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Benutzerbild von Jerun

Liebe Mitläufer,

vielleicht habt ihr ja einen Tipp für mich.
Ich habe fast immer mit Seitenstechen zu kämpfen. Immer beim Marathon.
Beim HM eher selten und da bekomme ich sie meist in den Griff.
Immer ab über km 25.
Ich denke ich atme falsch. Aber bis ich das merke ist es zu spät :-(.
Also gehen, atmen, dehnen. Irgendwann gehts wieder.
Aber es bremst mich natütlich immer total aus.

Was soll ich bloß tun?
Zum Sportmediziner? Physiotherapeut? Mehr Rumpfkräftigung? Mehr Laufen? Weniger Laufen? Anders essen? Anders trinken? Ich habe schon so viel ausprobiert und komme zu keinem Ergebnis....

Ich laufe nun seit 5 Jahren Marathon und habe gestern meinen 10. gefinisht :-).
Die Probleme hatte ich anfangs nicht.

Ich versuche schon von anfang an bewusst zu atmen, reden tue ich nicht. Und bei langen Trainingsläufen habe ich das Problem auch nicht.

Aktuell überlege ich mal einen Sportmediziner hier bei uns aufzusuchen, der auf Laufsport spezialisiert ist.

Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme?

Danke schon mal!

Ich überlege schon,

ob es gar nicht von der Atmung her kommt, sondern eher vom Bauch, also von der Muskulatur oder Darm?
Achso, ist übrigens immer rechts und zieht dann runter.
Wenn ich dann die rechte Seite dehne wirds meist besser.

Und am Tag danach habe ich auch ein ziehen in der Gegend beim spazieren gehen.

Armhaltung?

Ich hatte am Anfang auch immer mit Seitenstechen zu kämpfen, es lag an der fehlenden Rumpfmuskulatur und besonders der Armhaltung. Bei anderen siehst du es vermutlich eher, vor allem Frauen laufen in "Boxhaltung": Arme hoch und möglichst noch vor der Brust fast kreuzen (übertrieben). Mir sagte mal ein Lauftreffkumpel, ich solle die Ellbogen an der Seite halten und die Arme möglichst parallel führen. Und eben nicht nach oben boxen. Dann noch den Hinterkopf nach Art einer Marionette nach oben ziehen und schon ist die perfekte Laufhaltung fertig. Zugegeben, am Ende eines Marathons funktioniert das nicht mehr so wirklich, aber sich das ab und zu ins Bewusstsein zu rufen hilft. Vor allem die parallele Armführung hat mir sehr geholfen (Vorstellung: ich halte einen Stock mit beiden Händen beim Laufen), denn wenn du die Arme vor die Brust führst schnürst du dir quasi selbst die Luft ab.

Eine Physiotherapeutin riet mir auch mal auf die bewusste Ausatmung zu achten (einatmen tut man schon von alleine ;-), und dabei einen Rhythmus zu zählen.

Manchmal kommt Seitenstechen auch von zu viel oder zu wenig Essen oder Trinken.

Es hilft leider nur probieren!

Äh - und Glückwunsch zum 10.!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Armhaltung

Ja, das mit der Armhaltung kenne ich auch. Ich werde mal noch bewusster drauf achten.
Ich habe außerdem das Gefühl, dass ich nicht tief genug atme. Also keine Bauchatmung mache….

Ja, das Thema trinken…vielleicht trinke ich zuviel? Ich trinke bei jedem Stand ein bisschen, aber je länger der Marathon fortschreitet, desto mehr Durst habe ich….dann müssen auch schon mal zwei halbe Becher rein….sonst werde ich wahnsinnig vor Durst…..

Was für'n Elend ;-)

Oder anders trainieren?

Wenn Marathon einfach wäre, hieße es Fußball!

Habe noch nie

ein Seitenstechen gehört, das am nächsten Tag noch Theater macht. Ist nicht.unmöglich aber unwahrscheinlich. Gibt's denn unabhängig vom laufen Ruckenbeschwerden?

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Im Großen Laufbuch von

Im Großen Laufbuch von Herbert Steffny beschreibt er ab Seite 376 Seitenstechen, die sich vom Solarplexus bis zur Leber zogen und 4 Tage danach noch anhielten. Laut seiner Vermutung wohl eine Folge der schlagartigen Entleerung der Glykogenspeicher mit anschl. hastiger Atmung, was dann zu einem Muskelkater im Zwerchfell geführt hat. Auch ich habe bei 3 meiner 10-km-Läufe dieses Phänomen gehabt und auch bei mir hielten die Seitenstiche noch Tage an. Ob es das in diesem Fall, ist, kann man natürlich auch nicht mit Sicherheit sagen. Aber Seitenstiche, die noch Tage andauern gibt es aus meiner eigenen Erfahrung.

Rückenschmerzen

...habe ich keine.

Das Buch habe ich doch im Regal stehen. Da schau ich gleich mal rein.

Irgendwelche Ideen noch?
Eine Freundin meinte heute zu mir, dass ich vielleicht mal mehr lange Tempoläufe ins Training einbauen sollte.

Wenn Marathon einfach wäre, hieße es Fußball!

Ideen

nicht wirklich. Aber ich bin auch Seitenstiche geschädigt. Immer mal wieder. Seit dem ich mehr laufe und mein Körper sich der höheren Belastung angepasst hat, kommen sie nur noch selten vor. Aber gerade gestern hat es mich wieder erwischt. Die Situation war so, dass ich im letzten Drittel der insgesamt 27 km "völlig groggi" war, mich beim eingebauten HM völlig verausgabt hatte. Meine Vermutung geht auch dahin, dass Seitenstiche durch Überlastung ausgelöst werden. Tags drauf hatte ich zwar noch nie welche, aber immerhin schon zweimal so starke, dass ich die letzten Kilometer nicht nur gehend zurücklegen, sondern auch ständig dabei stehen bleiben musste. Aber wie gesagt, das Ganze wurde besser, als sich mein Körper an die Belastung gewöhnt hat. Jetzt kommen sie nur noch selten vor, wenn, dann meist im Wettkampf. Umso kürzer der Lauf, umso schneller ich also unterwegs bin, umso größer die Gefahr von Seitenstichen. Was auf die Schnelle für den Moment hilft, ist Tempo rausnehmen und die Arme so lang wie möglich nach unten strecken.

Lieben Gruß
Tame

Kenne ich

seit einem Halbmarathon vor einigen Wochen, in dem ich mich die letzten 6 km mit Seitenstechen geqält habe. Das kann auch bei mir danach durchaus noch einige Tage spürbar sein. Und momentan bin ich ebenfalls noch sehr anfällig dafür. Es weiß bisher wohl noch niemand wirklich wo Seitenstechen herkommt und wie es definitiv zu verhindern ist. Es soll sogar Profis geben, die es ab und an noch erwischt. Ich habe in den letzten Wochen folgende Möglichkeiten zusammenrecherchiert:

1. Überlastung bzw. mangelnder Trainingszustand (war bei meinem HM auf "letzter Rille" sicher eine Ursache

2. Atmung kontrollieren. Auf tiefe Bauchatmung achten und kontrolliert langsam und möglichst tief ausatmen (Hilft mir, geht aber nur bis zu einer gewissen Geschwindigkeit kontrolliert ;)

3. Zu schwache Rumpfmuskulatur (kann ich noch nicht bewerten)

4. Kurze Schritte bergab (Mich erwischt es auffallend häufig in längeren bergab Passagen. Das soll angeblich durch zu lange Schritte und zu starke Erschütterungen aufs Zwerchfell entstehen.

5. Armhaltung ist ein neuer Aspekt, werde ich in den nächsten Wochen mal drauf achten :)

lg

Seitenstechen ist eine

Seitenstechen ist eine Verkrampfung des Zwerchfells. Am Besten auf Atmung achten, wie bereits oben beschrieben

Alex

Danke!

Da sind doch einige Tipps und Aspekte zusammen gekommen, wovon ich einiges ausprobieren werde.
Ich habe auch noch mal recherchiert und habe den Tipp gefunden, mit der "Lippenbremse" auszuatmen.
Habe ich gestern mal auf dem Heimweg von der Arbeit mit dem Rad ausprobiert.
Ergebnis ist, dass man langsam und tief ausatmet.

Folgendes werde ich nun testen:
Armhaltung
Atmung
Rumpfmuskulatur stärken

Mal schauen, obs ich's in den Griff bekomme!

Viele Grüße aus dem Münsterland

Wenn Marathon einfach wäre, hieße es Fußball!

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