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Benutzerbild von Sonnenblume2

Vielleicht mache ich mir zu viele Gedanken? Aber da ich das noch NIE in meinem bisherigen Läuferleben gemacht habe, kamen mit dennoch ein paar Fragen in den Sinn.
Also: in meinem Trainingsplan für den Frankfurt-Marathon stand heute erstmals für mich ein langer Lauf mit Endbeschleunigung drin, genau gesagt 25km, die letzten 3km im Marathonrenntempo 5:40/km.
Hmm. Der lange Lauf ist ja primär dafür da, den Fettstoffwechsel zu trainieren. Ich laufe ihn daher ohne Energiezufuhr im GA1-Bereich, sprich nur mit Wasser und mit 3 Kapseln BCAAs vor und nach 2h während des Laufes. In der Regel sind da so nach 1,5 bis 2h meine Kohlenhydratspeicher aus Leber- und Muskelglykogen leergelaufen, und ich laufe dann nahezu pur auf Fettverbrennung. ABER nur mit Fettverbrennung kann ich kein GA2-Tempo aufbauen. Das habe ich aus meinem bisherigen Läuferleben gelernt.
Die Endbeschleunigung soll ja nun dem Trainingszwecke dienen, zu lernen, dass man auch mit müden Muskeln noch das Marathonrenntempo aufrechterhalten kann. Aber beim Marathon laufe ich ja möglichst nicht energetisch leer und nur noch auf Fettverbrennung, sondern führe mir regelmäßig Kohlendydrate zu.
Daher war meine Überlegung, dass ich bei meinem langen Lauf mit Endbeschleunigung rechtzeitig vor Beginn der Beschleunigungsphase ein Isogel zu mir nehme, das mir dann die für die Endbeschleunigung wichtige Energie bereit stellt. Ist das so richtig gedacht?
Ich nahm 1km vorher also ein Isogel zu mir. Aber reichen 6 1/2 bis 7min aus, den Zucker im Blut anfluten zu lassen? Oder welche Erfahrungen habt ihr da so?
Und dann hatte ich noch einen weiteren Gedanken. Bei Tempodauerläufen oder Intervalltrainings soll man doch nach dem Tempo immer noch auslaufen. Warum denn nicht nach der Endbeschleunigung? Gibt es dafür einen sinnvollen Grund? Also bin ich die km22, 23 und 24 mit der Endbeschleunigungspace gelaufen und den km25 dann noch gemütlich ausgelaufen. Das fühlte sich auch gut und richtig so an. Aber IST es auch richtig?

Insgesamt war es heute ein toller Lauf bei sonnigen 25 Grad am Mittellandkanal entlang. Der Schweiß floss in Strömen, und ich hätte gern etwas mehr Wasser dabei gehabt, wobei 1.2l nun auch nicht so wenig ist. 20km lief ich entspannt mit einem neuen Hörbuch (Cecilia Ahern "Die Liebe deines Lebens") und spürte die zunehmende Ermüdung. Bei km20 gab es das Isogel, bei km21 begann ich meine Endbeschleunigung. Und das war wirklich hammerhart! Also wohl ein klasse Trainingseffekt, so wie das Ganze auch gedacht war ;-)
Ich traf die Pace nicht genau, obwohl ich alles gab. Aber mehr war bei der Wärme und dem Wind heute einfach nicht drin: 5:39/ 5:41/ 5:42. Damit bin ich sehr zufrieden.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

5
Gesamtwertung: 5 (2 Wertungen)

Du denkst zuviel ;-)

Das mit der Endbeschleunigung und dem Auslauf-km hätte ich (und hab ich vor langer Zeit) genauso gemacht. Aber ich lasse das Gel weg. Aber hier scheiden sich sicher die Geister.

*kicher*

Ich denke wie Conny ;-)

Prinzipiell denkt Greif nicht an einen Auslaufkilometer, aber ich würde es genauso halten. Und bei langen Läufen nehme ich mir eh was zu trinken und essen mit, insofern kann ich hier nicht mitreden, ob das richtig war. Aber ist das so wichtig? Offenbar fühlte es sich ja für dich richtig an. Und den SINN, nämlich am Ende eines langen Laufes noch mal Renntempo zu trainieren, hast du doch voll getroffen. Also eine 1 von der Lehrerin ;-)))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Genau

so hast du es richtig gemacht. Diese Endbeschleunigung ist schon ne hammerharte Sache. Bin da auch grad dran, das mal durch zu ziehen, aber eben bei 35km. Bin auch grad bei drei Kilometer. Mir grauts schon vor den längeren Beschleunigungen. Ich bin ja nun nicht ganz ohne Langstreckenerfahrung mit meinen Ultras, aber diese Dinger sind hart so allein im Training.
Übrigens, bei mir dauert es auch etwa einen Kilometer, bis der Körper Signal gibt, dass Nahrung angekommen ist. Es geht dann auf einmal wieder besser.
Wünsche noch frohe Vorbereitung

Ich dachte immer, diese

Ich dachte immer, diese Endbeschleunigung wäre gerade dafür da, die Fettverbrennung zu trainieren. Theoretisch kann man im Wettkampf nicht genug aufnehmen als Läufer. Und Greif schreibt ja auch, dass man das Marathon-Tempo nicht schaffen wird, sondern froh sein kann, wenn man in die Nähe der Pace kommt.

Allerdings weiß ich praktisch nicht, wovon ich rede, da ich im Training noch nicht soweit bin.

*********************************************
Komm Schweinehund - wir gehen laufen.

langsam auslaufen

Den letzten Kilometer tät ich immer langsam auslaufen, schon wegen des Kreislaufs. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man damit etwas falsch machen kann. Wenn ich während des Laufs einen Energieriegel zu mir nehme, habe ich ca. 10 min später das Gefühl, es hilft. Ich könnte mir vorstellen, dass das jeder ganz individuell für sich austesten muss und finde, du hast alles total richtig gemacht! Bis vielleicht auf tatsächlich "zu viele Gedanken" ;-)

Lieben Gruß
Tame

Vielleicht ist das auch eine Frage des Trainingszustands

ob man was unterwegs braucht (an Kohlenhydraten) oder nicht. Ich lauf 30er generell ohne (im Flachland). Höchstens Wasser - gut ist.

Mit MRT solltest Du nicht im Laktatbereich ankommen - von daher MUSST du nicht auslaufen. Wenn sich das gut anfühlt, dann mach es (1-2km). Am nächsten Tag ein regeneratives Läufchen tut's auch (so 30min. reichen schon).

Vom Tempo her schreibt der H. Greif auch, dass er etwa 10 Sekunden über MRT liegt bei den Beschleunigungen. Von daher warst Du SUPER!

Ich nehm keine BCAAs, Gels oder wie die Dinger heißen - und laufen geht auch ohne. Von daher: ist sicher jeder anders "gestrickt". Hab also keinen Erfahrungswert wann die wirken.

Ein Plan nützt nur dann, wenn man auch dran glaubt. Also: wenn Du Dich für diesen Plan entschieden hast, dann zieh ihn durch und schau wie das Ergebnis aussieht. Auf gar keinen Fall solltest Du einen anderen Plan einbasteln.

Hör auf Deinen Körper und pass Dein Training den Möglichkeiten an. Wenn Du "leicht" schneller kannst, dann mach es - dann ist evtl. Deine Zielzeit zu niedrig :lach:. Wenn Du bei den Bedingungen nicht so schnell kannst - mach Dir keinen Kopf. Bei Schwüle 10-15sek. langsamer ist normal (für unsereins).

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Training (auch wenn es manchmal weh tut, aber das ist ja auch der Sinn von Training) und viel Erfolg beim Lauf!

Eine gute Frage

Zu dieser Frage sagte mal der Rennarzt des Münster Marathons (Ralph Schomaker), dass man keine Endbeschleunigung bei langen Läufen machen soll, da die Beschleinigung für das Trainieren des Fettstoffwechseln nichts bringt und es zudem ein recht hohes Verletzungsrisiko auf den letzten Klometern birgt. Er meinte, man solle die langen Kanten bis zum Schluss langsam laufen und Tempo eben in Tempo- und Intervallläufen machen.

Respekt!! Ganz besonders,

Respekt!! Ganz besonders, weil ich gestern meinen geplanten ersten 30er aufgrund hoher Hitze und Luftfeuchtigkeit nach 24 Kilometern abgebrochen habe. Der Wasser-Bedarf war so extrem hoch, dass ich meinen Joker, was ausfallen zu lassen, schlicht gezogen habe. Mein Fehler war vermutlich das falsche Essen vorweg, was mir das Wasser im Körper entzogen hat.
Und ganz ehrlich: Ich hatte keinen Bock mehr :-)

Ein Gel wirkt bei mir so nach 15 Minuten. Aber ich halte es mittlerweile so wie frazerBS, ich nehme im Training bis 30 Kilometer nur Wasser und auch mal mit einer Prise Kochsalz drinnen. Seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit Krämpfen.

Klingt zwar ziemlich richtig...

Auch auf die Gefahr hin, dass es falsch ist (ich bin kein Profi und nicht in professioneller Trainierhand) glaube ich, dass es auch ohne Gel gehen sollte.
Das mit dem Gel im Training mach ich nie bzw. hab es nur wegen der Verträglichkeit am Anfang mal getestet.

Durch die Endbeschleunigung (wenn ich so etwas denn mal gemacht habe) beiße ich mich durch, um eben die gefühlten Grenzen, die die ersten Male da sind oder zu sein scheinen, zu verschieben.
Die verschieben sich tatsächlich mit jedem Mal, dass ich das gemacht habe.
Es wurde immer leichter.
Als ich noch nicht diese weiten Strecken gelaufen bin, fiel mir das auch sehr schwer, hat sich aber mittlerweile erledigt.

Ich glaube einfach, beim PB-Mara wird diese Phase auch kommen, selbst wenn ich regelmäßig nachfüttere.
Der Körper nimmt es irgendwann an der Leistungsgrenze nicht mehr.
Ab da muss der Kopf stark sein.
Ist nur meine amateurhafte Meinung.

Auslaufen ist immer gut!

Dein Trainingszeitziel hast Du jedenfalls so voll erreicht! Genau auf fixe Pace laufen zu wollen schult zwar, aber bremst auch durch das ewige Kontrollieren unterwegs, weil die Uhren nie die genauen tatsächlichen Werte unterwegs anzeigen.

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Kaum zu glauben ...

... wie weit doch die Meinungen bei einem Thema auseinandergehen ... ich glaubte anfangs auch, dass man am Ende von was auch immer seiner Muskulatur nicht mehr allzuviel abverlangen sollte ... leider warf ich bei Wettkämpfen diesen Vorsatz regelmäßig über Bord und rettete damit einige Bestzeiten und Podiumsplätze, von den Siegen ganz zu schweigen ... verletzt habe ich mich dabei nie, allerdings schaffe ich auch im schärfsten Sprint kaum 20 km/h ;) Die Endbeschleunigung bei Greif war zwar superhart, hat aber auch nicht geschadet (ausgelaufen wäre ich allerdings nach den 35 km nicht für Geld und gute Worte!), dieses Jahr will Peterchen nach den langen Kanten auch noch sogenanntes TESTOtraining, das sind 5x 60 Meter Sprints! Natürlich sind die Zeiten nach den langen Läufen nicht erwähnenswert, aber man merkt, wie die Muskulatur wieder aufgeht, also bin ich dabei geblieben, nur nach Tempo/Intervalltraining sollte/braucht man es nicht machen ... Und jetzt frage ich mich ernsthaft, weshalb Mediziner so vehement dagegen sind ... wahrscheinlich ist das wirklich alles so wahnsinnig individuell ... Stretching ist ja auch umstritten, der eine schwört darauf, der andere vermeidet es ... oder die Esserei ... ich bin wirklich froh, dass ich für den Mara nix außer 0.5 l H20 bei Kilometer 27 und vier klibberige Gelshotsgummiteile brauche, ansonsten würde ich diese Distanz echt streichen ... Ultraläufern und Triathleten gehört meine Bewunderung ...

Get faster or die trying

Langer Lauf mit EB

jr Ich hatte einige Jahre nach Greif-Plänen trainiert,da gab es in der direkten Marathonvorbereitung auch die EB(3,6,9,12.15km)allerdings aus 35km-Läufen,in diesem Fall beim ersten Mal 32km extensiver Dauerlauf mit 3km EB möglichst nahe am Marathontempo.Flüssigkeit(nur Wasser,evtl. Salztabl.) sollte man zuführen,aber keine KH,der Körper soll sich in einer Notsituation anpassen.Die ersten 300m der EB fielen mir immer schwer,danach lief es,wenn auch mit hoher Pulsbelastung.

äh, ja...

...ich hab in meinem professionell zusammengestellten trainingsplan auch bei den langen läufen immer eine endbeschleunigung drin. ich hab zwar nicht nachgefragt (warum, weiß ich eigentlich nicht. es steht im plan und ich mach´s einfach *lach*), aber ich denke auch, das ist zur schulung der tempohärte. rein fettverbrenn-teschnisch bringt´s nichts, aber wie schon beschrieben kommst du im wettkampf - trotz gel etc, was ja auf den letzten km auch nicht mehr unbedingt voll vom körper verwertet wird - in eine "harte" phase. und diese im training gelernte endbeschleunigung hilft dann unter umständen...
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laufend wird mal ihren coach fragen: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Endbeschleunigung nach Peter Greif

Die EB beruht auf Greif und wird von diversen Autoren sehr empfohlen. Sie ist ein maechtiges Instrument, sehr formgebend und sollte frühestens 7 Wochen vor dem Hauptwettkampf begonnen werden.
Die Kohlenhydrate scheinen keinen Sinn zu ergeben, zumindest nicht wenn die EB wirken soll. Auslaufen wohl eher auch nicht. Siehe dazu den Countdown von Greif. Gibts kostenlos zum Download.
Meiner Ansicht nach nur fuer Fortgeschrittene zu empfehlen.

Lauftraining ist eine Wissenschaft

Mein erster Gedanke war der, den Conny in ihrer Überschrift nennt.

Aber auf den zweiten Blick hast du natürlich völlig recht. Eine Trainingseinheit sollte Hand und Fuß haben. Also sollte man auch erkennen können, was wann warum gelaufen werden soll.

Ich bin definitiv KEIN Freund der Longjogs mit Endbeschleunigung. Entweder ich trainiere Tempo; das mache ich dann (gerne) mit Tempodauerläufen oder (selten und ungerne) mit Intervallen. Oder ich trainiere Ausdauer/Fettstoffwechsel; das mache ich dann mit Longjogs in quasi beliebig langsamen Tempo.

Die Zahl meiner Longjogs mit Endbeschleunigung, die ich in meiner Läuferkarriere bisher gemacht habe, kann ich an einer Hand abzählen. Ich denke, das ist für mich reines Mentaltraining. Nach zwanzig bis dreißig gemütlichen Kilometern auf Wettkampftempo umzustellen, da muss ich schon meinen Schweinehund gewaltig überwinden - mir fällt es leichter, von vorne herein ein flotteres Tempo zu laufen. Also zum Beispiel in einem Testhalbmarathon.

Um den Spaß (um den es ja bei den meisten von uns doch vordringlich geht) am Laufen zu erhalten, habe ich die Peter-Greif-Qual-Longjogs mit Endbeschleunigung komplett aus meinem Trainingsrepertoire gestrichen.

Gruß
Uli

P.S. Kohlenhydrate beim Training ja oder nein: Ich kann mich an keinen einzigen Trainingslauf erinnern, bei dem ich etwas gegessen habe - dazu zähle ich auch Gele. Ok, auch stark verdünnte Apfelschorle in meinen Trinkfläschchen hat ein paar Kohlenhydrate. Aber ich bin auch beim Marathon nicht der große Esser: die meisten bin ich nur mit Wasser und ein paar Isodrinks gelaufen. Mein Gelverbrauch liegt so bei 2-3 Stück pro Jahr. Futtern tu ich erst beim Ultra, dann aber richtig mit Verpflegungs-Päuschen ;-)

Ganz kurz

OobelixX hat so was von recht Gruß Maik

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