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Benutzerbild von felixmoeller

Der Jogmap-Tacho nötigt mich heute dazu, die Blogger-Ecke hier um ein paar Zeilen zu erweitern.

Nach meinem furiosen Wedekindlauf im April plätscherte der Mai so dahin. Ein Läufchen hier, ein toller Berg da. Aber ansonsten viel Regen. Eine weitere Bestzeit beim Finkenberglauf am Muttertag fiel so nebenbei. Ich war gut drauf, wollte nach dem 9,8km-Rennen den Fokus wieder auf höhere Umfänge legen, um für einen Halbmarathon-WK oder mehr (Brockenlauf??) im Herbst fit zu sein. Ich war ganz fixiert auf meine zwei Wochen Urlaub. Die letzte Maiwoche und die erste Juniwoche hatte ich frei, und hier waren maximale Umfänge geplant, viel Laufen (also 40-50Wkm) und so viel Radfahren wie nur irgend möglich.

Die Himmelfahrtswoche ging das schon einmal völlig in die Hose. Es hat NUR geregnet. Das Sportpensum in dieser Woche war minimal. An Himmelfahrt konnte ich endlich etwas radeln. 50km sind bei rausgekommen. Am nächsten Tag wollte ich gleich einen draufsetzen. Morgens um acht noch so eine Tour, mittags den Kleinen von der Oma abholen und nachmittags zum Tempo-Intervalle-auf-der-Bahn-kloppen. Wie war das mit Plänen und Änderungen? Ich schlage am Morgen die Augen auf, der Blick auf die Uhr: 10 Uhr durch. Verdammt!! Nun gut, dann wird die Tour halt kürzer, dafür schneller. Um eins bei der Oma schaffst Du. Radeln war klasse. Gutes Wetter, kraftvolle Beine. Bei km30 habe ich auf einem schmalen Radweg Gegenverkehr von Ömme und Öppe. Knackiges Ausweichen, kein Problem. Plötzlich knallt es, es scheppert, ich liege im Dreck. Schmerzen. Kurzer Schock. Aufgerappelt. Checken, ob irgendwo ein Knochen rausschaut. Scheint nicht so. „Wir haben uns aber nicht berührt“, schallt es 10m hinter mir. Im Adrenalinrausch rufe ich „Nichts passiert, nichts passiert“. Im Seitenstreifen ist eine ordentliche Rutschspur zu sehen. Der aufgeweichte Rasen wurde mir zum Verhängnis. Aus dem linken Knie läuft Blut. „Ich bin weggerutscht“ rief ich noch, friemelte meinen Körper auf das Rad und quälte mich hinter die nächste Kurve, zur genaueren Schadensaufnahme. Klingt doof, aber in dem Moment wollte ich keine Aufmerksamkeit von Fremden.
Das Knie sah zwar schlimm aus, so dreckig und blutig, war aber nur eine Hautverletzung. Sorgen machten mir mein linkes Handgelenk und die linke Rippe. Das linke Handgelenk lässt sich nicht nach oben bewegen. Tiefes Einatmen sticht in der Rippe. Schön mit der ganzen linken Körperhälfte von 30 auf 0 gebremst. Verdammt, was ist da eigentlich passiert? Da fährst du seit drei Jahren ausschließlich trailorientiert Mountainbike und stürzt in der ersten Urlaubswoche auf gerader Strecke ohne Fremdeinwirkung auf einem gut ausgebauten Radweg?? Wie bescheuert ist das denn?
Zuhause wollte ich dann erstmal schauen „wie es sich entwickelt“, aber die Ehegattin schickte mich mit deutlichen Worten zum Arzt. Noch beim Warten aufs Röntgen um 14Uhr dachte ich darüber nach, ob ich wohl noch den 17Uhr-Termin zum Intervalltraining schaffe. Die gute Nachricht: Zwei Prellungen, es war nix gebrochen. Die schlechte Nachricht: Intervalltraining ging nicht. Gar nichts ging mehr. Gipsverband für 10 Tage. In den folgenden Tagen subjektiv starke Schmerzen. Urlaub auf dem Sofa. Und ich hatte gedacht, dass ich relativ schmerztolerant sei.
Nullpause für zwei Wochen. Dann langsam wieder los. Aber immer nur so intensiv, wie die Rippe mir gestattete. Das tiefe Atmen war lange ein Problem. Langsam wieder rantasten. Nicht einrosten. Dranbleiben. Kilometer für Kilometer schüttelte ich diesen Unfall von mir. Die Umfänge hatte ich nach drei Wochen wieder auf altem Level.
Jetzt, nach fünf Wochen, kann ich sogar wieder ein paar Liegestütze machen. Laut Garmin bin ich in den letzten 30 Tagen sagenhafte 184km gelaufen und 445km geradelt. Ohne Urlaub. Das ist, mh, wie sagt man? Überdurchschnittlich. Ich bin wieder da.

Letzten Samstag nahm ich spontan an einem Halbmarathon teil. Hönzer Lauf & Party. Vier Runden auf einem 5km Rundkurs, in Summe 20,5km. Ich wollte keinen Wettkampf laufen, sondern den LaLa in Gesellschaft verbringen. Plan war, den flachen Kurs mit 5:40-5:30 anzugehen, und auf den letzten 5km auf 5:00 zu steigern. Wenn das Wohlbefinden stimmt. Start war um 15 Uhr. Wieder sollte mein „Plan“ völlig an der Realität vorbeigehen.
Um 14:40 fegte ein tropischer Monsunregen über Hönze hinweg, der seinesgleichen suchte. Pünktlich um 14:55 schien wieder die Sonne. Die Luft fühlte sich an wie die oft zitierte „Waschküche“. Startaufstellung. Wir sind 9 Starter. In Worten: Neun. Die Masse meldete für 5km, bzw. 10km. Da hat sich mein Vorhaben, in Gesellschaft zu laufen, direkt wieder verflüchtigt. Und jetzt hier alleine den WK als LaLa bestreiten und letzter werden ist auch doof. Ich klemmte mich die erste Runde an das „führende Feld“. Nach 25min passierte ich die Zeitmessung das erste Mal. Guter Schnitt. Dann machte sich die Waschküchenluft bemerkbar. Beinkraft war kein Problem, trotz der 45Hm pro Runde. Aber der Kreislauf wollte nicht so recht. Ich dehydrierte, konnte aber auch nicht trinken. Basketball im Bauch. Runde zwei: 27min. Muss weiter rausnehmen. Runde drei: 28min. An „eine Schippe drauflegen“ ist nicht zu denken. Die letzte Runde in 29min. Platz 5 im Ziel, Vierter der Männer. Da hätte ich fast noch mein Debüt auf dem Podium gegeben. Und wenn ich mir die Zeiten ansehe, habe ich letztendlich das getan, was ich wollte. Nur andersherum.
Insgesamt eine Laufveranstaltung, für die ich an dieser Stelle gerne werben möchte. Tolle Organisation, ein unterhaltsamer Sprecher, die Kilometermarkierungen stimmen, sofortiger Urkundendruck. Zwei Hüpfburgen für die Kleinen. Für eine Dorfveranstaltung ganz große Klasse.
Was lerne ich daraus? 1) Wärme nicht noch einmal unterschätzen. 2) Form ist ganz ordentlich.
Neues Ziel: Amtlich vermessenen HM in sub 1:45 am 14.09. in Wolfsburg. Das muss möglich sein.

Hoenzer Laufparty

Finish in Hönze. Lächeln ist nicht mehr drin.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Hey Du....

... alles wird wieder :0) Schneller als du denkst. Ich hatte mir über Weihnachten 1 1/2 Rippen beim Card fahren gebrochen und der Verlauf meines Trainings war auch nicht gerade das beste, da der "Brocken" anstand. Aber irgendwie wurde alles gut :0)...

Ich glaube, Wolfsburg kann kommen...

Gruß,

Kaw.

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

Irgendwie...

"Irgendwie" trifft es gut. Rippenbruch ist aber auch eine andere Liga als meine läppische Prellung ;-)

Trotzdem hat dieser kleine Vorfall gezeigt, wie fragil der Alltag doch sein kann. Manchmal ist es nur ein Augenaufschlag. Und alles ist anders.

Ich hatte Glück.

Uh la la

Trotz 20 km in den Beinen noch vorbildlicher Vorfußlauf! Oder täuscht das auf dem Bild? ;)

Mh,

Gute Frage. Aber ich habe meinen Zweifel,dass es vernünftigen Vorfußlauf bei 05:50 überhaupt gibt.

Auf dem Bild bremse ich wohl eher. Bin im Ziel ... !

Locker

Du siehst auf dem Foto so locker ais, dass die Sub 1:45 für den HM kein Problem werden. Vom Phänotyp zu schließen wirst Du über kurz oder lang eher bei 1:30 landen ... :-)

Balsam...

Mmmhh.... das ist Balsam für mein Selbstbewusstsein :D

Bis zur 1:30 ist es aber noch ein weiter Weg...

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