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Moin zusammen!

Zurückgekehrt an den heimatlichen See und erst einmal eine Vielzahl an Geocaches geloggt will ich nun auch einen kleinen Wettkampfbericht nachschieben. Schön war's wieder an Deutschlands größtem Binnensee, der Müritz, ein Naturparadies geschaffen für Wassersportler und (Rad-)Wanderer und natürlich für Läufer.

Am vorletzten Augustwochenende lud der ESV Waren zum 14. Müritz-Lauf und knapp 900 Teilnehmer erhörten den Ruf (ein deutlicher Rückgang). Gestartet wird in den Wettbewerben 75km Ultralauf (einmal um die Müritz), 75km Staffellauf (zu zweit bis acht um die Müritz) sowie 26,5km Städtelauf Röbel-Waren (Endteil der Müritzrunde), der Wettbewerb der Handbiker musste gestrichen werden. Ich selbst trat zum vierten Mal zum Städtelauf an, frohen Mutes und in Begleitung der inzwischen wettkampflogistikerprobten guten Freundin Doreen. Unsere Unterkunft keine 100m vom Ziel entfernt ließ keine Wünsche offen. Der Wettergott kannte auch kein Halten, vertrieb die meisten Wolken und sorgte für meist sonnige knapp 20 Grad und leichten Wind aus Südwest. Also optimale Bedingungen.

Die letzten Vorbereitungen laufen inzwischen routiniert. Frühstück, Rucksack packen, Anreise zum Startort am Röbeler Stadthafen, warmlaufen, stresspinkeln. Läufer 278 ist bereit. Und pünktlich um 11 wird per Pistolenknall der Städtelauf nach Waren gestartet. Die Ultras (Start 8 Uhr) und Staffeln (9 Uhr) waren irgendwo 'hinter' uns bereits auf der Strecke, in der Vergangenheit hatten mich die Führenden der Wettbewerbe oft im Bereich um Klink eingeholt. Aber erst mal so weit kommen...

Die Route führt kurz durch Röbel, weicht hier von der Route der Müritz-Runde ab (wieso auch immer) und führt über die Felder in den nächsten Ort Gotthun, vereinigt sich wieder mit der Rundenroute und führt nach einem kurzen Abstecher an die Bundesstraße nach Zierzow. Hier wechseln die Staffeln zum vorletzten Mal - der "Staffelzirkus" ist hier aber, anders als in Röbel, noch nicht angekommen - und wir Städteläufer haben knapp das erste Drittel der hügeligen Strecke hinter uns. Hier schlage ich die angebotene Flüssigkeit nicht aus, ein kurzes Durchatmen, treffe auch auf meine Begleitung, die mir sagt, ich sei flott und solle nicht so viel quatschen und mich weiterschickt. Also, weiter geht's.

Es geht über Sietow grob Richtung Nordost gen Waren. Ein erstes Waldstück bringt angenehmen Schatten. Das Läuferfeld ist inzwischen weit auseinander gezogen, ich arbeite mich langsam voran, werde gelegentlich auch selbst überholt, es läuft gut. Plötzlich piepst es an der Läuferin neben mir (piepsende Läufer nehmen eindeutig zu), ich schaue erstmals auf meine eigene Uhr - eine Stunde um, wir befinden uns gerade zwischen Kilometer 12 und 13. Voll im Plan für mein Ziel, die 2:20 endlich zu knacken.

Weiter über Sembzin nach Klink. Ich genieße die Schönheit der Laufstrecke und lasse die Gedanken schweifen. Weniger Anfeuernde an der Strecke als in den vorherigen Jahren, aber auch weniger Radler, die sich früher teils rüde ihren Weg bahnten, zwischendurch scheinen einige Streckenmarkierungen an Weggabelungen zu fehlen. Und zum Glück weniger heiß dieses Jahr, an der Müritz kann man auch Hitzeschlachten schlagen. In Klink kurz vor dem letzten Staffelwechsel traf ich nochmals auf mein persönliches Einpersonen-Supportteam, lehne das dargebotene Isobeutelchen dankend ab und trabte weiter. Nicht mehr ganz so schnell und frisch nach etwa zwei Dritteln der Strecke, aber weiter bestens gestimmt.

Hinter Klink geht es auf verschlungenen Wegen auf und ab Richtung Ziel, im Abstand von etwa 500m wird mir eine Reststrecke von 5km angekündigt, merkwürdig. Vorbei an Campern und Laubenpiepern geht es in die Stadt. Am Volksbad, zwei Kilometer vor dem Ziel, eine letzte Tränke, auch für mich, dann geht es über die lange Gerhard-Hauptmann-Alle, am Müritzeum und der Altstadt vorbei zum Hafen. Zwei Läuferinnen überholen mich noch, ein Mithalten ist mir nicht möglich, die haben noch deutlich mehr Körner in den Beinen als ich. Aber schließlich schwenke auch ich auf die Zielgerade im Warener Stadthafen, nachdem ich die üblich schlecht gesicherte Parkplatzzufahrt, die den Weg kreuzt, diesmal anstandslos passieren konnte, die letzten hundert Meter Sprint über das holprige Pflaster, ein Blick auf die Zieluhr stimmt mich ungemein glücklich. Nach 2:15 übertrete ich die Ziellinie, Mission erfolgreich, stolz wie Bolle und seeehr glücklich.

Und wieder liegt ein wunderschöner und erfolgreicher Müritz-Lauf hinter mir, der Abschied am Sonntag fällt wie immer sehr schwer. Ein Dank an die Organisatoren und Betreuer an der Strecke für dieses Lauferlebnis. Dieses Jahr scheint vieles besser geklappt zu haben, ich jedenfalls kann nichts kritisieren. Und Dank natürlich an meinen persönlichen Support.

Im Städte-Lauf wurde übrigens ein neuer Streckenrekord aufgestellt: 1:33 nach 1:42 aus dem Jahr 2008, auch der Zweit- und Drittplatzierte blieben unter der alten Bestzeit. Der Sieger des Ultras kam nach 5:53 wieder in Waren an, 12 Min. vor den ausgerufenen Favoriten, der Sieger im Staffellauf stand nach 4:34 fest. Eingeholt habe mich in diesem Jahr also keiner der anderen Wettbewerbe.

Am 22.8.2015 rufen ESV Waren und die Müritz zum 15. Müritz-Lauf. Alle Infos unter www.mueritz-lauf.de. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen!

schöne Grüße aus dem Norden

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Hallo forestfriend, 2012

Hallo forestfriend,

2012 habe ich auch an dem Müritz-Lauf teilgenommen, die 26,5 km. War ein tolles Erlebnis, was ich eigentlich auch in diesem Jahr wiederholen wollte. Leider konnte ich aufgrund einer Knieverletzung viele anvisierte Läufe nicht laufen, so auch diesen nicht. Habe mich deswegen auch ein wenig geärgert. Aber was nich is, is nich.

Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Ich kann diesen Lauf auch nur weiter empfehlen. Es war zwar ganz schön anstrengend (30 Grad, viel Sonne)für mich, aber landschaftlich toll. Ich bin mit den Siegern des Ultralaufs ins Ziel gekommen und denen hat man keine große Anstrengung angesehen. Wow.

annettirene

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