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Benutzerbild von Sonnenblume2

Nun, ich war am Anfang der Woche wirklich am überlegen: soll der Halbmarathon am Samstagabend meinen langsamen Dauerlauf vom Sonntag ersetzen (Soll: 24km) oder aber den Tempodauerlauf vom Mittwoch (Soll: 3km Einlaufen + 8km im Marathonrenntempo von 5:40/km + 3km Auslaufen)? Na ja, für den LDL war er 3km zu kurz und so wirklich langsam wollte ich nun auch nicht unterwegs sein.
Also gab es den LDL schon am Dienstag und in Rostock dann den TDL.

Mein GöGa wollte auch mal wieder einen HM laufen, allerdings locker. Und so hatte ich sogar einen Personal Pacemaker ;-)
Den Samstagnachmittag verbrachten wir noch getrennt. Ich besuchte meinen Vater, mein Schatz seine Schwestern. Bei so einem Besuch in der alten Heimat muss immer alles gut geplant sein.
Ich bekam von meinem Vater jedenfalls die allerbeste Pasta gekocht, die ich seit langem gegessen habe. Eine aus frischem Gemüse und frischen Kräutern selbstzubereitete Tomaten-Gemüse-Soße war sooooo lecker zu meinen Spaghetti! Beim Genuss derselben war eigentlich schon klar, dass das nur ein toller Lauf werden konnte.

Dann brachte mich mein Vater noch durch den Warnowtunnel auf die andere Seite der Warnow (vielen Dank, Vati!), wo ich meinen GöGa traf, der mit dem Schiff aus dem Rostocker Stadthafen angereist war. Da es auch am Abend mit 26 Grad immer noch recht schwülwarm war, entschied ich mich kleidungstechnisch für ein ärmelloses Top zu kurzer Hose und für meine pinken Uschisocken sowie die Kinvara-Renner.
Bei der Rostocker Marathonnacht kann man Marathon laufen (auch als Staffel), aber der Hauptwettkampf ist eigentlich der Halbmarathon. Knapp 800 HM-Starter stehen knapp 250 Marathonläufern gegenüber. Der Marathon startet am Rathaus in Rostock und führt über 21.1km durch die Innenstadt und am östlichen Warnowufer entlang bis zum Halbmarathonstart. Wenn dort die 3:59h-Stunden-Pacemaker durch sind, werden die Halbmarathonis auf die Strecke geschickt. Das ist für die Moral der Marathonläufer sicher nicht sehr förderlich, da dann ja alle den gleichen Weg nehmen.
Und dann hat es die HM-Strecke auch gleich zu Beginn in sich. Es geht nämlich ziemlich gleich nach dem Start durch den Warnowtunnel auf die andere Seite zum IGA-Gelände. Im Tunnel geht es zum einen logischerweise erst bergab und dann wieder bergauf, und zum anderen steht dadrinnen die schwülwarme Luft ohne jeglichen Luftzug. Zudem gibt es keinen GPS-Empfang, so dass man schon doll aufpassen muss, im Eifer des Gefechtes nicht zu überpacen. Die Runde über das IGA-Gelände, vorbei am Traditionsschiff und an der Neptunskulptur mit Dreizack entschädigt dann aber schnell für die Anfangsstrapazen und man kann Kraft sammeln für die zweite Tunnelquerung zurück ans östliche Warnowufer.
Wie sah nun meine Renntaktik aus? Ich wollte die erste Hälfte ganz bewusst etwas lockerer Laufen, sprich in der TDL-Zielpace von 5:40. Und in der zweiten Hälfte wollte ich dann ein bisschen zulegen, soweit mir das bei dieser warmen Witterung möglich war. Und mein Schatz wollte mich bei all dem begleiten. Also schlossen wir uns recht bald nach dem Start dem 3:59h-Pacemaker des Marathons an. Wir kamen nett in Gespräch, und es stellte sich heraus, dass er auch aus der Nähe von Hannover kam und wir sogar gemeinsame Laufkollegen hatten.
Die ersten 10km waren dann auch recht kurzweilig und relativ schnell vorbei. Dann verabschiedeten wir uns und wurden ein wenig flotter. Und was ist das grandiose, wenn man in der zweiten Hälfte schneller läuft? Richtig, man ist ständig am überholen und einsammeln. So richtig zum Genießen :-)
Die Rostocker waren an diesem lauen Sommerabend ein tolles Publikum. So einige hatten ihre Grillpartys an den Straßenrand verlegt und beklatschten uns Läufer frenetisch. Es gab auch alle 2 bis 3 km Getränkestände, so dass neben dem Trinken für reichlich Abkühlung mittels Wasser über den Kopf gesorgt war. Einige Male musste ich an den legendären Regenmarathon von 2011 zurückdenken, wo wir stellenweise durch knöcheltiefes und einmal sogar durch knietiefes Wasser durch die Gewitternacht gelaufen waren.
Sehr schön war die Laufpassage direkt am Warnowufer entlang, wo man einen bezaubernden Ausblick auf den Stadthafen mit seinen Lichtern in der Abenddämmerung genießen konnte.
Mit meinem Personal Pacemaker kam ich mir richtig klasse vor. Er immer einen halben Schritt vor mir, ich hinterdrein. Und nachwievor waren wir am überholen. Auch wenn es zunehmend anstrengender wurde. Aber nun kam das Ziel näher. Letztendlich waren wir die erste Hälfte in 5:40er Pace und die zweite Hälfte in 5:30er Pace unterwegs gewesen, Gesamtpace 5:35. Dann fast zum Schluss bei ca. Km 20 ging es den "Heart Break Hill" von Rostock hoch, von unten vom Stadthafen hoch in die Altstadt. Doch nun war es fast geschafft. Lange Straße, Breite Straße, übers Kopfsteinpflaster an der Uni vorbei, und über die vom Publikum gesäumte Kröpeliner Straße Richtung Ziel auf dem Neuen Markt. Da war schon wieder ein breites Grinsen in meinem Gesicht festgetackert. Und mit hocherhobenen Armen liefen wir gemeinsam über die Ziellinie. Die 1:58:02 reichten bei mir dann für den 4. Altersklassenplatz (von immerhin 21) :-)
Und eine schicke Finisher-Medaille gab es auch noch.

Alles in allem ein toller Tempodauerlauf für Frankfurt.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

4.25
Gesamtwertung: 4.3 (4 Wertungen)

Wow!!!

Erst selbstgemachte Nudelsoße vom Vati und dann noch hasiert vom Schatzi:-) All das eingepackt in einen wunderschönen HM, der auch fürs Auge ganz viel zu bieten hat. Das Wetter (fast) perfekt, die Stimmung fantastisch und die Freunde im Ziel grandios, Hammer!!! Ähem, bist du sicher, dass es ein Wettkampf war oder vielleicht doch ein reiner Freuden-Genuss-Spaß-Pur-Lauf? ;-) Ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Erlebnis und zu deinen flinken Beinen und guter Kondition, dieses eben auch so erleben zu können!!! Möge der Weg bis Frankfurt weiterhin mit Zucker belegt sein;-)

Lieben Gruß
Tame

Da scheint sich der Rostock-Marathon ...

... ja doch etwas geändert zu haben. Ich erinnere mich noch an Berichte von diversen Jogmapern, die immer wieder von diesem Lauf abrieten - weil selbst erlebtes Chaos hinsichtlich Streckenmarkierung, ungenießbares Iso und überhaupt akuter Getränkemangel. Sehr schön zu hören, dass das nicht mehr aktuell ist!
Marathon sollte man dann dort entweder mit ner Zeit über 4h oder deutlich unter 4h einplanen. Dann wird man nicht dauernd überholt. ;-)
Dein Trainingslauf klingt wirklich gut! Glückwunsch dazu und zu dem noch nebenher abgefallenen 4.AK-Platz.
;-)

Ein TDL...

...im Wettkampf ist ja allemal angenehmer als am Kanal beim Schiffe zaehlen.
Und in der alten Heimat mit vorherigem Vatibesuch sowieso.
Haste doch gut gemacht.

Ich gehöre zu denen

die Rostock in nicht so guter Erinnerung haben: 2009 Marathon. ich war nicht die einzige, die sich mit dem Iso den Magen zerschossen hat und für eine schwüle Nacht gab es schlicht und einfach zu wenig Getränke. Das Starterfeld war schon damals bei den Marathonis sehr übersichtlich ;-) Die Strecke fand ich am Anfang toll, aber den Rückweg durch die Plattenbauten in der Dunkelheit eher zum Abgewöhnen, das "Publikum" bestand aus pöbelnden Halbstarken... In übler Erinnerung fand ich das letzte Stück, wo man schon auf das Ziel zulief und dann noch mal rechts abbiegen musste in die Riesenstraße um einen Kilometer hin und dann wieder zurück zu laufen. Echtes Mentaltraining!

Offenbar hat sich da einiges geändert oder man sollte wirklich eher den HM laufen. Der ist dir ja planmäßig gelungen, Glückwunsch dazu! Und Heimatläufe sind eh was ganz anderes ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Wie schön,

tolles Erlebnis-Tempotrainings-alteHeimatnostalgie Wochenende. Und das noch mit dem Luxus eines persönlichen Hasen! Danke fürs Mitnehmen :-)

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Sehr gut!

Rostock kommt auf meine ToDo-Liste.
:-)

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Heimat

Wusste gar nicht, das du ein Fischkopp bist. Tempodauerlauf und nur fünfeinhalb Minuten langsamer als PB und das am Abend, bei dem Wetter. Staun Staun .....das werde ich mal mein Spezi berichten... Du weißt, was ich jetzt meine...Gruß Maik

uiii...i

...das klingt aber schön! nicht nur das tolle papa-essen, sondern auch deer perfekte lauf und die schöne beschreibung...danke! und glückwunsch!
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laufend möchte auch gern mal in rostock marathon laufen happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

"Zuhause" Laufen ist klasse,

"Zuhause" Laufen ist klasse, und wenn man wie ihr noch etwas gemeinsames Schönes daraus macht, ist so ein Trainingsplan kaum besser umzusetzen!

Ich kann mich Sonneblume nur

Ich kann mich Sonneblume nur anschließen. Rostock war supertoll. Die Strecke, das Wetter, die Organisation und die Einheimischen, die mit ihren Wasserschläuchen für Abkühlung sorgten. Die kostenlose Sauna im Warnowtunnel verträgt vielleicht nicht jeder aber das sind ja nur 790 m. Das ständige Überholen, was für die Marathonis sicher demotivierend war, gefiel mir ausnahmslos gut :-) Das Einzige, was mir in die Knochen gefahren ist, war der Hügel und das Kopfsteinpflaster vor Schluß; aber damit hatte ich gerechnet, da man ja beim Startunterlagenabholen die Gegebenheiten sieht. Mein Fazit: Da will ich wieder hin. :-) (Dieses Mal war die Teilnahme ja eher spontan, da wir uns erst am Mittwoch überlegt hatten, mal einen Abstecher an die Ostsee zu machen.)

4. AK-Platz beim

4. AK-Platz beim Tempodauerlauf. Nicht schlecht. Weiter so! Dann kann Frankfurt langsam kommen.

im " altten Wohnzimmer " fühlt ...

... man(n und Frau) sich immer wieder sehr schnell wohl !

Da ist es doch kein Wunder das auch deim WK- / Trainings- Lauf gut werden würde !
( sie gross ist die Lücke zum AK-Treppchenülätz ? )

Ich wünsch dir weiterhin ein schönes Training für FFM

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

10 Sekunden, Markus

Hätte ich das mal vorher geahnt ;-)

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

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