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Benutzerbild von Holgi68

Seit dem 03.07.2013 liegt die Latte für das Jahreshighlight 2014 mal wieder hoch: Es ist der Bamibinilauf der TorTour de Ruhr mit (mal eben) 100 km zu bewältigen – die beiden anderen Distanzen sind 100 Meilen sowie 230 Kilometer. Im Vergleich dazu ist die Bambinidistanz echt überschaubar und für mich auch kein Neuland.

Nachdem ich den Erfinder und Organisator der TTdR, den unglaublichen Jens Vieler, am 08.10.2011 beim Ruhrtalmarathon kennengelernt hatte, haben wir uns in der Folge (als erstes gleich am nächsten Tag beim Baldeneysee-Marathon) immer mal wieder getroffen und nachdem ich zusammen mit Freunden erfolgreich Support bei der TTdR 2012 geleistet hatte, bot Jens mir – darauf bin ich ein bisschen stolz – persönlich an, beim nächsten Mal mitlaufen zu dürfen (aus verschiedenen guten Gründen handelt es sich bei der TTdR um einen Einladungslauf).

Im Januar 2013 war ich von einem 100er weiter entfernt als vom anderen Ende der Galaxie, denn wegen Überlastung meines linken Knies (in Läuferkreisen auch als 'der Klassiker' bekannt) konnte ich eine Woche lang kein Schritt schmerzfrei tun. Eine konsequente Laufpause sowie ein nachfolgender laaaaaaangsamer und wohldurchdachter Trainingseinstieg machten in 2013 dann den Rennsteig-Marathon, Monschau-Marathon, Röntgenlauf-Marathon sowie als Nagelprobe die 50 km von Bottrop möglich. Rückblickend war das im Grunde ein Wunder!

Zweimal wurde ich dann in diesem Frühling durch in meiner Nähe freigesetzte Drecks#!+*ß%$-Viren, die sich freudig insbesondere in meinem Rachenbereich sowie den Nasennebenhöhlen eingezeckt hatten, trainingsmäßig schachmatt gesetzt. Details meiner Hustenattacken spare ich hier lieber aus...

Nach einem – für meine Verhältnisse – durchaus ambitionierten Tripel (Düsseldorf-Marathon, 6h Seilersee mit knapp 51 km, Bödefelder Hollenlauf über 67 km an drei aufeinander folgenden Wochenenden) sowie einem knapp 50 km-Solo-Lauf zwei Wochen später war die Trainingsphase bis auf das Tapering beendet.
Als echten Spaßlauf habe ich mir drei Tage vor dem Bambinilauf noch die 6,1 km des run4ideas-Lauf in Düsseldorf gegönnt – ohne Trinkrucksack, ohne Trinkflasche und vor allem OHNE Ultraschlappschritt unterwegs. Mit 5:28 auf den Kilometer war das im Vergleich zu den Trainingsläufen zuvor echt wie Fliegen!!!

Pfingstsamstag: Ich verbringe den Vorabend des anstehenden Bambinilaufes in Herne bei bei Deti, bei dem, der mich das Laufen gelehrt hat. Bei dem, der mit mir zusammen den ersten Halbmarathon, den ersten Marathon, den ersten Ultra (Röntgenlauf, man gönnt sich ja sonst nichts) und den ersten 100er gelaufen ist - und 'ne ganze Menge zwischendurch. Zwei Schwarzbier stimmen auf den kommenden Tag ein. Letzte Tipps: Angesichts der zu erwartenden Temperaturen eine Pace von 7:30 nicht unterschreiten und den Kopf kühlen, wenn's an's Wsser geht. Licht aus gegen 22:30 Uhr.
Dann unvermittelt Hells Bells in der Tiefschlafphase um 01:45 morgens!!! Erst völlige Orientierungslosigkeit. Dann wird klar: Es ist der Wecker. Der Freund ist schon wach. Das opulente Frühstück besteht aus einer Tasse Kaffee und einem Knäckebrot. So beginnt ein optimaler Lauftag!
Besuch im Badezimmer, dann letzte Vorbereitungen und es geht nach draußen. Deti macht in der Garage das Rad mit Hänger startklar. Louis wird verstaut. Rumpeln im Magen. Also die Gelegenheit nutzen, nochmals in's Badezimmer und Gewicht reduzieren. Dann wieder 'raus. Die sehr angenehmen Temperaturen der Nacht lassen allerdings bereits schon jetzt die kommende Hitze des Tages erahnen...
Fahrt nach Hagen. Ich werde nach der Brücke in den Parkraum vor Ort eingwiesen - etwa eine halbe Stunde vor dem obligatorischen Briefing um 3:30 Uhr. Auf dem Parkplatz herrscht rege Geschäftigkeit – der TorTour-de-Ruhr-Zirkus hat Hagen erreicht!
Kofferraum auf, Stirnlampe 'raus und aufgesetzt. Ich fülle die 2-Liter-Trinkblase zu 3/4 auf. Die Brustwarzen werden per Kreuz abgeklebt und die Problemstellen mit Vaseline gewissenhaft geschmiert – besser zuviel als zuwenig, auch wenn eine Dose im HOKA-Rucksack mitgeführt wird. Letzte Sichtkontrolle des Rucksacks, Auto abschließen, Schlüssel verstauen, Rucksack auf und ab zum Briefing. Ich treffe Jens. Und schon bin ich an der Reihe, gebe meinen Umschlag mit der Ein-Euro-Münze ab (als Beleg dafür, die Laufinfos bis zum Schluss durchgelesen zu haben) und erhalte im Gegenzug ein Armband mit der Nummer 100-07 – meine Lizenz zum Laufen!

Ein paar bekannte Gesichter. Begrüßung mit Betty. Vor zwei Jahren lief sie die Gesamtdistanz, diesmal 'nur' 100 Meilen. Zwei kleine Schnittchen bilden nach der einen Schreibe Knäckebrot nun die Grundlage des Lauftages. Draußen treffe ich andere Bambiniläufer in spe – insbesondere Hady, der mit Deti und mir am 03.07.2011 beim Preußen 100er am Kemnader See Debütant über 100 Kilometer war und auf Anhieb unter zehn Stunden lief.
Thomas trifft ein – er hat bereits 60 Kilometer hinter sich. Zuletzt hatten wir uns am Seilersee gesehen, wo er 12h und ich 6h lief – jeweils als Trainingseinheiten für die TTdR. Wir wünschen uns gegenseitig viel Erfolg.
Dann ist es soweit: Highway to Hell ertönt. Es gibt eine kurze Ansprache von Jens ("viel trinken") und danach geht es in die Startaufstellung kurz vor 04:00 Uhr. Wir sind 37 Läuferinnen und Läufer, die einen Pfingstsonntag nicht schöner gestalten wollen, als vom Hengsteysee in Hagen zum Rheinorange in Duisburg zu laufen. Gemeinsamer Count Down. Ich starte meine Uhr. Im Loslaufen verabschiede ich mich von Jens mit den Worten "wir sehen uns in Duisburg am Rheinorange". Versprechen werden gehalten – allerdings kann auf 100 km eine ganze Menge passieren...

Es geht am Hengsteysee durch die Nacht. Endlich in Bewegung, endlich auf der Strecke! Die Rückleuchten der Fahrräder vor mir weisen den Weg. Das Feld ist noch recht dicht beisammen. Man wünscht sich gegenseitig einen guten Lauf.

Schon ist das Wehr erreicht und wird überquert. Von der Ruhr ist nicht viel zu sehen. Meine Uhr zeigt 6:40 auf dem ersten Kilometer. Das ist zu schnell! Aber keine Sorge, langsamer wird man von ganz alleine, denke ich, nehme aber auch bewusst einen halben Schritt raus und lasse eine Gruppe Mitläufer an mir vorbeiziehen. Es meldet sich das erste kleine Hüngerchen...
Oh, oh, auf einmal keine Lichter mehr vor mir – ein paar Meter weiter ist klar warum: Das Feld ist nach links dem Radweg folgend abgebogen.

Nun geht es am Hakortsee entlang. Der Lindwurm der TorTouristen mit und ohne Radbegleitung schiebt sich durch die Nacht...

Ich unterhalte mich mit einer Mitläuferin, die erst seit einem Jahr Ultras läuft – das aber sehr beeindruckend, wie ich erfahre! Mitten im Gespräch mit ihr, nach etwa 4 km, ist er auf einmal da, wie aus dem Nichts aufgetaucht: Der Freund aus Herne auf dem Rad.

Im Hänger, wie in Herne verstaut und bereits mehrfach verpflegt: Louis. Ich stoppe die Uhr. Herzliche Begrüßung und weiter geht's! Etwa zwei Kilometer später fällt mir auf, dass meine Uhr nicht läuft und ich starte sie. Bei meinem Entferungsberechnungen habe ich ab diesem Zeitpunkt somit stets ein Delta von zwei Kilometern zu berücksichtigen...

Mal fährt der Freund hinter mir, mal neben mir. Wir quatschen etwas. Er mehr, ich weniger. Es wird langsam heller. Der Freund weist den Weg. Es tut gut, sich einfach nur auf das Warumlaufen konzentrieren zu können. Die Pace liegt bei etwa 7 min/km.


Nebelschwaden über der Ruhr. Es ist traumhaft schön, in den beginnenden Tag zu laufen. Kurz vor dem Viadukt bei Herdecke trägt ein Mitläufer einen schicken HOKA-Rucksack. Mein Hinweis darauf lässt uns beide schmunzeln – ich trage denselben. Auch dieser Mitläufer ist wie viele andere und auch ich mit HOKAs unterwegs. Der Dealer unseres Vertrauens, Rolli, Inhaber von Wat läuft in Wattenscheid, läuft leider nicht mit. Für 230 km hatte er – wir hatten uns zuletzt beim Start des Bödefelder Hollenlaufs und zuvor die Woche am Seilersee gesehen - nicht genug Trainingszeit. Rolli erwartet uns aber an seinem legendären VP in Bochum-Dahlhausen – für uns kurz nach der ersten Marathondistanz. Bis dahin ist es aber noch ein ordentliches Stück hin.

Wir verlassen die Ruhr und erreichen den erster VP nach 10 km, der von der Freiwilligen Feuerwehr betreut wird. Meine Laufnummer wird registriert – dies ist an allen offiziellen VPs Pflicht, wie Jens in seinem Briefing erläutert hatte. Ich mache die erste von zwei Biopausen. Die gesamte andere Flüssigkeit wird den Tag über ausgeschwitzt. Einen Happen essen, einen Becher trinken, die Stirnlampe wird an den Freund gegeben, in einer Fahrradtasche verstaut und es geht weiter.

Die ersten 20 Kilometer sind Warmlaufen. Danach noch 5 und das erste Viertel ist geschafft. Weitere 10 und das erste Drittel wird geschafft sein. Vor drei Jahren hatte ich mich so von Teilziel zu Teilziel entlang gehangelt, als es auf einem 4,5/5,5 km-Rundkurs am Kemnader See erstmalig für Deti und mich über 100 Kilometer ging. Die 'freie Wildbahn' von Hagen nach Duisburg hat aber andere Regeln – insbesondere gibt es nicht alle gut 2,5 km einen VP!
Als es durch Ruhrwiesen geht, treffe ich Carsten. Wir hatten uns vor Jahren beim Ruhrtal-Marathon kennengelernt – und uns sofort wiedererkannt. Seine Vorbereitung war nicht so besonders, wie er erzählt. Aber er ist bereits zum zweiten Mal dabei. Und er läuft gut.
Es gibt nun schöne Blicke auf die Ruhr. Ich überhole die Gruppe rund um Betty, die wie bereits erwähnt auf der Mitteldistanz unterwegs ist.

Nach dem langgezogenen flachen Stück durch die Ruhrwiesen folgt nach einer Rechtskurve eine Bergpassage. Es handelt sich um eine langgezogene Steigung entlang der Wittener Straße in Wengern. Ich laufe durch.


Es geht die langgezogene Bahnstrecke in Richtung Witten entlang, die mir vom Ruhrtal-Marathon noch in Erinnerung ist. Hat sich das damals auch so endlos hingezogen? Mir schwant, dass "endlos langgezogen" das Motto des Tages wird...

Der Freund auf dem Rad erinnert daran, dass noch keine Fähren fährt und es deshalb vor dem Muttental rechts ab geht.

Über die Ruhr, links, wieder links und gefühlt endlos (hatten wir das nicht heute schon ein paar Mal?) die Straße entlang. Dann geht es links runter an die Ruhr. Rechts stehen Tische und Bänke. Zeit für einen kleinen spontanen VP.

Louis wird versorgt.

Wir auch. Als Highlight gibt es für den Freund und mich eine Mini-Salami!
Während Louis versorgt wird, laufe ich voraus – Deti wird mich problemlos wieder einholen. Es gibt traumhafte Blicke auf die Ruhr.

Die A43-Brücke kommt in Sicht.

Der nächste offizielle VP am Kemnader See ist nicht mehr weit und somit das erste Viertel der Strecke fast geschafft. Es läuft alles rund.

KM 23: VP am Kemnader See. Meine Laufnummer wird registriert. Die Verpflegungsauswahl ist reichlich. Getränketechnisch ist Zitronentee mein Favorit. Ich nehme zwei Becher und freue mich schon auf das erste Schmalzbrot, das Claudia – der erste mobile VP ist noch 8 km entfernt – vorbereitet haben wird.
Die Strecke am Kemnader See entlang ist wohlbekannt – von zahlreichen Trainingsläufen zusammen mit Deti und natürlich vom Preußen 100er. Am Wehr dirigiert mich Deti auf den richtigen Abzweig – mich hatte die Beschilderung etwas verwirrt. Auch deshalb ist Radbegleitung Gold wert, denke ich...

Wir verlassen die Ruhr – es geht 'landeinwärts'. Lange Geraden, ab und zu eine Kurve. Die nächste Ruhrbrücke kommt in Sicht und laaaaangsam näher – unter dieser Brücke wartet der erste mobile VP auf uns!

KM 31: Ich laufe am Landgasthaus "Stiepeler Hof" in Bochum vorbei und ... Volltreffer: Claudia erwartet uns wie abgesprochen unter der Brücke, allerdings nicht ganz entspannt im Campingstuhl sitzend, sondern noch voll im 'Aufbaustress'. Sie hatte verschlafen, kam wenige Minuten zuvor an. Und wir waren ein paar Minuten schneller als im Vorfeld kalkuliert.

Mit Getränken und Schmalzbroten werden wir bestens versorgt. Noch bin ich in meiner Zitronenteephase. Zwei Becher und dann noch einer mit Wasser. Schwedensalz habe ich griffbereit seitlich in einer Rucksacktasche. Etwa alle zehn Kilometer gibt es prophylaktisch zwei Tabletten.

Ganz entspannt geht es nun weiter. Alle mobilen VPs war ich Karfreitag mit Claudia abgefahren. Ohne ihren Support wäre der Lauf nicht möglich – nicht für mich. Mein Flüssigkeitsbedarf liegt grob geschätzt bei mindestens 8 Litern. Dazu kommt der Bedarf an fester Nahrung. Und entscheidend ist, dass der Magen wohlgesonnen bleibt. Auf Schmalzbrote reagiere ich gut, wie ich zuletzt bei meinem Sololauf über knapp 50 km gute zwei Wochen zuvor letztmalig getestet habe. Nur rennsteichmäßigen Haferschleim wird's heute leider nicht geben...

Und es geht weiter, rechts, links, langgezogen geradeaus am Waldrand entlang... Ein paar Wortwechsel mit meinem Radbegleiter. Wir erreichen wieder die Ruhr und in der Ferne taucht die nächste Brücke auf.

Bei KM 35 ist der zweite mobile VP an der B51-Ruhrbrücke in Hattingen erreicht. Claudia hat bereits alles fertig aufgebaut und konstatiert, dass wir flott unterwegs seien. Wir assistieren einem Gespannfahrer beim Rückwärtsfahren. Ich wechsle das schwarz-weiße TTdR-Shirt (sonnengefühlte 95% schwarz!) gegen ein sommertauglicheres Röntgenlauf-Shirt. Dies reduziert den Poserfaktor extrem, aber auch überproportional den Flüssigkeitsverlust. Eine gute Entscheidung!


Zitroneneistee- sowie Schmalzbrotgestärkt geht es über die Brücke, auf der anderen Seite runter, ein Blick auf die 'Niagarafälle' der Ruhr...

...dann geht es unter der Brücke durch und nach Durchquerung eines Gatters beschaulich an der Ruhr entlang – direkt auf grasende Kühe zu. Plätscherndes Wasser scheint eine sehr beruhigende Wirkung auf Kühe zu haben – wir dürfen passieren und erreichen nach kurzer Zeit das korrespondierende Gatter auf der anderen Seite.
Letztmalig vor dem nächsten VP in gefühlten 25, tatsächlich aber 8 Kilometern Entfernung geht es unter einer Brücke durch ein Stück Schatten.


Landschaftlich traumhaft schön erwartet uns eine langgezogene Ruhrschleife – sowie eine erbarmungslos brennende Sonne. Die Kommunikation mit meinem Radbegleiter reduziert sich über weite Strecken auf Null. Beim Telefonat tags darauf wird er mich sehr dafür loben, "wie eine Maschine" gelaufen zu sein.
Hölle, Hölle, Hölle – das Ding nimmt kein Ende...
Spaziergänger schauen uns völlig entgeistert an. Ich laufe, laufe, laufe und bin froh, des öfteren an meinem Trinkschlauch schlürfen zu können.
Nach dem Überholen des HOKA-Rucksack-Kumpels erscheint linkerhand eine bekannte Gestalt: Heike, Detis Freundin. Hochwillkommenes Stehenbleiben meinerseits und herzliche Begrüßung. Kurzer Plausch und es geht laufend weiter. Bis zum nächsten VP ist es nun nicht mehr weit...

Eine leichte Steigung hoch und es ertönt Applaus: Mit KM 44 ist der legendäre VP "Wat läuft" in Bochum-Dahlhausen erreicht! Claudia ist wie abgesprochen auch da!!! Nach einem Küßchen geht's nach der obligatorischen Protokollierung meiner Laufnummer in den Verpflegungsbereich, wo es alles gibt, was das Herz begehrt – insbesondere Zitroneneistee! Noch bin ich im geplanten Zeitfenster. Der Ruhrschleife musste ich aber auch eine Menge Körner opfern. Es tut gut, wirklich gut, zu sitzen...

Ein paar Fotos werden gemacht, wie vereinbart verabschiedet sich mein Freund und Radbegleiter, Rolli wird gedrückt (und braucht danach erst mal ein Handtuch), an Claudias Auto fülle ich meine Trinkblase mit Wasser auf und laufe los – zunächst etwas unrund...

Etwa bei Kilometer 49 wird es über eine Brücke auf die rechte Ruhrseite gehen und unter der Brücke im Schatten mein Düsseldorfer Laufkumpel Willi warten – so haben wir es Tage zuvor vereinbart. Via S-Bahn bis Essen-Steele, zu Fuß bis zum Treffpunkt und dann 17 km an meiner Seite bis zur S-Bahn-Station Essen-Werden.
Die Ruhrschleife fordert allerdings nun ihren Tribut. Willi ist noch lange, lange nicht in Sicht, da wechseln meine Beine vom Laufen in's Gehen. Toll, denke ich, es ist noch nicht einmal die Hälfte geschafft und schon geht's los mit den Gehpausen! Puls wieder runterbringen, Atmung kontrollieren. Und: Ruhe bewahren!
Dort hinten beginnt der nächste Schatten. Ich laufe wieder los. Einige Minuten durch. Zack, bumm, wieder Gehpause. Ein Blick auf die Uhr zeigt: Willi wird Geduld haben müssen. Die vereinbarte Zeit ist nicht mehr zu halten.

Lauf- und Gehphasen wechseln sich ab. Dann: Hochgewachsen und wie immer mit einem Lächeln steht er dann auf einmal da: Der Freund aus Düsseldorf.

Nach der Begrüßung eröffne ich ihm sofort, dass ich heute nicht zu Schwätzchen aufgelegt bin, mich aber dennoch sehr freue, dass er da ist. Wir gehen zusammen bis wir oben auf der Brücke angekommen sind und gemeinsam loslaufen. Ich habe schon ein schlechtes Gewissen, heute kein sehr angenehmer Laufpartner zu sein. Wir laufen auf dem linken Weg – ein Graben trennt uns vom rechten, rechts wird Claudia bei KM 51 warten – also stoppen wir auf meinen Hinweis, es geht etliche Meter zurück und dann auf den rechten, den richtigen Weg...
Im Schatten geht es Meter um Meter laufend voran – haben wir den Treffpunkt mit Claudia verpasst? Was, wenn dem so ist? Nur das Schlabberwasser aus der Trinkblase bis zum nächsten offziellen VP am Baldeneysee? So etwas wie Panik steigt in mir auf. Kein guter Ratgeber. Ultralangstreckenlauf ist Kopfsache. Ich gehe Optionen im Kopf durch. Auch die, Claudia per Handy (Pflichausrüstung!) anzurufen. Gut, sehr gut ist die beruhigende Ausstrahlung meines Begleiters Willi. Er passt sich genau meinem Tempo an, erzählt ein bisschen was, um mich abzulenken und stellt keine Fragen. So kann ich mich auf's Laufen konzentrieren. Nun geht es nacheinander über zwei Brücken und ich habe die Hoffnung nahezu aufgegeben, dass es mit dem dritten mobilen VP bei KM 51 klappt, denn gefühlt sind diese Kilometer schon lange überlaufen.
Aber nein: Wir erblicken Claudia, rechterhand, wie abgesprochen am Parkplatz "Finca und Bar Celona". Der Tisch ist gedeckt, der Stuhl steht für mich bereit und ich plumpse wie ein nasser Sack hinein. Die Zitroneneisteephase ist vorbei. Aber es steht Cola bereit. Lauwarm. Sch***egal. Ein Becher, noch einer. Bei Willi und Claudia sehe ich durch den Schweißfilm vor meinen Augen sehr besorgte Gesichter, obwohl beide versuchen, sich das nicht anmerken zu lassen.
Ich sehe Mitläufer vorbei ziehen...
Dann zwinge ich mich dazu, etwas zu essen. Und dazu, einen Becher Wasser zu trinken. Zwei Tabletten Schwedensalz, mit Wasser heruntergespült. Und noch ein halber Becher Cola.

Es sind 6 km bis zum nächsten VP. Spätestens ab hier hangele ich mich von VP zu VP. Es geht weiter, begleitet vom treuen Freund. Lauf- und Gehphasen wechseln. Streckenweise haben wir Mitläufer. Eine rote Ampel zwingt uns dazu, zu warten – eine willkommene Erholungspause, nach der wir die B227 überqueren. Dann vom Baldeneyseemarathon bekanntes Terrain. Doch der Weg bis zur Bahnbrücke Kupferdreh, die als Rad- und Fußweg dient, zieht sich.

Doch dann, nach einer Linkskurve laufen wir auf sie zu und nehmen uns die Zeit für ein Fotoshooting.

Unter der Brücke ist mit KM 57 der offizielle VP "Ab hier nur noch ein Marathon" erreicht. Ich nenne meine Laufnummer und frage sogleich nach Cola. Ich höre, wie Mitläufer Rüdiger Mut macht: "Ab hier könnte man gehen, um das Ziel im Zeitlimit zu erreichen..."
Sitzend und mampfend schöpfe ich wieder etwas Kraft - jaja, mit etwas weniger Bauch wäre ich wohl flotter unterwegs ;-)

Dennoch muss ich einen großen Teil der Strecke am südlichen Uferweg gehen. Willi passt sich mir stets an. Und irgend etwas treibt mich voran. Wir überholen unsere Mitläufer rund um Rüdiger, den allseits bekannten Filzhutträger, als diese sich von ihrer Crew etwa auf der Hälfte des Sees verpflegen lassen.
Ein anderer Mitläufer hat einen Fahrradbegleiter, der mir von hier an immer wieder Wegweiser werden wird, während er Speis' und Trank in seinen Fahrradtaschen verstaut...

Laufen ist Kopfsache. Problematisch ist die Erinnerung an den mehrfach gelaufen Marathon, wo ich in Gegenrichtung und auf beiden Runden so viel zügiger unterwegs war als jetzt. Aber es ist gut, es ist sehr gut, Willi an der Seite zu haben...

Wir erreichen am Ruhrufer die B224-Brücke, steigen Stufen hinauf. Auf der Mitte verabschiedet sich Willi, da ein Blick auf die Uhr zeigt, dass in wenigen Minuten eine S-Bahn kommt. Am nächsten Tage erfahre ich, dass er noch einen sehr schönen Nachmittag mit seiner Familie hatte – und sich mächtig Sorgen um mich machte.

Ein kurzes Stück weiter bei KM 66 wartet Claudia beim vierten mobilen VP im Schatten unter einer Brücke und päppelt mich wieder auf. Es ist hier, wo erstmalig die Wunderwaffe zum Einsatz kommt: Reiswaffeln! Die Variante nur mit Meersalz als Zusatz vom Discounter meiner Wahl. Mit Cola! Zwei Becher im Sitzen. Ich will den letzten offziellen VP unter der A52-Brücke erreichen! Eine Waffel 'auffe Faust' und einen Becker Cola in die Hand – so verabschiede ich mich von Claudia in Richtung Kettwig.

Es sind 5 km bis zum nächsten VP und ich gehe das erste Stück. Zwinge mich, die Waffel aufzuessen und den Becher Cola zu leeren. Dieser kommt zusammengedrückt in eine Rucksack-Seitentasche. Schatten! Weite Teile der Strecke liegen im Schatten und ich laufe. Der Motor brummt wieder. Ich überhole Mitläufer. Es läuft rund, aber mit so einem merkwürdigen Gefühl unter dem linken Fuß...

Kalkulation im Kopf: Beim nächsten VP habe ich KM 71 erreicht und es sind somit noch etwa 30 Kilometer. Knappe 6 Stunden stehen mir zur Verfügung – das Zeitlimit hatte Jens mit 16 Stunden großzügig angesetzt. Flottes Gehen wird mich im Limit in's Ziel bringen...

Unter einem Baum auf einer Wiese wartet Claudia am fünften mobilen VP am Promenadenweg kurz vor Kettwig. Ich erzähle Claudia vom aktuellen Zeitfenster und davon, das Ziel erreichen zu können, während Reiswaffeln und Cola für Energie- und Flüssigkeitsnachschub sorgen...

Nun ist Powerwalking angesagt. Waffel 'auffe Faust', Becher in die Hand und ich ziehe los. Ist der letzte offizielle VP unter der A52-Brücke erreicht, bleibe ich im Rennen und bis dahin sind es noch 6 Kilometer...

Es geht über die Ruhrbrücke am Wehr auf die linke Ruhrseite, dann nach rechts und im Zick-Zack durch bebaute Straßen. Dann über freies Feld – gefühlt endlos. Ich bruzzele in der Sonne wie ein Spiegelei in der Pfanne. Laufen ist keine, wirklich keine Option. Meine Pace schwankt um 9 Minuten/km. In der Ferne kommt die A52-Brücke in Sicht - in ihrer vollen Breite von 1.830 Metern. Darunter wird Schatten sein...

Mit Applaus werde ich bei KM 77 beim heiß (!!!) ersehnten letzten offizieller VP empfangen und nenne letztmalig meine Laufnummer. Es warten nun einsame 9 Kilometer auf mich. Nur mit Wasser aus der Trinkblase ist das nicht zu schaffen. Claudia hilft mir, zwei Trinkflaschen mit Cola zu füllen. Auch die Trinkblase wird wieder mit Wasser aufgefüllt, auch wenn ich kein Wasser mehr trinken mag! Mit nahezu 25 Kilometern habe ich aber noch fast das ganze letzte Viertel der Strecke vor mir und so werde ich mich zum Essen und vor allem zum Trinken zwingen müssen. Bäääääääääh, Wasser aus der Trinkblase !!!
Highlight ist dagegen der Becher mit alkoholfreiem Weizen, mit dem ich mich auf den Weg mache... Wie leicht ist doch ein Ultralangstreckenläufer/-wanderer glücklich zu machen!

Schon nach kurzer Zeit im Schatten geht es wieder über freies Feld. In sengender Sonne. Gefühlt endlose Geraden entlang und die Stadt Mülheim kommt und kommt nicht in Sicht...
Das Gehtempo passt aber! Ich überquere die B1 und eiere auf einen Deich zu. Die Steigung empfinde ich als willkommene Abwechslung. Eine Beschilderung irritiert mich, ich frage bei Spaziergängern nach dem Ruhrtalradweg und werde in die Richtung gewiesen, welche ich nicht einschlagen wollte. Nach kurzer Zeit erreiche ich mit einer Holzbrücke über einen Bach bekanntes Terrain – hier hatte ich 2012 einen mobiler VP eingerichtet!
Das Vorankommen fällt mir nun deutlich leichter, da ich im Schatten unterwegs bin. Wie von Jens im Briefing angekündigt, ist die wegen eines Mittelalter-Spektakels in Mülheim erforderliche Umleitung bestens ausgeschildert. Parallel zur Ruhr geht es entlang der B223 – natürlich wieder gefühlt endlos geradeaus – durch Mülheim. In der Ferne sehe ich, wie ein Mitläufer samt Radbegleiter in einem Park verschwindet. Im Park gleisen alle TorTouristen dann wieder auf den Ruhrtalradweg auf. Eine Crew weist mir im Park an einem Parkplatz den richtigen Weg, der in für mich völlig wilden und verwirrenden Schleifen unter und auf Brücken entlang letztlich auf den Damm führt, der mich zum Wassermuseum Aquarius und somit zum sechsten und vorletzten mobilen VP bringen wird – bis hierhin habe ich mich glücklicherweise kein einziges Mal verlaufen und bin weiterhin optimistisch, im Zeitlimit von 16 Stunden das Ziel zu erreichen.

Bei KM 86 treffe ich auf Claudia, die es sich schön im Schatten bequem gemacht hatte. Eine andere Crew ist auch vor Ort. Ein Becher Cola, ein Becher Wasser. Ich fülle meine kleine Trinkflasche mit Cola auf, zwinge mich dazu, eine Reiswaffel zu essen und mit einer 'auffe Faust' (und einem Becker Cola in der Hand) zockele ich in Richtung des letzten mobilen VPs los...

Aus dem Park nach links abbiegend ist erst einmal Straße angesagt. Später geht es noch mal nach links und dann so was von endlos parallel zur A40, dass von einem Spaßfaktor definitiv nicht mehr die Rede sein kann.
Nach links geht's dann aber runter, unter der A40 durch, kernig wieder hoch, scharf links weist mich ein Schild dann wieder runter, erneut unter einer Brücke durch - gut, dass das kommende Straßenschild genau den ersehnten Namen ausweist – statt Karte bin ich mit zwei Zetteln unterwegs, auf denen ich mir alle wichtigen Wegpunkte/Straßennamen notiert hatte. Eine halbe Stunde später nehme ich dadurch auch genau die nach links abgehende Straße, welche ich durch ein zugewachsenes Schild ansonsten nicht genommen hätte...
Es geht ein Stück auf dem Ruhrdeich entlang, dann aber nach rechts von der Ruhr weg. Für mich sehr beruhigend ist der Anblick des vertrauten Speis' und Trank zusammen packenden Radbgleiters meines Vorläufers, welcher schon nicht mehr zu sehen ist. Die Blase unter dem linken Fuss entwickelt sich prächtig und sorgt für großen Walking-Spaß auf dem steinigen Weg...

Der Lärm der A3 signalisiert mir, dass ich richtig bin. Sie ist zu unterqueren, aber das zieht sich noch ein gutes Stück hin. Dann aber taucht die Brücke vor mir auf und dahinter eine weitere – sowie dahinter in etwa 500 Metern Entfernung die Brücke, auf der ich 2012 Renate, Deti und Jens erwartet hatte und welche den letzten mobilen VP bei KM 93 an der Emmericher Straße in Duisburg signalisiert.

Eine ordentliche Steigung hoch, dann sehe ich schon etliche Crew-Autos und auf der linken Seite Claudia. Im Campingstuhl flüssige und feste Nahrung (eine Reiswaffel, was sonst?!) aufnehmend, tanke ich Energie für die letzte Etappe. Das Dingen wird zu Ende gebracht! Seit dem letzten offiziellen VP unter der A52-Brücke bestand daran zwar kein Zweifel, aber nur noch eine Etappe vor mir zu haben, sorgt für einen Anflug von Euphorie – geämpft aber dadurch, bereits weit über 14 Stunden unterwegs zu sein.

"Bringen wir es hinter uns..." - so verabschiede ich mich von Claudia, natürlich mit einer Reiswaffel 'auffe Faust' und einem Becher Cola in der Hand. Es geht ein Stück die Straße entlang und dann bei einem Abzweig nach links an den Rhein-Herne-Kanal heran. Natürlich auch wieder hier: Es geht gefühlt endlos lang geradeaus, wobei aber die zu überquerende Brücke bereits im Blick ist.
Später auf geteertem Untergrund auf dem Pontwert unterwegs, klingelt mein Handy – vorn am Rucksack verstaut. Es ist mein Freund und Radbegleiter von heute morgen, der sich erkundigt, ob ich schon im Ziel bin. Nein, der Blick auf die Uhr führt zu der Prognose, dass ich noch etwa 4 Kilometer zurückzulegen habe. Wir plaudern noch einige Zeit miteinander und er schließt mit den Worten, dass ich die letzten Kilometer genießen soll. Klar, die Blase unter dem linken Fuß sorgt für 'Spaß' bei jedem Schritt, aber es ist in der Tat nun ganz mein Lauf, mein Tag und gerade im Vergleich zur gesamten Strecke ist die noch ausstehende Distanz sehr überschaubar.
Im Hafengebiet, parallel zur Schleuse, – wie sollte es auch anders sein - geht es entlang eines Zauns wieder einmal gefühlt endlos geradeaus...
Dann kommt links eine Lücke, ich sehe eine Brücke und den vertrauten Radbegleiter. Nun geht es letztmalig über Brücken, dann nach rechts Richtung Ruhrmündung die Straße entlang.
Zwei Radfahrer kommen mir entgegen – einer ist Norbert aus Duisburg, den Deti und ich vor Jahren beim Monschau-Marathon kennengelernt und seitdem immer wieder getroffen haben. Nach einem kurzen Plausch komme ich wieder in die Gänge...

Kilometer 99 für mich (bzw. 159 bzw. 229 für die Nicht-Bambini-TorTouristen) ist ausgeschildert:

Eigentlich wäre nun (spätestens) ab hier wieder Anlaufen angesagt, aber die Blase macht sich so deutlich bemerkbar, dass ich angesichts der ab kommendem Donnerstag (allerdings in 10 Tagen, aber mit gut gefülltem Rucksack) zurückzulegenden 220 Kilometer die Costa Brava entlang beim Walking bleibe.

Etwa 150 m vor dem Rheinorange sehe ich unterhalb von mir das Finisherzelt und werde mit Applaus empfangen – unter anderem von Klaus, der etliche großartige Laufberichte für die Runner's World geschrieben hat und mich beim Preußen 100er als Zuschauer mit den Worten "Oh, ein Rennsteigläufer – Du musst Holgi sein" begrüßt hatte.

Nun gehe ich direkt auf das Rheinorange und somit den Kilometer 100 zu. Aus den dortigen Menschengruppen löst sich Claudia und läuft freudestrahlend auf mich zu. Wie abgesprochen hat sie mein TorTour-Shirt dabei, ich lege meinen Rucksack ab, werfe ihn in's Gras und wechsle das Shirt für das anstehende Finisherfoto.
Jens kommt auf mich zu und beglückwünscht mich zu meinem Lauf und der guten Zeit – 15:27:xx ist deutlich innerhalb des Zeitlimits. Dies ist ein unbeschreiblicher Moment. Nun gilt es, das Rheinorange 'abzuklatschen'. Natürlich muss Claudia mit auf's Foto:

Wenn man so nach 100 km respektive 15 1/2 Stunden Unterwegs-Sein aussieht, hat man einiges richtig gemacht, finde ich.

Ja, im Vorfeld habe ich mir gewünscht, weniger als 14 Stunden zu brauchen. Es handelt sich ja auch um eine Laufveranstaltung. Meine Priorität lag am Pfingstsonntag darauf, aufrecht und gesund (und im Zeitrahmen) das Ziel zu erreichen. Das habe ich - mit der vielen Unterstützung, inbesondere von Claudia, Deti, Willi und den VP-Crews - erreicht.

War die TTdR ein Highway to Hell ? Nein, eher eine Stairway to Heaven !

Über drei Wochen ist es nun her und kaum, dass ich in die Tasten greife, bin ich wieder unterwegs - mit einem Lächeln im Gesicht! 2016 wird es wieder eine TorTour de Ruhr geben. Deti und ich wollen dabei sein. Es gilt, einen 100er zu Laufen. Aber nicht Kilometer, sondern Meilen und ich werde an mir arbeiten...

5
Gesamtwertung: 5 (9 Wertungen)

Hallo Holgi...

... ich bin gerade wieder, dank deines genialen Bericht, in diese anderen Welt gefallen :0) Das sind diese Emotionen, die man denjenigen erklären könnte, WARUM wir so etwas machen. Es sind diese unbezahlbaren Momente des Glücks, die dir keiner mehr nimmt!
Und auch du gehörst ohne Frage in diese Ultraszene, die diesen Sport so Liebenswert machen, sich darauf freut wenn man sich trifft, für die man gerne zu den Läufen fährt, auch wenn es nur kurze Momente sind.

Ich gratuliere dir für diese,deine Leistung und hoffe das wir uns bald wieder, bei irgendeinem Lauf übern Weg laufen ;0)!

Gruß,

Kaw.

P.S. Dein Bericht ist eine Reise wert ;0)!

Sorry an alle, die niemals angekommen sind, weil sie mich nach dem Weg gefragt haben...

Danke Holger

fuers mitnehmen auf diese tolle Reise entlang der Ruhr und ich gratuliere Dir aufs herzlichste zum Finish, und zu Deinem tollen Supporterteam. Ja, so soll es sein - mit einem Lachen im Gesicht im Ziel stehen koennen. Aber Blasen sind doof und ich denke DIE ist schon Geschichte.
Liebe Gruesse Petra

Glückwunsch

und vielen Dank für die grandiosen Bilder und den Bericht.

LG,
Anja

Du Ruhrtiger!

Klasse gemacht, tolle Fotos, ein Superteam - was will man mehr als dann im Ziel mit seiner Liebsten lächeln?

Ich kenn die Strecke (Ruhrtalradweg) mit dem Rad (mit Nikeflocke) und einiges hier um Umkreis auch laufend. Ist landschaftlich sehr reizvoll, was Deine tollen Fotos wieder einmal beweisen.

Warum willst Du nächstes Mal 100 Meilen? Nur um noch mehr zu sehen? :kicher:

Ich hoffe die Blase muckt nicht mehr und Du bist wieder gut erholt (und vor allem verpflegt :lach:).

Nehmt ihr mich mit????

100km wollte ich ja nach meinem Auenseelauf nie wieder laufen, aber 100 Meilen???

Spaß beseite (obwohl...), danke fürs Mitnehmen und Glückwunsch zu einer Wahnsinnsleistung! Mir haben schon die 15km am Pfingssonntag beim Triathlon gereicht, und wir durften vorher schwimmen ;.))

Freut mich für dich!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Lieber Holgi,...

Du bist ein wahnsinnig sympathischer Ultra und ich bin froh, Dich zu kennen!!
Dass Du das packst, war mir sonnenklar. Gratuliere noch mal ganz herzlich! :o)
Danke für das Erinnern an eine wunderbare Auszeit an dem Wochenende....äh....in welchem Jahr war das noch mal???;o))
Und was nimmste als nächstes in Angriff?

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Na bitte...

...Herzlichen Glückwunsch lieber Holgi.
Zwar kein Highway to Hell, aber höllische Temperaturen. Ich hab an Euch gedacht, und da ich einen Teil der Strecke vom WHEW100 kenne, weiß ich, Schatten gibt´s kaum.
Bestens gemeistert und mitreissend geschrieben. Danke.

Holgi

alter Ultrafreak ;)
Herzlichen Glückwunsch zu diesem Lauf und danke für den Bericht dazu. Nur bitte das nächste Mal mit Vorwarnung das der Bericht etwas länger wird. Einmal angefangen hört man da nicht auf und mit nem Kaffe oder nem Latte ist das noch schöner ;)

Gratuliere

Waxl

HimmeHerrGottSakraKreizKruzefixSacklZementNomoi wo is mei Leberkassemmel hi

"TTdR-Shirt (sonnengefühlte 95% schwarz!)"

Wer posen will, muss leiden und zur Not auch mal unter seinem Niveau posen! ;-)

Fetten Glückwunsch zur Bezwingung deiner persönlichen Stairway to Heaven!

:-)

Toller Bericht! Tolle Bilder!

War toll, mit Dir zusammen ein wenig TTdR-Atmosphäre schnuppern zu dürfen.
.
Hab mich von unserem Pfingstsonntagserlebnis inspirieren lassen und bin in der Relegationswoche beim Kmspiel (Ich war mit 2 Gruppen in der Relegation) erstmals 100km in einer Woche gelaufen. Das hat mir einen leichten Eindruck vermittelt, was für eine Leistung Du da abgeliefert hast.
Dann noch an einem solch heißen Tag wie Pfingstsonntag.
Und wenn Du in 2016 über 100Meilen startest, werd ich mir den Termin schon mal vormerken, damit ich Dich mindestens 17 Meilen, nicht 17km begleiten kann.
.

5.Juli 2014 Himmelgeister HM
4.Oktober 2014 Zeeland-Marathon

hach...

...was für ein schöner Bericht(!!!!!), der mich wieder zurück an die Ruhr katapultiert! DANKE! dass du uns alle mtgenommen hast und herzlichsten Glückwunsch zu dieser gigantischen Leistung!!

Glückwunsch zum Finish!

Und danke für die vielen schönen Fotos!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Hallo Holgi

super Lauf und ein toller Bericht. Danke für mitnehmen. Wir sehen uns.

Klasse....

Lieber Holger,

ich halte mich ja schreibend sehr zurück, aber in dem Fall ....

Ein großartiger Bericht und ein noch viel besserer Lauf! Die Leistung ist gerade bei den Witterungsbedingungen kaum zu ermessen und es war völlig klar, dass die Zeit keine Rolle spielen würde. Gesund und wohlgelaunt ankommen war das Ziel und über beides muss man sich bei Dir ja keine Gedanken machen :-)!

Bis bald mal wieder!

ZüperOli

Genial

gelaufen, geschrieben und gelebt.

Respekt und Glückwunsch.

LG
Many

das schönste Foto

ist das letzte! Du vor dem Orange. Boaaaaa, herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Hitzeschlacht. Haste super gemacht! Reschpeggd...going beyond the mind -it's where the magic happens...

Ein super Bericht ...

... über eine klasse gemeisterte Hitzeschlacht! Dnake dafür, dnake für die Eindrücke!
Ich dachte in zwei Jahren sind die 100Meilen wieder dran. Auf jeden Fall sehen wir uns dann. Das Supporterteam ist schon gebucht. Dann sehen wir uns in jedem Fall spätestens das nächste Mal. Ick freu mir.
;-)

@all: Danke für's Durchhalten beim Lesen !!!

@Kaw:
Nochmals Gratulation zur kompletten TTdR-Distanz!!! Mit einer so großartigen Begleitung konntest Du es bestimmt prima von der Ruhrquelle bis zur Ruhrmündung 'rollen' lassen! Und der Oberhammer war, dass Du in Oberhausen so taufrisch ausgesehen hast, als wärst Du nur mal kurz um den Block gelaufen!!!
Am Rheinorange anzukommen, war das Ziel des Tages - Dich zu treffen definitiv das Highlight des Tages...
Und da Du ja bekanntermaßen nicht nur dreistellige Distanzen läufst, sondern auch auf diversen Kurzstrecken unterwegs bist, sehen wir uns bestimmt wieder!

@Petra:
Vielen lieben Dank! Ja klar, die Blase hat sich relativ schnell und vor allem rechtzeitig vor den acht Etappen Costa Brava mit insgesamt etwa 160-170km erledigt. Alles bestens!
Grüße bitte Horst von mir...

@Anja:
Es freut mich sehr, dass Dir und den anderen der Bericht und die Fotos gefallen haben. Das Schreiben war jedes mal wieder ein Eintauchen in all das, was mich bewegt und vor allem auch voran getrieben hat - im besten Sinne des Wortes. Ich hatte mich für den Lauf und auch die Distanz entschieden - und es war alles gut gewählt.

@fazerBS:
Ruhrtiger klingt richtig gut! Mal sehen, ob ich mir ein passendes knuffiges Laufshirt zulegen kann. Vom Pfingstsonntag möchte ich keine Sekunde missen - auch wenn es um die Hälfte herum alles andere als einfach war. Die beschriebene Unterstützung hat es für mich möglich gemacht, das Ziel zu erreichen.
Warum 100 Meilen? Weil ich das das Zeug dazu habe und es mir große Freude macht, auch weiterhin an mir zu arbeiten...

@strider:
Sehr gerne nehmen wir Dich nicht nur mit, sondern auch in die Mitte! Aber ist nur zu laufen für Dich nicht ein bisschen langweilig? Ich schätze, dass Du beim Tria genau die Abwechslung hast, die Dir richtig gut tut. Und vor dem, was Du alles veranstaltest, habe ich den allergrößten Respekt - zumal Du (wie die meisten anderen und ich auch) neben Training und Veranstaltungen gleichzeitig mit Beruf und Familie jonglierst.

@Carla:
Wie sich so'n 100er anfühlt, weißt Du nun ja auch. Aber während ich 2011 komplett und bei der TTdR bis auf eine Handvoll Brücken nur in der Ebene unterwegs war, hast Du dabei jede Menge Höhenmeter 'reingeballert und das war eine gigantische Leistung und wie Du geschrieben hast, eine unglaubliche Erfahrung.
Nach meinem Highlight des Jahres backe ich erst mal kleine Brötchen: Ein paar Etappen beim Solinger Klingenpfadlauf wären schön, Ende Oktober der Röntgenlauf (im Gegensatz zum letzten Jahr möchte ich eine ganze Runde laufen) und Auslaufen ist danach in Bottrop (zwei schöne Runden) angesagt.
2015 ist als ein Highlight der Bödefelder Hollenlauf geplant - statt 67 km in diesem Jahr möchte ich im nächsten Jahr 101 km bewältigen.

@dietzrun:
Besten Dank!!! Habe gedacht, Du kannst zwischendurch eine kleine Laufmotivation brauchen ;-)))
Herzliche Grüße an Dich und Deine Familie! Wir sehen uns...

--- So, später mehr, denn nun ist erst einmal Strand angesagt... ---


@all continued

@waxl:
Selber Ultrafreak - und alter Höhenmeterjunkie ;-))) Gerne setze ich Deinen Hinweis beim nächsten Bericht um. Nächstes Jahr stehen 101 Kilometer beim Bödefelder Hollenlauf auf der Wunschliste. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass wir gemeinsam am Start stehen und Du mir dann bei km 35 oder 40 entgegengedüst kommst. Na wir wär's, zweimal über den Kahlen Asten???

@MagnumClassic:
Meine liebste Rennsteiggemse, herzlichsten Dank!!! Ich hoffe sehr, im nächsten Jahr in Schmiedefeld wieder mitfeiern zu können...

@krowil:
Willi, der auf die Woche verteilte 100er ist die, wirklich die optimale Vorbereitung für Bottrop (da quängel ich ja schon länger mit 'rum) und somit Deinen Einstieg in das Ultragedöns... Neben schönen Läufchen kann man dann auch den ein oder anderen netten Bericht schreiben!
Über Deine Begleitung 2016 freue ich mich jetzt schon!!! Als nächstes fassen wir aber mal wieder ein schönes überschaubares gemeinsames Läufchen in's Auge...

@hkp_c und Sonneblume2:
Sehr gern habe ich euch alle an die Ruhr mitgenommen - zumal ich im Ruhrgebiet geboren wurde und dort groß geworden bin. Viele der Ruhrabschnitte, an denen ich entlang gelaufen bin, waren wunderschön. Hätte ich noch mehr Fotos gemacht, wäre ich 18 Stunden oder mehr unterwegs gewesen...

@rchurtig4:
Besten Dank! In Monschau werde ich dieses Jahr wohl leider nicht sein - es ist keine gute Idee, alle Läufe, die innerhalb eines Jahres angeboten werden, mitlaufen...
Du musst mich aber ansprechen, da dein Foto etwas klein ist. Und wer auf Schalks Spuren unterwegs ist, ist sowieso ein Kumpel...

@ZüperOli:
Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich nach einer schönen überschaubaren Brückenrunde mit anschließendem 'Säftchen' anner Bude nach meinem Urlaub zusammen mit einem meiner liebsten Jogmapper freue!!!

@Glatzek:
Du hast es genau auf den Punkt gebracht. Letzteres, das 'gelebt' ist das ganz entscheidende. Die Intensität, mit der man das bei einem solchen oder vergleichbaren Lauf tut, ist aus meiner Sicht durch kaum etwas anderes zu übertreffen.
Dieses Jahr mal wieder rund um Remscheid oder zwei Runden im Bottroper Herbstwald? Ich würde mich über ein Wiedersehen riesig freuen!

@mainrenner:
Herzlichen Dank!!! Und meinerseits riesensupermega Reschpeggd für 301 - nur so aus Spaß - gelaufene Runden!!! Hatte am Seilersee schon das Gefühl, dass Du nur mit angezogener Handbremse läufst...
Es ist immer wieder großartig zu sehen und zu lesen, mit welcher Freunde Du laufend unterwegs bist!

@Schalk:
Mein Freund, mich hat besonders gefreut, dass ich laufend und schreibend zumindest ein wenig in Deine Fußstapfen treten konnte. Am Dddembo muss ich noch etwas arbeiten, aber das wird ja bekanntermaßen auch dodaaal überbewertet.
Die 6,1 km ein paar Tage zuvor gefühlt 'echt mit Gummi' durchgezogen zu haben, war schon ziemlich g**l, muss ich sagen und da war auch noch eine ganze Menge Luft...
Ich kann mir schon sehr gut vorstellen, wie Du 2016 den Ruhrtalradweg entlang 'ballerst' und Dein Supporteam Müh' und Not hat, immer rechtzeitig vor Ort zu sein..
Ganz liebe Grüße an Deine Familie und Dich (und wir sehen uns!)
vom Holgi


Habe gerade durch Zufall,

deinen wunderschönen Bilderblog entdeckt und bin völlig geflasht!!! Wow wie toll!!! Ganz fetten Glückwunsch zu diesem Unterfangen!!!

Lieben Gruß
Tame

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