Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von princess511

Hier nun der etwas ausführlichere Bericht zu meinem ersten echten Trail von gestern. Dusselliese und ich hatte uns zum Sachsen-Trail angemeldet. Sie für die Ultra-Distanz und ich für den Half-Trail. Nachdem sie mir erzählt hat, dass die Strecke für den Ultra wegen Forstarbeiten entschärft wurde und nun "nur noch" 66,8km lang ist und "nur noch" 1600 Hm hat, habe ich mich in einem Anflug von keine Ahnung was noch kurzfristig umgemeldet auf den Ultra. Allerdings wussten wir beide nicht, was da tatsächlich auf uns zukommt, wie sich bald herausstellen sollte.
Freitag Anreise zum Sportpark Rabenberg, Quartier bezogen, mit dusselliese zum Abendessen getroffen und dann irgendwann gegen halb elf ins Bett.
Am Samstag um fünf Uhr aufgestanden, soweit alles zurechtgelegt und mitbekommen, dass ich nur den Trinkrucksack, nicht aber die Blase dazu eingepackt hatte – Mist. Aber Schatz war so lieb, mir seine Trinkflasche zu geben, die in den Rucksack passte.
Dann Frühstück und halb sieben war Briefing. Bereits in der Nacht hatte es zu regnen begonnen, jetzt schüttete es gerade richtig runter, doch pünktlich zum Start hörte der Regen auf.
Die Strecke verlief zuerst auf den Mountainbike-Strecken des Sportparks Rabenberg immer wieder hoch und runter, aber noch gut laufbar. Doch leider nicht lange. Es folgten Schotterwege und z.T. Asphaltwege im Wechsel mit sehr anspruchsvollen Single-Trails. Diese waren teilweise mit Gras und Moos zugewachsen, darunter Wurzeln, Steine, Löcher oder kleine Hügelchen und auch mitunter nur gerade mal einen Fuß breit. Hier war häufig selbst auf der Geraden oder bergab für uns nur Gehen möglich, wollte man nicht umknicken oder über seine eigenen Füße stolpern.
Nach etwa 20km, als es ins Tschechische ging, klarte der Himmel auf und die Sonne prasselte gnadenlos auf uns herab. Das Geläuf hatte bis dahin schon einiges an Kraft gekostet und beim zweiten Verpflegungspunkt auf der tschechischen Seite (dort gab es insgesamt drei) bei km 33,7 war ich mental und kräftemäßig am Ende. Ich wollte zum ersten Mal bei einem Lauf aussteigen.
Dusselliese aber hat mich super motiviert, mich von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt gebracht, dort mit mir längere Pausen eingelegt und immer wieder auch auf geraden Abschnitten für mich Gehpausen gemacht. Auch sie war inzwischen ziemlich geschafft.
An der vorletzten Verpflegung bei km 57 wollte mich der Sani schon fast aus dem Rennen nehmen bzw. riet mir zur offiziellen Abkürzung (das wären 3km weniger als die komplette Strecke gewesen). Aber da kam mein Kampfgeist raus und ich riss mich noch mal richtig zusammen. Ich wusste, dass es die nächsten 5km fast nur bergab geht, dann gibt es noch mal Pause an der Verpflegung und die letzten vier km bis hoch ins Ziel würde ich dann auch noch schaffen. Der letzte Anstieg von etwa 1,7km hatte es noch einmal in sich, ein sehr steiler Schotterweg, der nach ca. der Hälfte dann wieder in den Wald auf einen Mountainbike-Kurs führte. Dort kam mir dann von oben Schatz entgegen. Der Arme musste einen Wortschwall von Flüchen und Verwünschungen über die Strecke, den Untergrund und überhaupt alles aushalten. Allerdings half mir das, noch mal Kraft zu mobilisieren, denn schließlich will man auf der Zielgeraden ja nicht im Gehschritt, sondern schon laufend ankommen.
Nach 11:25:30 blieb die Uhr stehen nach 66,8km und 1615 Höhenmetern. Ich war völlig am Ende, aber auch sehr glücklich darüber, nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft zu haben. Der Rennsteig war fast ein Spaziergang dagegen, das wurde auch von einigen anderen Läufern bestätigt.
Ein großes Dankeschön an dusselliese, die allerbeste Laufbegleitung der Welt, ohne die ich das nicht geschafft hätte.

Glückwunsch zum Finish

... eine super Leistung von euch beiden! Und toll gekämpft!

Nach einem schönen Lauf hört sich das jetzt nicht an, aber der Stolz, den du am Ende hast, ist natürlich auch etwas wert. Und ihr seid gesund ins Ziel gekommen, das ist die Hauptsache :-)

Es ist nicht immer das Finish, das zählt

aber unter den gegebenen Bedingungen zählt gerade das Finish um so mehr. Erst recht, wenn ich sehe, dass andere mit Abkürzung länger gebraucht haben als ihr. Aber um Zeit gehts dabei ja überhaupt nicht, sondern vielmehr um den Ehrgeiz, der dir und auch Petra inne wohnt.
*Ich kenne die Strecke* ist jetzt definitiv übertrieben, aber ich kann ein Stückchen weit einschätzen, welche Hammerleistung ihr vollbracht habt und dabei waren wir mit dem Rad unterwegs...
Wünsch euch allen beiden gutes regenerieren und gratuliere auf das herzlichste zum Finish.


Laufen formt Körper, Geist und Seele.
Distanz ist, was der Kopf drauß macht.
Hier ist der Start, dort ist das Ziel. Dazwischen musst du laufen.

Da bin ich aber im Nachhinein froh,

dass sich thor kurz vor dem Ziel erbarmt hat und Deine Flüche abgefangen hat, und ich sie nicht abgekriegt habe ;-) So warst Du den unnötigen Ballast losgeworden und konntest mit mir zusammen den letzten Anstieg zum Ziel laufen.

Wobei sich hier mal wieder gezeigt hat, dass "Anstiege" relativ sind. Was beim Start noch ziemlich steil wirkte, war dann, nachdem wir die restliche Strecke geschafft hatte, eigentlich schon fast eben.

Ich fand die Strecke zwar brutal anstrengend, aber insgesamt sehr schön.

Gratulation zum Finish

Kann mir die Strecke bildlich vorstellen, da wir im Winter mit dem Verein immer dort sind und Ski fahren.und die Bilder auf der Homepage sprechen ja auch Bände und für den Bericht haben wir ja nächstes WE Zeit wenn ihr gemütlich fahrt.
LG aneurian

genau

Das mit dem Zielanstieg hab ich genauso empfunden. Im Vergleich zu dem davor war das wirklich schon fast eben. Und ja, die Strecke war sehr schön. Mit besserer Vorbereitung auf genau diesen Lauf würde ich ihn auch nochmal machen, aber nicht nächstes Jahr, da hab ich (wir?) andere Ziele.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links