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Benutzerbild von Kaiserstädter

Der Juli 2014 ist vorbei. Noch fünf Wochen bis zur Langdistanz. Das erste Ziel ist also bald erreicht: gesund und so fit wie noch nie an der Startlinie zu erscheinen. Erst dann kommt das nächste Ziel: finishen. “From the perfect start to the finishline.“

Wenn die Langdistanz so bald ansteht, läuft man wohl Gefahr, nur noch nach vorne zu schauen. Doch jetzt ist es mir auch wichtig zurückschauen. Denn das Erreichte, das absolvierte Training macht zuversichtlich. Dafür ist mein Trainingstagebuch so wichtig.

Und ausgerechnet mein Trainingstagebuch ist mir für einige Tage abhanden gekommen. Ich hatte zum Schwimmtraining mal eine andere Tasche mit. Und als ich den Garagenschlüssel herausnehmen wollte, da habe ich die Tasche auf unser davor parkendes Auto gelegt, samt Tagebuch. Es waren noch andere Dinge drin, wie z. B. mein Schreibzeug. Als ich meinen Roller in die Garage gestellt hatte, habe ich die Tasche vergessen. Mir ist das dann gegen 23 Uhr wieder eingefallen, aber da war die Tasche schon weg.

Für mich ein riesiger Verlust. Ich hätte heulen können. Es stehen in diesem Buch sehr viele persönliche Dinge und es war, als ob ein Stück von mir verloren gegangen sei. Einige liebe Menschen haben mich getröstet. Vielen Dank… womit habe ich Eure Zuneigung verdient?

Schließlich hatte ich doch Glück. Zwei Tage später brachte eine Frau das Trainingstagebuch zurück. Ich hatte meine Adresse in das Buch eingetragen. (Warum ich das gemacht habe, weiss ich nicht, aber es gehört vielleicht zu den Dingen zwischen Himmel und Erde, die man nicht erklären kann.) Sie hatte die Tasche ohne Ladekabel fürs Handy und ohne meine Stifte in ihrem Vorgarten gefunden, meine Adresse entdeckt und dann zu mir gebracht. Ich habe mich so gefreut!!!

Somit fällt der Blick zurück also doch wieder leicht.

Ich hatte im Juli nur einen Trainingswettkampf. (… Ach ja – und noch einen. Da habe ich einfach mal mitgemacht.) Dennoch war der Monat für mein Training sehr ereignisreich und wegen der Belastungswochen auch ziemlich anstrengend.

Lousberglauf Aachen
Der Lousberglauf in Aachen ist ein traditionsreicher Lauf, der immer eng mit der RWTH verknüpft ist. Er ist auch in einer Laufserie der Uni-Meisterschaften integriert. Und so kamen die von der Uni-Köln bei schönstem Sonnenschein, um sich in Aachen mal wieder ihre Klatsche abzuholen. Der Lauf misst 5.555 Meter und es geht 3 km bergauf und den Rest eben bergab. Nur wenige Meter sind eben. Ich bin dort für das Team Alumni-RWTH gelaufen, also eine Vereinigung der Absolventen der RWTH. Alumni hat mir den Startplatz besorgt (was fast so schwer ist, wie beim Berlin-Marathon), bezahlt (sehr viel preiswerter als der Berlin-Marathon), die Startnummer abgeholt und ein Shirt für den Lauf gestellt. Da kommt man sich ja fast wie ein Profi vor. In meiner Mannschaft also nur Akademiker. Mit anderen Worten: Wir waren die alten Säcke.

In meinem Startblock nur junge Menschen… sehr schön… das Auge läuft ja mit.
Jede Menge Zuschauer feuern die Läufer an… motivierend.

Der Lauf ist ziemlich anstrengend, aber da er so schnell vorbei ist, merkt man es nicht wirklich, erst bei der Schnappatmung nach dem Zielsprint: 0:23:37 – Pace 4:15

Danach zwei Grillwürste und 3 Bier – ein schöner Mittwochabend.

T3 Triathlon Düsseldorf (Olympische Distanz)
Meine einzige olympische Distanz in diesem Jahr. Es war ein schwerer Wettkampf, denn das Wetter war extrem. Ich habe einiges dazu lernen können.

Ich bin mit dem Zug nach Düsseldorf gefahren und ich war schon ziemlich lange nicht mehr dort. Von Aachen fährt man über Köln nach Düsseldorf. In Köln war an dem Tag Christopher-Street-Day. Was das für meine Mitfahrer im Zug bedeutete, brauche ich wohl nicht zu sagen.

In Düsseldorf angekommen wollte ich gerade aufs Rad steigen, um mir meine Startunterlagen abzuholen. Da werde ich von einem völlig eskalierten Triathleten etwa so angesprochen: „Weißt Du, wo die Startnummernausgabe ist? Die soll bei der Sowieso-Kirche sein und ich möchte alles genau so machen, wie es im Internet empfohlen wurde.“ Ich hatte mir das im Internet auch alles angeschaut, aber die Startnummernausgabe war in der Nähe des Hafens. Also sagte ich: „Die Startnummernausgabe ist in der Nähe des Hafens.“ Er: „Nein, die ist in einer Kirche, Du machst das falsch.“ Ich: „Ich fahre zum Hafen. Da ist auch der Start und Wechselzone Rad.“ Er: „Nein, die Startnummernausgabe ist in einer Kirche und ich muss die Kirche finden, denn ich möchte alles so machen, wie es im Internet empfohlen wurde.“ Ich guckte ihn mir nochmal genau an, um zu sehen, ob er hinter seinem Rücken einen Wachturm versteckt. Ich: „Ich möchte jetzt nicht über Gott reden.“ Dann stieg ich auf mein Rad und fuhr los…. what the fuck…

Die Startnummernausgabe war in einem Zelt in der Nähe vom Hafen. Im Zelt war eine Triathlon-Messe. Hahaha… was ein Idiot.

Habe dann alles gekramt und bin zur Wechselzone Rad gegangen, um einzuchecken. Von da konnte ich schon den Start 1. Bundesliga beobachten… war übrigens ein Fehlstart. Experten unter sich…
Die Schwimmstrecke im Hafen ist echt ein Traum. Das rechteckige Hafenbecken ist mit modernen Büro- und Hotelbauten umgeben und das ganze sieht richtig schön aus. Es hat dort eine besondere Atmosphäre. Man konnte sich (wie ich vermutete und später erlebte) super orientieren, wenn man beim Atmen zur Seite blickte.

Beim Check-In dann die erste schlechte Nachricht des heutigen Tages: NEO-Verbot, weil die Höchstgrenze der Wassertemperatur (26 Grad) um 0,1 (!!!) überschritten sei… what the fuck…

Ok, dann eben 6 Minuten länger schwimmen – ist ja für alle gleich. Einfach so tun, als ob das alles egal wäre und schließlich ist das für die starken Schwimmer ja ein Vorteil. Muss ich ja keinem vorhibbeln, dass ich kein starker Schwimmer bin. Ich definiere das jetzt einfach mal so: Ich bin ein starker Schwimmer, schließlich bin ich in meinem Leben noch nie ertrunken. Es gibt viele starke Schwimmer und ich bin einer davon. So!

Nun zum eigentlichen Problem des NEO-Verbots: Ich wollte an dem Tag mal einen Triathlon-2-Teiler ausprobieren, weil der auf dem Rad und beim Lauf luftiger sein soll als ein 1-Teiler. Unter dem NEO wäre es egal gewesen, ob ich einen 1-Teiler oder einen 2-Teiler anhabe. Der NEO hätte die Aquadynamit hergestellt. Ohne NEO war das Oberteil vom 2-Teiler aber nicht gut, da es Radtaschen hatte, die sich im Wasser aufblähen und enormen Wasserwiderstand produzieren. Also mußte ich mit nacktem Oberkörper schwimmen und das Oberteil beim ersten Wechsel anziehen. Ich vermutete schon, dass dies ungeübt und mit nassem Oberkörper ein Problem sein könnte. War es dann auch, ich habe so mindestens 10 Sekunden verschenkt (rofl).

Nachdem ich meinen Kram in der Wechselzone parat gestellt hatte, war ich doch ziemlich zufrieden. Ich finde es nach wie vor kompliziert zu einem Tria alleine zu fahren und ohne Hilfe (kannste das mal halten, kannste das schon mal holen, guck doch mal, wann das da losgeht, stell dich doch mal mit nem Getränk da hinten hin…) klar zu kommen. Hab alles gut gewuppt bekommen.

Mein Wechselplatz war unter einem Kran, der sich auf einer kleinen Brücke über die Straße bewegen konnte. Blitz – Donner: eiskalter Regen mit dicken Tropfen. Nackter Oberkörper. Schnell irgendwo unterstellen. Da habe ich dann meinen Freund Ralph getroffen, der mit einem Kollegen aus Hessen angereist war. Kurzes Fachgespräch darüber, dass das NEO-Verbot die schwächeren Schwimmer noch mehr benachteilige. Dann hörte der Regen auf und der Stern kam kurz hervor. Von der Radstrecke hörte man Sirenen der Rettungsfahrzeuge, es gab wohl mehrere Stürze bei den ersten Startgruppen (von denen einige mit NEO haben starten dürfen – andere Wertung – andere Distanzen). So Martinshörner machen einen nicht gerade zuversichtlicher.

Nun mußten wir zum Start. Das Wasser war nicht warm. Die Dame neben mir bekam Stippetitten. Also alle rein ins Wasser. Kurzes Einschwimmen und dann die Durchsage: „Alle Athleten sofort aus dem Wasser. Der Start wird wegen einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes um voraussichtlich 30 Minuten verschoben.“ Das war die schlechte Nachricht Nummer 2.

Also wieder raus. Schwarzer Himmel. Über die Bootsstege des Hafens wieder auf die Hafenpromenade. Eine Frau in meinem Alter (Zuschauerin) rief einem jungen Tria (hätte mein Sohn sein können) zu: „Wo ist denn Dein NEO?“ Er: „NEO ist verboten. Zu warm!“ Ich sah in das Gesicht der Frau. Ihr Kopf formte sich zu einem einzigen Fragezeichen, denn tatsächlich war es zwischenzeitlich eiskalt. Sie fragte sich wahrscheinlich, warum das Kampfgericht darauf aus war, ihren Sohn dem Tod durch erfrieren auszuliefern. Ich hatte Noppenanzug.

Nun fing es an, heftig zu gewittern mit sehr kaltem Regen. Zum Unterstellen gab es nichts und so froren wir 30 Minuten im Regen vor uns hin. „Gleich ist Start“. Und hop, wieder in das kalte Rheinhafenbecken. Dann PENG und Start. Fette Schlägerein bis zur zweiten Boje. Irgend so ein Trottel schlug mir alle 3 Sekunden auf die rechte Wade. Nach 7 oder 8 Schlägen bin ich dann zur Seite, habe ihn an mir vorbeigelassen und habe ihn dann feste untergetaucht. Ruhe war… what the fuck…

Irgendwann waren die 1.500 Meter dann vorbei. Beim Lauf zum Rad schaue ich auf meine Uhr: 23:31 Minuten. Kann gar nicht sein! Das wäre so, als würde der Weltrekord im Marathon einfach mal so um 15 Minuten verbessert und zwar von einem Läufer im NEO.
Da ist hier Bundesliga und Deutsche Meisterschaft der Altersklassen von der DTU und die sind tatsächlich zu blöd, um die Schwimmstrecke richtig auszumessen… what the fuck…

Auf zum Rad und rein in das Oberteil. War etwas Fummelei, aber dann ab auf die Radstrecke. Die Radstrecke war sehr nass. Es regnete in Strömen. Es waren 3 Runden zu fahren, wobei man je Runde über 2 Rheinbrücken fahren mußte. Auf den Brücken war dann eine Spur für den Tria gesperrt. Sehr eng, wenn man überholen wollte und super viel Verkehr auf der Restbrücke. Es gab viele sehr enge Kurven, Wendepilone mit 180-Grad-Kurven. Die Strecke wäre wohl auch im trockenen Zustand ätzend gewesen - aber nass, da war sie richtig gefährlich. Stürze ohne Ende. Ich bin ganz vorsichtig durch die Kurven gefahren und mir ist nichts passiert. Letztlich hatte ich Glück, denn auch bei vorsichtiger Fahrt konnte man jederzeit stürzen, wie z. B. ein jüngerer Fahrer direkt vor mir, der wirklich langsam und gesittet in die Kurve fuhr und einfach abschmierte. Dabei rutschte er mir fast ins Rad. Wahrscheinlich hatte er die Reifen etwas härter aufgepumpt als ich und das war sein Verhängnis.

Als ich in die Wechselzone fuhr und immer noch gesund war, da war ich richtig froh. Rad wegstellen, Helm weg, Radschuhe aus, Nummer auf den Bauch drehen, Laufbeutel suchen (alle durcheinander… what the fuck…), in die Schuhe schlüpfen, Kappe… und ab dafür. Laufen ist eine so sichere Sache. Laufen ist eine so einfache Sache. Der Drops war gelutscht.

Der Regen hatte aufgehört und die Sonne kam raus. Der Lauf ging durch die Rheinauen und die Sonne sog die Feuchtigkeit aus dem Boden. Es war ein Sauna-Lauf. Sehr heiß und anstrengend.

Als ich in den Zielkanal einlief, nahm ich die Mütze ab und steckte sie hinten in meine Trikottasche. Dannn ging ich mir mit den Fingern nochmal durchs Haar. Jemand rief: „Ja, siehst gut aus, so kannst Du ins Ziel laufen.“ Immer wieder schön, Selbstverständlichkeiten zu hören. Hihi…

Im Ziel war ich wirklich froh, dass es vorbei war. Mehrere alkoholfreie „Bier“ (Bitburger 0,0 mit Apfelgeschmack… what the fuck…) und Streuselkuchen. Dann Rad abholen, Schwimmsachen abholen, alles einpacken und zum Bahnhof und im vollbesetzten Zug zurück nach Aachen.

Ich bin mir sehr sicher, dass ich in Düsseldorf nicht mehr starten werde. Die Radstrecke war einfach zu ätzend. Der viele Verkehr auf den Rheinbrücken war echt gefährlich. Die Absperrung nur mit den orangen Hütchen gab einem nie ein sicheres Gefühl.

Schwimmstrecke war top vom Ambiente aber falsch ausgemessen.

Tja, was habe ich gelernt? Ich habe über mich gelernt, dass ich bei Gefahr sofort in den Sicherheitsmodus schalte. Ich habe nichts riskiert und das war auf jeden Fall richtig.
Außerdem habe ich gelernt, dass man weniger Schläge auf die Beine kriegt, wenn man die Schläger taucht… das tut mir im Nachhinein leid… Aber in der Situation… ich bin eben auch sehr gefährlich. Wetter ist immer da. Es ist halt manchmal auch schlecht. Mich bringt das nicht mehr aus der Ruhe.

Olympische Distanz insgesamt in: 2:23:21

Dienstreise nach München
Manchmal sind die Dienstreisen so, dass ich sie gut in meinen Trainingsplan einfügen kann und manchmal stellen sie eine echte Herausforderung dar. Diese Dienstreise nach München hatte schon Aspekte von Urlaub und Trainingslager. Außerdem ist München ohnehin ein Traum.

Ich hatte mit dem ICE Vortagesanreise und kam im Nachmittag an. Im ICE habe ich mich in diversen Zeitschriften über Schwimmen Radfahren Laufen informiert. Nach dem Einchecken bin ich vom Hotel zum Volksbad gejogged. Dort in einem wunderbaren Jugendstil-Bad habe ich mein Schwimmtraining absolviert. Dann bin ich wieder (auf einem kürzeren Weg an der Isar entlang) zum Hotel gelaufen. Geniale Einheit.

Auf dem Rückweg bin ich durch den „alten botanischen Garten“ gelaufen und entdeckte ein Brauhaus. Da bin ich dann nach dem Duschen hin. Es war völlig anders, als ich erwartet hatte. Es lief laute HouseMusic. Live aufgelegt und gemischt von einem echt guten DJ. Ich habe einfach einige Halbe getrunken und Musik gehört… bis ich ins Bett mußte. Am nächsten Tag der Termin (der gut lief), dann die Rückreise (entspannt wieder im ICE) und noch so rechtzeitig zu Hause, um noch den Trainingsplan abzuackern.

Das Leben ist schön.

swim
Mein Schwimmtraining war sehr strukturiert und wirklich gut: Techniktraining gepaart mit Intervalltraining. Mein Schwimmcoach Yannic hat die Trainingseinheiten auch an mein wöchentliches Restprogramm angepaßt und sein Tipps finde ich sehr wertvoll.

Das Training mit ihm und sein Feedback machen mich sehr zuversichtlich, bei der Langdistanz eine gute Leistung abrufen zu können. Ich bin mir nun viel sicherer in dem, was ich tue. Ob ich auch noch viel schneller sein werde? Das glaube ich wiederum nicht. Und es ist mir auch egal.

Als ich mit Triathlon anfing, habe ich immer gesagt: Laufen kann ich am besten, Radfahren mach ich am liebsten und Schwimmen ist halt auch dabei.

Heute ist das anders: Ich schwimme wirklich gerne. Und im Wettkampf ist es sicherlich die größte Herausforderung, denn Schwimmen im Triathlon ist Kampfsport. Hier muss man sich richtig behaupten und da darf es auch mal robust sein. Und manchmal kriegt man halt auch auf die Fresse (oder auf die Waden).

In einer Trainingseinheit war ein 500m-Test eingebaut. 9:18 Minuten – war keine PB von mir, die liegt bei 9:02. Habe dann überlegt, wie das so kommt, wo ich doch so mit meinem Schwimmtraining zufrieden bin: „Leider keine PB über 500 m aus dem Training heraus. Nach 1.000 m Techniktraining vielleicht auch nicht möglich. Ich bin wahrscheinlich viel zu schnell angegangen. Pro Bahn sollten es 27 Sekunden sein.“

Die Tempoeinteilung ist für mich immer noch sehr kompliziert, weil ich einfach so wenig Erfahrung in dieser Disziplin habe. Aber für die LD ist das nicht wichtig – da zählt nur Folgendes: aus dem Pulk raushalten, frei schwimmen und dann entspannt die Technik und den NEO wirken lassen. Und einfach so lange weitermachen, bis es vorbei ist.

bike
Lange Radausfahrten bei Sonnenschein, lange Spinning-Einheiten bei Regen (Wetter war im Juli hier sehr bescheiden). Rad, Rad, Rad… Ich mag das Radtraining total. War ein guter Monat mit vielen km auf Asphalt.
GOING LONG: “Ein der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg auf der Langdistanz ist eine tief empfundene Liebe zum Radsport.“

Mein altes Rennrad habe ich verkauft. Es war mir etwas zu groß. Dafür habe ich nun ein gebrauchtes Bergamont mit 105er Gruppe gekauft. Mein Fuhrpark kann sich also sehen lassen. Mountain-Bike, Spinning-Rad, Rennrad, Zeitfahrmaschine… Oh, ich liebe meine Räder…

Es gilt nun, im August weitere Lange Radeinheiten zu machen. Ist nichts Spektakuläres, ich muss es einfach nur tun.

run
Kein Lauf länger als 21 km. Ich gehe sogar einmal pro Woche mit so Stöcken walken.
Abwechslung durch eingestreutes Lauf-ABC, Steigerungsläufe und Vielfalt der Strecken hier in der Voreifel.

Meine Strecken haben immer reichlich Höhenmeter und so denke ich, dass ich für den flachen Marathon in der Langdistanz Köln sehr gut gerüstet bin.

Die Schuhe sind eingelaufen. Es steht fest, welches Lauf-Outfit ich tragen werde… alles ist getestet. Es könnte eigentlich schon losgehen… jetzt nur noch gesund bleiben.

Gesundheit und Gewicht
… genau… jetzt nur noch gesund bleiben. Fällt im Sommer natürlich leichter, als im Winter. Dennoch muss ich gut auf mich achten.

Mein Gewicht ist nun doch sehr konstant 80 kg. Es geht nicht runter.
Machmal bin ich 5 Stunden auf dem Rad unterwegs und habe danach noch einen 10km-Koppellauf. Danach muss ich essen, sonst funktioniert die Regeneration nicht. Eventuell muss ich mich von den 78 kg, mit denen ich an den Start gehen wollte doch noch verabschieden. Aber das wäre nicht wirklich schlimm. Ich brauche ja auch eine gewisse Substanz für die Langdistanz, von der ich zehren kann.

Ich freue mich auch schon auf das Tapering und auf die kurze Zeit ohne Muskelkater vor der Langdistanz. Wenn ich so in den Spiegel gucke, habe ich viel erreicht. Mein Körper hat sich verändert.

Zahlenwerk
Trainingseinheiten Juli 2014
swim 14
bike 18
run 20
allgemeine Athletik 5
Qi-Gong 2
Stretching 2
Walking 3

Herzzeit = Ausdauertrainingszeit
27. KW: 14 Std. 42 min
28. KW: 13 Std. 44 min
29. KW: 14 Std. 54 min
30. KW: 17 Std. 51 min !!!

Trainingskilometer Juli 2014 / Juli 2013 / Summe seit Januar 2013 / Summe 2014
swim 22 / 11 / 225 / 96
bike 894 / 589 / 10.021 / 4.470
run 190 / 174 / 1.504 / 3.583

Trainingstagebuch

“Die Herzzeit der letzen Woche war 14 Stunden 42 Minuten… ein toller Wert. Ich war sehr fleissig und die Woche ist mir nicht schwer gefallen. (…) Ich freue mich, dass alles so gut klappt.“

„Heute zum ersten Mal mit Finger-Paddles. Sehr ungewohnt. Sehr störend, wenn man die Hand falsch zum Wasser hält.“

„Hitze ohne Ende… spontanes trainingsfrei!!! In der Schwimmhalle war Spielstunde. Da habe ich dann dankend auf das Schwimmtraining verzichtet. Und dann eben direkt auch auf die 80 Minuten Cycling im Backofen.“

“Heute schöne und langsame Radausfahrt mit dem RC Dorff. Danach noch einige Radler bei den Sündenböcken in Breinig, da war Grillfest.“

Vor mir liegen bis zur Langdistanz noch zwei Ent-und Belastungswochen, eine Belastungswoche und 2 Tapering Wochen. Darin sind noch einige Trainingswettkämpfe eingeplant, die ich als Entwicklungseinheiten angehen werde. Dies sind eine MD in Eupen, Mörsbachma (Sprint) und Zülpich (Sprint). Ich werde beim U-See-Schwimmen die 3 km machen und dann noch Bahndammlauf. Ach ja: ein Duathlon in Breinig. Außerdem noch eine RTF mit ca. 180 km. Ich mach da einfach mal mit… hihi…

Nein, ich habe mir schon etwas dabei gedacht. Ich mache meine Entwicklungseinheiten bewußt in den Wettkämpfen. Für mich sind das keine Wettkämpfe, es wird nicht getapert. Diese langen Einheiten alleine zu absolvieren, empfinde ich als sehr langweilig. In den Veranstaltungen verfliegt die Zeit und die Strecken sind abgesperrt. Und es gibt Verpflegungstellen. Wichtig ist dann nur, dass ich es wirklich ruhig angehen lasse.

kurzfristig
Cologne 226

mittelfristig
Erholung von der Langdistanz.

langfristig
Keine Pläne.

Ich freue mich so auf die nächsten Wochen… ich bin sehr motiviert.

Noch mal ein Blick in das Buch GOING LONG: “Grundsätzlich geht es beim Training für einen Ironman nicht darum, schnell zu sein. Es geht darum, klug zu schwimmen, stark Rad zu fahren und zäh zu laufen.“

Gut, so mach ich das.

4.42857
Gesamtwertung: 4.4 (7 Wertungen)

*Luftholen*...WOW irgendwie

*Luftholen*...WOW
irgendwie habe ich das Gefühl, ich war auch in Düsseldorf! Du hast das so lebendig beschrieben, ich bin völlig außer Atem :-))
Und ganz sicher kann dir niemand vorwerfen, du seist trainingsfaul! Sehr beeindruckend, wie konsequent du das alles durchziehst.
Ich freu mich für dich, das es funktioniert, drück dir die Daumen für deine Gesundheit und wirklich sehr freut mich, das dein Tagebuch wieder da ist! Glaube mir, ich kann nachvollziehen, wie du dich gefühlt haben magst...

Ich bin schon sehr gespannt auf deinen Finisher-Blog!
Ich werde ihn mit Wein u Schokolade entspannt aufm Sofa zurückgelehnt, genießen :-))

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Ja....

...der Satz aus dem guten Buch ist soooo wahr!!
Diese erste LD musst Du leben, genießen und zum Ende hin sicher auch kämpfen und beißen, aber wenn Du richtig eingeteilt hast, sind die letzten km tatsächlich die schönsten!! *zurückdenkundträum* :o))
So war es jedenfalls bei mir und das wünsch ich Dir auch!!

Ob noch eine folgt oder mehrere, wird sich zeigen, da verschwende jetzt noch keine Gedanken dran.

NUR noch 5 Wochen...*seufz*

Ja, ich gebe zu, jetzt rätsel ich immer mal wieder, wie zum Teufel ich dieses viele Training davor geschafft habe....schade, dass ich für solch eine Doku zu faul war.
Bin aber sehr froh, dass ich meinen ausführlichen Bericht drüber geschrieben habe (wollte ich erst auch nicht)....mehrfach habe ich ihn wieder gelesen und war wieder da...*träum*....und es war so verrückt genial schön!!!

Ist viel, was Du vorher noch machen willst....würde ich glaub ich nicht alles mitnehmen, wobei ich den Hintergrund verstehe.
Ist schwer, sich da immer zu bremsen.
Die letzten zwei Wochen hatte ich echt keinen Bock mehr auf Radfahren und war froh, endlich etwas Ruhe zu haben.
War nötig und wichtig.
Ich hatte ja mit dem Supertrail und der 180km-Radtour ein WE später die letzten Peaks gesetzt.
Vielleicht kam deshalb vor dem Wettkampf kaum Vorfreude auf bei mir?!
Vielleicht zu wenig getapert?? Behalte die Vorfreude und halte die Spannung!

Roth war ein unvergesslicher Traum!!
Köln wird DEIN Traum!! :o)

Lieben Gruß Carla

"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Atemlos...

.. nach dem Lesen dieses Blogs bin ich ebenfalls.
Ich möchte Dir NIEMALS im Wasser begegnen. (Das wird allerdings auch nicht schwer zu vermeiden sein.) An Land hingegen schon.
Bleib nur gesund und fröhlich! Das wünsche ich Dir von ganzem Herzen und bin sehr gespannt auf den trainingstechnischen End"spurt" und den Tag X.
Herzliche Grüße aus Bahndammlauf-City
Conny

kann ich nicht mithalten ;-)

bin reichlich motivationslos im Moment.... Wir sehen uns am Samstag und freuen uns!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Du machst da mal mit: Cologne226!

Und nun geht es in die letzten Trainingswochen...
Danken möchte ich dir im Monat Juli noch für die Squat-Challenge - die hat mir viel gebracht, insbesondere die Erkenntnis, dass ausreichend viele Squats meinen unteren Rücken fürs Rad fahren stark machen.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Ein Berliner

im Düsseldorfer Hafenbecken?

Und lässt man DDorffinisher in Köln überhaupt starten?

Fragen über Fragen...

Also, wenn Du nicht am Tag vorher Deine Fahrräder und Laufschuhe auf dem Autodach auslegst ("to go"), dann wird das ein Fest da in Kölle! Top vorbereitet, mental sowas von auf den Punkt...

granreserva


___________________________
Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

what the fuck

danke für den unterhaltsamen Blog
deine LD wird gxxl !
und auf den Bericht danach freu ich mich schon !

Alles Gute und viel Erfolg !

Bewundernswert so vie Fleiß

Bewundernswert so vie Fleiß und Engergie... ich bekomme jedes mal Gänsehaut wenn ich so etwas lese...weiterhin wünsche ich dir das alles so läuft wie du dir das vostellst.

Jezz weiß ich, warum ich dich so ...

... Bedauern muß. Du hast so einen Start zu diesem Lauf da in Aachen bekommen. Als Profi in Berlin antreten zu dürfen, wäre doch viel schöner.
Das allein wäre schon schlimm. Aber untragbar ist der Trainingsaufbau. Kein Lauf über 21km. Arme Sau. Bei mir ist kein Lauf unter 20km und ich genieße es.
Viel Glück!
;-)

Ihr macht Euch ja echt Gedanken...

@ Brigitte: Finisherblog? Wozu das denn? Dies ist doch ein Trainingstagebuch und keine Wettkampf-Blog. ;-)
Erst mal finishen... dann weitersehen...
@ Carla: Morgen ist der erste Bremstest: Mitteldistanz in Eupen - mitten in der Belgischen Meisterschaft entschleunige ich die Titelanwärter. :-)
@ Conny: Würdest Du mir denn auf die Beine schlagen ???
@ Strider: Ich freue mich sehr auf Euch beide. :-)
@ Sonnenblume 2: Sehr gerne. Starker Rücken... immer gut.
@ granreserva: Ich bin kein Berliner!!! Ich bin KAISERSTÄDTER. Von daher ist es egal, ob ich in DDorf oder Köln bin. Ist eh beides unter meiner Würde. ;-) Ceterum censeo...
@ Ritter Ed: Sehr gerne. Hattest Du was zum lachen? ;-)
@ Sonnenschein 10: Noppenanzug vom lesen? Echt??
@ Schalk: Ich werde vom 23. bis 25. Oktober in Berlin sein (müssen).
@ all: Eure Kommentare motivieren mich. Danke.

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

klar

bist du kein Westsibire! Aber der Wadenschläger? Solch resolutes Handeln kann doch nur ein Hauptstätder bei dir provoziert haben... ;-)

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Groschen gefallen...

... dass ich darauf nicht gekommen bin...

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

*schweißperlenvonderstirnwisch* ...

... ick bin kein Bärliner. Aber ich wohne sehr gerne da.
;-)

Kannst Du das mit...

... Dokumenten belegen?

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

also ich glaube...

...ich werde wirklich nie nen triathlon machen. wenn ich da so komische dinge zu brauch wie nen what-the-fuck rad und im what-the-fuck kalten wasser schwimmen muss und what-the-fuck bitburger mit stippetitten trinken muss...nääääää, das will ich nich ;-)
____________________
laufend wünscht oliver weiterhin so viel drive: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Komm einfach rum im September ...

... dann zeig ich's dir. Is alles belegbar - so mit richtigen Dokumenten. Sind zwar Zonenstempel drauf, aber das gülded Heute auch noch.
;-)

Brutale Triathleten im Wasser!

Jetzt weiß ich warum ich nicht in Düsseldorf starten möchte. Ey man, einfach unterdöppen - geht ja gar nicht. Ich würde zwar nur hinter Dir schwimmen, aber sag besser vor Deinen Wettkämpfen Bescheid, damit ich nicht zufällig wegen unkoordiniertem Schwimmen von Dir ertränkt werde.

Spaß beiseite: Du bist super im Plan der Vorbereitung. Genieße sie weiter und dann viel Spaß und Erfolg in Köln.

Du bist eben doch

ein ganz ganz großer!!! Wuarrr, aber warte ab, im nächsten Leben will ich sowas auch können!
Tja und das GOING LONG Buch scheint mir ein sehr, sehr kluges! Also halt dich WEITERHIN dran;-)

Lieben Gruß
Tame

Ich bin eigentlich ganz friedlich...

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

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