhe sein. Mein nächster Hinweis zur Strecke ist „Refuge du Lac“ auf 2.500m, km313. Die Höhe kann nicht hier gleich um die Ecke sein. Ich scanne die Gegend ab wo es wohl hoch gehen wird. Es geht an dem Hügel auf dem ich gerade bin Rechts und dann sehe ich vorn zwei Läufer linker Hand in einem Seitental. Da hinten sehe ich auch eine Alm und weiter oben eine Hütte. Das muß der nächste VP sein. Und irgendwo dahinter muß dann demzufolge der letzte Sattel, der Col Maltara sein.
Es geht links weg in das Tal und nun dauert es nicht lange und ich bin an den Läufern vorbei. Kurzer Gruß und weiter. Nein, das ist keine sinnvolle Renneinteilung. Ich weiß es. Es ist mir aber egal. Jetzt geht es nach Courmayeur und das ist nicht mehr weit. Der nächste Läufer. Vorbei. Kurz darauf halte ich an, um etwas aus dem Rucksack zu holen. Ich weiß nicht mehr was. Der andere zieht vorbei und macht richtig Dampf. Ich gehe hinterher. Nein, ich kann ihn nicht einholen, verliere ihn im Anstieg doch fast aus den Augen. Reschbeggd! Bin also nicht der Einzige, der noch Körner über hat. Refugio Frassatti (oder auch Refuge de Lac, km313) sehe ich ihn, sage hallo und zolle Respekt zu dem Gang hier hoch. Wir lachen beide. Ich trinke ne Cola und raus geht es. Er bleibt. Es sind noch 1,8km und 400Hm bis zum Col Maltara – der letzte Berg!
Noch ist es hell. Ich würde ihn gern bei Tageslicht noch erreichen. Das Dembo ist wunderbar gefunden. Ich kann Druck machen und doch laufe ich nicht in den Anschlag. Ein super Gefühl. 30km Laufe ich jetzt schon einen anderen Lauf und es geht noch gut. Dann gehen die letzten 20km auch noch so! Es gibt noch mal ein Gel. Jetzt heißt es einfach nur noch kurzen Zucker dosieren. So weit ist es nicht mehr. Da reicht das. Nur muß auch regelmäßig nachgeschoben werden. Bloß den Tank nicht leerlaufen!
Vom Col kommen mir Leute entgegen. Die werden oben den Tag über die Läufer empfangen haben. Es wird steil und schottrig. Ätzend zu gehen. Aber das bremst jetzt auch nicht mehr den Schritt. Schön den Rhythmus halten! Ich will da noch in Hellen hoch! Noch 200hm. Es wird dunkler und dunkler. Den Weg erkenne ich noch ganz gut. Aber wenn's knifflig wird, müßte ich die Lampe in dem Moment vorholen. Blöde Idee. Also doch anhalten, Rucksack ab, Lampe raus. Wenn ich schon das große Akku mit mir rumschleppe, dann kann man den Flakscheinwerfer auch nutzen. Los laufe ich ohne Licht. Aber so 100hm vor dem Col muß ich es dann doch anmachen. Die letzten Meter im Schotter sind noch mal richtig anstrengend. Mir kommt ein Mann entgegen. "Nur noch zwei bis fünf Meter." meint er auf Italienisch. Hmm, habe ich jetzt die Zahlen nicht richtig verstanden? Der Blick geht hoch. Fünfzig sind vielleicht ein bissl viel, aber zwanzig Höhenmeter könnte es ganz gut treffen. War das ne Motivationshilfe? Doch dann weiß ich was er meinte. Der Schotter hört nach ein paar Metern auf. Es kommt noch ne kleine Kletterpartie mit Seil. Knifflig ist das aber nicht wirklich. Es ist geschafft! Der letzte Berg ist erklommen! Leider ist es nun doch dunkel geworden. So ist das, wenn man zu langsam ist. ;-) Ich schaue auf die Uhr. Würde es zur Ankunft am Donnerstag noch reichen? 17km fehlen noch bis ins Ziel. Heute weiß ich nicht mehr genau wie spät es war. Auf dem folgenden Weg hab ich einfach zu viel "gerechnet". Es wird knapp werden. Die letzten 32km waren anstrengend. Andererseits wartet da unten irgendwo das Ziel.
'Schalk, sieh zu! Sehen kannste hier eh nix. Also nich lange überlegen. Einfach Laufen.' Ich bin Mutterseelen allein da oben, keine Lampe vor mir in Sicht. Ich gebe wieder Gas. Ein Gel hatte ich mir noch aufgehoben. Jetzt ist es fällig.
Da die Garmin fehlte, war ich "im Blindflug" unterwegs. Ich hatte keine Ahnung zu realer Pace und gelaufenen km. Refugio Bonnati wird der nächste Hinweis sein. Bis dahin hieß es einfach Laufen. Sechs lange km im Blindflug. Es war Nacht. Ich war allein. Der erste km bergab ging noch ganz gut weg. Aber dann wurde es zur Motivationstortour.
‚Im Grunde genommen konnte man ja auch gehen, fällt gar nicht auf.‘
‚Aber der Weg geht eben bzw. ganz leicht abschüssig. Da kann man doch nicht gehen!‘
‚Doch, kann man. Is ganz einfach.‘
‚Nein! Darf man nicht.‘
‚Wo bleibt nur diese blöde Hütte?‘
‚Wie spät ist es?‘
‚Hab ich überhaupt ne Chance die Hütte schon zu erreichen, oder ist noch gar nicht genug Zeit vergangen?‘
Und dann fing der Monolog wieder von vorne an:
‚Im Grunde genommen...‘
Doch dann kam sie, die Hütte! Juhu! Nur noch 11km!
Drinnen wollte ich kurz verschnaufen. Die Zeit muß sein. "Un Kaffeeee per favore!" "Espresso o Amerikano?" Was ist das für eine Frage? "Kaffeee!" Wir lachen. Lecker ist er, der Kaffee!
Ich frage wie der Weg nach Bertone ist. Gut laufbar? Ich habe kein Höhenprofil, sondern nur die Höhen- und km-Angaben. Bis Bertone bleibe ich ca. 8km auf der Höhe (Bonatti 2.033m und Bertone 1.940m). Wie lange werde ich dafür benötigen? Das werden die mir nicht beantworten können.
Aber es soll ganz gut laufbar sein. Es geht mal etwas hoch, aber natürlich das dann auch wieder runter. OK, was immer das heißt. Ich werde es erleben.
Es ist 21:30Uhr. Knapp 2:30h für 11km. Normal kann man meinen ein Kinderspiel. Nein, das wird ne janz enge Nummer. Also nich lang Schnacken. Los!
Vorher füllte ich mir noch fix ne Ladung Cola in eine der Flaschen. Das würde zwar etwas Klebrig, von wegen Kohlensäure und so. Aber das war jetzt auch egal. Kurzer Zucker und go! Nur noch zweieinhalb Stunden durchhalten und dann sind die 49km Gas im Kasten. Die Strecke vorher war gar nicht mehr im Kopf. Das war ein anderer Lauf. Das gehörte grad nicht dazu.
Jetzt war Laufen! Es ging flach, dann leicht abwärts. Laufen. Aber dann ging es leicht hoch. Nein, das waren wirklich keine Anstiege mehr. Wirklich nicht. Aber auch bei 20Hm auf ein paar hundert Metern läuft man da nicht mehr. Sch… Wandern. Ok, was es hoch geht, kann ich dann auch wieder runter laufen. Aber irgendwie ging es mehr hoch, als runter und wenn es runter ging, wollte ich eigentlich auch nicht Laufen. Und es zog sich. Naja, eigentlich logisch. Wenn ich für die 8km 1:30h einplane, kann ich nicht erwarten nach ner viertel Stunde die Hütte Bertone zu sehen. Aber so ne Logik ist an der Stelle wirklich nicht gut verständlich, auch wenn sie ziemlich einfach scheint. Wenn ich doch wenigstens wüßte, dass ich einigermaßen im Soll bin. Eine Hütte kam. „Arminaz“ stand am Schild. Geil, dann bin ich jetzt 2km unterwegs. Es waren seit Verlassen von Bonatti keine 20min vergangen. Das klingt! Also so weiter. Es geht weiter hoch und runter. Wo es geht, laufe ich. Aber langsam kommt eine Frustration auf. Diese blöde Hütte muß doch mal kommen. 1h rum. Die kann noch gar nicht kommen. Es geht auf 22:45Uhr. Nichts zu sehen. Ich gehe. Ich laufe. Ich versuche in meinem Telefon die OSMAND zu aktivieren. Aber irgendwie ist zwar das GPS aktiviert und doch findet dieses blöde Programm den Standort nicht. Weiß ich jetzt wo ich wieder was verstellt oder ausgestellt habe? Kraftausdrücke schwirren durch den Kopf.
Es ist nach 22:45Uhr. Keine Hütte in Sicht. Ringsherum alles Dunkel. Vorn weit unten sieht man Lichter, die sicher zu Courmayeur gehören. Aber wann und wo geht es runter? Plötzlich Fotografen am Weg. Die bauen grad auf oder ab. „Wie weit noch bis Bertone?“ „10-15min.“ Dann ist es 23Uhr. Dann sind es noch 4,3km mit 700hm bergab. Das klingt nicht nach Rennstrecke. Das klingt eher nach Tortour. Schaffe ich das dann in einer Stunde? Kriege ich da noch mal 15min/km hin? Hängt sehr von der Strecke ab. Ich weiß es nicht.
Wenn ich nach 23Uhr in Bertone ankomme, höre ich auf mit der Quälerei. Dann geht es janz entspannt nach unten. Eigentlich will ich eh nicht mehr. Andererseits hatte ich gesagt ein Ankommen am Donnerstag wäre schon schick – und der Donnerstag endet erst um 24Uhr! 22:50Uhr. Keine Hütte in Sicht.
‚Ich werfe jetzt den Anker. Es reicht.‘
‚Noch fünf Minuten. Wenn die Hütte bis dahin nicht da ist, dann is gut.‘
Es kommt ein Wanderwegweiser. Refugio Bertone 10min. Oder stand da 5min? Da muß die Hütte eigentlich unmittelbar vor mir sein. Das kann unmöglich noch 10min dauern.
22:54Uhr – nichts.
22:55Uhr – nichts.
22:56Uhr – endlich kam sie. Drei Leutchen saßen auf einer Terrasse der Hütte. Ich setzte mich erst mal kurz hin. Einer fragte, was ich haben wolle. „Cola.“ „Gibt’s nicht.“ „Dann nichts.“
„Wie lange brauche ich noch bis nach unten? Es ist noch eine Stunde Donnerstag. Schaffe ich das heute noch?“
Der mir am nächsten sitzt schaut mich an und antwortet kurz, knapp und ohne zögern: „Eine Stunde.“
Ich schaue ihn an und meine nur „Schiet, wrong answer!“ und stehe langsam und unwillig auf.
Er schaut mich an, muß grinsen und hält seine Hand hoch. Wir klatschen uns ab und müssen lachen.
Unmittelbar bin ich auch schon wieder los in den letzten Abstieg. Noch einmal eine Stunde laufen und dann ist das Ding durch. Dann ist es endlich durch. Und es geht einfach nur noch runter. Teils steil, teils steinig. Nein, ich kann mich nicht mehr an den Weg in der Gegenrichtung von UTMB erinnern. Es ist auch egal. Ich sehe die Lichter da unten und will ihnen näher kommen und natürlich geht das nicht so schnell, wie gern gewollt. Ne Stunde bleibt ne Stunde. Da ist man nicht in 30min unten. Das Telefon krame ich nicht noch mal raus, um nach der Uhrzeit zu sehen. Jetzt geht es so schnell wie es eben noch geht und wenn es dann reicht, dann reicht es. Und wenn es nicht reichen sollte, dann ist das eben so.
Der steile Pfad wechselt in einen Forstweg. Es kommt noch einmal ein schmaleres Stück und dann kommt eine Fahrstraße. Jetzt kann es nicht mehr weit sein! Die ersten Häuser tauchen auf.
Courmayeur!
Die Straße nach unten kenne ich. Ja, die bin ich letztes Jahr beim UTMB hoch. Die ist etwas länger. Nur wie es dann ins Zentrum geht, weiß ich nicht mehr so genau. Es kommt eine Kreuzung. Die Hauptstraße geht rechts. Ich sehe keine Fahne, kein Schild. Was soll das jetzt? Der Ort ist leer. Niemand zu sehen. Also Hauptstraße. Gerade laufe ich auf die nächste Kreuzung zu. Auch nichts. OK, hier bin ich also falsch. Und wo ist jetzt richtig? Ein Auto kommt vorbei. Ich frage. „Tor des Geants?“ Achselzucken? Junge Leute. Die haben da also keine Ahnung von. Klasse. Und nun? Dann zeige ich auf die Startnummer. Ahhh! Nächste Straße links zeigen sie. OK. Ich laufe weiter, scanne die Straße ab. So ein Mist! Können die das nicht auch für mich, also Idiotensicher machen? Aber da sehe ich dann auch schon das Ziel. Klar komme ich von der falschen Seite. Meine große Tochter sieht mich als erstes. Die paar Hanseln im Zielbereich mit Kamera und weiß ich was haben mich noch gar nicht wahrgenommen. Wie auch.
„Moin und Hallo erst mal. Ich bin dann jetzt mal da!“
Im Zielbereich meinten die ich wäre nur noch mal wiedergekommen und längst im Ziel gewesen. Dann merkten sie, dass ich grad angekommen bin. Also dann ging es doch noch einmal die Schleife auf den roten Teppich und hoch auf’s Zielpodest.
Geschafft! Vorbei!
Bin ich jetzt völlig KO? Nöö, eigentlich kein Stück. Ich bin einfach da. Und das ist gut so.
Euphorisiert? Vielleicht hätte ich mir da die letzten Stunden etwas mehr Gedanken um die ganze absolvierte Strecke machen sollen. Aber da war seit Ollemont irgendwie kein Platz für. Apropos, Ollemont. Wo war Andreas. Meine Große meinte er müsse vor Bonatti sein. So weit? Cool! Dann lief es ja doch noch mal bei ihm. Klasse!
Lange hielten wir uns gar nicht weiter im Zielbereich auf. Nein, es gab keine Pizza mehr irgendwo. Dropbag müssen wir jetzt nicht holen, können wir Morgen machen, oder wenn Andreas reinkommt.
Jetzt geht es erst mal ins Quartier, Duschen und was Essen. Hunger!
Nach dem Duschen und Essen kam aber dann doch die Müdigkeit. Ich bat meine Große und ihrem Freund mich dann zu wecken, wenn sie wieder runterfahren nach Courmayeur, um Andreas im Ziel zu begrüßen. Und dann war erst mal Nachtruhe!
Als die Große mich weckt, fällt das Aufstehen doch etwas schwer. Auch der Weg vom Quartier zum Auto ist etwas anstrengend. Wir hatten ein saugünstiges Quartier in Verrand. Das war auch gut. Einziger Nachteil. Es lag mitten am Berg. Mit dem Auto mußte man 200m weiter unten parken. Ich würd mal sagen die letzten 70m bis zum Haus waren bestimmt 16% Steigung. Die Steigung kam unser Auto jedenfalls nicht hoch. Nach dem Lauf zum Duschen hab ich die beiden noch fast abgehängt. Runter nach zwei, drei Stunden Schlaf war das doch leicht grenzwertig. ;-)
Keine 5h nach mir hatte es Andreas auch geschafft! Sehr, sehr geil! Die letzten 500m bin ich mit ihm noch zusammen gelaufen – bis zum roten Teppich. Ab da mußte er allein weiter. ;-))

Tor des Geants.
Geschafft.
Vorbei.
330km, 24.000Hm, weiß ich wie viele Pässe, wie viele Täler, wie viele Orte. Nach 109h und 41min war ich wieder in Courmayeur. Die Daten klingen irgendwie schon ziemlich gigantisch. Gigantisch? Hmm. Die Berge sind gigantisch. Das stimmt. Wenn man den Lauf vor der Brust hat, klingt es nicht unbedingt gigantisch. Es klingt eher unvorstellbar. Genau das ist es. Ich konnte mir den ganzen Lauf, die ganze Dimension vorher wirklich nicht vorstellen.
Wenn man es hinter sich hat, dann ist das alles gar nicht mehr so schwierig. Wir sind schließlich ziemlich profan einfach nur den Weg gelaufen oder oft auch nur gewandert, haben geschlafen, gefuttert – eben ganz normale Dinge getan, die man bei so einem Laufwettkampf halt macht. Und in der Summe dessen kommt dann so etwas Unvorstellbares bei raus. Das ist schon komisch. Aber so einfach ist es dann doch irgendwie – nicht gigantisch. Da haben die Namensgeber schon Recht.
Ein Lauf entlang der Giganten, der Berge.
Ein einfacher Abschluß?
Nicht ohne meiner Frau zu danken für das unendlich große Verständnis. Nein, ohne Training gibt es das nicht geschenkt. Und ich habe irre viel Zeit darin investieren müssen und können, bin einfach mal so ne Woche allein ins Aostatal zum Wandern, zog viel allein an der Zugspitze rum als wir im gemeinsamen Wanderurlaub in Grainau waren, hab die Familienkasse geschröpft, um die Kohle Amazon und Laufklamottenausrüstern an den Hals zu werfen.
Und das alles für eine 110h-Wanderung.
Der ist bekloppt, der Typ. Stimmt!
Danke Andreas fürs mitnehmen!
Danke Silke!
;-)

5
Gesamtwertung: 5 (14 Wertungen)

Uff!

Geschafft. Ach Schalk, doch, das ist gigantisch, auch wenn Du das nicht so siehst. Von wegen nur die Berge sind Giganten. Das auch, aber alle, die sie auf diese Weise bezwingen können auch - das ist auf jeden Fall eine gigantische Leistung. Vollkommen jenseits meiner Vorstellungskraft. Wow. Sprachlos. Danke fürs Erzählen.

yazi

...

... Danke!

GIGANTISCH?!

Ich finde gar keine Worte dafür, es ist unvorstellbar!
Vielen lieben Dank fürs Mitnehmen und ausführliche Berichten!
Ich verneige mich vor dieser Leistung und wenn ich dich irgendwann mal wieder sehe will ich ein Autogramm von dir.
Dann kann ich angeben, dass ich einen TdG Finisher kenne :)

was für ein schöner Abschluss...

...ihr seid Beide angekommen! 109std. - das ist gigantisch lang, 330km ist gigantisch viel und 24000hm ist gigantisch hoch!
Schalk - ganz klar: du bist gigantisch!!! (Und Andreas natürlich auch)
Toll wie ihr das geschafft habt und euch gegenseitig motiviert habt! Herzlichen Glückwunsch zu der gigantischen Leistung und vielen vielen Dank fürs Berichten, Aufschreiben und Mitfiebern lassen!!
Ich freu mich schon auf dein nächstes Abenteuer!!! ; 0)))

da hab

ich doch glatt Pipi inne Aujen. Du bist ein Wahnsinnskerl! (klang ganz einfach, so mit ein paar Höhen und Tiefen, bisschen Endspurt und boa, der Kloß im Hals...Mensch Silke, was hast du für einen Mann! (und Silke, der Mann weiß, was er an dir hat und wir wissen es jetzt auch alle:))
Und Andreas! Du bist ebenso ein Teufelkerl!
HUT AB!
...going beyond the mind -it's where the magic happens...

Einfach nur Wahnsinn!

Riesenrespekt von euch allen Teilnehmern. Super Leistung was ihr da bringt. Und du kannst das noch so gut schreiben, da kann man sich echt gut vorstellen wie du mitgelaufen/gewandert bist.

Ich bin ja froh wenn ich mal vom Ort (187 ü.NN ) unseren "Hausberg" ok im Verhältnis zu dieser Tour den "Hügel" (492 ü. NN) in einer Länge von 3 KM bezwinge...

Kopf freibekommen durch laufen

Im Nachhinein

hört es sich für Dich vielleicht nicht mehr gigantisch an. Irgendwie komisch, dass man den Bezug verliert. Ich hab den schon beim CCC verloren, kann meine "Leistung" nicht einordnen - und letztendlich ging es auch gar nicht darum. Es ging einfach nur um ein Abenteuer in den Bergen - das hast Du mit allen Höhen und Tiefen erlebt. Es wird nachwirken und Dir in manchen Stunden vielleicht schöne Erinnerungen bescheren.

Eine gigantische Leistung - und hey, Du hast die 110 h nicht mal ausgenutzt, die Du bezahlt hast!

Und Deine Frau ist eh die Beste - und ich glaube sie weiß es. Tolle Familie auch, die einen dann im Ziel erwartet und nochmal für den Freund durch die Gegend kutschiert. Ja, was wären Läufer ohne Supporter?

GRANDIOS.

Unbegreiflich?

Als ich den ersten Satz deines ersten Berichtes las, dachte ich: "Das kann ich nicht begreifen." Kurz darauf schreibst du selbst: "Ich kann es nicht greifen.... 330km kann ich nicht begreifen." Und du lieferst auch die Erklärung: Man muss im Kleinen denken. Von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt.

Das ist es! Es geht ums Fressen! Der Urinstinkt des Menschen wird geweckt. Der Mensch muss essen um zu überleben. Du musst laufen um zu essen. Du musst laufen um zu überleben. Du hast mir das Thema Ultralauf ein ganzes Stück näher gebracht. Und dann kommt nebenbei noch so ein kulinarischer Reisereport heraus .

Vielen Dank für deinen mitreißenden Bericht. Fetten Glückwunsch zum erreichten Ziel und eine angenehme Regeneration.
Du willst aber nicht wirklich in Berlin laufen?

Gruß

Sirius
...der instinktiv besser keinen Ultra rennt.

Ich bin

schwer beeindruckt!

Das Finale von Ollomont im Liveticker zu verfolgen war schon spannend genug, war schnell klar, dass du da nochmal die dritte, vierte oder was weiss ich wievielte Luft gekriegt hast. Das hier zu lesen noch viel beeindruckender und packender. Für alle die weder bei FB noch im hiesigen Forum die Sache verfolgt haben: Der Schlak ist im letzten Sektor die bis dahin drittschnellste! Zeit gelaufen, nein gerannt. Vor ihm nur zwei absolute Topläufer, die so ein Ding auch mal gewinnen können!

Während ihr unterwegs wart und der Blick immer wieder ins Netz ging, gibt es Neues vom Schalk und "seinem" Andreas?, habe ich mich nach zwei, drei Tagen immer wieder vor Augen geführt, was ich in der Zwischenzeit gemacht, geschlafen, hinter mich gebracht habe. Und dann bewusst gemacht, der Schalk ist immer noch im Wettkampf. Klar mit PAusen, klar mit schlafen, aber das geht ja trotzdem weiter. Und was mir vorher unvorstellbar und unbegreiflich schien wurde es nur noch mehr.

Wie wertvoll es sein kann, ein bekanntes Gesicht zu treffen, wie motivierend das sein kann habe ich im Juni am Ferchensee erfahren dürfen. Fast 200 km solch eines Riesendingens mit einem guten Freund zu teilen, sich gegenseitg immer wieder aus der Misere zu ziehen, das ist mehr als Gold wert. Und eine Familie zu haben , die solch "hirnverbrannte" Dinger mitmacht, die verstehen was dich treibt, diese Abenteuer zu wagen, das ist ein großes Geschenk!

Doch das "schlimmste" sind die Flöhe, die man bei so einem Bericht in die Ohren kriegt...;-)

granreserva


___________________________
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Wirklich Gigantisch!

Auch nach Deinen super Berichten über den Lauf (die Wanderung), die Emotionen, das Leid, den Schmerz, die Stille und den Schweinehund, was Du so alles durchmachen mußtest, kann ich es noch immer nicht fassen. Einfach eine Unglaubliche Leistung!

Was mich ganz besonders beeindruckt ist die gegenseitige Ehrfurcht, Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Aber auch die eigenen Gedanken noch kontrollieren zu können!
"Einfach" Gigantisch!

Alex

Gigantisch

Danke fürs Mitnehmen, Schalk
Pat

Gratulation noch einmal an alle beide und...

ganz lieben Dank an Dich, Schalk, dass Du Dir diese große Mühe machst, das alles noch einmal zu sortieren und für Dich und auch uns aufzuschreiben.
Hihiiii....Ziel nicht gefunden, das würde ich auch noch schaffen bei meiner Schusseligkeit. ;o)
Bei "kürzeren" Läufen kommt das Ziel ja auch immer so plötzlich...hier konntest Du Deine Endorphine bei dem Gedanken, relativ sicher tatsächlich rein zu kommen, Häppchen für Häppchen die letzten Km auffuttern, da ist ein "Schulterzucken" glaub ich gar nicht so ganz ungewöhnlich! :o)))
Ihr habt das klasse gemacht!!!
Ich hoffe, Andreas seiner Wade geht's einigermaßen gut und bei Dir ist auch alles soweit ok? Die akute Power-Regenerationsphase dürfte ja mittlerweile durch sein?! ;o)
Dann plan schon mal das nächste Abenteuer! :o))
Gute Restregeneration wünsch ich Euch!

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

THE INCREDIBLE Schalk !

ich weiß gar nicht genau, was ich zu eurer Leistung schreiben soll.
ES IST unvorstellbar ! und für viele hier auch GIGANTISCH !
da kannst du gegen sagen, was du willst :-)

Vielen Dank für deine Berichte darüber ! Meine Vorfreude darauf hat sich voll ausgezahlt :-) und irgendwann musst du mir einfach noch mal erklären, wie du dir bei so einem Event diese ganzen Details merken kannst - auch das ist gigantisch !
(edit: ok, hat sich mit deiner letzten Antwort erledigt :-))

Freu mich, dass ihr gesund durch gekommen seid ! Viele Grüße an eure Familien !!!

und nächstes Jahr also mit dem Schlitten durch den Norden Kanadas ??? *wildeGerüchteausstreu* (was kann auch sonst noch kommen?)

Waaaahnsinn...

Herzlichen Glückwunsch und ganz großen Respekt zu dieser absolut gigantischen Leistung.
Ist mir völlig unbegreiflich wie man selbst mit hartem Training so etwas schaffen kann.
Vielen Dank fürs Mitnehmen bei der 'kleinen Wanderung'.

Mir fehlen da...


.. einfach die Worte.
Daher nur: R E S P E K T !!!
Und danke für das "mitnehmen".
Viele Grüße aus dem Havelland
Jens

Respekt allein reicht wohl nicht

Fantastisch war deine Laufgeschichte und deine Leistung.
Und jetzt hab` ich auch ein Lob für das lange Lesen verdient.

Geile Leistung.

LG
Many

Langes Lesen ...

... Stimmt. Sorry für diese Detailverliebtheit. MC hat Ihren TAR-Bericht doch deutlich kürzer und in keinem Fall einschläfernd verfaßt. Janz im Gegenteil, Annette!
Dnake an Euch!
Sehen wir uns dann eigentlich doch am Sonntag, Many? Samstag kommst du nicht, aber Sonntag? wir treffen uns sicher wieder an der Schweitzer Botschaft (rechte Seite!). Zeit schreib ich noch in der Berlin-Marathon-Gruppe.
Immer wieder gerne, Jens-HVL.
So 'ne Wanderung soll auch mit weniger Training gehen, GHRunner. Andreas seine Vorbereitung war im Vergleich zu meiner lausig - und wir waren fast gleich stark. Die knapp 5h Unterschied auf der letzten Etappe. Was ist das schon.
Andreas Wade gehts wieder, Pferdchen. Vielleicht macht er ja dieses Jahr noch was... Bei mir ist das nächste Ziel eigentlich erst der TAR - und dann wieder mit Andreas!
Dieses Ding da in Kanada war der Beweis, dass ich sehr wohl noch andere Läufe kenne und diese doch nicht mitmachen will, RitterEd. Abgesehen, dass Silke auf meine Absage mir das dann auch noch verboten hat. Wie ich jetzt mit der doppelten Verneinung umgehen soll, weiß ich noch nicht recht. Ich denke aber, ich bleibe erst einmal bei meiner Aussage.
Gerne, Pat! ;-)
Ja, Alex. Das ist es, was ich auch immer wieder bei den Ultraläufen so klasse find, der Umgang miteinander. Sehr, sehr selten, dass man da nen Vollpfosten trifft.
Diese Relationen zu begreifen, ist schwer granreserva. Erstmalig hab ich da ne Panne bekommen, als wir nach meinem ersten Rennsteiglauf mit dem Auto nach Jena gefahren sind. Die Strecke auf der Autobahn bis Erfurt war soooo lang. und da waren noch keine 72km weg. Und nun fahr mal 330km Landstraße durchs Gebirge... ;-)
Das sind diese kleinen Portionen in denen wir denken können.
Und was du zu Freunden und Familie schreibst, kann ich nur unterstreichen. 100% richtig.
Und sag später nicht, ich wäre das gewesen, granreserva! Laufen mußt du selber und die Läufe aussuchen auch. ;-)
Du hast es vollkommen richtig erfaßt, Sirius. Und das im Ganzen. "Ohne Mampf kein Kampf!" ;-) Und nein, ich werde in Berlin nicht laufen. Noch sind die Fußsohlen ganz leicht taub. Da wollte ich warten, bis das wieder ganz weg ist. Der Rest wartet schon seit letzten Freitag auf das Go! ;-) Ist n blödes Gefühl beim Laufen mit taubem Vorderfuß. Aber letzten Freitag mußte ich das auto aus der Werkstatt holen. Da liefen die 17km schon wieder ganz gut.
Oh ja Fazer! Die Erinnerungen, die bleiben. Auch deshalb hab ich es aufschreiben wollen. Da kann man auch manches später wieder reaktivieren.
300Hm auf 3km sind doch auch nicht von Pappe, Luzifer2000. Mit fielen manche 300Hm dort schwer. Und die waren immer schön einzeln. ;-)
Das war ganz einfach Mainrennerchen. So einfach wie das bei dir auch immer ist. Also quasi keine Kunst. Können wir schon. Na und den Teufelskerl werd ich dem alten Mann mal stecken, wenns ihm richtig schlecht geht. Das baut dann auf. Nur wann soll ich's ihm da erzählen? ;-))
Stimmt, hkp_c. Das war'n schöner Abschluß! Trotz Problemen in der Zielfindung. ;-)
Und ich bin erst mal gespannt wann wir uns wiedersehen, kikilotta. Was wird das dann wohl für ein Lauf sein? Marathon kannste jezz schon. Hat dir der Kaw schon den Floh von dieser doddal genialen BC im Februar ins Ohr gesetzt? Nein? Soll sich schämen der Kaw. Dir alles Schöne vorenthalten wollen. Tsss. (Nur so als Vorbereitung für den ZUT, meine ich)
Gerne, Angus Schuan!
Eine tolle Leistung haben alle da hingelegt. Hast du völlig Recht, Yazi. Und da meine ich auch die, die doch nicht angekommen sind. Sei es Roberto, sei es der Läufer mit der Wadenverletzung, den ich kurz vor dem VP Ponteille und auch die, die ich nicht getroffen habe. Klasse Leistung!
Janz lieben Dank an euch für's Lesen und Kommentieren!
Beim Schreiben fängt es doch glatt schon wieder an zu jucken in den Beinen...
...meint ein wieder ziemlich relaxter Schalk
;-)

Hast du

eigentlich schon mal daran gedacht für diese "Reiseberichte" einen Verlag zu suchen? Ich könnte mir vorstellen, dass es da Publikum für gibt.

Ich finde euch beide einfach nur unglaublich, dich und Andreas und bin stolz euch beide zu kennen und freue mich über jede Begegnung im Wuhletal und am Kienberg.
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

DANKE

Ich lese Deine Berichte echt gern!

Ich bin außer Atem und finde die Leistung mehr als gigantisch. Ich finde Dich/Euch gigantisch, der Lauf ist es sowieso.

Glückwunsch!

Gruß Nicole

BC??

Ne Kenn ich nicht, da muss ich wohl mal ein ernstes Wörtchen mit dem Kawi reden...

Schweizer Botschaft am Sonntag... lechts und rinks

Öh, gerade habe ich dem Glatzek geschrieben links - aber das kommt wohl auf die Perspektive an. Letztes Jahr haben wir uns links, wenn man vom Hauptbahnhof, also von Norden kommt, getroffen. Das war gut so, denn das ist die Sonnenseite. Meinst Du vielleicht rechts, wenn man von Süden guckt?

yazi (leicht verwirrt)

Ein Abschluß?

Ich frag mich, wie man ein solches Läufer-Highlight noch toppen könnte. Höher, schneller, weiter? Na dem Schalk wird sicher noch etwas einfallen!
Auch wenn die nächsten Läufe etwas weniger spektakulär ausfallen: Ich freue mich auf die tollen Laufberichte.
Jetzt wünsche ich dem Schalk erst einmal eine schöne Regeneration.

Ein Abschluß?

Ich frag mich, wie man ein solches Läufer-Highlight noch toppen könnte. Höher, schneller, weiter? Na dem Schalk wird sicher noch etwas einfallen!
Auch wenn die nächsten Läufe etwas weniger spektakulär ausfallen: Ich freue mich auf die tollen Laufberichte.
Jetzt wünsche ich dem Schalk erst einmal eine schöne Regeneration.

Alles gut, Yazi! ...

... Gleiche Seite wie jedes Jahr. Wenn du vor dem Eingang der Botschaft stehst, rechts. Wenn du vom Bahnhof kommst, halt Links.
Ich suche immer erst mal Eingänge. ;-)

ich jetzt auch mal

wenn auch wie immer als Letzte, aber Enkelin hatte gestern ihren 1. Geburtstag, zählt das als Entschuldigung?

"Zurück im Wettkampf", meine Herren, aber wie! Wie du da abgegangen bist hatten wir ja schon am Computer verfolgt, aber so klingt es noch viel drastischer.

Und weißt du, was ich schlimm finde? Dass es vorbei ist ;-) Gibt es da nicht noch ein P.S. oder so? Auslaufen???

Lieber Schalk, du Großer unter den Läufern, ganz herzlichen Glückwunsch euch beiden (bitte ausrichten dem besten Koch vom K 78 ;-)))! Ich verneige mich mal ganz tief....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

BC

Kikilotta kennst du nicht???? Kann ich mir nicht vorstellen....ist der Kaw doch dieses Jahr gelaufen! Tz du musst besser zuhören...

Bring einfach den Kaw zur BC mit...

... Kikilotta. Ich glaube auch schon zu wissen, wer da noch mit im Boot ist. Wär doddal cool. Sehen wir uns. Hihijuchee, wie freut mich das...
Der Kaw wird da gar nichts von erzählt haben, hkp_c. Bestimmt nich. Die wirklich guten Läufe behält der einfach für sich. Unglaublich der Kaw.
Dnake Nicole. Die Wörter sind doch vertauscht, oder? Muß es nicht heißen 'Der Lauf ist gigantisch, wir sind es sowieso.'?? ;-)) Nee, nee. Nur so'n Wortspiel. Alles gut.
Na und ick warte schon jedesmal drauf, wenn ich von Rübezahl Richtung Tunnel laufe, dass da wieder wer von hinten ruft... ;-) Freu mich schon auf unser nächstes Wiedersehen. Da muß ja auch noch wer was von nem Triathlon erzählen!
Erst mal geht es nicht höher. 24.000Hm find ich ganz ordentlich. Nicht schneller. HM, M und Steich stehen schöne Zeiten. Und die janz langen Kanten sind nich janz so pralle von den Zeiten her. Aber sie sind auch nicht so schlimm, dass man da dringend was dran ändern muß. Weiter? Nein! Ich habe in dem Moment, da ich den TdG in den Kopf bekam gesagt, dass dort Ende der Fahnenstange ist. Warum sollte das heute anders sein? Weil ich begriffen habe, wie solche Läufe gehen? Weil ich meine begriffen zu haben, wie die besser gehen? Ich weiß es jetzt. Ich weiß, dass ich das kann. Ich weiß, dass ich mehr kann. Das reicht mir im Moment, Roki. Es geht immer weiter. Es geht fast immer schneller. Bis man nicht auf dem Mont Everest war, geht es immer höher. Auf den Berg will ich nie. Das reizt mich kein Stück. Dort kommt man nicht einfach nur mit der eigenen Kraft und dem eigenen Willen hoch. Und wenn man da hoch will, sollte man vorher sein Testament gemacht haben. In einer Todestzone habe ich nichts verloren. Ich brauche keinen Kick. ;-)
Ist das hier nicht so was wie ein PS und noch eins, Strider? Du! Das war richtig anstrengend nebenher den Kram hier zusammenzuschreiben. Korrekturlesen hab ich dann auch glatt sehr eingeschränkt betrieben. Wird dir aufgefallen sein. Egal. Mir kams auf meine Zeit und den Inhalt an.
Auslaufen. Doch, Auslaufen gabs. Freitag mußte ich das Auto aus der Werkstatt holen. 17km. Das war Geil! Ich hab es einfach Laufen lassen. Mit 5er pace gestartet und dann einfach nur zum Spaß ganz langsam aufgemacht. Und es wurde ein herrlicher Steigerungslauf. Ein herrliches Gefühl einfach so aus purer Lust loszudonnern. Erst janz sachte und dann ohne Druck einfach so wie es geht immer weiter die Handbremse rauszunehmen. Geil!
Na und gestern war wieder der Beweis da, da ich wohl doch nen Ultraläufer bin:
Nachmittag am S-Bahnhof Mahlsdorf. Die S-Bahn war zu spät. Die Bimmel eigentlich weg. Sie ist vor mir um die Kurve. Rucksack auch über die zweite Schulter. Telefon in die Hosentasche. Rucksackgurte festgezurrt und Gooo! An der ersten Haltestelle fehlten 20m. Dann hätte ich sie gehabt. An der zweiten Haltestelle hatte ich sie...
(Etwas Schützenhilfe gab die Ampel an der B1/B5) ;-))
;-)

Achsoooo

Doch kenne ich, hatte nur ne lange Leitung :)
Aber ich denke eher nicht, dass wir uns fa sehen bzw, ich bin mir sicher, das wir uns da nicht sehen :)

schon allein die Antworten

von dir sind köstlich ! :-)))))

Und da dacht ich nun so solche Art Flöhe und so'n Zeugs ...

... fänden bei dir nen guten Nährboden. Aber vermutlich haste dir schon eine sehr vernünftige Resistenz zugelegt. Bei dem Umfeld, ist das wohl auch überlebenswichtig. ;-)
Schade!
;-)

Na das Kompliment ...

... kann ich aber so was von zurückgeben! Immer wieder sehr schön - deine Antworten!
;-)

Schweizer Botschaft

also die Seite mit dem neuen Anbau!?

LG
Many

Neuer Anbau? Schiet, ...

... ist einfach schon ne Weile her, dass ich dort war.
Wir sichern uns einfach doppelt und dreifach ab. Da gibts ja so einen Straßenanschauer bei google. Ja, sieht nach neuem Anbau aus.
;-)

Solche Flöhe fühlen sich bei mir wohl :)

Aber das ist mir doch ne Nummer zu groß!
Ich dachte ich probier es dieses Jahr erst mal mit dem uewersauer, das ist für mich schon eines Herausforderung...
Solche Flöhe werden einem bei unserem Lauftreff einfach mal so nebenbei ins Ohr gesetzt...
Ob ich mir neue Lauf-Freunde suchen sollte??!? :-)

Also bei Betrachtung ...

... des Höhenprofils von dem Lauf, würde ich an deiner Stelle schon mal über neue Freunde nachdenken! Da ist die schneefreie BC quasi eine Wellness-Veranstaltung.
;-)
(Schneefrei im Februar? - Aber da hast du doch eh Prüfungszeit, oder?)

Gerne Schneefrei!

also ich kann auf Schnee verzichten!
Egal wann und wo :)
Aber zwischen der BC und dem US liegen 35km in der Streckenlänge, ein -für mich - ausschlaggebendes Argument, ich weiß ja nicht mal mehr, ob ich in der Lage bin 53 trailige bergige km zu laufen, ist bisher auch nur eine Idee :)

Prüfungeszeit?? Ich hab NIE WIEDER Prüfungszeit! Nur noch eine Bsc.- Arbeit und Schluss mit dem Grauen des Studiums!!

Du, Kikilotta! ...

... Das mit diesen Flöhen hatte ich als Einbahnstraße gedacht!
Silke zeigt mir nen Vogel, wenn ich am 16.11. nach Luxembourg will.
Der Kurs sieht echt geil aus.
Aber ich will ja auch garnicht.
;-)
PS: Gar nicht wird gar nicht zusammengeschrieben, oder?

Bring die Silke mit!

In Luxemburg kann man billig Kaffee kaufen :)
Außerdem sind Flöhe höchst ansteckende Tiere... Die springen einfach von einem Ohr ins andere...
Gar nicht - garnicht, ist doch Wurst, Streich das Wort aus deinem Satz ;-)

Ein Angebot für Flöhe

Ich geh mit Silke Kaffee trinken und lecker Kuchen essen....und ihr zwei lauft ; 0))

ich bin bis November noch nicht wieder fit genug zum Laufen (jedenfalls für 53... aber vielleicht lässt sich hier jmd vom flohzirkus anstecken und will ein team bilden u als staffel starten....???)

Kaffee-Staffel?

Du willst den ersten Abschnitt der Staffel laufen und dann mit Silke Kaffee trinken, wenn Schalk im Ziel ist ein Stück Kuchen mit den beiden essen und dann auf mich warten?
Klingt toll!!!

boah ey...

...*tränchenausdemaugenwinkelwisch* lieber schalk, das ist einfach...gigantisch! du, die silke und deine leistung!
____________________
laufend gratuliert ihrem lieblings-westsibirier: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Zusammengeschrieben ist es ja falsch, ...

... also dann quasi die Negation...
;-)

Kaffeestaffel klingt symphatisch...

...jetzt brauch ich nur noch zwei Mitstreiter für das Team ; 0)))
Wer will denn mal, wer hat noch nicht? So ganz gemütlich ohne Stress....aus Spaß an der Sache!?

;-(

... der 16.11. ist ja Sonntag und nicht Samstag!
Das Treppchen geht zwar regelmäßig unter 4h weg. Da muß also was weit unter 5h drin sein und Start ist 9:00Uhr, aber dann noch mit dem Auto 800km Heim? Flüge sind mir zu hastig und Urlaub ist durch die viele Lauferei dieses Jahr weg.
Anderes Mal. Schade.
;-(

Sack dir den Kaw, ...

... und den Klada ein. Aber paß auf, dass du auch noch was von der Strecke abbekommst.
;-)

;-))

... sehen wir uns eigentlich am WE, Happy?
Oder haste erst mal genug von der Bahnfahrerei auf der Strecke?
;-)

Schade,

Was wohnst du auch soweit weg?! :)
Nächstes Jahr dann :)

so gern ich...

...auch wieder in berlin wär, aber leider nicht mehr in diesem jahr!
____________________
laufend schaut sich den berlin-mara in der glotze an: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Das ist ja

der reinste Flohzirkus hier!

granreserva


___________________________
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Flohzirkus

Machst du mit granreserva?

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