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Benutzerbild von Schalk

Montag 11.08., Refugio Sella- Refugio Dondena
Heute wollte ich zeitiger los. Abends schon alles weitgehend zusammengepackt. Aber irgendwie habe ich auch diesmal nicht so den Absprung geschafft. Hier und da Zeit vermehrt. Dann fing es an zu Regnen, also Regensachen an. Als ich sie anhatte, war wieder alles vorbei. Wieder aus. Die Garmin war nicht voll aufgeladen. Irgendwas hatte da an der Steckdose nen Wackligen. Aus dem Grund habe ich auch von dem Tag keine komplette Aufzeichnung der Strecke via GPS. Egal. Der Tag fing gut an. Konnte also nur besser werden.
In der Planung hatte ich vor eventuell die Nacht durchzulaufen, um die bisher „verlorene“ Zeit wieder aufzuholen. Es ginge dann an den Hütten Dondena (km124) und Coda (km166) vorbei bis Alpenzu (km207). Ich war km95. Allerdings bräuchte ich da noch nen Plan bzgl. Verpflegung.
Jetzt ging es erst mal bergab bis Cogne und dann zur Hütte Sogno di Berze, die ich ja eigentlich am Vorabend schon erreichen wollte. Der Weg abwärts war ganz gut zu laufen. Durch den Regen teils etwas matschig. Aber das ist ja normal da oben. Eine Waldautobahn wird dort gerade angelegt. Mit einem schalkschen Lächeln fragte ich die Bauarbeiter, ob sie bis zum TdG fertig wären. „Impossibile!“ war die Antwort. Als wenn ich mir’s nicht schon gedacht hätte.
Irgendwann verläßt man den schönen Waldweg und es geht ein wenig Straße nach Cogne rein, rechts weg und dann immer schön stetig leicht nach oben nach Lillaz. Ein breiter Forstweg, einfach nur Wandern. Langweilig. Km-Schrubben. Egal. So weit war es nun auch wieder nicht.
Am Ende von Lillaz verschwindet man wieder im Wald. Und außer dass es sich elendig zieht, ist es dort wirklich sehr, sehr schön.


Und immer weiter geht es hoch. Nein, es ist nicht steil. Stetig leicht bergan. Man verläßt den Wald und kommt in ein laaaaanges Tal. Wiese ist da. Und hier und da ne Alm. Und vor allem viiel Tal und ein nicht enden wollender, stetig leicht ansteigender Pfad. Am Kienberg läuft man so was. Aber da ist der Anstieg immer nach 1km zu Ende. Hier ist es mir „zu steil“ zum Laufen. Mag sein, dass der Rucksack seins dazu beiträgt. Beim TdG werde ich dies wohl aber sicherlich auch eher zügig wandern, als Laufen. Wir werden es sehen.
Der Blick zurück von irgendwo im Tal aufgenommen…

… und der Blick von da nach vorn:

Von der Hütte ist keine Spur zu sehen. Gibt’s die überhaupt? Das muß sie sein. Fehlanzeige. Dort? Nee, auch nicht. Alles Almen, die nicht am Wegesrand lagen. Kurz vor 12 verzehrte ich dann das in Sella mitgenommene Panini und ging gestärkt weiter Richtung Rifugio Sogno di Berze – um es keine 10 Minuten später zu erreichen. 5:30h hatte ich bis dahin benötigt. Das wäre auch nix geworden, wenn ich am Vortag eine Stunde eher losgewandert wäre. ;-) Die Hütte ist so wunderbar in der Pampa, dass es sicherlich deutlich schicker gewesen wäre dort zu übernachten, als in der übervollen und zu dem teuersten Hütte der ganzen Woche zu übernachten. Egal. Hilft nix. Mit dem Wirt quassele ich noch ganz lustig und da ich gerade gegessen hatte, ging es dann doch bald weiter. 300m geht es noch mal hoch…

… und dann abwärts zur Hütte Dondena. In meinem ersten Plan wollte ich diese Hütte schon am zweiten Tag erreichen… Hihi, klassische Überschätzung der Gegebenheiten!
Während ich beim Loslaufen an der Hütte Sella noch auf dem Trip war die Nacht durchzulaufen, hatte der erneute Versorgungsmangel in den Bergen (bzw. mehr die mangelnde Verfügbarkeit an „Tankstellen“ auf dem Weg) und die resultierende Abnahme der Bereitschaft des Kopfes mehr als nur zügiges Wandern zuzulassen, doch dazu geführt, dass ich den Gedanken einfach verwarf. Die nächste Hütte war Dondena (km124). Die dann nächste Hütte Coda wäre erst bei km 166. Das ist eine Tageswanderung nach nunmehr neuem Ermessen. Ich kenne den Weg nicht. Irgendwann ist das Akku vom Telefon mit Karte und Track runter. Meist fängt es Nachts an mit Regnen. Alles gute Gründe doch nicht auf Überlebenstraining, sondern mehr auf Lauftraining umzuschalten. Also wird die Hütte Dondena angesteuert, lieber der Rucksack dort gelassen und mal wieder ne Runde ohne Gepäck gedreht.
Lecker war bei Ankunft an der Hütte erst mal nen Kaffee, dann entspannt noch den Rest von dem Brötchen futtern und nach ausgiebiger Pause ging es dann noch einmal los auf nen 10er in die Berge. Das war einfach nur Genuß! Nein, ich hab keine Demboeinheit daraus gemacht, bin nicht den Berg hochgestürmt und runter gehechelt. Zügig, aber nicht zu schnell bin ich mehr oder weniger gemütlich noch mal 400Hm nach oben und der Einfachheit halber denselben Weg wieder runter. Ein janz entspannter Tag.
Als „Belohnung“ gab’s ne warme Dusche ohne Zeitlimit (wie in Sella), einen Mannschafts-Schlafraum mit 16 Betten janz für mich alleine und ein ordentliches Abendessen. Alles gut!
Die harten Fakten:
Gehzeit Sella-Dondena: 7:30h brutto
Km lt. TdG: 30
Positive Hm: 2490
Negative Hm: 535
Lauf zum Lago Miserin
1:14h, 10,5km, 400Hm positive wie negative – Genialer Lauf zum Aufhübschen der Statistik. ;-))
Summe: Es sind wenigstens noch 40km zusammengekommen. Auch wenn’s mir wie nen Faulenztag vorkam.
;-)

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Ah so

mehr oder weniger gemütlich. Jo, mei.
Du weißt genau was Dein gemütlich bedeutet ;)

Mehr Bilder, bitttttte

HimmeHerrGottSakraKreizKruzefixSacklZementNomoi wo is mei Leberkassemmel hi

Faulenztag...

....Nunja, wenigstens hast du wunderschöne Fotos für uns geschossen;-)))
Wuarrr, ich stelle mir gerade vor, welchen Schiss ich hätte, die Nacht dort in den Bergen Mutterseelen allein durchzulaufen. Gut, dass du den Gedanken verwerfen musstest, *grusel!* Natürlich ganz abgesehen von der Anstrengung, *kopfschüttel!*


Lieben Gruß
Tame

Faulenztag? Nö!

Ein Traumtag!!! :o)
Wunderschöne Wildnis...sieht so harmlos aus und doch...
Eine andere Welt mit anderen Werten und anderen Prioritäten!
Abenteuer...ein wahrer Traum!
Danke :o)
Bald dürfen wir auch...

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Ich mache mir echt Sorgen

wenn du schon einen Schlafsaal für 16 Personen brauchst ;-))

Überlebenstraining doddal. Ich bewundere dich.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Verrückt hoch schalk

würde ich mal sagen. Im Leben bist Du da nicht friedlich gewandert. Und ein Schlafsaal für 16 Personen - also ich schlaf auch gern quer, aber so lang bin ich nicht!

Sehr schöne Bilder, eine Gegend von der meine Eltern schwärmen (die haben damals glaub ich die Hochzeitsreise in die Ecke gemacht). Cogne - der Name kommt mir bekannt vor.

Bekloppt, aber nicht

Bekloppt, aber nicht Verückt. Bekloppt biste, aber ich bin froh zuhören das du nicht verückt und leichtsinnig bist. Nachts, alleine, ohne richtige Karte und GPS, auf schlecht makierten Wegen rum zu stolbern, is nich gut.
So nen schwerer Rucksack bremmst ungemein. Diese Ehrfahrung musst ich leztes Jahr auf einer Hüttentour machen.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

Fasznierend

Faszinierend!!Mehr fällt mir dazu nicht ein!

"laufend laufen, laufen wir laufend!"

Das mit dem Schlafraum ...

... janz für mich allein hatte auch ganz praktische Vorteile:
Ich mußte kein schlechtes Gewissen haben den Wecker um 5:30Uhr klingeln zu lassen und ich konnte dann Früh meine Sachen einfach in Ruhe einpacken. Wenn noch andere da schlafen, schmeißt man erst mal alles in den Rucksack, schaut mit der Stirnlampe nix liegengelassen zu haben und sieht zu leise aus dem Raum zu kommen. Es gibt ja Leute, die da Urlaub machen und nicht auf der Flucht sind...
Also sieben Stunden für 20km finde ich jezz schon seehr gemütlich, Waxl. So viel Zeit habt ihr beim TAR nicht!
Ach, zum Refugio Sogno di Berze ging es manchmal schon recht gemütlich zu, Birgit.
Ja, der Rucksack bremste. Das stimmt definitiv. Aber ich glaube für die Knochen war das ganz gut. Da gab es kaum Chancen zu überziehen. Da zog dann was - runter.
Abenteuer? Ja sicher, Wildnis? Naja. Allein? Meist, das stimmt. Und das war gut und OK. Und doch wäre der nächste Ort immer ein, zwei Stunden bergab gewesen - so mal etwas passier und nix mehr geht. Eine Sicherheit war also irgendwie im Hinterkopf immer da, nie ein Unwohlsein. Aber der Kopf wurde mal richtig frei, das stimmt Pferdchen.
Alles gut, Strider. Hast ja gesehen, dass ich äußerlich heil zurückkam. Und dass das nicht nur äußerlich war, fiel dir hoffentlich auch auf, oder?
Spätestens ab 07.09. sind wir dann meist mutterseelenallein im dunkeln da oben in den Bergen unterwegs, Tame. ;-) Allerdings gibt es immer mal einen VP und die Leutchen da werden dann sicher nicht schlafen...
Faszinierend? Da hast du Recht Ricola72. Das war es. Und die Größe der Berge dort und das Panorama jeweils auf dem Sattel, das war schon atemberaubend schön.
;-)

Ich kann mich an deinen Bildern kaum sattsehen

So schön sind die! Und ich erahne, was du da an mentaler Energie getankt haben magst, mitten in der Natur.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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