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Benutzerbild von waldboden

Ein paar ziemlich beeindruckende Daten zu Sport/Laufen und Schutz vor Krebs-Erkrankung, die beim Kongress "Ernährung 2014: Ernährungsmedizin ist Partnerschaft" (vom 26. bis 28.6.2014 in Ludwigsburg) vorgestellt wurden (meine Quelle: http://www.medscapemedizin.de/artikel/4902416)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schreibt, dass bis zu 30 Prozent von Krebserkrankungen mittels gesunder Ernährung und 15 Prozent durch ausreichende körperliche Aktivität verhindert werden könnten (Cent Eur J Public Health 1. 2011; 19:114 und 120).

Unter anderem wurde bei dem Ernährungskongress von Prof. Dr. Marion Kiechle (Direktorin der Frauenklinik rechts der Isar, Technische Universität München) die sogenannte LIBRE-Studie (Lebensstil-Intervention bei Frauen mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs und Nachweis einer BRCA-Mutation) vorgestellt: Bewegung und Diät gegen Brust-/Eierstockkrebs. Die von der Deutschen Krebshilfe geförderte Studie untersucht bei Frauen mit erblichem Brust- und Eierstockkrebs (wegen einer Mutation in den Genen BRCA1 oder BRCA2 extrem hohes Risiko für Brust- und/oder Eierstockkrebs)den Einfluss einer Lebensstil-Intervention auf Tumoren.

Frühere Studien haben gezeigt, dass sportlich aktive Mutations-Trägerinnen im Alter von 45 Jahren deutlich seltener an Krebs erkrankt waren, als inaktive Frauen (43% gegenüber 63%) und dass Frauen, die sich "mediterran" ernährten und die kein Übergewicht hatten, seltener erkrankten.

Hier setzt die von Prof. Kiechle gemeinsam mit Kooperationspartnern initiierte LIBRE-Studie an.

LIBRE untersucht die kombinierte Wirkung von mediterraner Ernährung, ggf. als Mittelmeer-Diät bei Übergewicht und Sport/körperlicher Aktivität. Die Frauen sollen 3 bis 7 Jahre lang nachuntersucht werden. Für diese Studie erwartet man von der Kombination ein Senkung der Brust- und Eierstockrisikos der Risiko-Frauen um über 50 Prozent!

Bei Frauen ohne genetische Vorbelastung hat man bereits eine dosisabhängige Korrelation zwischen körperlicher Aktivität und Brustkrebsinzidenz nachweisen können (Thune I, et al: NEJM 1997;336(18):1269-1275 http://dx.doi.org/10.1056/NEJM199705013361801). Schon 4 Stunden Sport pro Woche senken das Brustkrebsrisiko um bis zu 40 Prozent!

Ebenso reduziert Sport die Rückfallrate bei an Krebs erkrankten drastisch:
Zahlreiche Studien belegen, dass gerade Sport die Prognose nach Brustkrebs erheblich verbessert. Frauen die nach der Diagnose 2 Jahre lang ein striktes Sport-Programm durchführten, erreichten eine Halbierung der Rückfallrate (Holmes MD, et al: JAMA 2005;293(20):2479-2486).

„Das sind fulminante Ergebnisse“, so Kiechle, „Jede Frau sollte sich nach der Diagnose Brustkrebs sportlich betätigen, um ihre Prognose zu verbessern.“

Die Ergebnisse könnten sehr wahrscheinlich auch auf die Normalbevölkerung übertragen werden – eventuell seien die Effekte einer Lebensstil-Intervention in dieser Population sogar noch größer. „Letztlich soll die Studie uns helfen, ein konkretes Präventionskonzept für die Frauen in Deutschland zu entwickeln“, so Kiechle.

Herzliche Grüße und viel Gesundheits-Motivation fürs Laufen ;-)

waldboden

Danke

für die hilfreichen Informationen!

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Kann ich bestätigen!

Bei meiner Krebsdiagnose vor 3 1/2 Jahren erklärte mir mein Arzt, dass ich aufgrund meiner umfangreichen Lauftätigkeiten eine 30 % höhere Heilungs- und Überlebenschance hätte als nicht Sporttreibende.
Nachdem mit Chemo,Bestrahlung OP, NotOP und nochmal Chemo alles überstanden und ich am gesundheitlichen Tiefstpunkt angelangt war, half mir mein starkes Immunsystem mich wieder innerhalb von 1 bis 2 Jahren einigermaßen aufzubauen. Im 3. Jahr lief ich wieder einen Marathon in 4:30.
Um mich weiterhin stark zu halten, laufe ich und laufe und laufe... Das ist wohl meine Lebensversicherung.

Hofpoet

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Gesunder Lebessstil...

...hält gesund. Im statistischen Mittel zumindest.
Eigentlich eine Binsenweisheit. EIGENTLICH.
Um so bitterer wenn es einen trotzdem trifft.

Es wäre zu wünschen, dass jede Frau bei der Vorsorge beim Gynäkologen regelmäßig ins Gebet genommen wird. Meiner macht das. Der fragt JEDESMAL, wieviel Sport in der Woche, was für Sport etc. Aber der ist auch aktiver Triatlet.

da war da noch die Frau...

... Krebspatientin, Diabetes, stark adipös, die mir in einem Darmkrebs-Forum allen Ernstes nach meinen Einlassungen s.o. entgegenschleuderte" Sport ist Mord!!"

Dann wohl eher Suizid .
Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens..

Hofpoet

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unverständlich - in der Tat

Man muss natürlich aufpassen, dass man nicht in die "selbst schuld"-Argumentation gerät bei solchen Leuten. Vielleicht wäre sie mir einem anderen Lebensstil nicht betroffen. Vielleicht aber trotzdem. Man weiß es nicht. Es ist eben Statistik.

gerne ;-)

aber gerne doch poste ich immer wieder solche Studien,
Grüße,
waldboden

beeindruckende Zeilen!

Hallo Hofpoet,
beeindruckend, wie Du schreibst, wenn Du bei Krebser-Erkrankung mit unsicherer Prognose/Überlebenschance, bei wahrscheinlich sehr belastender Therapie am gesundheitlichen Tiefstpunkt es schaffst, wieder ins Laufen einzusteigen und vielleicht sogar daraus besondere Kraft zu ziehen.

Wünsche Dir, dass die Lauf-Lebensversicherung lange hält ;-)

Grüße,
waldboden

vielleicht habe ich...

... einfach nur Glück gehabt! Andere aus meinem Bekanntenkreis hatten es nicht. Da sind immer noch viele Nebenbaustellen, die ein Laufen unmöglich machen können.

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