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Ist vielleicht eine blöde Frage, sorry. Aber bei meinem ersten Laufwettbewerb konnte ich nicht nein sagen, beim Angebot der netten Helfer an der Verpflegungsstation. Und jedes mal bekam ich kurz nach den 2-3 Schlucken Wasser fürchterlich Seitenstechen, was mir fast einen KM Gehpause eingebracht hatte, bis ich das ganze weggeatmet hatte.

Für die 10km Strecke ist klar, dass ich die netten Angebote in Zukunft ablehne, auch wenn es so schwülheiss ist wie am Freitag. Der Flüssigkeitshaushalt muss halt vorher und nachher ausgeglichen werden.

Wie machen es aber die Langstreckler, die mehr als 2 Stunden unterwegs sind oder gar die Ultras? Die müssen trinken und können sich ja auch nicht jedes Mal mit Seitenstechen quälen.

Wie geht das Trinken also richtig?

Gehen

beim trinken, ich versuche nicht während des Laufens zu trinken, ich verschlucke mich nur und bekomme keine Luft, also kurze Gehpause, trinken, und dann wieder Vollgas.

Gehen...

...und kleine Schlucke trinken, wenn das Getränk kalt ist, bissel im Mund behalten vor dem Runterschlucken, sonst liegt es wie ein Stein im Magen.

ebenfalls

BeCher greifen, damit aus dem Gewühl traben und dann ein paar Schritte gehen und dabei trinken. Nur halbe Becher trinken.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Hmm, ...

... Das geht bei Dembo von 4:00min/km wie bei 10min/km. Ersteres ist sicherlich schwieriger. Meiner Ansicht nach ist es nur Übung und vor allem Konzentration auf das, was du da gerade machst - Trinken. Die Atmung kontrolliert beruhigen und dann normal in kleinen Schlucken trinken. Da ist nix Geheimnisvolles - nur einfach die Konzentration das richtig zu machen, was du gerade tun willst.
;-)
PS: übe es im Training. Stell dir nen Becher Wasser irgendwo hin, im Zweifel im Wald wo du janz alleine bist. Und dann in Wettkampfgeschwindigkeit das Ding greifen, Becher mittig zusammendrücken und aus der entstehenden Schnepfe in kleinen Schlucken trinken. Erst das Wasser in den Mund, durch die Nase weiter atmen und wenn du dir sicher bist dich nicht zu verschlucken, nach dem Ausatmen schlucken. Keine Luft anhalten, nicht hektisch Luft holen. Wie sagen die im Flieger immer? Normal weiter atmen. Probieren geht über studieren. Also probiere es aus.

Gar nicht trinken, sondern

Gar nicht trinken, sondern nur den Mund ausspülen und den Rest (wenn es sehr warm ist) über den Kopf kippen. Es ist meistens nämlich kein wirklicher Durst sondern "nur" die ausgetrocknete Mundhöhle. Den Flüssigkeitsverlust kannst du dann im Ziel ausgleichen.

Seitenstechen ist blöd!

Aber es geht beim Laufen genauso weg, wie wenn du gehst. Nächstes Mal lauf 'einfach' (ich weiß, wie schwer es ist!) weiter. Trink nur wenn du Durst hast. Dein Magen nimmt den kleinen Schluck genau so gut auf, wie wenn du zwei Becher in dich rein kippst, also kannst du auch gleich mehr trinken und dann nur einmal- bekommt dir vielleicht sogar besser. Ich bekomme immer Seitenstechen wenn ich meinen Magen komplett leer gelaufen habe und dann nur bisschen trinke, nehm ich hingegen dann viel Getränk zu mir passiert gar nix. Gluckern solls im Bauch allerdings auch nicht. Probiers mal aus. Beim 10er muss man auch nicht unbedingt trinken wenn man sich vorher gut hydriert hat. Und damit meine ich nicht, du sollst die Tage vorher wie ein Kamel trinken, sondern nur bis 1,5h vor dem Wettkampf vielleicht ein alkoholfreies Bier extra. Manchmal hilft ein 'Gummibärchen' dass genug Spucke produziert wird und man nicht 'trocken' läuft und dann ist der Kopf besänftigt- im Ziel schmeckts ohnehin noch viel besser.
....going beyond the mind -it's where the magic happens...

Bei einem 10'er kannst du

Bei einem 10'er kannst du auf Getränke oft noch verzichten. Wenn du aber mit dem Trinken erst anfängst wenn du Durst spürst ist es schon zu spät. Ich denke deine Seitenstiche kommen durch die krampfhafte Atmung bei Trinken. Das hat mit der Art des Getränkes weniger zu tun. Das Gluckern im Bauch habe ich auch. Dem kann ich nur entgegenwirken dass ich versuche bei längeren Wettkämpfen von Anfang an etwas zu essen. Böse Zungen behaupten ich bin beim Laufen ständig am Essen ;-)))
Auch wenn ich keinen Hunger verspüre fülle ich somit etwas den Magen. Mach einen kurzen Sprint zur Verpfelgungsstelle, greife den Becher im Lauf, laufe direkt weiter und erst nach der Tankstelle wenn du keinen Mitläufer mehr behinderst gehe ein paar Schritte zügig und forme wie Schalk es auch beschrieben hat mit der Hand einen Schnabelbecher. So läuft auch weniger daneben.
Von Wettkampf zu Wettkampf gelingt es dir besser und aus der Gehphase kannst du einen langsamen Trab mnachen.

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

Trinken ist nur Ballast

Andere haben es auch schon erwähnt - einen Zehner solltest du ohne Trinken durchhalten können. Selbst einen Halbmarathon schafft man mit ein paar kleinen Schlückchen, damit der Mund nicht austrocknet. Dazu gehört aber auf alle Fälle, dass man auch im Training bei Strecken bis ca. 2 Stunden während des Laufens nichts oder bei heißer Witterung nur ein bisschen trinkt. Niemandem, der halbwegs trainiert ist, droht die Dehydrierung. Am besten ist es immer, in der Stunde vor dem Start ordentlich aufzutanken (mit einer kleinen Prise Salz im Wasser, wenn es sehr warm ist) und dann das WC zu besuchen...

Wer sich während des Wettkampfes zuviel Getränke reinschüttet, der hat ja auch zusätzliches Gewicht herumzutragen. Ich habe in Erinnerung, dass ein überflüssiger Liter für einen Marathon bis zu 2 Minuten Zeitverlust bedeuten kann.


Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Saffti bloggt:
http://saffti.de

Immer dieser Mythos ...

"Wenn du aber mit dem Trinken erst anfängst wenn du Durst spürst ist es schon zu spät."

Ist das nicht längst als Mythos ad acta?
Wäre ja 'nen merkwürdiges Feature, dass uns (als Natur-Dauerläufer) die Evolution da verpasst hätte ...

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

Meine Erfahrung, die sich

Meine Erfahrung, die sich bewährt hat:

Vor dem Marathon habe ich 5 min. vor dem Start (Loslaufen) 0,7 Liter getrunken, das war genug um für die erste Hälfte hydriert zu sein und nicht zwischendurch verschwinden zu müssen. Im zweiten Streckenabschnitt habe ich dann beim Laufen mit Strohhalm getrunken. Den Strohhalm hatte ich unter dem Uhrarmband dabei. Becher mit der linken Hand von oben zuhalten, dann schwappt nix raus, Strohhalm zwischen den Fingern in den Becher und dann in kleinen Schlucken beim Laufen trinken, geht prima und probier's aus!

DonCarracho

auf den langen Strecken ist es kein Mythos! 10er und zur Not auch HM gehen sicherlich ohne, Marathon sicher nicht. Außerdem ist es auch eine Frage des Wohlfühlens, warum nicht trinken, wenn ich mich damit besser fühle? Übrigens kein Mythos ist, dass nicht wenige Läufer im Ziel umkippen, weil sie dann alles in sich reinkippen....

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Ich denke auch, dass....

Du es mit kleineren Schlucken und etwas Übung in den Griff bekommst.

Wenn das Dein erster Laufwettbewerb war, kommt eben auch eine gehörige Menge Anspannung an sich dazu. Deshalb muss das nicht zwangsläufig immer so sein.

Vergangenes Wochenende bin ich beim Tria die kompletten 10 km mit Seitenstechen aus anderen Gründen gelaufen und es war nix mit Tempo möglich, nur bis zu einer gewissen Grenze, dann wurde es zu schlimm und ich musste auch gehen. Nicht zu ändern, hat man mal. Nicht schlimm! War heute komplett wieder weg.

Nein, beim 10er und evtl. HM braucht man nicht unbedingt Flüssigkeit, aber bei Temperaturen über 20 Grad kann man das Dehydrieren durch Schwitzen schon mal bremsend merken, wenn vorher schon Defizit ist.

Das Problem beim Trinken selbst ist halt oft, dass Luft mit geschluckt wird (besonders natürlich bei kohlensäurehaltigen Getränken).
Die Idee mit dem Strohhalm ist sehr gut.
Machen viele. Oder wenn möglich, Becher zum Trinken knicken oder eben beim Trinken einfach gehen, macht auch nichts.

Zur Zeit im Training bei Hitze nehme ich gerne anstatt einer PET-Flasche o. ä. so eine kleine Softflask mit.
Da schluckt man ohne Luft und völlig entspannt im Lauf.

Bei einem Ultra mit Rucksack nehme ich sie mittlerweile und fülle sie mit einer Mischung aus ISO-Gel und O-Saft/Wasser, dann spar ich mir das Gel-Aufreißen und nehme regelmäßiger in kleineren Mengen zu mir.
Ok, den Rucksack brauchst Du beim HM oder Marathon nicht, aber die Softflask finde ich wie gesagt auch im Training sehr handlich.

Ach so, gratuliere zu Deinem ersten Laufwettbewerb! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

@Strider:

Mit dem Mythos meinte ich nicht, dass ich der Meinung wäre, man solle gar nix trinken.
Mythos ist für mich die Sache mit dem "wer trinkt, wenn er Durst bekommt, trink zu spät".
Ich trinke bei HMs und Ms auch was - allerdings eher wenig (aber häufig). Dafür kippe ich mir, wenn's warm ist an jeder Getränke-Station Wasser in die Kappe, das kühlt fein, was den Körper weniger aussschwitzen lässt und belastet nicht (wie reingekipptes Wasser) den Magen oder macht Aufstoßen, Seitenstechen, etc.

P.S.:
Die oben erwähnte Sache mit dem Strohhalm ist eine gute Idee, hat meine Holde bei langen Wettkämpfen auch so gemacht und ist damit prima zurecht gekommen. Ohne hatte sie die selben Probleme wie die OP.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

@all: Danke!

Viele Super Tipps. Danke!!

Ich fasse für mich zusammen:

1. Beim 10er das Trinken sein lassen. Maximal Mundspülen.
2. Soll es länger sein, dann üben, schnabeln, röhren, gehen und nicht so gierig schlucken.

Klasse, das kann ich mir merken.

Aber jetzt visieren wir erst einmal einen Staffelmarathon an. Das ist dann wieder eine trinkfreie Länge :-)

naja

wenn ich richtig lese trinkst du doch auch nicht erst, wenn du Durst verspürst, sondern "häufig" (aber wenig)?

Aus meiner Erfahrung stimmt es: wenn ich erst trinke, wenn ich Durst merke, komme ich nicht mehr nach. Das führt entweder, weil ich zuviel trinke, zu Magenproblemen oder im Extremfall zum Umkippen (hatte ich in Mainz 2008, Diagnose des Arztes: ZUVIEL getrunken), oder zur Dehydrierung, weil schlicht und einfach die Flüssigkeit fehlt. Gegen Ende eines Marathons kein Problem, bei km 20 schon eher...

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

@Strider: Klarstellung

Hi

Ich trinke nur bei Wettkämpfen, dabei meistens an fast jedem Getränkestand (häufig), aber gewöhnlich nur einen Schluck aus dem Becher (wenig) - das auch eher zur Mundbefeuchtung. Der Rest landet meistens auf den Klamotten, da ich beim Trinken nicht langsamer laufe oder gar gehe oder stehenbleibe, was vor allem direkt am Getränkestand ja immer wieder eine gern gesehene üble Unsitte ist.
Das führt dazu, dass ich nach Wettkämpfen meist klatschnass bin (und nicht nur vom Schweiß) aber Verdunstungskälte ist eine feine Sache. Deswegen auch die Sache mit der Kappe.

Zum Mythos:
Ärztezeitung: Überhydrierung beim Sport Trinken bis zum Hirnödem

Darin auch behandelt das Durstgefühl.
Vor allem die Sache mit der Überhydrierung (und ihrer Gefährlichkeit) ist etwas, auf das mich meine Frau (Internistin, Intensivmedizinerin) bereits lange vorher schon hingewiesen hatte. Die hatte solche Fälle nämlich schon mehrfach behandeln müssen ...

Zur Erheiterung noch mal ein Link zu einem der wenigen echten Flamewars auf Jogmap, bei dem es nicht um Hunde ging:
Kopfschmerzen nach dem Laufen?
Da habe ich den obigen Link nochmals rausgekramt, nachdem ihn hier vorher schon jemand mal gepostet hatte.

Leeven Jrooß & keep on running

Don Carracho

DON'T PANIC

da fällt mir

immer nur Tim Noakes ein. Schon seit Jahren. Wens interessiert der soll mal Waterlogged lesen. ...going beyond the mind -it's where the magic happens...

2 Stunden

Vielleicht auch mal gucken, daß man min. 2 Stunden vor dem Wettlauf nichts mehr isst.
Der Tenor hier scheint ja echt zu sein, daß man, beim Wettlauf, ehr weniger trinken sollte...?
Jeder ist da anders und es kommt auch aufs Wetter drauf an.
Ich nehme meist jede Trinkstation mit. Je nach Wetter werden auch schon mal Welche ausgelassen. Aber auch Umgekehrt, daß ich mir gleich 2 Becher voll nehme! Das waren für mich dann auch meist die besseren Läufe...

drink to your thirst

also trinke wenn du durstig bist- (ist beim Ultra anders!!!)...going beyond the mind -it's where the magic happens...

Überhydrierung

Wir sind grundsätzlich einer Meinung ;-)

Überhydrierung kenne ich auch, habe mich damit bei meinem 2. Marathon abgeschossen: bin im Ziel den Sanis in die Arme gefallen, weil ich zuviel getrunken hatte (und das Falsche...).

Allerdings trinke ich grundsätzlich zu wenig und da ich ein Nierenproblem habe muss ich darauf achten genug zu trinken. Die Gratwanderung ist nicht immer einfach.

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Und esse zwei Stunden vorher nicht...

... Könnte man beim Ultra fast gelten lassen. Man muß sich die riesen Portion Pasta dann eh bei km 70 reinschieben und dann weiterlaufen. Andererseits. Warum dann vorher nicht auch schon? (aber da läuft man ja auch langsamer als auf nem high speed-Marathon.)
;-)

Bei einem HM , wo solch

Bei einem HM , wo solch Getränkestation aufgebaut ist, halte ich grundsätzlich nicht bei jeder. Ich kann aber auch nur trinken, wenn ich gehe. Deswegen nehme ich direkt an der Station den Becher.. und gehe einfach nur an ihr entlang. Ein Paar kleine schlucke, und ein kleiner Rest im Mund und dann geht es Munter weiter. Was nicht rein passt, passt halt nicht rein und weiter ;-)

Bei einem 10km Lauf kommt es bei mir auf das Wetter an. Ist es zu warm, muss ich auch da halt machen. Ich mache es davon abhängig, wie "hitzig" mir ist.

Letztes Jahr beim Kölner HM hielt ich beispielsweise erst an der letzten Station , weil es auch schön Kühl, und anfangs feucht von oben war. Ich hatte da entsprechend vor dem Lauf vorgesorgt. (Ich weiß, garnicht ist auch nicht gut, aber es lief super).

Dieses Jahr, so denke ich wird's aufm Kölner HM etwas wärmer, da er ja fast einen Monat früher (Mitte September) stattfindet. ich wünsche mir jetzt schon mal REGEN :D

Bestenfalls kannst Du dir für richtige Langdistanzen ein Camel-Bag zulegen. Ist wie ein kleiner Rucksack.

LG
Marc

Ich bin bei meinem ersten

Ich bin bei meinem ersten Wettkampf fast gestorben, weil ich mich verschluckt hab. Hab auch nicht angehalten, sondern hab mir das Wasser gleich hinter geschüttet. Die Hälfte ging eh gleich daneben. Beim 2. mal hab ich mir das Wasser gleich übern Kopf gegossen( war ja eh schon eingesaut). Beim nächsten mal werd ich wohl doch besser anhalten.

Den letzten beißen die Hunde!

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