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Benutzerbild von jo_beef

...und dann kam es ganz anders:
Ich hatte mir eine Zielzeit zwischen 3:15 und 3:30 h vorgenommen und am Montag, 24.03. begonnen, nach dem Trainingsplan von Steffny (Zielzeit 3:15 h) zu trainieren. Es lief wunderbar und ich absolvierte die schnellen Trainingsläufe alle geringfügig schneller als angegeben. Dass der langsame Lauf am 23.3. nach einer super schnellen Einheit am Ostermontag auf der Bahn (5x1 km in 3:50-4:00-3:50-4:00-3:55) die letzte sein sollte, damit hatte ich nicht gerechnet.
Am Donnerstag, 24.04. wachte ich morgens mit Schwindel im Kopf auf, verbunden mit Übelkeit. Im Lauf des Tages wurden sowohl Schwindel als auch Übelkeit immer schlimmer, die Nacht war der Horror. Am Freitag früh gleich zum Arzt, der eine „Bauchgrippe“ aufgrund bakterieller Infektion diagnostizierte. Es wurde und wurde nicht besser und in der folgenden Nacht kam eine Ärztin aus der Notfallpraxis, die mir was gegen Übelkeit spritzte. Am Samstag Nachmittag ließ ich mich dann mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus fahren. Der Assistenzarzt in der Notaufnahme hatte nach anfänglicher Unbeholfenheit die Idee, mich an die Röhre zu stecken. Vom CT holte er mich persönlich ab und ich wurde mit Tatüta in ein andere Klinik mit neurologischer Fachabteilung verlegt. Die Diagnose: Ich hatte ein Kavernom im Kleinhirn das ausgeblutet war.(näheres findet man hier: http://www2.medizin.uni-greifswald.de/neuro_ch/index.php?id=432)
Nach verschiedenen weiteren Untersuchungen wurde das Kavernom am 2. Mai operativ entfernt und jetzt ging mein Leidensweg erst richtig los. Nach der OP war mir nur noch schlecht, ich hatte ständig Schwindel im Kopf und mein Gleichgewichtsempfinden war total weg. Außerdem wurden durch die verursachte Schwellung zwei Sehnerven gequetscht mit der Folge, dass ich alles doppelt und unscharf sah. Ich musste daher anfänglich immer ein Auge abdecken. Etwa 10 Tage nach der OP wurde ich liegend zur Reha nach Gailingen (Schmieder-Klinik) in den Pflegebereich verbracht: ich konnte nur mit Rollator ein paar Schritte gehen und mich weder alleine waschen noch anziehen.
Nach etwa 3 Wochen wurde das mit den Augen besser und ich konnte die ersten Schritte ohne Rollator mit Stöcken gehen. Nach 5 Wochen hat mich die Physiotherapeutin zum joggen ermuntert und ist auch einige hundert Meter mit mir gejoggt.
Mittlerweile bin ich zuhause und kann schon wieder 15 km im 6er-Schnitt joggen. Dabei habe ich immer noch vor allem bei Gegenlicht und des Nachts Probleme mit dem Gleichgewicht und ständig mehr oder weniger Schwindel im Kopf. Auch die Augen sind noch nicht wieder ganz okay. Ich bin ein halbes Jahr krank geschrieben und soll dann nochmals zur Reha. Hoffe natürlich, dass alles wieder wird – die Ärzte sagen jedoch, dass das mit dem Schwindel auch für immer bleiben kann.

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Eine bewegende Geschichte

bei der Dir Dein sportlich aktives Leben in hohem Maße zu Gute kommt. Ich wünsche Dir weiterhin gute Besserung und viele kleine Mut machende Erlebnisse.

Mir kam beim Lesen spontan eine geschichte aus dem vorletzten Winter in den Sinn, die Dir vielleicht ein wenig Mut machen kann:

Der Winter war schneereich hier in Essen und ich bin am Späten Abend die stillgelegte Bahntrasse mit Langlaufski gelaufen. Unterwegs sah ich einen Mann, auch auf Ski, der sichtlich mit dem Stand kämpfte. Auf menem rückweg wirkte er schon ein gutes Stück sicherer, ich grüßte und versuchte, ein paar ermunternde Worte loszuwerden. Wir kamen ins Gespräch und ich erfuhr, dass ihm 2-3 Jahre zuvor beide Gleichgewichtsorgane entfernt werden mussten. Deshalb die großen Standschwierigkeiten. Er hatte seine Reha damit begonnen, überhaupt sitzen zu lernen. Beim Gehen sähe man es ihm überhaupt nicht mehr an. Fahrradfahren ging auch schon wieder ganz gut. Und jetzt wolle er sich eben das Langlaufen wieder erarbeiten. Das war sicherlich ein sehr harter und anstrengender Weg, voller Tiefen und Rückschläge. Er meinte aber, dadurch, dass er sich über jeden kleinen Fortschritt gefreut hat und so Schritt für Schritt gegangen ist wäre es erträglich gewesen.

Deine Prognosen kann ich natürlich nicht beurteilen, bin mir aber sicher, dass Du mit täglichem Training und dem Blick nach vorne die positivsten Szenaren weit übertreffen kannst. Gerade bei Hirnschädigungen ist das Potenzial viel größer als die Allermeisten es ausschöpfen! Wenn es dich motiviert, fang hier eine Blogreihe an, halte uns auf dem Laufenden, berichte von Deinen Erfolgen und Fortschritten. Hier gibt es viele Mutvations- Aufmunterungs- und Lebenskünstler, die Dir vielleicht eine kleine Hilfe sein können.

Alles erdenklich Gute,

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Danke liebe granreserva,

das macht mir wirklich Mut! Auch ich freue mich über jeden Fortschritt!
Ich traf in der Reha Patienten, die 1 Jahr nach so einem Eingriff wesentlich schlechter daher kamen als ich und laut Ärzte hat sich der Sport tatsächlich sehr positiv ausgewirkt.

Lieben Gruß, Jo

bleib dran!

Hallo Jo_beef,
aus eigener Erfahrung kann ich Dir berichten, dass die Dinge einfach Zeit brauchen. Bleibe stetig dran und setze Dir kleine, erreichbare Marken.
Nach meiner Krebs-OP vor nun 3 1/2 Jahren ging zunächst fast nichts mehr. Ich bin aus dem Rollstuhl in die Reha gefahren, dann hab ich mit Nordic Walking meine Kondition aufgebaut. Die Kraft kam nach 1 Jahr relativ schnell wieder in die Beine, die Kondition brauchte schon gut 2 1/2 Jahre. Nach 3 Jahren bin ich wieder Marathon gelaufen. Mittlerweile bin ich wieder auf ca. 90% meiner früheren Leistungsfähigkeit. Mehr geht wohl nicht mehr und ist auch egal. Mit den gebliebenen Schäden hab ich mich abgefunden und habe wieder Spaß am Laufen und am Leben sowieso...

Kopf hoch

Hofpoet

,
vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Danke,

das du mich daran erinnerst hast, glücklich zu sein, das ich heute laufen konnte.

Ich wünsche dir weiterhin Fortschritte und gute Besserung.

Schrecklich!

Zu solchen Krankheitsmeldungen fehlen mir immer die richtigen Worte.
Alles Gute wünsche ich Dir,bleib positiv!

Das wird wieder

Meine Mutter hatte vor gut 2 Jahren auch ein Kavernom, welches operativ entfernt werden musste. Sie kam recht schnell wieder auf den Damm, nur Autofahren durfte sie ein Jahr nicht, weil die Einblutung bei ihr zu einem epileptischen Anfall geführt hatte (zum Glück direkt im Krankenhaus).
Ich drück Dir die Daumen, dass es bei Dir auch schnell wieder besser wird (und 15 km im 6er Schnitt schaffen viele Gesunde nicht).

LG,
Anja

Oh je

da hast du aber die volle Packung erhalten. Umso höher anzurechnen dass du dich wieder auf die Beine kämpfst, im wahrsten Sinne des Wortes. Meine Hochachtung hast du verbunden mit ganz vielen guten Wünschen!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

ohhh...

...nach dem lesen war ich erstmal sprachlos. was es alles gibt!
aber ich finde es klasse, wie du dich zurückkämpfst. eine gute grundlagenausdauer ist somit nicht nur für´s laufen gut ;-)
bleib aufrecht und amch weiter so. wie ich das hier lesen konnte, bis du längst nicht am ende der fahnenstange...
____________________
laufend wünscht weiterhin gute fortschritte: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Alles Gute!

Hey, ich kann mich dem Kommentar nur anschließen: 15km im 6er Schnitt schaffen viele im gesunden Zustand nicht (ich zum Beispiel *grins*)!

Ich drücke dir auch die Daumen, dass du weiterhin positiv nach vorne blickst und alles wieder gut oder besser wird!

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Big changes start small :)

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