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Benutzerbild von Tigerkätzle67

Wenn ich gewusst hätte das es heute am Naturparklauf Großer Alpsee in Immenstadt so laufen würde, hätte ich mich sicher nicht angemeldet. Aber irgendwie wollte ich einen Trainingslauf mit vielen Höhenmetern bei einer mittleren Distanz. So kam mir dieser Alpseelauf in Immenstadt sehr gelegen. Von der Strecke und den Höhenmeter optimal, wenn nicht das Wasser von oben gewesen wäre.

Schon die Nacht gestaltete sich als plätschernd…. Ich hörte den Regen und konnte nicht wirklich einschlafen. Es beunruhigte mich. Dennoch fuhr ich heute um 6 Uhr mit dem Zug nach Immenstadt. Dort war kein besseres Bild geboten – es Regnete und die Temperaturen waren auch nicht ganz meins. Was ist nur mit dem Sommer los.

Um 8 Uhr war dann Start und wir liefen alle los – die 15 km und die 25 km Läufer. Die ersten 12 km hatten wir alle gemeinsam zu bestreiten und keiner wurde da wirklich verschont.
Schon nach den ersten 2 km ging es über Wiesen und Wälder nach oben. Noch fand ich es amüsant. Doch irgendwann wurde mir das zu blöd. Bergauf war ja noch gut zu gehen – an Laufen war da nicht wirklich zu denken. Schlammiger, rutschiger Untergrund, einmal blieb ich mit dem Schuh im Schlamm stecken. Mir war da schon alles egal. Als es dann eine steile Wiese runter ging wurden wir ermahnt vorsichtig an der linken Seite runter zu gehen, da der eigentliche Weg schon von Schlamm und Wassermassen nicht mehr begehbar war. Also ging ich seitwärts Stück für Stück den Hang hinunter – alle taten das gleiche.
Irgendwann – nach den vielen Trails durch Wiesen, Wurzelwerk und Wassermassen in den Wäldern kamen wir endlich einer geteerten Straße entlang. Es ging bergab, das war ganz meins. Ich hatte bereits 9 km auf der Uhr und dachte nur, die 15 km Läufer werden sicher demnächst von uns getrennt.

So war es auch – nach 12 km liefen die 15er Läufer gerade aus weiter – war ja nicht mehr weit das Ziel entfernt und wir wurden nach rechts an den See entlang umgeleitet. Ich wünschte mir den 15er Lauf, aber jetzt aufgeben wollte ich dann auch nicht wirklich.
Ich war auf einmal ganz alleine auf meiner Strecke, eine Läuferin in leuchtend orange lief einige Meter vor mir. Ich behielt sie im Auge, denn irgendwie verunsicherte mich dieser Weg. Der Weg war auf einmal so angenehm, Schotter und schön zu laufen. Ich überholte dann die Läuferin vor mir und dachte mir nur, das war nicht klug. Ich drehte mich immer wieder nach ihr um, denn ich wollte mich nicht verlaufen. Dann ging es bei KM 18 nach links weg über eine Wiese. Sie war von den Wassermassen überflutet. Seitwärts ausweichen war nicht mögliche, wir mussten da durch. Ich stand mit beiden Füßen knöcheltief im Wasser und verfluchte das…. Ich hasste auf einmal diese Strecke. Aber das sollte nicht mein einziges Problem werden. Nein, es kam noch schlimmer. Es ging immer wieder rauf und runter, durch schlammiges Gestein durch den Wald. Schmale Pfade waren das nur, so das ein überholen kaum möglich war. Immer wieder verzierte der Pfad mal einen Steg oder Steintreppen, die viel zu hoch für meine kurze Beine waren. Die Lust ging mir irgendwann mal aus und ich ging. Von meinem Alleingang war nicht lange was von übrig, es kamen nach und nach ein paar Läufer dazu. Mit einem hatte ich immer wieder ein Wechselspiel mit dem Überholen. Er lief die Steigung nicht so gern, aber bergabwärts war wieder ganz seins. So überholte ich ihn wenn es aufwärts ging und er mich, wenn es wieder steil durch Matsch nach unten ging. Insgesamt waren wir dann zu viert, die schön hintereinander liefen. Bei KM 22 dachten wir, jetzt müsste es nur noch bergab gehen – das war ein Fehldenken. Es ging ein kurzes Stück über die Teerstraße nach oben und dann wieder über ein schweres, schlammiges Waldstück. Fast bis ins Ziel – 500m davor – ging es so immer wieder rauf und runter durch das einzigartige Wurzelwerk und Gestein. Beweisen musste ich mir da nichts mehr, ich ging wenn es mir sicherer war und lies es laufen wenn ich das Gefühl hatte das es geht. Endlich bei KM 24,5 km kamen wir raus, ein Ordner sagte so nur noch 500m bis ins Ziel, ich konnte es kaum glauben. Tatsächlich – es ging über die Straße, noch durch so eine kleine Gasse und schon sah ich die Zielgerade. Endspurt – ich habe es geschafft.
3:14:45 habe ich gebraucht, aber ich war stolz dies geschafft zu haben.

3.2
Gesamtwertung: 3.2 (5 Wertungen)

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