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Mit der Uhr! Die Zeit ist definitiv nicht mein Freund, im Gegenteil. Hab‘ mir das jetzt nun lange genug angeguckt. Die Kontrollparanoia wirkt sogar wie eine Spaßbremse und führt somit nur zu Tempofrust. Beim Bahntraining mag das ja noch angehen, aber sonst? Nä!

Dennoch ist jetzt wieder höggschde Disziplin angesagt, denn jetzt geht’s endlich wieder los mit dem Abenteuer Trail, wobei gute Trittsicherheit und gesundes Durchkommen allerhöggschde Brioridäd haben. Zügig laufen und so schnell ins Ziel zu kommen, wie es im Einzelfall eben möglich ist, muss als Zeitvorgabe reichen. Denn schließlich bedeutet Laufen Lebensqualität und Zeitdruck gibt es in anderen Bereichen genug!

Bereits vor drei Wochen fand in Herrenberg-Kayh der Kirschblütenlauf im Rahmen des Schönbuch-Cup statt. Laut Mund-zu-Mund-Propaganda sollte dies ein sehr schöner Lauf sein. 14,2 km in der grünen Hölle des Schönbuchs. Nicht wirklich trailig, aber dafür garniert mit zwei Kackbuckeln von allerfeinster Güte vor allem gleich auf den ersten beiden Kilometern sowie bei etwa km 6-8 und eine steile „Abfahrt“ hinten heraus. Mal gucken, was vier Wochen nach dem Rom-Marathon geht und da es ja meine erste Teilnahme in Kayh war, war die Aussicht auf eine Bestzeit bestens. Der Lauf musste jedoch ohne Kirschblüten stattfinden und natürlich auch ohne meine unsägliche Uhr. Letzteres hatte was Befreiendes, während Erstere dieses Jahr wohl wegen des milden Winters einfach früher dran waren.

Lockeres Einlaufen, los gings. Beim ersten Anstieg schien ich sogar noch ganz gut dabei zu sein, doch oben angekommen zickte die seitliche Wadenmuskulatur herum. Doof. Auf solch eine „römische Altlast“ hätte ich verzichten können. Also rausnehmen und hoffen, dass sich das wieder rausläuft. Na siehste! Mit Uhr hätte jetzt wieder deine Muttivation gelitten, weil der Zeitrahmen mal wieder aus dem Tritt geraten ist. So konnte ich mich also ganz auf den Lauf konzentrieren und im Laufe des zweiten Anstiegs ließ dann tatsächlich die Wade locker. Sogar ein Plätzchen konnte ich wieder gutmachen. Ich rettete mich auf dem nunmehr leicht welligen Profil zu km 12 hinüber, wo mich ein anderer Läufer kurz vor der Abfahrt einsammelte. Aber Moooooooment! Denn jetzt kam die Abfahrt, also mein Einsatz, was mit einem „sauber!“ von besagtem Läufer quittiert wurde. Weiter vorne sah ich noch die beiden Frauen, die mich nach dem ersten Anstieg eingesammelt hatten. Ob ich die beiden noch kriege? Der Abstand wurde immer kürzer. An einer engen Kurve standen Zuschauer die mich kräftig anfeuerten. Gleich dahinter folgte ein fieser Stich, der mir einen nicht gerade ladyliken Ausdruck entfleuchen ließ. Die Zuschauer meinten lachend, ich solle „koi Sorg“ haben, denn dies sei der letzte Anstieg. Dennoch wurde es nochmals richtig anstrengend, so dass ich den Anschluss an die beiden Läuferinnen verloren hatte. Die letzten Meter dann nochmals schön bergab und ab ins Ziel.

Knapp 1:13 h hatte ich laut Zeitanzeige gebraucht. Hmm… nicht gerade berauschend, so mein erster Gedanke. Kurz was getrunken, dann ab unter die Dusche – solange der Warmwasservorrat reicht! Komisch, kaum was los hier. Gerade mal 4-5 Frauen im Umkleidebereich und dann noch freie Duschen auf Anhieb? O.k., die Lokalmatadorin war zu diesem Zeitpunkt bereits scheckheftgepflegt, aber vielleicht war ja meine Zeit doch nicht so schlecht für dieses Streckenprofil? Denn oftmals kann frau ja auch aus der momentanen Freqentierung des Umkleidebereichs herauslesen, wo sie steht. Weibliche Logik eben. Ich übte mich erst mal in Verdrängung, denn da draußen hielt sicher noch die ein oder andere ein Schwätzle. Umso größer dann die Überraschung, dass ich sogar im vorderen Drittel bei den Frauen mitgelaufen bin und später sogar noch auf’s Treppchen (3. AK) gerufen wurde. Geil! ;-)

3.75
Gesamtwertung: 3.8 (4 Wertungen)

"scheckheftgepflegt"

ich lerne immer wieder neue Wörter bei dir ;-))

Jau, Frau, memm hier rum und dann noch den 3. Platz abräumen. Wie cool ist das denn??? Glückwunsch!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Heißt das jetzt...

... du läufst nicht mehr auf Zeit, nur noch auf Platz?
Hat sich ja gelohnt.
Herzlichen Glückwunsch zum Treppchenplatz. :-)

Gruß

Sirius
...der weiter unten auf der Treppe rennt.

Der Uhrenverbannungsbefreiungsschlag

ist ja allerbestens gelungen. Glückwunsch zum Treppchenplatz!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Glückwunsch

nett beschrieben. Einfach schön. Ich bin jetzt 68 und laufe keine Wettkämpfe mehr. War mal bei den deutschen Ärztemeisterschaften im Rahmen des Trier HM mal plötzich Dritter

Hihihiiiii,

mit weiblicher Logik den Treppchenplatz bei PB erahnt - klasse!

Genau, man läuft "in unserem Alter" nur noch auf Platzierung und nicht auf Zeit - kicher.

Wünsche Dir weiter viel Trailspaß!

Hihi,

auch meine schönsten Lauferlebnisse waren die, als die Uhr irgendwo "hinten" am Rucksack hing, aber im Wettkampf habe ichs noch nicht probiert. Klasse hast du das gemacht!!! Eine super Zeit und dann verdient aufs Treppchen, schöööööön!!! Und dass, obwohl du nur gut durchkommen wolltest...naha, biste ja jetzt auch, *kicher!* Glückwunsch!!!

Lieben Gruß
Tame

Genau,...

einfach mal aufn Tisch hauen und Zeit Zeit sein lassen! :o))

Bei einem profilierten Lauf sind Zeiten doch eh einfach nur Zahlen, die allein betrachtet ohne große Aussage sind. Laufen müssen se alle und wenn dann dabei ein Treppchen herausspringt, ist das der Beweis, dass Du ganz eindeutig total fit bist! Punkt! Basta! :o)

"scheckheftgepflegt" find ich ausgesprochen gut definiert! ;o))

Gratuliere Du Gemse! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

guuuuuhl...

...herzlichen glückwunsch. und das mit ohne uhr!
sollte ich auch mal drübber nachdengge...
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laufend denkt drüber nach, den garmin mal in urlaub zu schicken: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

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