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ES GEHT NACH ROTH - DER TAG DAVOR - CHECKIN UND DIE VORBEREITUNGEN

Edit 25.7.2014: Es gibt Fotos!

Vergangenen Freitag war es dann soweit, wir trafen uns mit zwei weiteren Startern aus meinem Verein (beide jeweils bei ihrem dritten Langsdistanz-Start) und unseren beiden hochgeschätzten und zum Glück inzwischen super-Wettkampf-erfahrenen Schatzi-Supportern in Roth. Dem deutschen Triathlon-Mekka, ein ganzer Ort mit seiner umgebenden Region feiert sein 30-jähriges Triathlon-Ironman-Langdistanz-Jubiläum. Und ich sollte dabeisein! Und ein Teil der Triathlon-Welt-Elite, alleine 4 der ersten 5 Hawaii-Finisherinnen des letzten Herbstes waren am Start. Erste Gänsehaut beim Durchfahren des Ortes… "Welcome Triathletes" auf riesigen Bannern über den Straßen.

Triathleten bzw. Autos mit Rädern, wohin man guckte. Viele trugen Shirts, die schon alleine des Erhalten des Startplatzes vor nunmehr einem Jahr stolz verkündeten. Ja Roth, "you are triathlon"… oder schon bald auch aus meiner Sicht "we are triathlon…"?

Die nächste Gänsehaut beim Check-In im mittig im Ort aufgebauten Triathlon-Park samt Finish-Line-Stadion: Das Athleten-Armband für die kommenden 3 Tage wurde mir im Registration-Office (Startnummern- und Beutel-Ausgabe) umgebunden.

Und dann die Besichtigung der Finish-Line, der superlange Korridor mit dem roten Teppich… "Congratulations, You Did it" steht am Ziel-Torbogen. Foto. DA will ich am Sonntag hin!

Auspacken in der Pension, später noch ein bisschen über die Messe bummeln (bei knapp 30 Grad aber recht kurz), ein erstes Treffen mit Buddy Daniel, der zu meiner großen Freude ja auch in Roth (wie in Köln schon) mit mir an den Start geht, abends Pizza, nochmal Strecken- und Wechselzonen-Karten-Angucken, und dann halbwegs früh ins Bett.

Am nächsten Tag bei inzwischen über 30 Grad dann nach einem 20-Minuten-Läufchen, etwas Faszien-Training mit der mitgebrachten Rolle und Frühstück der wichtige Programm-Punkt Beutel-Packen. Roth hat zwei Wechselzonen (die erste am Schwimmstart am Main-Donau-Kanal, wo man dann auch aufs Rad steigt), die zweite in Roth, wo das Rad nach 180km für den abschließenden Marathon abgestellt und folglich die Laufbeutel deponiert werden müssen.

Ich hatte es zwar zuhause vorbereitet, aber jetzt mußte es endgültig passen: Der rote Beutel für nach dem Schwimmen bekam die Radschuhe, die Sonnenbrille, Sonnencreme, ein kleines Handtuch, Weste, Socken und Armlinge für (nicht sehr wahrscheinliche, aber ich friere ja immer gerne und schnell) plötzliche Temperatur-Stürze. Auf Handschuhe und Socken wollte ich nach Plan beim Radfahren verzichten. Helm, Startnummer am Band und meine Unterwegs-Verpflegung sollten direkt am Rad warten. Der blaue Beutel fürs Laufen wurde mit Laufschuhen und -socken, Köppi, einem Gel- und Salztabletten-Gürtel, der Ersatz-Startnummer am Band und nochmal Sonnencreme bestückt. Der grüne Beutel bekam Duschzeug und trockene Klamotten für hinterher, etwas Geld, ein Regenerations-Getränk und blieb noch bei mir, am Wettkampf-Morgen war er dann noch für den Neo-/Schwimmbrillen- und Badekappen-Transport sowie für die Aufnahme der wärmenden Überklamotten zuständig. Oh mann, Klamotten für mehr als 16 Stunden mit mehrfachem Umziehen und geschätzte 5500 Kalorien mußten in Tüten verpackt werden… mehrfaches Fragen bei meinen Vereins-Kameraden war notwendig, mich zu beruhigen, daß ich alles dabeihabe.

Dann sind wir mit dem Auto Teile der Radstrecke zur Besichtigung abgefahren. Einmal bis zum weitest entfernten Punkt in Greding, dem Kalvarienberg. Dieser war wie erwartet, aber vor allem auf dem Weg dorthin wurde es mir mulmig. Der Radkurs in Roth ist als "wellig" beschrieben, aber SO hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ein ganz schönes Auf und Ab für mich als Flachländer. Das wird nicht einfach, aber zum Sorgen-Machen war es wohl zu spät. Jede Menge Radfahrer auf der Strecke unterwegs, uff, am Renn-Vortag bei über 30 Grad in der Mittagshitze… wenigstens da war ich mir sicher, alles richtig zu machen, indem ich auf diese Aktivität verzichtete.

Ab 13 Uhr war dann Rad-Checkin in Wechselzone 1 nahe Hilpoltstein (10 km von Roth entfernt) am Main-Donau-Kanal. Athleten-Ströme mit den auf den umliegenden Parkplätzen aufgerödelten Rädern und blauem und rotem Beutel schoben im Gänsemarsch zum Rad-Checkin. Ein erster Blick auf den Sprecherturm, das große abgesperrte Areal der Wecheselzone und den Kanal dahinter, die große Brücke obendrüber, auf die die Radstrecke beginnt… hier soll es in gut 12 Stunden losgehen. Uah.

Das Rad an seinen Platz abgestellt, Platz gemerkt, wegen der Hitze über Nacht Luft aus den Reifen, Helm und Startnummer deponiert, Tacho und Werkzeug angebracht, drei Test-Kontroll-Blicke, den roten Beutel mit den übrigen Radklamotten vors Wechselzelt an seinen Platz gelegt, den blauen Beutel mit den Laufklamotten am LKW zum Transport in Wechselzone 2 abgegeben. Noch dreimal reingeguckt, ob Schuhe und Socken wirklich drin waren. Zwei Schuhe? Ein rechter und ein linker? Socken auch? Echt? Ok, alles gut ;)

Dann Besichtigung des Schwimmausstiegs am Kanal. Ins-Wasser-Fassen… ca. 21 Grad, fühlt sich gut an.

Die ganze Wechselzone ist mir irgendwie sympathisch, klare Wege, gute Organisation. Momentan jede Menge Betrieb, Durchsagen, Musik, entspannte Vortag-Stimmung. Aber immer wieder Trinken nebenbei, es ist echt warm! Rückfahrt in die Pension, und für mich zwei entspannende Stunden auf dem Bett. Strecken verinnerlichen, ein bißchen runterkühlen, Abschalten, den Rücken entspannen. Die Supporter fahren mit ihren MTBs ihre Strecken für morgen ab.

Um 18.00 Uhr ist Wettkampfbesprechung (die in deutsch und englisch, die anderen waren schon) im großen Festzelt im Triathlonpark in Roth. Zu Beginn der dringende Hinweis No.1: Bitte, bitte trinkt morgen genug, wir haben bereits Wasser nachgeordert, die Sanis haben 1000 zusätzliche Infusionen geordert, es wird super heiß werden! Ansonsten das Übliche: letzte Wetter-Voraussagen (die eigentlich angekündigten Gewitter für nachmittags werden ausbleiben) Streckenbeschreibungen und -erläuterungen, Verpflegungsstationen-Hinweise, Verwarnungs- und Disqualifikations-Hinweise, Wettkampfordnung, usw. Eine Stunde gemeinsames Schwitzen der Bändchen-Träger im großen Zelt.

Abends nochmal Pizza, schnell in die Pension, rausgelegte Sachen zum 100. Mal kontrollieren, Getränke anmischen, und möglichst zügig ins Bett. Schlafen... naja.

Fortsetzung in Teil 3, da geht’s dann wirklich los!

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Hier schon mal...

... vorweg: an anderer Stelle habe ich Dich ja schon beglückwünscht, aber jetzt genieße ich einfach Deinen Bericht. Ich find Deine Leistung so hammerhart und bewundernswert, daß ich tatsächlich gaanz viel an Dich und Roth denken muß. Mein Mann mußte sich sogar Deinen ganzen Pack-Klimbim angucken!
Wenn ich jünger wäre, würde ich versuchen, es Dir nachzumachen. Noch heute würde ich anfangen!
Nun schreib mal schnell weiter, bin gespannt! (Aber nicht,daß du dir durch das Tipseln wieder den Nacken verspannst!)

Was ihr so alles über euch ergehen lassen müßt...

... vor so nem Wettkampf. Da ist dasBriefing beim Laufen ja pillepalle. Naja, außer vielleicht beim ZUT.
;-)

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