Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von sarossi

Müde blinzele ich unter der Bettdecke hervor zur Uhr. 7:30. Heute hatte ich mir extra freigenommen. Mitten unter der Woche. Bestes Wanderwetter. In das Land der Steinböcke sollte es gehen. Mit viel Glück könnte man einen vor das Fernglas bekommen. Und dann kam gestern der totale Einbruch beim Radeln…

Den massiven Muskelkater vom Vortag hatte ich beim Treppensteigen einfach ignoriert. Aber schon nach einer Stunde meiner Radtour brannten meine Oberschenkel so, dass ich eine längere Pause brauchte. Durchfahren ging gar nicht. Schnell fahren noch weniger. Auf dem Rückweg schleppte ich mich nur so dahin. Am Abend war ich völlig platt. Plan B für den Folgetag wurde entworfen: Ausschlafen. Frühstücken gehen und dann zum Baden.

Im Bett mache ich am Morgen einen kurzen Scan durch meine Gräten. Hier ein Ziehen, da noch Muskelkater und eigentlich könnte man sich noch mal umdrehen. Soll ich aufstehen? Soll ich extra in die Berge fahren, um dann die Tour nicht gehen zu können? Die Tour ist ziemlich steil… Am Strand liegen wäre doch auch was Feines…. Und so drehen sich immer mehr Rädchen in meinem Kopf, bis ich mir die richtige Frage stelle: „Hast Du heute Bock einen Steinbock zu sehen?“ In Sekundenschnelle bin ich aus dem Bett und anderthalb Stunden später am Startpunkt meiner Tour.

Der Start ist hoch motiviert und flotten Schrittes geht es den Hang rauf. Leider verteilt sich die Hälfte der Höhenmeter auf das letzte Viertel des Weges… das wird zäh. Die Oberschenkel brennen und ich verliere auf den hohen Felsstufen fast das Gleichgewicht, weil sämtliche Kraft aus den Muskeln schwindet. Jetzt packe ich doch die Stöcke aus. Obwohl sie mir die Haltung etwas versauen sparen sie enorm viel Kraft in den Beinen. Und weiter geht es aufwärts. Schritt für Schritt. Aufgeben ist nicht drin. Ich will einen Steinbock sehen!

Am Gipfel treffe ich einen Architekten wieder, den ich auf dem Parkplatz getroffen hatte. 5-mal war er schon auf diesem Berg - kein Steinbock. Verschwitzt, keuchend, mit hochrotem Kopf und breitem Grinsen rufe ich ihn. „Jetzt hast Du ihn gesehen, oder?“ Er dreht sich um. „Nein, es sind keine da.“ Ich bin etwas perplex und zeige genau vor uns auf den gegenüberliegenden Fels. „Und was ist mit dem da?“ Der Architekt ist ganz aufgeregt. Den hätte er fast verpasst. Gemeinsam beobachten wir den Fels. Und da regt sich einiges. Ein Strauch erhebt sich auf einmal zu einem riesigen Tier. Ein Baum rührt sich und wird zu einem weiteren Steinbock. Eine halbe Stunde schauen wir mit dem Fernglas dem Treiben zu und zählen insgesamt 8 Steinböcke vor einem gigantischen Bergpanorama. Die Erschöpfung vom Aufstieg ist wie weggeblasen.

Es sollte eine sportliche Tour mit Aussicht werden. Und das war es. Leider war sie nicht vom Hikers High gekrönt, dazu waren die Beine einfach zu schwer heute. Das Durchbeißen hat sich trotzdem gelohnt. Ich sage nur: Steinbock!

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Wow

... Steinböcke in freier Wildbahn.

Sicherlich ein tolles Erlebnis!

Danke fürs Teilhabenlassen!

------------------

Ich übe noch!

Hihiii....:0)))

Herrlich, wenn die Natur ihre Geheimnisse Preis gibt...
oder wir sie dann erkennen! :0)
Tolle Tour mit verdienter Belohnung!!

Lieben Gruss Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

So viel Mühe ...

... ich sehe jeden Morgen, wenn ich in den Spiegel gucke einen Steinbock ;-)

Nee, nur Quatsch, die echten hätt' ich wohl auch gern gesehen.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Einfach schön!

Solch Touren sind wunderbar! Wie gut, dass du den Schweinehund abgeschüttelt und dich für den Steinbock entschieden hast:-)

Lieben Gruß
Tame

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links