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Benutzerbild von dfrobeen

Der Ironman 70.3 in Syracuse im Bundesstaat New York sollte eigentlich ein Zwischenevent im Rahmen meines zweiwöchigen Urlaubs entlang der Great Lakes in den USA und Kanada werden. Aber wie schon öfters bei mir entwickelte sich dieser "Spaßwettkampf" zu einem deutlich besseren Leistungsnachweis, als der Hauptwettkampf, den ich in der Regel dann kurz zuvor absolviere.

Aber von Anfang an. Dienstag abend habe ich mich in Braunschweig ins Auto Richtung Berlin gesetzt. Ich war wie immer vor solchen Reisen maximal gestresst...das bekomme ich wohl in meinem ganzen Leben nicht mehr hin. Sonntag hatte ich noch die Challenge Kraichgau absolviert, gleich nach dem Rennen die 5stündige Autofahrt heim in Angriff genommen und demzufolge erstens spät und zweitens einigermaßen KO daheim gewesen. Viel mehr als ins Bett schmeißen war da nicht mehr möglich. Montag dann gleich zur Arbeit. Das Fahrrad lag immer noch im Kofferraum des Autos, Wäsche noch nicht gewaschen, inkl. der Wettkampfbekleidung für Syracuse. Und Montag abend sollte noch Deutschland gegen Portugal bei der WM spielen. Und da mir soziale Kontakte gerade jede Menge bedeuten, wollte ich das ausgerufene Public Viewing mit meinem Triathlonverein nicht auslassen. Zum Glück fand eben dieses nur 200m von meiner Haustür entfernt statt, sodass ich immerhin vor dem Spiel die Wäsche anstellen und nach dem Spiel, d.h. vor dem Grillen aufhängen konnte. Fahrrad in den Radkoffer basteln und Gepäck für die Reise packen stand also für Dienstag vor der Arbeit an. Aber ebenso wie ich immer gestresst eine solche Reise vorbereite, klappt es dann am Ende auch und so trudelte ich Dienstag abend spät bei meinem Kumpel in Berlin ein.

Mittwoch früh ging der Flieger und fortan kam ich auch im Urlaubs-Modus an. Es folgen 2 Tage in Chicago (leider sehr von Regen und Gewitter geprägt, aber ich werde kommendes Wochenende noch zwei Tage dort haben), einer in Detroit (eigentlich schöner, als ich erwartet habe, aber komischerweise ab 19:30 Uhr vollkommen verlassen...wo sind die ganzen Leute, die da wohnen?) und einer an den Niagara Fällen (doch schöner, als sie schlecht geredet werden...aber die Touri-Umgebung drumherum ist ein NO GO, da haben selbst die mir ansonsten sehr sympathischen Kanadier einiges an Image verloren).


Chicago


Detroit


Niagara

Von den Niagarafällen ging es also dann nach Syracuse und dort dann auf direktem Wege zum Jamesville Beach, wo das ganze Event stattfand. Ich erhielt schnell meine Startnummer und die Info, dass in 30 MInuten die letzte der drei Wettkampfbesprechungen stattfand. Da ich weder die Teilnehmerunterlagen gelesen habe, noch die von mir ansonsten bei Ironman-Veranstaltungen erwarteten Wechselbeutel erhielt, wollte ich dort mal hingehen. Wäre wohl eine gute Idee zu wissen, wie die ganzen Wechsel ablaufen werden.

Da ich aber gleichzeitig bis 18 Uhr mein Rad eingecheckt haben musste und vorher noch je eine kleine Vorbelastung Schwimmen, Radfahren und laufen absolvieren wollte, streifte ich schnell meinen Neo über um vor der Besprechung eine Runde zu schwimmen. Bei der Wettkampfbesprechung lernte ich doch ein paar Regelabweichungen zur deutschen Auslegung und auch wichtige Hinweise, die mir am nächsten Tag weiterhelfen sollten. Da ich im Schwimmen gerade im Vollversagermodus bin, gleich nochmal ins Wasser und die 500m-Testrunde noch ein zweites Mal abgeschwommen. Viertel nach Vier war ich wieder am Auto beim Fahrrad. 30 MInuten wollte ich radeln und gleich im Anschluss 15 MInuten laufen, beides mit jeweils kurzen Steigerungen um etwas Laktat zu produzieren. War ja noch viel Zeit bis zur Deadline des BIke-Check-In um 18 Uhr.
Viel Zeit, wenn da nicht der Plattfuss gewesen wäre. Ich war am Vortag noch 70km entlang der Niagarafälle Rad gefahren und habe den Drahtesel gleich ins Auto verfrachtet. Ich denke, dass aufgrund der deutlich höheren Temperaturen in Syracuse einfach der Hinterreifen zu viel Druck bekommen hat. Jedenfalls war jetzt keine Luft mehr drin. Aber immer noch alles easy, ich habe ja alles dabei und bis morgen früh werde ich wohl einen weiteren Ersatzschlauch auftreiben können.


Jamesville Reservoir - Ort des Schwimmens

Das sollte aber völlig unnötig werden, denn schnell realisierte ich, dass der Schlauch, den ich seit Wochen an meinem neuen Zeitfahrrad spazieren fahre, völlig unsinnig ist. Das Ventil ist so kurz, dass ich bei den Hochprofilfelgen keine Chance habe - trotz Ventilverlängerung - das Rad aufzupumpen. Aber ich hatte ja noch einen (!) Flicksticker dabei. Also flicken...ich hatte ja noch gut 90 MInuten. Das hat immerhin gut funktioniert und so bin ich gegen 17 Uhr mit geflicktem Reifen auf die ersten 10km der Wettkampfstrecke gegangen.

Die Radstrecke war so aufgebaut, dass man bis etwa km16 fast ausschließlich steil bergauf fuhr und die verbleibenden 74km die gewonnenen Höhenmeter sukzessive wieder runter fuhr. Zumindest den Anfang des Hügels wollte ich mal gefahren sein. Wenn mich der geflickte Reifen unterwegs verlassen hätte, hätte ich wohl den pünktlichen Check-in verpasst. Aber das gute Stück hielt und gegen 17:40 Uhr stand ich vor der Wechselzone und brachte mein Rad zu meinem persönlichen Wechselbereich. Die 15 MInuten laufen wurden dann 20 - ich lief die ersten beiden km der Wendepunktstrecke ab und musste dort schon feststellen, dass der Halbmarathon am nächsten Tag keine Spaßveranstaltung werden würde. Von den 2km lief ich etwa 1,5 über unebenen Acker und machte dabei auch schon kräftig Höhenmeter. Und da dieses Stück am nächsten Tag insgesamt viermal zu laufen sein würde, wusste ich jetzt schon, dass ich auf einem handfesten Triathlon mit Crosslauf-Einlage unterwegs sein würde.

Immerhin war ich dadurch mit meinem Tages-MIndestprogramm durch. Zwar etwa 2 Stunden später als geplant, aber immerhin. Ab jetzt wollte ich relaxen und das tat ich bei einer Portion Nudeln in einem wirklich tollen Pasta-In-Restaurant. Syracuse gefiel mir als Städtchen eigentlich sehr gut - auch wenn es von den Erwartungen mit Chicago, Detroit und Niagara nicht mithalten konnte, war es fast netter als alle drei Städte - war halt auch schönes Wetter und Samstag abend, wo es offensichtlich jeden auf die Straße zog.

Am nächsten Morgen klingelte um 4:45 Uhr mein Wecker. Wie gewohnt 3 Stunden vor dem Startschuss um die letzte feste Mahlzeit einzunehmen. Ich fuhr dann auch gleich los um nicht wieder in Stress zu geraten - aber ich tat es natürlich wieder. Das Event wurde jetzt schon einige Male ausgerichtet, aber es gab keine Lösung, wie man rund 2.350 Teilnehmer, samt Family&Friends und weiteren Zuschauern über eine schmale Zufahrtstraße zum Ort des Geschehends lotste. Also statt der gemütlichen zwei, kam ich eine Stunde vor dem Start an meiner Wechselzone an. Immerhin habe ich mittlerweile Übung darin meinen Wechselbereich einzurichten - da gewann ich wieder Zeit im Vergleich zu meinen Mitstreitern, die jetzt wirklich in Stress gerieten. Aber mit Standpumpe wieder zum Auto bringen und allem weiteren Quatsch, war ich jetzt 20 MInuten vor dem Start in Sichtweite des selbigen. Aber es stand noch ein Programmpunkt an...das Dixiklo.

Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Schlange dort echt lang war und ich dann doch wieder in gehörige Hektik geriet. 6 MInuten vor dem Start hatte ich auch dies erledigt und joggte beinahe durch den Bogen um mich mit meiner Startwelle zum Schwimmstart zu registrieren. Kaum dort angekommen, ging es ins Wasser und dann trötete auch die Sirene, die mich zum losschwimmen berechtigte.

Vor einer Woche im Kraichgau erwischte mich erstmals das Element Freiwasserpanik. Ich schob es auf den enorm langen Weg nach dem Start zur ersten Richtungsboje (ca. 800m). Hier war es einfacher, ca. alle 100m gab es eine neue, gut sichtbare Boje zur Orientierung. Insgesamt war die Schwimmstrecke maximal einfach. 900m geradeaus rausschwimmen, 100m quer rüber und die 900m wieder zurück. Freiwasserpanik bekam ich keine, aber per Superlearning zum konkurrenzfähigen Schwimmer wurde ich auch nicht. Nach 1000m riskierte ich sogar einen Blick auf die Uhr, die noch bei 20:xx stand. Ich war fast begeistert und bildete mir ein so im Bereich knapp unter oder über 40 MInuten aus dem Wasser zu steigen. Daraus wurde nichts, obwohl ich gefühlt die gleiche Schwimmbewegung mache, verlangsame ich immer auf der zweiten Hälfte deutlich. Beim Schwimmausstieg stellte ich enttäuscht fest, dass ich doch wieder über 43 MInuten für die 1.900m gebraucht hatte. Langsamer als letztes Jahr, aber immerhin 3 MInuten schneller als noch im Kraichgau.

Jetzt wartete der ellenlange Bergauflauf in die Wechselzone - aber alles besser als Schwimmen. Wechsel sind sowieso meine Disziplin. Hier in Syracuse sollte ich mit meinen Wechselzeiten sogar schneller als rund ein Drittel der teilnehmenden Profis sein und z.B. auch knappe 30 Sekunden schneller als der spätere Sieger meiner Altersklasse.

Bemerkenswert bei diesem Wechel fand ich die Helfer, die einem aus dem Neo helfen. Das war schon lustig - die stehen gleich beim Schwimmausstieg. Man zieht sich selbst den Neo bis zur Hüfte aus, sie strefen noch ein Stück weiter bis zum Oberschenkel runter. Dann heißt es stabile Rückenlage einnehmen und die beiden Jungs greifen sich den Neo und holen aus. In meinem Kopf gab es jetzt drei Szenarien. Entweder reißen sie jetzt die Beine meines Neo aus...oder sie reißen mir gleich die Beine aus...oder es tritt der unwahrscheinliche Fall ein, dass es gut geht. Es ging gut und der Neo fluschte einfach ab. Neo ausziehen in 5 Sekunden...tolle Sache.

Mit dem Neo in der Hand ging es jetzt in die Wechselzone und mit Brille, Helm und Fahrrad bewaffnet auch gleich wieder raus. Aus alter Gewohnheit zog ich auch die Startnummer an - das ist aber nach US-Regeln gar nicht nötig. Dort reicht die Nummer am Rad und erst ab dem Lauf ist Startnummernpflicht.

Auf dem Rad begann nun der mir schon vom Vortag bekannte Anstieg auf den Mond. Insgesamt 950hm galt es auf der 90km-Runde zu überwinden - gut 2/3 davon gleich zu Beginn auf den ersten 16km. Vom Vortag bekannt waren mir ja nur die ersten 11km und es kamen noch weitere böse 5km. Oben angekommen hieß es erstmal durchschnaufen und ab jetzt begann eigentlich mein Rennen. Was für einen Radschnitt kann man auf einer solchen Strecke fahren? Im Kraichgau habe ich bitter gelernt, dass die Höhenmeter jeden Schnitt kaputt machen...auch wenn man die gewonnenen Höhenmeter auch alle wieder runterfahren darf. Im Unterschied zum Kraichgau waren hier zwar auch Höhenmeter, aber die Streckenführung sehr einfach. Man konnte immer sehen, wo man hinfuhr (auch und vor allem auf den schnellen Abfahrten, die ich mit bis zu 80,6km/h nahm) und die Straßen waren breit genug, dass auch mehrere Fahrer gleichzeitig nebeneinander Platz fanden.

Negativ fand ich, dass die Strecke nicht für den Straßenverkehr gesperrt war und so konkurrierte man nicht nur zu den anderen Radfahrern, sondern auch gegen die ganzen Sonntag-Kirchengänger, die pünktlich von ihren Häusern aus losfuhren. Dennoch war die Radstrecke schnell und ich weiß gar nicht, ob ich auf den ersten 87km jemals die Bremse benutzen musste. Nach einer Stunde schaute ich mal auf den Tacho und war noch enttäuscht, dass ich erst knapp über 30km gefahren war. Ich wusste, dass jetzt fast nur noch bergab gefahren wird - aber wie viel macht das am Ende aus? Insgeheim träume ich davon auf Halbdistanzen den Radsplit unter 2:30 Stunden zu halten - was einem 36er-Schnitt entspricht. Nach 1:30h auf der Radstrecke rechnete ich nochmal und stellte fest, dass ich tatsächlich Zeit gutmache. Wenn ich jetzt einen soliden 41er-Schnitt fahre, komme ich sogar unter 2:30h raus.

Es sollte nicht ganz klappen, aber ich kam doch näher als erwartet. Eine noch bessere Radzeit zerstörte mir eine weitere Besonderheit des Rennens. Auf den Kilometern 88 und 89 wurde eine Überholverbotszone eingerichtet. Dort wurde die Straße in ihrer Breite dreigeteilt, ein Teil für die Autos, einer für die Radfahrer und einer war schon die Laufstrecke. Bei der Wettkampfbesprechung wurde massiv mit Disqualifikation gedroht, wenn man sich hier nicht an die Vorgabe hält. Da mir alles andere als nach Disqualifikation war, hielt ich mich an die Vorgabe und hatte richtig Pech. Vor mir fuhr eine Starterin der AK 20-25 Jahre, die über eine halbe Stunde vor mir auf die Reise geschickt wurde. Jedenfalls erlaubte sie mir auf besagten 2km massiv Geschwindindigkeit rauszunehmen. Ich nahm das Schicksal einfach an, die weiteren Jungs hinter mir wurden da schon lauter...und einige haben auch tatsächlich auf die Autospur zum Überholen gewechselt.

2:34h testiert mir die Ergebnisliste für den Radsplit. Angesichts der 950hm bin ich damit sehr zufrieden - war immerhin auch 10 MInuten schneller als 7 Tage zuvor im Kraichgau. Insesamt war ich also schon 12 Minuten schneller unterwegs als im Kraichgau. 10 MInuten beim Radfahren, 3 beim Schwimmen und eine MInute Zeitverlust durch die ewig lange T1-Wechselzone. Das waren also genau die 12 MInuten, die ich im Kraichgau über meiner Mindestzielsetzung, sub5h, blieb. MIt anderen Worten, wenn ich jetzt nicht langsamer als im Kraichgau laufe, bleibe ich erstmals unter 5 Stunden.
Der erste km in 4:15 MInuten und es fühlte sich ganz gut an. Dabei war ich schon auf dem Acker unterwegs, doch jetzt kamen die Höhenmeter auf dem Acker. Zweiter km in 4:35, damit war zu rechnen. Jetzt war ich wieder auf Asphalt, doch ich fand nicht auf Anhieb zur 4:15-Pace zurück. Jetzt kam auch der mir unbekannte Teil der Laufstrecke. Es war nach einem Überführungskilometer aus der Wechselzone eine 10km-Wendepunktstrecke, die zweimal zu durchlaufen war. Ich lief jetzt die Strecke ab, die wir uns mit den Radfahrern teilten und dann bogen wir links ab und ich sah das Übel. Vor uns lag eine brutale Rampe mit über 100 zu überwindenden Höhenmetern auf weniger als 1,5km Strecke.


Crosseinlage beim Halbmarathon - insgesamt 4mal zu durchlaufen

Auf der bisherigen Laufstrecke bin ich von ein paar Teilnehmern überholt worden, sie blieben aber noch in Sichtweite. Die sind ausnahmslos alle nach etwa einem Viertel der Rampe einfach stehen geblieben und sind dann zum gehen übergegangen. Aber gehen auf einer Halbdistanz...für mich keine Option. Da muss ich hochlaufen. Es tat schon weh und die Pace ging auf 5:15 runter, aber ich lief - und das auch noch später auf der zweiten Schleife. Oben ander Rampe angekommen, wurde es etwas flacher und dann kam auch der Wendepunkt. Bergab konnte ich die verlorene Zeit nicht wieder aufholen. In 4:15 ging der Bergab-km raus - zu sehr musste ich mit meiner schlechten Hinterfuss-Lauftechnik den Schwung abfangen. Jeder Aufprall tat weh, aber ich wollte im Hinblick auf die Geschwindigkeit so gut es geht "laufen lassen".

Jetzt kam wieder der Acker und der zweite Wendepunkt. Ab hier noch 10km, also eine gute Gelegenheit zu checken, wie es um mein sub5h-Finish steht. MIr blieben für die verbleibenden KIlometer noch 49:45 Minuten. Wenn ich also nicht einbreche und/oder auf dem Zweiten Anstieg die Rampe hoch zu viel Zeit verliere, sollte es klappen mit der sub5h. Von dem Gedanken motiviert ging es sogar eher einfacher als schwerer. Den Acker lief ich wieder solide unter 4:30-Pace, diesmal auch das Bergauf-Stück. Auf der ebenen Strecke auf der Straße holte ich weiteren Zeitpuffer raus, den ich auf der Rampe wieder zu verlieren glaubte.

Das zweite Mal auf der Rampe siegte dann sogar die Motivation und diesmal joggte ich in 5:03-Pace. Zu dem Zeitpunkt des Rennens war ich wirklich der einzige, der die Rampe komplett joggte. Ein hartnäckiger Mitstreiter vor mir nahm sich auch der Herausforderung an, musste aber die letzten 100m bergauf zum gehen wechseln. Bergab waren mir dann auch die Schmerzen im Fußgelenk egal und ich gab meinen Körper der Erdanziehungskraft preis. In maximal großen Schritten rannte ich bergab, diesmal kam mir auch die Idee etwas neben der Strecke zu laufen, sodass der Grünstreifen etwas den Aufprall mindern konnte. Das klappte so halbwegs...immerhin war es besser, als auf dem blanken Asphalt.

Unten angekommen holte ich einen ebenfalls noch schnellen Läufer ein, der mir verbal Respekt zollte. Wir liefen gemeinsam den nächsten flachen km in 4:15, bevor er zurück fiel und auch ich an einem Anstieg wieder Pace verlor. Aber ich war jetzt sicher, dass ich unter 5 Stunden bleibe und ich wusste auch, dass es gleich vorbei ist. Nochmal den Acker, diesmal wieder die Bergabvariante und dann hörte ich auch schon den Zielsprecher. Der letzte km ging dann nochmal in 4:15 raus und ich jubelte über der Ziellinie.

4:58:03 Stunden für die Halbdistanz, 1:36:59h für den brettharten Halbmarathon. Insesamt Platz 206 der rund 2.350 Starter. Ich war und bin sehr zufrieden. Ich erlaubte mir noch den Spaß abzuwarten, an wen die 7 Qualifikationsplätze meiner Altersklasse für die Halbironman-WM im September gehen. Beim Warten lernte ich Geron kennen, der in der AK 50-54 startete und diesmal hoffte einen begehrten WM-Platz zu bekommen - die WM findet ca. 100km von seinem Wohnort statt und er möchte unbedingt dabei sein. Bei seinem ersten Versuch sich zu qualifizieren, wurde er in seiner Altersklasse 11er und beim Rolldown der Qualiplätze nahm der 10plazierte den letzten Platz an. Eben dieser war 4 Sekunden schneller als Geron gewesen. Bei einem weiteren Rennen scheiterte er klarer, weil weniger Qualiplätze vergeben wurden. Hier war er aber 44 Sekunden schneller als derjenige, der im den WM-Platz weggeschnappt hat. Um es kurz zu machen, er erhielt auch diesmal keinen WM-Startplatz - diese waren doch zu begehrt und auch diesmal reichte sein 11ter Platz in der Altersklasse nicht aus.

Bei mir nahm der 12te der Altersklasse den letzten der insgesamt 7 Plätze an. Er hatte in 4:34 gefinished. Zum Vergleich, beim gleichen Rennen im Vorjahr hatte eine 5:05 in meiner Altersklasse zur WM-Quali gereicht. Aber das Teilnehmerfeld war diesmal einfach deutlich stärker.

5
Gesamtwertung: 5 (5 Wertungen)

Und bei dem Ergebnis

jammerst Du noch über die Schwimmzeit? Nee, ich würde sagen das war ein toller WK und Du solltest öfter mal Spaßwettkämpfe machen. Da hast Du mehr Spaß - und bist auch noch besser :lach:

Mit freiem Kopf zur Höchstleistung

Glückwunsch zum großartigen Spaßwettkampf! Und mal wieder danke fürs Erzählen aus der großen weiten Welt!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

sehr schön

Mir gefällt ja die Neoausziehilfe am besten, was haben die Jungs an Abend für Arme??? Oder ist das auch eine Frage der Technik?
Hammerzeiten, Glückwunsch!

" Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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