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Benutzerbild von running_with_scissors

Im Mai verfasst, jetzt erst fertig gestellt

Schon Mitte letzten Jahres habe ich ja versucht, meine verletzungsbedingt ausgefallenen Lauf-Kilometer durch Radtraining zu kompensieren. Im Winter kam dann Schwimmtraining in der Triathlon-Abteilung noch dazu.
Da lag es nahe, mal tatsächlich einen Triathlon auszuprobieren. An meinem 31. Geburtstag, war es dann so weit.

Ausgesucht für meinen ersten Auftritt als Triathlet - ich! Triathlet! Im Sport-Unterricht trug ich mal ein T-Shirt mit der Aufschrift "Sport ist Mord" - hab ich mir die Volksdistanz im Münchner Olympiapark: 400m Schwimmen, 19km Radfahren und 5km Laufen. Dazwischen natürlich Umziehen auf dem Rasen vorm Olympiabad.
Link zur Strecke: hier
Ich geh's mal ohne große Vorreden phasenweise durch:

Schwimmen

Als Einsteiger war ich über die "Strecke" natürlich sehr glücklich. 8x50m Bahnen ohne Neo waren mir zum Einstieg deutlich lieber als kaltes Freiwasser mit Neo. Dafür hab ich sogar Rollwenden geübt und dank Tips im Training nach etlichen Versuchen irgendwann auch einigermaßen hinbekommen. Dankbar ist natürlich auch, dass man dort keinen Massenstart hat, sondern die Teilnehmer mit 8-12sec. Abstand ins Wasser gehen, so ca. nach absteigender Schwimmzeit sortiert. Ich hab mich optimistisch mit 6:59 Minuten gemeldet und startete folglich schon recht weit hinten. Handgestoppt hab ich für die 400m dann tatsächlich 6:58 Minuten gebraucht, womit ich meinen bisherigen persönlichen Rekord für die Strecke um einen Sekundenbruchteil unterboten habe.

T1

Auf den Beinen zum Rad war ich schon einigermaßen wacklig. Mindestens 4 Leute, die nach mir aus dem Becken kamen, haben mich direkt überholt. Es war recht kalt draußen und ich wollte das Rennen lieber langsam genießen als schnell frieren. Das führte zu einer Reihe von Wechsel-Verzögerungen:
1) Ich hab erstmal meine Füße und meinen Oberkörper mit nem Handtuch abgetrocknet.
2) Ich bin trotzdem nicht recht in das (trockene) Oberteil meines Zweiteilers gekommen, weil sich irgendwas verdreht hat und ich nochmal rausschlüpfen musste und das Teil umdrehen.
3) Ich hab mir mühsam noch zwei Armlinge über die feuchten Handgelenke gezerrt.
4) Dann noch eine Radweste angezogen und den Reisverschluss schon mal zugemacht.
5) Ich hab die Rennradschuhe nicht am Rad gelassen, sondern hab die Mountainbike-Schuhe am Platz angezogen, weil man mit denen besser Laufen und Aufsteigen kann. Ich hab zwar das Aufsteigen mit am Rad angeklickten Rennradschuhen am Tag zuvor geübt, aber nicht mit nassen Füßen und wollte da lieber nichts riskieren. Außerdem fühl ich mich mit Mountainbike-Klickes auf dem Rad wesentlich sicherer als mit Rennrad-Klickies, die gehn einfach besser zum Ein- und Ausklicken und mit denen kann man auch ausgeklickt recht gut weiter treten.


Wer hat sich warm angezogen?

Radfahren

Vor dem Radfahren hatte ich am meisten Respekt. Zwar hab ich im Trainingscamp vor zwei Wochen gelernt, was es heißt mit über 30 Sachen in einer Gruppe zu fahren, aber diese ganze Rennsituation behagte mir nicht so recht. Zwar gabs offiziell Windschattenverbot, aber bei den teilweise schmalen Wegen im Olympiapark und den 1500 Teilnehemern, kann das trotzdem schonmal enger werden.
Nicht nur wegen den engen Wegen, sondern auch wegen den heiklen Kopfsteinpflaster-Passagen bei der Ein- und Ausfahrt des Olympiastadions hatte ich auch noch einen Heiden-Respekt vor der Strecke. Zudem wars auch noch nass und als ich grade mein Rad zum Check-In schob, hats auch schon direkt vor meiner Nase einen Teilnehmer des Jugend-Triathlons hingelegt, eben bei der Ausfahrt aus dem Olympiastadion auf dem noch feuchten Kopfsteinpflaster.
Auch in meiner ersten Rad-Runde, die ich bewusst vorsichtiger gefahren bin, hat sich an anderer Stelle ein Radfahrer im Kurvenradius verschätzt, ist von der Fahrbahn abgekommen und hat sich auf den Asphalt gelegt und der Nachfahrende ist direkt drüber. :o
Trotzdem hat mir vor allem die lange, flache Rückenwindpassage ziemlich Spaß gemacht. Wann hat man schon mal die Gelegenheit mit 45 Sachen (im Rückenwid) durch den Olympiapark zu brausen, unter wenig Beifall der von den Wegen verdrängten Fußgänger.
Nur einmal wurd's brenzlig, da wollte ich eben auf dem ca. 1-1,5m breiten Weg mit Rückenwind jemand überholen, da schreit einer von hinten "Vorsicht links!", ich mach einen leichten Schwenker nach rechts auf die Fahrbahnmitte, wodurch der Langsamere erschrickt und auch nach rechts zieht und von der Fahrbahn abkommt, während links an mir einer vorbei braust. Zu dritt nebeneinander war dann doch grenzwertig. Der andere ist glaub ich nicht gestürzt, ich hab noch "Sorry" gerufen, aber bin mir eigentlich keiner Schuld bewusst.

T2

Das elegante Absteigen mit Mountainbike-Schuhen hab ich im Training deutlich besser hinbekommen. Im Rennen war das ein Full-Stop direkt an der Wechsel-Linie und weniger effektiv. Zudem hab ich natürlich das Ausziehen der Schuhe auf dem Rad nicht mit den Mountainbike-Schuhen geübt und deswegen nicht dran gedacht, das zu machen.
Dann war ich im Eifer des Gefechts auch noch zu blöd mein Rad richtig auf den Ständer zu heben, aber immerhin hab ich den Platz gleich gefunden, ist ja auch schon mal was. Trotzdem musste ich natürlich noch meine Armlinge und die Weste ausziehen, was sich andere gespart haben. Wenigstens hab ich mir noch kurzfristig Triathlon-Schnürsenkel zugelegt, also das Zubinden gespart.


Teil der Radstreck im Hintergrund

Laufen

Es hat einen Kilometer gedauert, bis das etwas weiche Gefühl in den Beinen vorbei war. Da ist das Koppeltraining evtl. noch ausbaufähig, aber eigentlich war's halb so schlimm. Der erste Kilometer war zwar mit 4:13 etwas langsamer, die weiteren lagen immer so um die 4 Minuten, eher darunter. Für einen Kurs mit 4 Runden mit insgesamt 7 Wendepunkten und einem kleinen Hügel dazwischen fand ich das ganz ordentlich. Eigentlich hab ich mich dann am Ende recht wohl gefühlt und hätte gefühlt noch 5km weiter laufen können.

Zeiten und Platzierungen

Zeit:
1:06:11,8 (223)
Swim:
0:07:03,2 (253)
T1:
0:02:54,2 (560)
Bike:
0:34:02,3 (208)
T2:
0:02:03,7 (551)
Run:
0:20:08,4 (128)

Fazit

Mein oberstes Ziel, beim ersten Triathlon Spaß zu haben, hab ich erreicht. Das machte Lust auf mehr.


Fortsetzung: Rückblick auf die Triathlon-Saison

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Schöner Bericht

Klingt gut und du hattest dich offenbar top vorbereitet.
Als Läufer (und noch dazu so schnell wie du) hast du ja den Vorteil, am Ende noch ein paar Konkurrenten einzusammeln. Also willkommen bei den Triathleten nach diesem gelungenen Einstand, gratuliere nachträglich auch zum Geburtstag und werde dir diese "Kopplung" am kommenden Sonntag nachmachen...

Gruß aus Braunschweig, Mone

Hört sich nach einem

gelungenen Einstieg an. Viel Spaß weiterhin!

Die Wechselzeiten scheinen aufbaufähig zu sein - versuch's mal mit einem Oberteil mit durchgehendem Reißverschluß. Mir hat das viel Frickelei gespart. Schnellschnürer hast Du ja schon.

Ich fahr immer noch mit MTB-Schuhen und spar mir das am Rad an- und ausziehen immer noch. Dafür kann ich auch auf matschiger Wiese gut laufen. Und mit den Klettverschlüssen bin ich auch fix fertig.

Koppeln wird völlig überbewertet - das "komische" Gefühl hast Du auch bei kaltem Regenwetter. Da dauerte das bei mir fast 5km bis man das "laufen" nennen konnte. Eisklumpen sind halt auch keine Füße. Und wie Du ja schreibst: das gibt sich normalerweise nach den ersten 1-2km.

Zeit ist genial

finde ich, und die Wechselzeit für deine Umzieherei auch! Ich würde über einen Einteiler nachdenken bzw. im Zweiteiler schwimmen. Ggf. kurz Radjacke drüberziehen und gut ist. Armlinge über feuchte Haut ziehen stelle ich mir in der Tat interessant vor.

Willkommen bei den Trias!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

danke für den Zuspruch

Zweiteiler mit schimmtauglichen Oberteil mit Vereinslogo ist bereits bestellt :-)

Inzwischen Fahr ich lieber mit Rennradschuhen, aber steige am Platz auf, auch wenn man damit schlechter laufen kann.
beim zuschauen sieht man erstmal wieviel Leute das Aufsteigen mit eingeklinkten Schuhen versemmeln und damit bestimmt mehr zeit verlieren als einsparen.

trotzdem erwäge ich den Kauf von Triathlon Schuhen, weil eine Platte meiner Rennschuhe nur noch von 2 statt 3 Schrauben gehalten wird. :-/

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