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Benutzerbild von thebestcoach

Der Triathlon in St. Ingbert gehört eigentlich schon zu einem festen Ritual. Es ist mein Geburtsort. Meinen ersten Triathlon habe ich in St. Ingbert im Jahr 2009 bestritten bei bestem Wetter. Danach war zwar immer am Veranstaltungstag Regen / Unwetter angesagt, aber die familiäre Atmosphäre lockt immer wieder viele Sportler an die dem Wetter trotzen. Und nun bei meiner 5. Teilnahme wurde diese Serie fortgesetzt. Angesagt waren Gewitter. Die kamen nicht, sondern immer wieder starke Regenschauer gefolgt von einer kurzen Phase mit Sonne. Am meisten hat es dieses Mal die Kinder getroffen die am Nachmittag gestartet sind. Hier wurde es richtig ungemütlich.
Nun aber zu meinem Geschehen. Strider wäre auch gerne dabei gewesen aber auf Grund einer Fortbildung musste sie ihre Teilnahme streichen. Dafür gab Nummer 4 beim Kindertriathlon alles und wurde mit einem Klasse Ergebnis belohnt.
Früh morgens wurde bei Trockenheit eingecheckt, es war mit ca. 13 Grad noch etwas Kühl, aber wenn die Sonne rauskommt wäre es optimal. Als Startnummer hatte ich die 222. Nachdem das Rad aufgehängt war kam ein heftiger Schauer herunter. Somit waren die Radschuhe, Laufschuhe und Schirmmütze schon mit Wasser geflutet.
Dies sollte mich weniger stören da bei dieser Distanz 250 – 20 km – 5 km eh keine Socken oder sonstige Sachen benötigt werden, die bei Nässe schlecht anzuziehen sind. Die Radschuhe, wie auch die Laufschuhe haben Löcher damit das Wasser abfließen kann. Nur die Radstrecke machte mir Sorgen. Hier ist nach 4 km eine steile Linkskurve mit 12 Prozent Gefälle zu bewältigen in der dann kurz vor dem Ende in einem Haarnadelabzweig von 180 Grad nach rechts abzubiegen ist. Hier passierten schon etliche Unfälle. Da es ein Rundkurs ist muss diese Stelle zweimal passiert werden.
Während der Wettkampfbesprechung gingen weitere Schauer herunter. Es war etwas ungemütlich. Zum Glück war ich in einer der früheren Startgruppen und musste nicht lange warten bis ich ins Wasser durfte. Mit einen Sprung ins Becken wollte ich mich ein paar Meter einschwimmen um etwas warm zu bekommen.
Nach einer halben Bahn bin ich dann wieder mit Atemproblemen zurück. Boaah das Wasser hat nie im Leben 23 Grad. Mir blieb die Luft komplett weg. Ein paar Minuten später habe ich dann doch noch 2 Bahnen gemacht und ging zum Start.
Auf meiner Bahn hatte ich das Glück dass wir nur zu dritt waren. Ich fragte die Jungs was sie so für Zeiten schwimmen. OK, dann bin ich wie immer ganz hinten. Ich ließ dann beide vor mir Starten und schwamm dann hinter her. Es waren 10 Bahne je 25 m zu bewältigen. Nach 3 Bahnen griff ich dem Vordermann schon in die Beine. Was nun? Bin ich zu schnell angegangen und breche nachher ein oder war es eine Fehleinschätzung von dem Mitstreiter? Nach weiteren 2 Bahnen ständig in die Beine zu fassen entschied ich mich geh vorbei, was sich dann auch als richtig entschied.
Als ich das Becken mit schweren Beinen verließ war ich doch über eine Bahn noch schneller als er aus dem Wasser trotz meinem Lahmarschschwimmen.
So jetzt sollte es aber rollen. Die Wechselzone war wie immer fast leer. Jeder Ablauf hat gestimmt und einige die vor mir aus dem Becken gingen waren beim Sprung auf das Rad wieder hinter mir. Nach den ersten 500 m bemerkte ich schon das Hinterrad schleift etwas am Rahmen. Ich habe das erste Mal den Reifendruck vom Hersteller voll ausgenutzt und die Position vom Hinterrad nicht angepasst. Hmmh, anhalten ist jetzt auch blöd. Also weiter fahren, da es ja nur gelegentlich etwas schleifte. Die Strecke war total nass. Zumindest kam nun von oben nichts mehr herunter. Dafür gab es die Dusche von unten ;-)
Nach ein paar Minuten ging es den ersten Anstieg hoch. Ich wäre zwar gerne schneller dort hoch, bin ich auch schon gefahren bei trockener Strecke aber die Beine waren dicht. Nicht nur mir erging es so, das tröstete mich. Die Bedingungen sind nun für alle gleich. Also hieß es, da musst du nun durch. Nach dem Anstieg ging es wieder kurz hinunter bevor es dann einen steilen Berg hinauf ging. Hier lieferte ich mir dann ein Duell mit einem. Wir überholten uns zwei bis dreimal bevor ich ihn dann hinauf doch etwas abschütteln konnte. Nach 4 km kam dann die besagte Steile Abfahrt. Am Anfang der Abfahrt standen schon Helfer mit roten Fahnen die versuchten die hochmotivierten Radler etwas abzufangen vor dem gefährlichen Abzweig. An der Stelle hieß es dann Abbremsen von 58 km/h auf ca. 20 km/h um den Abzweig noch zu bekommen. Vor mir war eine Gruppe von 4 Fahrern die das gleiche Problem hatten und da die Strecke nicht gesperrt ist für den öffentlichen Verkehr setzte sich noch ein Auto dazwischen. Der Mitstreiter dahinter fuhr dann auch wieder in der Abfahrt an mir vorbei. Es war einfach zu heikel so knapp hinter dem Auto her zu fahren. Also ließ ich etwas Abstand bevor ich noch zum Sturz komme. Nach der Abfahrt konnte man es rollen lassen. Langsam wurden die Beine frei und das Tempo für die nächsten flachen 3 windgeschützten Kilometer war konstant oberhalb der 45 km/h. Es rollte sich gut auf dem Teilstück. In dieser Phase bin ich an allen Startern von meiner Gruppe vorbeigegangen. Jetzt wurde es einsam vor mir war keiner mehr zu sehen. Nach einem Anstieg ging es auf eine Gerade mit etwas Gegenwind und ab in die zweite Runde. Hier fuhr ich dann noch auf zwei Teilnehmer auf von der vor mir gestarteten Startgruppe auf.
Schnell war die Radstrecke bewältigt. Leider zu schnell, von den 86 Männern im Feld war es die beste Radzeit von allen Jedermann Startern.
Mit einem Sprung vom Rad am Balken ging es in die Wechselzone, dieser war nun fast ganz leer. Die meisten befanden sich noch auf der Radstrecke, einige waren schon am Laufen. Rad aufhängen, Helm aus, Nummer gedreht nach vorne und ab in die nassen Schuhe. Links ging es sofort. Rechts verrutsche die Einlegesohle und schob sich nach vorne. Also noch einmal von vorne. Mist die rutscht schon wieder. Jetzt bleibt sie vorne. Es sind ja nur 5 km laut Ausschreibung (waren dann doch 5,4 km, dafür wurde etwas an der Radstrecke gespart).
Mit großen Schritten ging es hinaus aus der Wechselzone und nach 50 m war der erste Anstieg über 50 m steil nach oben zu bewältigen. Gefolgt von einer 90 Grad Kurve einmal um das Gelände des Schwimmbades herum um dann wieder ein längeres Stück bergab zu Laufen. Die gleiche Differenz musste jetzt wieder nach oben gelaufen werden. Locker sieht anders aus. Es war immer noch ziemlich frisch und die Regenschauer dazwischen motivierten auch nicht gerade. Nun ging es wellig weiter bis zum Wendepunkt bei Kilometer 1,5. Auf diesem Teil kam man in den Genuss die Mitstreiter zu sehen. Hier wurde ich dann von einem schnelleren Läufer kassiert. Er lief zwar nicht merklich davon, ich konnte aber auch nicht mehr kontern. Im gleichen Abstand liefen wir hinter einander her und absolvierten so auch die zweite Runde bevor es auf die Zielgerade ging.
Die Beine waren müde aber für einen Zielsprint reichte es noch.
Endlich geschafft. Etwas enttäuscht von der Gesamtzeit. Nun kam das lange Warten auf die Ergebnisse. Zwischendurch goss es wie aus Kübeln. Die armen Kinder am Nachmittag :-(((
Das Warten hatte ein Ende mal schauen wie es aussieht. Uihh. So schlecht war die Zeit gar nicht. Von 86 Männern im Feld sprang der 3. Gesamtplatz raus und der 1. AK Platz war mir sicher. Die kompletten Zeiten waren bedingt durch die nasse Fahrbahn schlechter als die letzten Jahre gewesen.
Bei der Ehrung auf der Bühne wurde mir eine lange Packung gereicht. Was ist da nur drin?
Eine professionelle Wasserwaage mit 5 Libellen in allen nur möglichen Positionen.
War das ein Wink auf meine schlechte Wasserlage??? Der Gesamterste kam 1:27 min vor mir ins Ziel war aber 2:28 min vor mir aus dem Wasser gesprungen. Die nächsten Wettkämpfe sind zum Glück wieder mit Neo. Da liegt *Mann* auch wieder sauber im Wasser und bremst nicht nur weil die Füße auf dem Beckenboden hinterherschleifen.

4.5
Gesamtwertung: 4.5 (2 Wertungen)

*

War doch trotz der Schauer ein gelungener Wettkampf. Meinen Glückwunsch zum 3. Platz!!....Und zu der Wasserwaage.

Stark

Da kannst du richtig stolz drauf sein.

bei gutem Wetter...

... kann doch jeder! hast du toll gemacht. Aber was machst Du nun mit der Wasserwaage?

vielleicht mal reinsehen: Siebengebirgsrun.de meine Laufseite

Glückwunsch zum (doppelten) Treppchenplatz ...

... starke Leistung und ne'n schöner WK-Bericht von dir.

Ich wünsch dir dann jetzt viel Spass mit der Wasserwaage zum Berechnen der zukünftigen
Laufmeter / Höhenmeter ( Steigungsberechnung ) bei den nächsten Trainingseinheiten.

...

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Verbessert eine Wasserwaage die Wasserlage?

Danke für den Tipp, muss dann wohl auch mal eine gewinnen :).

Genial, 3. Gesamtplatz. Und "lockere 45km/h flach" sind ja ein richtiges Brett! Wärste mal noch schneller gelaufen, dann hätte sich das Schwimmen gar nicht mehr ausgewirkt :duckundwech:

Tiefstapler!

Nur rumgemosert und gejammert, was alles nicht lief, und dass es zum Plätzchen gereicht hat erfahre ich dann erst später! Gesamtzeit ist nur interessant, wenn die Bedingungen stimmen; an deiner Platzierung sieht man ja, dass andere auch Federn lassen mussten, und du immerhin weniger als die Konkurrenz. Also stimmt alles für Köln ;-)

Aber wieso mussten nun alle erstplatzierten Jedermänner eine Wasserwaage nach Hause schleppen, nur weil wir hier Baustelle haben??? Die Frauen bekamen Parfüm (was soll uns das für die Wasserlage sagen ;-))).

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Wasserwaage für Wasserlage

funktioniert aber nur, wenn sie gewonnen wird ;-))

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Saarvoir courir - laufen im Saarland

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