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Benutzerbild von dfrobeen

Der Termin als solcher passte mal gar nicht in meinen Jahrestrainingsplan. Nach den 3 Marathon in 22 Tagen im April/Mai ist es jetzt eigentlich an der Zeit schnell etwas "runterzukommen", meinen Trainingsfokus auf Radfahren und Schwimmen zu legen und dann so ab in 2 Wochen einen neuen Formaufbau in Richtung Langdistanz in Roth anzugehen. Das ich für den 10km-lauf in Neustadt gemeldet habe, lag aber eher daran, dass ich mich freute einen sehr guten neu gewonnen Freund nochmal in seiner Heimatstadt zu besuchen, bevor er seinen Umzug nach Tirol vollzieht. Er und ich haben große Teile unserer Marathonvorbereitung gemeinsam gestaltet, mehrere lange Läufe gemeinsam gemacht und vor allem viel geredet um uns auch im Kopf auf unsere Vorhaben vorzubereiten. Während dies bei mir perfekt funktionierte und ich statt der geplanten 2:59h plötzlich in Boston meine Marathon-Bestzeit auf 2:49h schraubte, wurde sein Marathon zum totalen Desaster. Obwohl er vom Leistungsvermögen nochmal eine Stange schneller ist, als ich, stürzte er in Hannover gleich zweimal unverschuldet und rettete eine für ihn indiskutable 3:09h ins Ziel.

Nicht nur, dass ich im Sinne der Jahreswettkampfplanung auf diesen 10er nicht gut vorbereitet war, habe ich es noch schlimmer gemacht, indem ich die Nacht zuvor zum Tag machte, mit einem weiteren Freund ordentlich feiern ging und nach 3,5h Schlaf und gefühlt 7 Promille Restalkohol aus dem Bett musste. Ich habe so gerade noch an Laufklamotten und die Wettkampfschuhe gedacht. Aber zum Beispiel die Pulsuhr hatte ich vergessen und gegessen hatte ich vor dem Rennen auch noch nichts.

So stand ich dann um 10:30 Uhr an der Startlinie und hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Ich lief einfach mal los und staunte nicht schlecht, dass ich bereits nach wenigen Metern des Rennens die Führung übernahm. So lernte ich plötzlich völlig neue Probleme in so einem Lauf kennen. Ich konnte sehr dankbar sein, dass Basti sich bereit erklärte mich auf dem Fahrrad zu begleiten - sonst hätte ich wohl Probleme bekommen die ansonsten zum Teil unklar markierte Strecke zu finden oder zumindest die Ideallinie öfters verlassen zu müssen. Als ich die Führung nicht sofort abgeben musste erwischte ich mich tatsächlich bei dem Gedanken, dass ich das Glück eines nicht so starken Teilnehmerfeldes haben könnte und einen ersten Sieg erzielen könnte. Aber nach 2km war der Zauber dann auch vorbei und ich wurde doch recht zügig überholt. Der spätere Sieger Jürgen Rodenbeck aus Garbsen, sollte nach 36:34 Minuten über die Ziellinie laufen - einer Zeit, die ich selbst bei perfekten Bedingungen nicht hätte erreichen können. Auch der spätere Zweite überholte mich noch auf der ersten von zwei 5km-Schleifen. Er sollte am Ende eine 38:07 laufen, immerhin schon 36 Sekunden langsamer als meine im März aufgestellte Bestzeit. Aber an diesem Tag war auch er eindeutig zu schnell für mich.

So lief ich aber als Dritter nach 5km ins Stadion ein und macht mir jetzt doch realistisch Hoffnungen in der Gesamtwertung einen Treppchenrang zu erlaufen, aber auch den Podestplatz musste ich dann doch erstmal aufgeben und ich rannte große Teile der zweiten Runde recht einsam mein Rennen auf Rang 4. Erst so ab km 8 spürte ich dann doch deutlich den lauten Atem eines weiteren Läufers in meinem Nacken. Bis dahin hatte ich schon längst für mich festgestellt, dass es eine ganz bekloppte Idee war an diesem Rennen zu starten. Aber bei km8 ist umdrehen dann ja doch keine Lösung, also lief ich durch. Meine Hoffnung den nahenden Läufer von hinten abwehren zu können, platzte etwa 800m vor dem Ziel, als auch er mich passierte. Gleichzeitig realisierte ich aber, dass der Abstand zum späteren Dritten wieder signifikant geringer wurde.

Ich versuchte es auf den letzten 500m nochmal einerseits den Angriff zu kontern und/oder den langsam vor mir sterbenden Läufer doch wieder einzufangen. Aber es reicht zu beidem nicht. Am Ende blieb ich 1:59 Minuten über meiner Bestzeit aus März. "Nur" 1:44 über Bestzeit hätten gereicht um Platz 3 zu feiern - am Ende wurde es aber in 39:30 Minuten Platz 5 und immerhin der Sieg in meiner Altersklasse.

4
Gesamtwertung: 4 (3 Wertungen)

Hm, es fehlte

vielleicht das Konterbier ;-))
Die Leistung ist trotzdem gut, wobei ich vermute, dass das Hauptproblem darin bestand, dass Du vermutlich viel zu schnell angegangen bist...
Viele Grüße

Jogger63

Wie meine Omma zu sagen pflegte: Essen und Trinken schmeckt und bei der Arbeit sticht's

Ich beneide ja Menschen

mit so einem stabilen Kreislauf nach fast durchgefeierten Nächten... Alle Achtung zu einem guten Lauf in Anbetracht der kilometer- und promillereichen Vorgeschichte!

Leb dein Leben - bevor es zu spät ist.

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