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Die letzte Woche war lange geplant: nach langer Pause endlich mal wieder Urlaub in den Bergen ... in Bergen in Chiemgau, ganz in der Nähe von Ruhpolding, von wo aus vor ein paar Wochen die TAR-Helden gestartet sind. Vier Tage Wandern in den Bergen, und das bei bestem Wetter, was nach dem ziemlich miesen Sommer eine sehr willkommene Überraschung war. Am meisten überrascht hat mich aber, wie fit ich mich die ganze Zeit gefühlt habe. Gleich am ersten Tag ging es zum Beispiel von Bergen aus auf den Hochfelln, fast genau auf der Strecke des Hochfelln-Berglaufes, aber natürlich viel langsamer. Trotz reichlich Höhenmetern auf- und ein paar weniger abwärts war ich weder konditionell noch von den Muskeln her jemals auch nur annähernd am Limit ... noch vor ein paar Jahren habe ich das ganz anders erlebt. Ich bin endlich wieder fit genug, um mit Spaß in den Bergen herumzuturnen! Und das, nachdem es in den letzten 15 Jahren gewichtsmäßig meist auf- und konditionsmäßig abwärts ging.

Es war definitiv nicht der erste Anlauf, dieser ruinösen Tendenz entgegenzuwirken, aber der erste, der so aussieht, als könnte der langfristig von Erfolg gekrönt sein, unter anderem Dank Jogmap.

Aber erstmal von vorne: geahnt hatte ich es ja schon eine ganze Weile, dass meine Ernährung und der Mangel an Bewegung mir auf Dauer nicht guttun, aber ich wollte es nicht wahrhaben, und um Ärzte habe ich einen ziemlich großen Bogen gemacht.

Im Januar 2013 hat mich dann eine Influenza niedergestreckt und der Arztbesuch war nicht mehr zu vermeiden. Die Ärztin nutzte die Gelegenheit, um gleich die lange überfälligen Blutwerte zu bestimmen, mit dem zu erwartenden Ergebnis: wenn ich so weitermache, habe ich demnächst sämtliche Zivilisationskrankheiten auf einmal, und ich habe keine Lust, mit noch nicht mal 40 für den Rest meines Lebens auf Medikamente angewiesen zu sein! Auf dem Rezept stand also mehr Bewegung und Abnehmen, und regelmäßige Kontrolle der Blutwerte.

Laufen war schon immer eine meiner Lieblingssportarten, also fiel die Wahl der Bewegungsform nicht schwer. Neue Schuhe gekauft, bei Jogmap angemeldet (ich glaube auf Empfehlung einer Kollegin) und gaaanz langsam losgelegt, erst allein, und dann im Lauf10-Programm des örtlichen Lauftreffs. Die Info darüber hatte ich bei Jogmap gefunden. Volltreffer: in der Gruppe macht es gleich noch mehr Spaß und der Schweinehund lässt sich deutlich leichter besiegen. Nach 3 Monaten bin ich tatsächlich in Wolnzach beim Lauf10-Abschlusslauf das erste Mal in meinem Leben die 10 Kilometer gelaufen. Dem Lauftreff bin ich auch anschließend treu geblieben.

Ein bisschen übertrieben hatte ich es am Anfang dann aber doch, und meine Achillessehne beschwerte sich laut und deutlich. Im Unterschied zu meinen letzten Laufversuchen habe ich aber nicht gleich wieder aufgegeben, sondern versucht, das Problem in den Griff zu kriegen, was mir mit viel Geduld (davon hab' ich normalerweise sehr wenig) auch weitgehend gelungen ist.

Die Blutzucker- und Cholesterinwerte waren schon dieses Frühjahr wieder völlig in Ordnung, einzig der Blutdruck ist noch an der Obergrenze von normal. Am Gewicht hatte sich zwischen Frühjahr 2013 und Frühjahr 2014 nicht viel getan, dort war der nächste offensichtliche Ansatzpunkt. Also Ernährung umgestellt (kein Zucker, kein Weißmehl, und ich liebe Süßes) und seitdem purzeln langsam aber sicher die Pfunde.

Das Gemeine an der ganzen Sache? Die Veränderungen an Fitness und Gewicht gehen so langsam, dass man es selber kaum merkt. Was hab' ich denn von der ganzen Aktion, außer dass sich ein paar abstrakte Zahlen ändern und ich einen kompletten Satz neuer Klamotten brauche?

Die letzten Tage in den Bergen waren ein Realitätscheck der guten Sorte: ich kann inzwischen wieder viel mehr, als ich mir noch vor einem Jahr zugetraut hätte, und ich fühle mich pudelwohl dabei! Ich habe wieder die Kraft und Ausdauer, um Dinge zu tun, die mir wirklich Spaß machen, und Laufen gehört definitiv zu diesen Dingen. Zweimal bin ich abends nach der Wanderung sogar noch eine Runde laufen gegangen, ganz einfach um die Landschaft noch ein bisschen länger genießen zu können!

Vielen Dank an die Jogmap-Community, vor allem für die vielen schönen Berichte über Landschafts- und Trailläufe, die Lust auf mehr machen. Ihr habt mir sehr geholfen, am Ball zu bleiben, auch wenn's mal schwerer ging. Weiter so, ich lese alle Blogs über große und kleine Erfolge und auch Misserfolge mit großen Interesse und werde versuchen, in Zukunft immer mal wieder einen Beitrag zu schreiben.

5
Gesamtwertung: 5 (12 Wertungen)

Schön zu sehen,

dass Du Spass am Laufen hast! Und wenn Du Dir immer wieder ein neues, aber erreichbares Ziel setzt, bleibt der Spass bestehen!
Dass die Pfunde nur langsam purzeln ist wichtig, denn durch die Lauferei werden auch Muskeln aufgebaut und meist verliert man nur Wasser. Steigerung von Geschwindigkeit oder Wegstrecke nur langsam angehen, dann streiken auch nicht Muskeln oder Sehnen...

Also mach weiter so und Berichte sind jederzeit willkommen

Alex

Wunderbar,

man kann deine "neue" Lebensfreude förmlich fühlen! Ein ganz toller Blog! Wie schön, dass du hierher gefunden hast und ich bin mir sicher, wir werden noch ganz viel von dir lesen. Der Anfang ist gemacht und der ist immer am schwersten. Um deine Bergwanderung beneide ich dich total. Ich liebe Berge. Bei uns ist es jedoch Potten eben:-) Aber der nächste Berg-Wander-Urlaub ist schon geplant;-)
Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß am Laufen und am Jogmappen und natürlich viel Erfolg auf deinen "gesunden" Weg!!!

Lieben Gruß
Tame

Das machst Du ganz super so!

Immer nur in kleinen Schritten vorwärts zu gehen ist das beste Rezept um dran zu bleiben. Geduld scheint allenthalben Mangelware zu sein... ;-) Aber es zahlt sich aus, wie man bei Dir schön sehen kann.
Ein echt schöner Eintrag - mitreißend und mutmachend.
Ich freu mich, Dich als Buddy zu haben!
Lieben Gruß veon der Rennmaus

Es ist in der Tat beeindruckend

selbst zu merken wie fit man im Vergleich geworden ist. Und die Bergwelt mag ich auch - egal ob wandernd oder laufend. Tut irgendwie Körper und Geist gut - so mal raus aus der "normalen" Hektik. Die großen Brocken stehen da schon seit Jahrtausenden und bewegen sich nicht. Sind einfach nur da - für uns.

Mach weiter so - ich finde es sehr gut, dass es Dir selbst gut tut und Du es selbst merkst, auch wenn es langsam geht (was aber auch gut und eher dauerhaft ist).

Wünsche Dir weiter viel Spaß und freue mich auf Deine Berichte.

Hach ...

... ist das schön, sowas zu lesen!

+++ Laufen bringt dich voran +++

Glückwunsch

Irgendwie erinnert mich deine Geschichte an meine Eigene.
Schön zu lesen das es die gut geht und Dudas Leben geniessen kannst.
Mach langsam und gedudig weiter. Als ich meinen ersten MArathon zu schnell wollte und die Umfänge auf Teufel komm' raus hochgeschraubt hab, kam nicht der Teufel raus sonderen die Patella riss ...
Also Gedult und Spass bei der Sache,
da kommt noch ganz ganz viel bei dir (hab ich so im Gefühl)


Uli

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