Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von Schalk

Nach einigen Tagen erneuter Erfahrungssammlung das Berglaufen betreffend, sollte es nun ja so langsam klappen. Nach der unfreiwilligen Verlängerung am Montag war Dienstag erst mal Wandern angesagt.
Mittwoch wollte ich dann noch mal los. Der Plan war keinen Wecker zu stellen. Wenn ich munter bin, wird in Ruhe gefrühstückt und dann los. Ich wollte mal in eine andere Ecke. Es sollte zur Alpspitze und dann hinten runter Richtung Stuibensee. Je nach dem wann ich loskomme dann halt mit nem großen oder kleinen Bogen retour.
Die dead line war wieder 14Uhr!
Ich werde wach. Es ist hell draußen. Also aufstehen. Die Schlafzimmertür knarrt. Sch... können die die nicht mal mit nem Tropfen Öl versehen? Als ich in der Küche stehe, geht der Blick auf die Uhr. 5:11Uhr. Oh nöö. Wieder hinlegen? Silke ist garantiert wach geworden. Wenn ich mich jezz wieder einfach so hinlege, ... Keine gute Idee. Also in Ruhe gefrühstückt und um Punkt 6Uhr, mit dem Schlag der Kirchenglocken stehe ich vor der Tür. Die ganzen Tage hing das Wetterstein mehr oder weniger in den Wolken. Auch Montag auf die Zugspitze hoch hatte ich nicht wirklich die Sicht - nur Wolken. Und beim Loslaufen dann das Bild:

Rechts hinten im Bild ist die Zugspitze. Hmm, könnte man doch... Nein! Ich laufe Richtung Stuibensee! Es geht bis zur Höllentalangerhütte und dann Links weg zur Alpspitze hoch. Naja, genau da war das Problem. Bis zur Höllentalangerhütte ist das der gleiche Weg wie zur Zugspitze hoch. Ehrlich gesagt hatte ich mich lange vor der Höllentalangerhütte schon entschieden. Die Füße fanden somit ganz automatisch den weg geradeaus. Der Blick von da ans Ende des Höllentals war einfach herrlich:

In der Bildmitte, die kleine Scharte. Da sieht man das goldene Kreuz blinken. Im Vordergrund ist der Kran vom Bau der neuen Höllentalangerhütte.
Es geht zügig voran. Nach 1:40h bin ich am Brett. Nein, für jeden der Schwindelfrei ist, ist das bestimmt keine Herausvorderung. Kurz darauf dann ist die Wand überwunden und es geht weiter zum Höllentalferner, ein Gletscher über den es geht. Und der Blick nach oben:

Und vor dem Gletscher noch ein wirklich schönes Bild:

Vielleicht 10m war die Gemse weg. Beobachtet hat siemich. Weggelaufen ist sie nicht. Da sie auf dem Weg stand, bin ich halt außenrum.
Dann der Gletscher:

Auch der ist schnell überwunden. Knapp 3h Stunden und ich bin im Einstieg in den Fels. Jetzt geht es noch ein paar hundert Hm im Klettersteig nach oben und dann ist sie erreicht.

Und dann? Ich steige im Klettersteig, schaue hoch und denke „Das kann nich wahr sein! Das darf nicht wahr sein!“ Es ziehen Wolken ins Wetterstein. Während unten der Gletscher noch frei ist, sieht man nach oben statt dem goldenen Kreuz nur noch weißen Nebel. Das hatte ich doch schon Vorgestern. Das brauch ich nicht schon wieder. Der Blick in der Scharte runter zum Eibsee ist so schön! Der Blick über die Kante kurz vor dem Gipfel ist so wunderbar! Da liegen einem bei guter Sicht die ganzen Alpen zu Füßen! OK, Fernsicht war eh nicht zu erwarten. Aber schon wieder Nebel muß echt nicht sein. Als ich das erste mal da oben war vor 16 Jahren sind wir auch in die Wolken geklettert, um kurz vor Erreichen des Gipfels plötzlich eine freie Spitze zu haben. Das würde diesmal wieder passieren. Ganz sicher würde das passieren. Ich stieg hoch und höher. Handschuhe an. Windjacke an. Das T-Shirt war zwar schon wieder trocken am Rücken. Aber langsam zog der Wind. Gleich kam die Stelle an der man zum Eibsee blicken kann. Nichts. Wolken. 50m, vielleicht 100m. Weiter war nichts als weiße Masse. Es ist nicht mehr weit bis hoch. Noch einmal eine etwas komplizierte Stelle an der das Seil unterm Schnee steckt. Rechts vorbei über den Fels. Es liegt viel Zeugs rum. Konzentration. Nichts lostreten und doch sicher stehen.
Geschafft! Nun noch ein paar Meter. Oben ist noch kein Kreuz zu sehen. Und dann! Dann zieht es frei!

Da ist sie, die Spitze! Herrlich!

Kurz vorher ginge es rüber zum Jubiläumsgrat. Nein, für mich nicht.
Nach unten der Blick auf Sonnalpin.

Und dann der Blick auf die Terrasse des Münchner Hauses:

Das ist wie im Zoo. Nur fraglich, wer was ist. ;-)
Beim Abstieg vom Gipfel zum Münchner Haus weiß ich auch, warum kein Mensch von dort zum Gipfel rüber kommt. Es geht ohne Seilsicherung durch steile Schneestapfen. Besser, die bleiben drüben.
Kurze Verweilpause und dann weiter nach unten. Diesmal sollte ich den Einstieg finden. Nach den ersten Metern treffe ich auf ein paar Wanderer. Wir kommen kurz ins Gespräch. "Ja, der Weg über Höllental ist gut gehbar. Kaum Schnee. Und zur Wienerneustädter Hütte?" Es soll viel Schnee im Klettersteig sein. Hmm, selbst kam er nicht von da, sondern von der Knorrhütte. Wenn der Abstieg wie geplant wirklich nicht geht, wird das nix bis 14Uhr. Dann heißt es zurück und über das Höllental absteigen. Hoch waren es knapp 4h. Es war schon kurz nach 10. Nochmal über Knorrhütte und Ehrwald runter war keine Option. Bahn runterfahren natürlich auch nicht. Also ganz spontan Kehrtwendung und den selben Weg wieder runter.
Oben im Steig brauchte ich nochmal mehr Zeit. Schließlich wußte ich, dass Truppen unter mir waren und es lag ganz schön viel Kleinzeugs rum. Nein, es fiel nichts! ;-)
Ab dem Gletscher konnte ich dann gut ablaufen. Das machte Spaß!
Einfach herrlich. Ab der Baustelle Höllentalangerhütte mußte ich ab und an mal abbremsen oder kurz rufen, um an den Wanderern, die von der Klamm zur Baustelle pilgerten vorbeizukommen. In Summe lief es aber schön flüssig. Die Blicke einiger riefen ein Schmunzeln aufs Gesicht. Hihi. Dorthin geht es ja ganz leicht hoch, also für mich leicht runter. Dann quälen die sich da hoch und ich kann runtersausen. Juhuuu! Das ist Spaß pur!
Um kurz nach Eins war ich jedenfalls ziemlich ausgeruht nach 25km, 7:05h bzw. reichlich 2.600Hm hoch wie runter wieder im Quartier.
Dembo hoch, Dembo runter und Streckenanpassung liefen wirklich schon ganz gut. Letzteres werde ich Morgen beim ZUT wohl nicht brauchen.
Die möglicherweise suggerierten Erwartungen der beim Nachmelden erhaltenen Startnummer "2" werde ich nach dem Programm die Woche aber wohl auch nicht erfüllen können - will ich aber auch nicht. Mal schauen, was das Morgen so wird.
;-)

4
Gesamtwertung: 4 (4 Wertungen)

Herrlich

Es gibt ja kaum etwas schöneres ganz früh loszuziehen, sei es wandernd oder laufend in den Bergen oder auch an der See.
Und uns daran durch die tollen Bider teilhaben zu lassen; danke dafür,und morgen locker die nächste Trainingseinheit.
Viel Glück Euch allen.

Vielen vielen Dank!!!!

Fürs Mitnehmen! Ich schwelge noch... Aber für mich wird es die Zugspitze nur noch wandernd geben, ich bin geheilt ;-))

Euch morgen alles Gute!

(Und über die 2 reden wir noch mal wenn du im Ziel bist ;-))

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Keine Ahnung

ob Du das Laufen gelernt hast, aber das Wandern klappt scheinbar.
Netter Spaziergang durch den "Streichelzoo", und Danke fürs mitnehmen.
Hat Spass gemacht :-))

Alex

So schöne Bilder!

Vielen Dank, dass Du dafür extra nochmal bei schönem Wetter hochgerannt bist. Und dass Du dran geglaubt hast, dass es aufklart. Super, dass das geklappt hat. Morgen genauso viel Spaß wünscht
yazi

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links