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Verletzungsbedingt habe ich im Sommer letzten Jahres ja Radfahren und dann im Herbst auch Schwimmen als Ausgleichstraining in mein Training aufgenommen.
Es bot sich also für 2014 an, mal die ersten Triathlons zu bestreiten.

Teilgenommen habe ich dann an diesen Veranstaltungen:

1) 11.05.2014: MRRC Stadt-Triathlon München, Sprint: 400m-19km-5km
2) 23.06.2014: Stadttriathlon Erding, Olympisch: 1500m-46km-10km
3) 12.07.2014: Ammersee-Triathlon, Sprint (Landesliga): 750m-22km-5km
4) 17.08.2014: 3MUC Triathlon München, Olympisch: 1500m-19,2km-9,6km

Die Rennverläufe im Detail (Zeiten und Platzierungen weiter unten):

1) Stadt-Triathlon München

Ein detaillierter Bericht steht als Nachtrag im Blog hier.

2) Stadttriathlon Erding

Strecke: hier

Die Veranstaltung war als Teil der internen Vereinsmeisterschaft von Triathlon Karlsfeld ein Saison-Highlight und dementsprechend gut besucht.
Das Wetter war Bilderbuch-mäßig, eitel Sonnenschein bei 22 Grad.

Beim Schwimmen hatte ich einen verdammt guten Tag und viel Glück:
Bei meinem ersten Freiwasser- und Massen-Start im Schwimmen hatte ich kaum Körperkontakt, kam gut um die erste Boje rum und hatte ab da fast durchgängig sehr passende Wasserschatten-Spender vor mir. Ich kam dann überraschend weit vor ähnlich starken Vereinskollegen aus dem Wasser.

Der erste Wechsel verlief unspektakulär, nur beim Aufsetzen aufs Rad glaubte ich so ein ungewöhnliches Geräusch hören und bin nach ein paar Metern stehen geblieben, um mein Hinterrad auf einen Platten zu prüfen. :o

Dann ging's forsch und frei weiter auf die Radstrecke (2 Runden mit Wendepunkt) und ich gab auf der Hinstrecke mit Rückenwind mächtig Gas. Das rächte sich dann schon etwas auf der Rückstrecke mit Gegenwind, wo mich dann der erste Vereinskollege überholte. Auf der zweiten Rückstrecke überholte ich erste eine später gestartete Vereinskollegin auf ihrer ersten Runde, aber noch vor der Wende kassierte sie mich wieder ein. Ich hatte Mühe einigermaßen dran zu bleiben. Auf dem Rückweg brach ich dann ziemlich zusammen und rettete mich kraftlos pedalierend auf die Laufstrecke.

Das Laufen ging nach einem Eingewöhnungs-Kilometer ziemlich gut und ich flog auf den zwei malerischen Stadt-Runden gefühlt an etwa hundert Leuten vorbei. Dieser Lauf auf der kurzweiligen Runde war für mich natürlich das Highlight des Tages. Im Endspurt konnte ich einen anderen Vereinskollegen leider nicht mehr rechtzeitig überraschen, der dann 3 sec vor mir ins Ziel lief.


Schon etwas ausgemergelt auf der 2. Laufrunde

Trotzdem war für mich die erste Olympische Distanz ein schönes Erlebnis und machte Lust auf mehr. Vielleicht nur nicht unbedingt mehr Radfahren. ;)

3) Ammersee-Triathlon

Strecke: hier

Dort wollte ich für etwas mehr Ausfallsicherheit in unserer Landesliga-Mannschaft sorgen, denn da müssen ja mindestens 3 Leute pro Team ankommen, um in der Wertung zu bleiben.
Mir tat seit zwei Wochen wieder mal mein Fuß weh bin deshalb seit dem nicht mehr gelaufen. Ich erwägte, nach dem Radfahren auszusteigen, falls ich Probleme bekomme und 3 Leute unserer Mannschaft bis dahin durchkämen.
Gestartet sind wir dann zu fünft, bei unglaublich miesem Wetter: Auf der Hinfahrt regnete es wie aus Kübeln, für die früheren startenden Schüler wurde wegen eines Gewitters über dem See ein Duathlon durchgeführt. Wir "durften" dann in den doch recht stürmischen Ammersee.

Kurz nach dem Massenstart erlebte ich in eigener Haut mit, was es heißt, eine Panikattacke zu bekommen. :o
Alles schlug um mich herum und auf mich drauf, jemand schwamm seitwärts über mich drüber, die Sichtweite unter Wasser war gleich Null und alles war braun, darüber kamen erstmal die Wellen und die herumspritzende Gischt und darüber waren die Wolken ein Brei in dunkelgrau. Ich bekam Angst um meine Rippen, Platzangst, Atemnot und Orientierungslosigkeit alles zur gleichen Zeit.
Sehr bald wollte ich nur noch Luft und meine Ruhe und fragte mich, was ich hier eigentlich mache. Umkehren? Kommt auch blöd, erstmal ein paar Züge Brust schwimmen und Abstand gewinnen. Den hatte ich jetzt am äußersten Rand des Feldes.
Dann folgte ein paar Meter Kraulen und Brust im Wechsel, mein Kopf und Atem-Rhythmus war noch immer im Panik-Modus.
Nach der Wende konnte ich dann wieder einigermaßen beruhigt zurückkraulen, zusammen mit den Brust-Schimmern neben mir. Entsprechend indiskutabel war die Schwimmzeit.

Viel aufholen konnte ich auf dem 500m langen Weg zur Wechselzone nicht, aber immerhin ging der Wechsel recht gut.

Auf dem Rad wollte ich den Fehler von Erding vermeiden und die erste von 6 Wendepunkt-Runden locker angehen und dann langsam steigern. Spaß machte das Ganze nicht wirklich, vor allem während eines kurzen, aber heftigen Regengusses. Ansonsten plätscherte alles so dahin: Meine Pedaliererei, Wasser von oben, Wasser von unten.


Was mach ich hier eigentlich?

Am Ende war ich zwar noch einigermaßen fit und habe dadurch den Fehler von Erding tatsächlich nicht wiederholt, allerdings hab ich auf einen radstärkeren Vereinskollegen auf dieser Radstrecke 3:40 Min. verloren, wo ich in Erding auf mehr als doppelter Strecke "nur" glatte 5 Minuten verloren habe.
Am Ende war also meine Radleistung an diesem Tag subjektiv besser, aber objektiv noch schlechter, als in Erding.

Vorm Wechsel hab ich es noch verpennt meine Radschuhe während des Fahrens auszuziehen. Beim ungeschickten Versuch, mit Renn-Klickies abzusteigen bekam ich dann auch sofort eine Krampf in der linken Wade. Ich schrie erst auf, konnte aber dann doch zu meinem Platz humpeln und mir im Sitzen erstmal schön langsam die Schuhe anziehen. Schnellschnür-Senkel hätte ich dafür nicht unbedingt gebraucht.

Immerhin ging's relativ beschwerdefrei auf die 5 Runden der Crosslauf-Strecke. Endlich meine Disziplin, endlich etwas das Spaß macht! Ich horchte natürlich in meinen Körper hinein, aber mit dem Fuß schien alles gut zu sein. Ich konnte die drei Vereinskollegen vor mir sogar noch einholen, allerdings hatte ich dann noch eine Runde mehr zu laufen. :/

Wenigstens war nach dem Triathlon mein Fuß beschwerdefrei. Auch die Tage danach hatte ich keine Probleme mehr. Hier schien die Bewegung tatsächlich irgendetwas behoben zu haben. Dieser befreiende Lauf am Ende war es letztendlich auch wert, das Desaster mitzumachen.

4) 3MUC Triathlon München

Strecke: hier

Ein Heimspiel bei 19 Grad kühlem Bilderbuch-Wetter versprach der perfekte Saison-Abschluss zu werden. Schließlich hatte ich nun schon einige Lektionen gelernt.

Beim Schwimmen im sehr kalten, aber klaren Wasser der für die Olympiade 72 angelegten Ruder-Regatta-Strecke verlief der Start recht entspannt.
An den beiden Wendebojen verdichtete sich das Feld wieder etwas. Danach wollte ich einen gefühlt langsamer werdenden Wasserschatten-Spender rechts überholen, da wollte mich rechts einer überholen und die beiden nahmen mich so dermaßen in die Mangel, dass ich mich lieber wieder zurückfallen ließ.
Dann setzte ich links zum Überholen an, wo weit und breit niemand schwamm :o
Immerhin hatte ich jetzt unter Wasser eine längs dem Becken verlaufende Schnur im Blickfeld, damit war Zick-Zack-Schwimmen ausgeschlossen. Zwar kam ich etwas weiter links von der Ausstiegs-Stelle an, aber egal. Insgesamt war der Schwimm-Verlauf nicht ganz so optimal wie in Erding, aber ganz ok.


Im Hintergrund die Regatta-Strecke

Der erste Wechsel verlief auch recht gut, nur dass ich aus Versehen die Stop- statt der Lap-Taste auf meinem Garmin drückte, was ich erst im Sattel bemerkte. :-/

Auf der ersten von 8 Runden um die Regatta-Strecke herum war ich also erstmal beschäftigt, meine Uhr wieder einzustellen. Wollte eh einigermaßen locker anfahren. Danach lieferte ich mir ein Privat-Duell mit einem älteren Herren, den ich immer auf der Rückenwind-Strecke überholte, während er mich im Gegenwind-Teil kassierte.
Ab der fünften Runde zündete ich dann mein Gel und musste mir andere Gegner suchen. Das machte jedenfalls durch die ganzen Überrundungen sogar ziemlich Spaß, da kam ich mir als Radfahrer mal gar nicht so langsam vor.

Beim Wechsel aufs Laufen klappte auf etwas tauben Füßen der zweite Schuh erst auf den dritten Versuch, dann schnappte ich mir ein Gel, aber machte den Fehler, das angebotene Wasser abzulehnen, was zu einem Hustenanfall auf den ersten paar hundert Metern führte. Trotzdem fand ich meine Laufleistung einigermaßen passabel, auch wenn ich "nur" zweiter unseres Vereins wurde. Im Vergleich zu Erding konnte ich mich bei etwas kürzerer Strecke immerhin um 6 sec/km steigern (lt. Garmin).

Die etwas langweilige Laufstrecke (4 Runden um die Parkplätze) sorgte dafür, dass mir ausnahmsweise das Radfahren schöner in Erinnerung blieb. Ist ja auch mal ganz nett.

Zeiten und Platzierungen


Zeiten

Da Bilder auf einen Blick mehr sagen als Zahlen, hier ein Diagramm, wo ich mit meiner Gesamt- und Einzel-Disziplins-Leistung im Starter-Feld der Männer bzw. der Altersklasse (gestrichelt) lag.


Platzierungen

Meine Laufstärke ist klar. Im Radfahren liegt meine größte Schwäche. Auch klar, weil ich nun mal lieber Laufen als Radfahren trainiere (erst recht im Winter und bei sub-optimalem Wetter) und beides um die freie Trainingszeit konkurriert. Dagegen ist das Schwimmtraining v.a. im Winter durch die Vereins-Trainings recht klar strukturiert und meine Schwimm-Leistung entspricht in etwa auch meinen Platzierungen.
Im relativ stark besetzten Liga-Wettkampf ("Elite-Sprint") war ich bei schlechter Tagesform einer der Schlusslichter des Feldes, aber ansonsten bin ich recht zufrieden mit den Ergebnissen.

Ausblick

So weit fand ich die Triathlons recht abwechslungsreich und unterhaltsam.
Für den Herbst hoffe ich, dass sich mein Fuß weiter stabilisiert und ich doch noch den ein oder anderen Wettkampf laufen kann, ich hoffe das Beste *toi-toi-toi*.
Im nächsten Jahr würde ich gerne mal mindestens eine Mitteldistanz machen, da müsste sich meine Ausdauer-Stärke doch auszahlen.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Schwäche im Radfahren

lässt sich trainieren, macht aber auch nichts. Die Ausdauer hast du. Und bei den den längeren Strecken wirst du noch stärker feststellen, dass es allemal psychologisch besser ist beim Laufen einkassieren zu können als gehen zu müssen. Die Mehrzahl der Hobbytriathleten fährt Rad wie Bolle und wandert dann beim Laufen, selbst (oder vor allem) bei mir hinten im Feld. Da kann dann selbst ich noch überholen ;-))

Geh ran an die Mitteldistanz! Und dann sind wir alle mal gespannt, wann die erste Langdistanz folgt ;-)

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Tolle Grafik für Statistikfreunde!

Das man den ELQ (Erlebnislistenquotienten) auch so herrlich darstellen kann, ist super. Hast Du das selber gemacht, oder gibt es da irgendein Programm, welches Deine Daten entsprechend so verarbeitet?
Beste Grüße und weiter so...

Elq

Geniale Wortschöpfung, die übernehme ich. Oder hast du da schon ein Patent drauf? ;-)

Die Formel hab ich selber in die Tabellenkalkulation eingegeben in lautet:
( 1 - ( Platz - 1 ) / ( Teilnehmer - 1 ) ) x 100%

Macht natürlich keinen Sinn in einem Rennen mit 1 Teilnehmer, aber so ist das Leben.
Die Formel ist hiermit OpenSource ;)

.

ELQ ist etwas einfacher...

Schau hier , wenn Du möchtest. Aber er sagt im Prinzip dasselbe aus. Nur diese schöne Grafik war mir neu.
Gut, dass es noch mehr so verrückte wie micht gibt ;-)
Best Grüße

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