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Benutzerbild von dfrobeen

Schon die letzten beiden Jahre hatte ich den 24-Stundenlauf von Rüningen als Option im Hinterkopf, noch einen verrückten Wettkampf zu machen. Vorletztes Jahr fand ich einfach nur die Idee verrückt 24 Stunden zu laufen (und als ich die Leistungen in den Ergebnislisten der Vorjahre las, fand ich es noch viel verrückter). Als ich dann auch noch feststellte, dass es so eine Art Jahres-Präsenztreffen von Jogmap-Communitymitgliedern ist, wollte ich im Folgejahr auf jeden Fall dabei sein. Aber sowohl in 2012, als auch 2013 scheiterte meine Teilnahme schlicht und ergreifend daran, dass ich das jeweilige Wochenende schon fix verplant war...und zwar nicht in Braunschweig.

In diesem Jahr sollte also meine Premiere in Rüningen sein. Das Argument "ein verrückter Lauf" sollte eigentlich bei mir schon wieder verworfen sein. In den 3 Jahren, die ich jetzt einigermaßen regelmäßig laufe, habe ich doch für mich identifiziert, was meine Wettkampfpräferenzen sind. Es ist das klassische "Wettrennen" über eine Distanz x von A nach B und die Frage wer diese am schnellsten bewältigt. Das "x" sollte dabei dann nach Möglichkeit auch mindestens 10km, besser Halbmarathon und/oder am besten gleich die Königsdisziplin, der Marathon sein. Ein Ausflug in die Hindernisrennen beim StrongmanRun sollte trotz ganz akzeptablem sportlichem Erfolg eine Einmalerfahrung bleiben. Und auch kurze, schnelle Dinger nehme ich über den jährlichen Firmenlauf (4,6km) oder den Mini-Marathon Rotterdam (4,2km) zwar mit, komme mit dem Format nicht wirklich zurecht, wenn nicht die Krafteinteilung der Begrenzer ist, sondern irgendwas wie Sauerstoffnot, Bewegungsgeschwindigkeit der Beine oder einem einfach nur nach 2km schwarz vor Augen wird, weil einem das Laktat schon aus den Ohren quillt.

Was mir aber als Erfahrung noch fehlte ist es, wenn das "x" jenseits der 42,195km liegt. Und da ich mich einerseits darauf freute ganz viele jogmap-Gesichter mal wieder in Realität zu sehen und dann auch noch mein Laufkumpel Robin von sich aus auf die Idee kam, mich auf Rüningen anzuhauen, war klar, dass ich 2014 starte. Die Tatsache war abgespeichert, die Anmeldung ausgefüllt und damit dann aber auch erstmal wieder im Hinterkopf auf Wiedervorlage gelegt.

Ich werde im Freundeskreis ja schon oft als verrückt bezeichnet, aber ich kenne Robin - der ist mein Verrückt-Level im Quadrat. Und da wir beide gemeinsam in der Vorbereitung auf den Frankfurt-Marathon sind, redete ich mit Engelszungen auf ihn ein, dass wir uns in Rüningen nicht abschießen werden. Bis zum Mittwoch vor dem Wettkampfwochenende war der ausgesprochene Plan noch, dass wir einfach nur die Einheiten laufen, die wir ansonsten in der Vorbereitung ohnehin gemacht hätten. Das wäre Samstag nach Startschuss ein langer Lauf von 32km in 5:00-Pace gewesen und ein etwas gemütlicherer 120 Minuten-Lauf am Sonntag vormittag, also in Summe etwa 55km.

Aber dann hat sich der Plan sukzessive weiterentwickelt. Es gab die Moonlight-Runner-Sonderwertung für diejenigen, die zwischen 0 und 3 Uhr mindestens 15km laufen...ein lockerer 15er geht doch immer - also waren wir bei ca. 70km. Dann haben Robin und ich zum Ende der Woche einen lockeren Lauf ausgelassen und gesagt, dass wir den doch auch noch in die 24 Stunden einbauen können - also waren wir bei ca. 86km. Naja und dann folgte das, was niemals hätte passieren dürfen: "Wenn wir schon 86km laufen, dann lass uns doch auch die 100 voll machen." Es war also jegliche Vernunft über den Haufen geworfen - war ja klar. Dann folgte der letzte Gedanke dieser Kette - wenn wir 100 laufen, dann lass uns 104 machen, damit machen wir nochmal richtig viele Plätze gut, weil einige bei 100 oder 101 aufhören. Soweit der Plan...

Aber außer dem sinnfreien rumposen mit möglichen Ziel-km hatte ich mich dennoch nicht mit dem Event beschäftigt. Wo/wie werden wir schlafen? Was werden wir essen? Gehen wir zwischendurch noch auf's Braunschweiger Magnifest - eigentlich eine Pflichtveranstaltung. Mit all dem, habe ich mich letztlich ab Samstag, 14:32 Uhr beschäftigt...15 Uhr war Startschuss.

Vorher beging ich noch eine weitere Verrücktheit. Wir nehmen am 27.September bei Hannover an einem Teamzeitfahren teil und hatten dieses Format noch nie trainiert. Samstag vormittag endlich fand sich eine Gruppe zusammen, mit der ich mal erste Trainings-Erfahrungen in dieser Disziplin sammeln konnte. Da ich selber auch Zeit hatte, nahm ich diese Gelegenheit gerne auf. So fuhr ich Samstag ab 10 Uhr noch mit meinem Team eine insgesamt 77km lange Radrunde, in der 25km Teamzeitfahrintervalle eingebaut waren. Zum Glück lag der Fokus im Training eher auf Techniktraining der Wechsel und der verschiedenen Möglichkeiten die Belastung der einzelnen Teammitglieder durch die Wechsel zu steuern. Aber auch trotz der leicht angezogenen Leistungsbremse beim Training, fuhren wir 2x10km als Team jeweils im 41,6km/h-Schnitt und 5km "nur" im 38er-Schnitt, allerdings kreiselnd, also letztlich viel mehr im Wind.

Nach der Radtour war erstmal eine Stunde Mittagsschlaf auf dem Sofa angesagt, gefolgt von einer dringend erforderlichen Pizza. Dann war besagte 14:32 Uhr und ich begann mit der Vorbereitung auf den 24-Stundenlauf von Rüningen. Ich packte einfach alles an Campingkram ins Auto, was ich innerhalb von 5 Minuten finden konnte, Robin hatte ein Kilo Nudeln gekocht. Dann kramte ich einen Berg Laufutensilien raus, um für alle Wetter- und Temperatureventualitäten in den nächsten 24 Stunden gerüstet zu sein und es ging los nach Rüningen.

Ich kam 5 Minuten vor dem Start an und brachte erstmal den ganzen Campingkram auf die Wiese neben der Laufstrecke. Dann Startnummer abholen, Laufklamotten anziehen und mit 17 Minuten Verspätung standen Robin und ich zum ersten Mal auf der Laufstrecke. Dies war ein 1000m langer Rundkurs über Wiese, eine Aschen- und eine Tartanbahn. Durch mehrere Wendpunkte hatte man immer wieder Kontakt zu anderen Läufern, die nicht direkt mit einem liefen und konnte den anderen auch mal in die Augen sehen.

Wir zogen erstmal unseren 32km-Lauf durch, der war der wichtigste für die Frankfurt-Marathon-Vorbeitung. Der erste km ging uns völlig übermotiviert in 4:35 raus, aber insgesamt liefen wir diesen langen Lauf in durchschnittlich etwa 5:05-Pace. Da ich sowohl mehrfach auf Toilette musste (die Pizza klopfte an) und auch alle 5km an der Verpflegung halt machte, "bestrafte" ich mich für die Pausen und hing noch einen 33sten schnellen km dran. Nachdem wir dann noch 2km barfuß locker gegangen waren, machten wir unsere erste Pause.

Zu diesem Zeitpunkt lagen wir auf Rang 9 und 10 der Gesamtwertung. Und das lag wiederum nur daran, dass wir mit 17 Minuten Verspätung ins Rennen gestartet sind. Ab jetzt folgte dann aber das, wofür ich meinen Hut ganz, ganz tief vor den ganzen anwesenden Ultraläufern ziehe. Während Robin und ich dringend etwas Erholung von den schnellen 33km benötigten, liefen die anderen Teilnehmer einfach weiter. Die km, die wir beide mehr gemacht hatten, weil wir schnell laufen konnten, holten die anderen Teilnehmer vielfach wieder ein, indem sie einfach ihren Stiefel weiter liefen und wir hilflos vom Rand der Strecke dabei zusahen.

Mit den insgesamt 35km des ersten Lauf waren wir um 19:03 Uhr fertig und es folgten ca. 2,5 Stunden Pause. Da ich in dieser Zeit zweimal zum Auto musste um weitere Camping-Utensilien zu holen, bzw. mein Handy zum Aufladen anzuschließen, machte ich jeweils noch einen weiteren km - man konnte die Orga-Gänge zum Auto ganz gut mit je einmal abgehen der Strecke verbinden. Um Punkt 21:30 Uhr fühlten wir uns dann aber wieder zu höherem berufen und starteten einen lockeren 15km-Lauf. Es tat schon ganz schön weh wieder anzulaufen und der erste km ging in inakzeptablen 7:23 raus. Aber auch als die Muskeln dann etwas gelockert und geölt waren, ging es in der Folgezeit nur noch rund um oder knapp unter 6er-Pace weiter. Da auch ein paar Gehpausen dabei waren, war ich mit dem 15er um 23:18 Uhr fertig. Robin hatte irgendeinen Ehrgeiz-Keks gefunden und lief sogar noch etwas weiter. Ich wollte mich aber noch eine Stunde ausruhen und telefonieren, bevor das Zeitfenster für den Moonlight-Run startete.


Robin und ich auf der Jagd nach den 100

Es kostete mich schon Überwindung dann um 0:50 Uhr die gemütliche Liegeposition im Zelt zu verlassen und wieder auf die Strecke zu gehen. Die 15km für das Moonlight-Runner-Shirt waren mühsam, viele Gehpausen - einfach nur irgendwie die 15km voll machen für das blöde T-Shirt (Wahnsinn, dass man einen Läufer noch mit Finisher-Shirts locken kann...der Schrank quillt doch sowieso schon davon über...und das obwohl viele doch auch schon aussortiert sind). Ich hing sogar noch einen 16ten km dran, da ich so auf 67km kam, also mehr als 2/3 der angepeilten 100km. Da ich das Duschen mit noch einem weiteren km verbunden hatte, bin ich also um 3.40 Uhr mit 68km im "Haben" auf die Isomatte im Zelt gegangen. Robin hatte es soweit gar nicht geschafft, er hatte zwar insgesamt schon 2 Wettkampf-km mehr absolviert, war aber auch so im Eimer, dass er VOR dem Zelt auf einer Isomatte eingeschlafen war und meine Überzeugungskünste komplett scheiterten, ihn zum Wechsel INS Zelt zu bewegen.


Hart erarbeitet: Das Moonlight-Runner-Shirt

Um 8 Uhr, nach etwas mehr als 4 Stunden Schlaf klingelte mein Wecker. Ich wurde wach und hatte nur einen Gedanken: "ok, ich packe jetzt mein Zelt ein und fahre heim...ich bewege mich heute KEINEN einzigen Meter". Eigentlich war der Plan vor dem 9 Uhr-Frühstück lockere 10km zu machen um dann frisch gestärkt easy die letzten 22 ins Ziel zu bringen. Ich zog mir widerwillig frische laufklamotten an und wollte mal versuchen 2km zu gehen. Je nachdem, was die Muskulatur dann sagt, konnte ich ja immer noch das Zelt einpacken. Da ich vorher nichts gehört hatte und Robin gut 4 Stunden vorher in einem Zustand war, der auch nicht nach großen Sportaktivitäten am Sonntag aussah, erwartete ich, dass er noch schlafend vor dem Zelt liegt. Falsch gedacht, denn er hatte sich schon auf die Strecke begeben und die ersten km gemacht.

Jetzt kam Markus dazu. Markus ist der dritte von uns, die wir uns auf den Frankfurt-Marathon vorbereiten. Er hatte am Vortag noch beim Maschsee-Triathlon teilgenommen und einen lockeren Lauf dazu genutzt, uns in Rüningen zu besuchen. Das half und so sind wir zu dritt ein paar Runden gelaufen. Die Beine fühlten sich wieder besser an und so in Gemeinschaft haben wir die 10km dann tatsächlich auch voll gemacht. Da ich aber verspätet anfing und der 10er auch nicht gerade in den angedachten 53 Minuten raus ging, war ich bis 9:44 Uhr unterwegs, bevor ich dann tatsächlich in die Gaststätte zum Frühstücken einkehrte. Ich war jetzt bei 78km, Robin sogar weitere 4km vor mir.

Das Frühstück war einer der wenigen Kritikpunkte an der ansonsten tollen Veranstaltung in Rüningen. Ich hatte es für 5 EUR dazugebucht, was angeblich bei Robin nicht mehr ging, da er erst am Samstag vor Ort nachgemeldet hatte. Also organisierte er sich sein eigenes Frühstück, aber als ich in der Gaststätte war, wäre es plötzlich kein Problem gewesen einfach für 5 EUR einen weiteren Frühstücksvoucher zu erwerben. Da der Gaststättenbetreiber dann auch noch ordentlich Stress machte, als Robin sein mitgebrachtes Frühstück einfach mit mir gemeinsam verzehren wollte, saßen wir dann letzlich 5 Meter auseinander, ich drinnen, er draußen...frühstückten und schauten uns durch das Fenster immer wieder an.

Jetzt sollten also erstmal die nächsten 22km folgen, um die 100 voll zu machen. Eigentlich keine ernst zu nehmende Entfernung, aber wenn man schon 78km in den Beinen hat, dann doch wieder. Dieser Wettkampf war für mich längst von einem physischen zu einem psychischen Wettkampf geworden. Samstag war noch eine echte sportliche Herausforderung - vor allem die schnellen 33km, aber auch die dann folgenden 35km in lockerem Schluffschritt. Sonntag wäre es von der Muskulatur wahrscheinlich sogar gegangen - die Beine fühlten sich nach 4 Stunden Schlaf und ein paar km um wieder rein zu kommen doch gar nicht so schlecht an. Es war aber eine echte Quälerei vom Kopf her die 1000m-Runde immer wieder von neuem in Angriff zu nehmen. Und gerne nochmal: "Hut ab, liebe Ultras". Ihr habt das mit dem Kampf mit dem nächsten Kilometer deutlich besser drauf, als ich. Ich glaube schon, dass es nur ganz wenige Teilnehmer gab, die ein Rennen auf Zeit gegen mich gewinnen würden. Aber jeder von Ihnen hat es raus, seine Kraft über 24 Stunden besser einzuteilen, als ich. Bzw. vielmehr auch den Willen im Kopf nach der 1xx-sten Runde immer noch weiter zu laufen oder gehen und so mein letztliches Finisherergebnis völlig in den Schatten zu stellen.

Ich habe auch Robin die ganze Zeit beneidet, er hatte immer 4km mehr als ich...und er sah viel fitter aus, als ich mich fühlte. Aber nach seinem 96sten km änderte sich das. Er saß an der Strecke und wenn ich nicht gewusst hätte, dass er nur noch 4km benötigt, hätte ich jede Wette abgeschlossen, dass dieser Mensch keinen Meter Sport mehr machen wird. Seine Freundin war mittlerweile da und hat ihm in den Arsch getreten. Wir gingen gemeinsam nochmal los, beschleunigten auf lockeren Schlappschritt und plötzlich zog er das Tempo an. Er wollte jetzt einfach fertig werden und je schneller er lief, umso kürzer sollte die Belastung noch dauern. Er lief mir davon und es bedurfte auch eines der Wendepunktabschnitte überhaupt abzustimmen, dass ich bei seiner 100sten Runde hinter der Ziellinie stehe und den Moment per Handyfoto festhalte. Kurz nach 13 Uhr überquerte er die Linie und ich war neidisch, da ich noch 4km vor der Brust hatte.


Kurz nach 13 Uhr hat Robin es geschafft: die 100km

Jetzt hatte ich die gleiche Krise, die Robin selbst auch schon bei 96km hatte. Ich wollte nicht mehr, mein Kopf wollte nicht mehr. Wozu eigentlich? Ich könnte doch auch so gemütlich auf dem Sofa sitzen. Bis dahin war meine Vorgabe für den Sonntag: "immer weiter bewegen, bis die 100km vorbei sind". Aber da ich ohnehin pausierte um das Foto von Robin zu machen, setzte ich mich nochmal für knappe 20 Minuten auf meinen Camping-Sessel um Motivation für die letzten 4km zu tanken. Letztlich war es dann soweit und um 13.45 Uhr überquerte ich zum 100sten Male die Ziellinie in Rüningen. Ich setzte mich gleich neben Robin ins Gras und wir überlegten, was wir machen. Es war noch genügend Zeit um jetzt weiter zu machen. Die 104km wären locker drin gewesen, wahrscheinlich sogar noch deutlich mehr. Aber wir entschieden uns einstimmig den Chip zurück zu geben und uns so jeglicher Überlegung zu berauben, doch nochmal auf die Strecke zu gehen.


13:45 Uhr konnte ich mich auch in den Club der 100km-Läufer einreihen

Wir waren jeder 100km gelaufen und es war egal, ob wir am Ende 25ster der Gesamtwertung werden oder eben 43ster und 44ster, was letztlich der Fall war. Robin und ich sind keine Ultras und dann gebührt es auch denjenigen, die vorderen Plätze beim 24 Stundenlauf einzunehmen. Wir haben da nichts verloren. Wir wurden sogar 8ter und 9ter der Altersklasse 18 bis 39 Jahre.

Das Event war toll, aber ich werde es wohl als Einmalversuch abspeichern. Ich renne lieber schnell um die Wette, als Psychosport ab etwa km60 zu betreiben. Die Veranstaltung ist super organisiert. Die Strecke hat immerhin 1000m - ich habe gehört, dass es vergleichbare Events auch auf 400m-Bahnen gibt...wie furchtbar. Die Verpflegung war sehr liebevoll - über die gesamte Zeit sehr abwechslungsreich und reichlich vorhanden.

Einzig kritikwürdig finde ich noch die Frage, ob kleine Kinder an einer solchen Veranstaltung teilnehmen sollten und auch über das Moonlight-Runner-Shirt einen Anreiz bekommen um zwischen 0 und 3 Uhr zu joggen. Das Sieger-Geschwisterpaar (10 und 14 Jahre) der Wertung U15-Jahre lief jeweils 80(!)km. Macht das den Kindern Spaß oder kommt da der Druck von oben? Beide Geschwister sind laut Rundenprotokoll am Sonntag nur noch gegangen...22km. Nochmal die Frage, sieht das aus, als ob die Kinder Spaß haben? Ich hätte sie mal fragen sollen. Eine Antwort bekam ich dafür von einem etwa 7jährigen Jungen, der zeitgleich mit mir und seinem Vater um 3:30 Uhr in der Dusche stand. Er bettelte seinen Vater an, ob er denn dann jetzt endlich ins Bett gehen kann. Ich finde es auch ok, wenn die Kinder eine Sonderwertung für Lauf-km z.B. zwischen 20 und 22 Uhr haben und dann zwischen 0 und 3 Uhr statt laufen, besser ihren verdienten Schlaf bekommen. Aber das ist meine Ansicht...

5
Gesamtwertung: 5 (7 Wertungen)

Du wolltest "vernünftig"???

....aber doch nicht in Rüningen, tststs, guter Witz;-) Irgendwann kriegen wir euch alle, mit Rüningen ist es wie mit fb;-)))
Herzlichen Glückwunsch, du Ultra!!!

Lieben Gruß
Tame

erstmal

herzlichen Glückwunsch zum 100er!!! Und ja, auf der 400m Bahn ist das noch bekloppter ;-)

Zu den Kindern: habe ja nun selbst genug. Ich würde sie nicht nachts laufen lassen, jedenfalls nicht mit 7! Und wenn Sohnemann ins Bett will schon gar nicht.
Andererseits laufen meine gerne und zwar auch gerne gerade solche Läufe. Weil sie da gehen können oder laufen oder Pause machen, wie sie wollen. Wir machen das hier immer beim heimischen 12 bzw. 24h Lauf, wobei die Lieben natürlich nicht die volle Zeit laufen. Ich halte mich da an die offiziellen Wettkampfstrecken, also für meine 9 jährige nicht mehr als maximal 10km. Allerdings ist mir die etwas Ältere in dem Alter schon mal ausgebüchst und hatte am Schluss 20km da stehen mit 11 Jahren, das war aber mit Pausen.
Beim historischen 24h Lauf in Wolfenbüttel war seinerzeit meine damals 14 jährige mit und ist gelaufen und hat mal Pause gemacht und mal geschlafen wie die "Großen". Zwischenzeitlich war sie ein paar Stunden bei Oma und Opa und die restlichen Stunden ist sie in trauter Eintracht mit der "Konkurrenz", einem Schwesternpaar im gleichen Alter, gewandert - laut quasselnd.
Wenn Eltern nicht triezen machen Kinder Schluss bevor es zu anstrengend für sie wird. Meinte mal der damalige Chef und Arzt der DUV zu mir und ich kann es aus meiner Erfahrung bestätigen.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Glückwunsch zum ersten 100er!

Und jetzt stell Dir mal vor: den darfst Du auch schnell! Da gibt es eine Nationalmannschaft - Du musst nur 7:15h schaffen, schon bist Du drin.

Auf geht's.

Runden - ich hasse sie auch. Deshalb bin ich meinen ersten 100er auch lieber auf einer einzigen Teilrunde gelaufen :kicher:

Dicken Glückwunsch an euch

Dicken Glückwunsch an euch beide.. schöne Rundenzahl.
Ich kann mich sogar an euch erinnern.. hat gut ausgesehen bei euch. .. :-)

Glückwunsch!

Und ja, 24-Std-LLäufe gehen auch auf die Psyche.

Gruß Nicole

Willkommen im Club. Die

Willkommen im Club.
Die 100'er sind schon eine Hausnummer für sich. Hier entscheidet fast immer der Kopf.
Nicht zu schnell angehen, auch wenn es locker fällt. Und nach einer Pause noch einmal in die Gänge kommen kostest viel Willen. Sehr gut gemacht.
Und was folgt nun???
Nächstes Ziel schon vor Augen?

LG

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

Ich habe ja lange überlegt,

Ich habe ja lange überlegt, ob ich mir nun auch noch die Einzelheiten zu dem, was ich Sonntag mittag bei meinen 16 Runden Rüningen gesehen und von dir gehört hatte, antun muß, indem ich das hier lese? Ok, ich habs getan, Respekt nicht nur vor deinen 100 sondern auch vor diesem Blog über 100 doch eher eintönige Runden Ultra! Und danke für deine geteilte Erfahrung, denn ich weiß jetzt noch sicherer: ich brauche das erstmal NICHT. Ultras als Landschaftslauf: Bestimmt superschön, Rüningen als Jogmap-Treffen: Super und gerne wieder, aber Kreiseln gegen den Kopf (und in meinem Fall auch sicher gegen den Körper): NoGo für mich.

Danke fürs streckenweise Mitnehmen ;) LG Britta

Bin gerade über Deinen

Bin gerade über Deinen Beitrag gestolpert und möchte doch was dazu sagen, da ich der Vater des (fast) 7-jährigen bin, den Du zitierst. Da möchte ich doch bitten in ein paar aufgeschnappte Gesprächsfetzen unter der Dusche nicht zu viel reinzuinterpretieren.
Ja Dominik wollte da nicht mehr Duschen und schnell ins Bett, aber wirklich auch nur Duschen. Die Motivation für die Lauferei davor kam aber 100% von ihm selbst, nur danach Duschen wollte er nicht.
Er wollte sich auch nicht mit den 10km, die für Kinder für's T-Shirt notwendig wären, begnügen, sondern wie die Großen laufen. Das ist meiner Meinung auch der Pferdefuß am 20 - 22 Uhr Vorschlag. Zumindest meiner hätte das nicht angenommen.
Und zu keiner Zeit habe ich ihn motivieren oder gar "zwingen" müssen weiter zu laufen!
Am Sonntag war dann einfach Schluss, er konnte nicht mehr laufen und hat das auch nicht mehr getan und ist auch nicht gegangen nur um km zu sammeln.
Am Ende des Tages war er sehr fertig, aber auch sehr glücklich und stolz.

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