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Puuh, die dritte Belastungswoche in Folge ist doch recht anstrengend, muss ich sagen. Nicht zu Beginn. Aber hintenraus, holladiewaldfee!

Der Reihe nach: Montag waren nach zwei Ruhetagen wieder Höhenmeterkreisel an der Reihe. Bzw. Pendel, dadurch sind die hm konzentrierter. Da fühlte ich mich richtig gut und stark, 1500 hm auf 25 km verteilt, verbesserter Zeit/Puls Quotient, zum ersten Mal in den drei Wochen, dass ich am Ende hätte weitermachen wollen und ich mich bremsen musste. Sonst hatte ich auch schon mal weniger gemacht, als zu Laufbeginn vorgenommen. Sehr gut, Pause wirkt.

Dienstag bescherte mir einen wunderschönen Moonlightrun mit Kamikazestunteinlage: Losgelaufen bin ich in der Dämmerung, einmal um den Baldeneysee. Das laufe ich eigentlich immer ohne Lampe, zumal wenn Vollmond ist. Zu Beginn begleiteten mich noch die Fledermäuse, bis es denen zu dunkel wurde. Da ich auf der "großen" Runde unterwegs war führte mich mein Weg auch durch Werden, was sich als Fehler rausstellte. Die Sicht war zwar hier dank Straßenbeleuchtung nicht wirklich problematisch, trotzdem habe ich eine Kante im Boden (mitten auf dem Bürgerstei..:-() übersehen und mich lang gemacht. Mein frsch operiertes Ellenbögchen konnte ich geschickt schützen, abrollen auch irgendwie, die erste Bremsung musste ich aber trotzdem mit dem Knie vornehmen. Sofort war ich wieder auf den Beinen, nach ein paar Meter Humpellauf merkte ich aber, dass die Muskeln vor Schmerzen dicht machen. Also Gehpause, etwa 1km. Danach war der Schmerz wegm, ich konnte wieder anlaufen und den Lauf verkürzt nach Hause bringen. Ich hatte mir den HF-Alarm auf 70% eingestellt, trotzdem war ich erstaunlich schnell in der Ebene, nach der Gehpause sogar einige Kilometer mit 5:04-5:10. Das ist ziemlich krass, denn die Wochen davor war meine 70%Pace bei etwa 5:30-5:35. Tschakka, Training wirkt.

Mittwoch waren wieder Höhenmeter angesagt. Obwohl ich krank geschrieben bin war ich bei ener Teambesprechung, sodass ich erst spät loskam, der eigentliche Plan zu kreiseln und die 1500 hm vom Montag auf knapp 40 km zu verteilen war also nicht mehr machbar, dann also die Variante vom Montag. Die erste Stunde war richtig hart, die Beine wollten nicht so gerne schon wieder dieses dumme anstrengende Bergauflaufen. Außerdem taten die Waden bzw. die Schienbeinkanten be Belastung weh. Bäääh, mag ich nicht. Aber ich habe mir ja was vorgenommen, da kann ich dieses Training nicht abbrechen, es müssen andere Lösungen her.

Punkt eins: Bewegungsablauf. Wenn bestimmte Bereiche zuerst wehtun werden sie über Gebühr belastet. Das kann am Profil liegen, das kann aber auch am Laufstil liegen. Kraft sparen ist angesagt, ich habe heute nicht soviel davon und sie einzusetzten schmerzt. Ich habe die Blder vom diesjährigen Transvulcana vor augen, wie die Spitzenleute nach 2000 hm Nonstop-Aufstieg oben ankamen. Ich war entsetzt, wie unökonomisch die liefen, manch einem schleifte die Zunge förmlich am Boden, so weit waren sie vorneübergebeugt. Alles, was aber aus dem Lot abweicht erhöht den Kraftaufwand, das kann man im Selbstversuch leeicht feststellen: Gerade kann man recht lange stehen, mit gebeugten Knieen und vornübergebeugtem Oberkörper wird das schnell schmerzhaft. Nun beugte ich nicht den Oberkörper nach vorne, aber Knie und Fußgelenke waren ordentlich aus dem Lot, selbst wenn ich mich bemühte, die Beine immer wieder zu strecken. Bis ich anfing, aus dem Rumpfpendel zu laufen. Ich betonte die natürliche Rumpfrotation ein wenig, vor Allem aber hob ich das Becken mit dem führenden Bein mit an. So konnte ich viel mehr Kraft aus Rumpf, Hüfte und Oberschenkel entwickeln, die Unterschenkel befanden sich jetzt mehr oder weniger in einer Linie mit der Bodenreaktionskraft und die Schienbeinkantenschmerzen ließen schlagartig nach, verschwanden kurze Zeit später. DAs Laufen war jetzt ökonomischer, die Steigezeiten blieben zwar in etwa konstant, strengten aber deutlich weniger an.

Punkt zwei: Motivation. Mir ist völlig klar, dass beim ZST vermutlch in mindestens einem Aufstieg ein Punkt kommt, an dem es noch viel härter wird als bei diesem heutigen Gependel. Trotzdem will ich sie hochlaufen, bzw. gehen. Am Besten einigermaßen zügig. Da habe ich meinen inneren Hass entwickelt auf die Steigung (und vorsichtshalber gleich schonmal auf die letzte Steigung beim ZST), eine innere Anspannung mit dem unbedingten Willen, mich nicht von ein paar Höhenmetern kleinkriegen zu lassen. Die Energie, die das freisetzte war gut und sehr willkommen.

Von meinem ursprünglichen Plan, auch am Donnerstag 10-15 km zu laufen nahm ch nach dem Mittwochserlebnis abstand, stattdessen weihte ich mein "neues" Fahrrad ein, einen Sperrmüllfund in erstaunlich gutem Zustand mit kompletter Deore LX-Ausstattung, auf dem ich wesentlich aufrechter sitze als auf meinem Rennrad, was bei fehlender Armbelastbarkeit nicht zu verachten ist :-). 20km in 50 min, Durchschnittspuls bei 60%, also Regeneration pur :-) Die müden Beine haben es sehr gedankt.

Heute STand dann der krönende Abschluss meines ersten von zwei gezielten Trainingszyklen an. Es sollte mein erster Ultralauf über 45 km mit 1100 hm werden. Auch heute waren die Beine wieder schwer und zu Beginn dachte ich nicht, dass ich die komplette Runde schaffen würde, aber wieder nach etwa einer Stunde war ch eingelaufen und der Motor fing an zu rollen.

Jetzt konnte ich auch das wunderbare Frühlingswetter genießen, habe auch einen (etwas älteren) Bambi gesehen, und es lief lange Zeit erstaunlich gut. Meien selbstgebaute Energy-Drink Mischung kam heute auch zum ersten Test, den bestand sie hervorragend: Ein Gemisch aus Hirseflocken (Babybrei, daher leicht anzurühren mit kaltem Wasser), dem gleichen Volumen Zucker (Dextrose und Fruktose im Verhältnis 1/2), für dem Geschmack etwas Holunderblütensirup sowie eine gute Prise Salz. Vor dem Loslaufen war ich sehr skeptisch, das Zeug war eklig süß mit dem Salzgeschmack zusätzlich eher ungewnießbar. Aber nach 1-2 Std. Laufen hat es hervorragend geschmeckt und war mir auch sehr gut bekömmlich.

Zwischendurch war noch Zeit für einen kleinen Weißbier-Tankstopp. Danach lief es nochmal 10 km gut, bevor die letzten 10 doch recht hart und anstrengend wurden, ich wurde jetzt bergauf wie bergab langsamer, die Pace sackte jetzt nochmal ein ganzes Stück ab: War ich bis vor der Pause noch mir 6:50 im Schnitt unterwegs, die Pause kostete gut 10 Sekunden Schnitt, so waren es am Ende noch 7:22. Aber am Ende einer Woche mit 111 km und gut 4000 hm bin ich damit sehr zufrieden. :-)

Die nächste Woche ist vornehmlich Regeneration angesagt, mein Körper soll jetzt erstmal super Kompensieren. Danach nochmal zwei Belastungswochen und dann wird auch schon getapered...:-) Insgesamt steigt die Zuversicht, die 80km an der Zugspitze ganz gut bewältigen zu können :-)

5
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Wenn mir jemand verrät wie das geht gibt´s noch ein paar Schnappschüsse von der heutigen Trainingsultrapremiere ;-).

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Sehr intensive schöne Trainingswoche!! :o)

Schau mal hier,
da hat unser lieber bikerpete einen guten Helfer gebaut. Den nutze ich immer, weil ich mir die Programmierfloskeln nicht merken kann. ;o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Wie wäre es denn,...

wenn Du mental genau andersherum denken würdest?!
Die Steigung nicht hassen, sondern den Moment genießen, nicht dem Ende der endlosen Steigung entgegenfiebern, denn sie ist einfach endlos lang, sonders sich freuen, mitten drin zu sein?
Die Abstiege wirst Du am Ende hassen! ;o)

Du wirst am ZUT im Aufstieg zum Osterfelder Kopf heftig atmend in der Wand gehen/steigen/kraxln und auf der einen Seite ist nur eine grüne Wand, auf der anderen vermutlich einfach nur Nebel und Baumkronen, vor Dir liegt ein fetter Baumstamm und Du weißt nicht, ob Du Dich drunter bücken sollst oder drüber klettern oder irgendwie drumherum...es wird jedenfalls weh tun, egal, was Du machst.

Du hältst pustend inne, stützt Dich auf Deine Stöcke und hörst entfernt vielleicht jemanden fluchen, quasseln oder einfach nur pusten und stöhnen...Du denkst, verdammt ist das hier schön, verdammt ist das hier anstrengend, verdammt, ich muss essen und trinken, schlecht, wenn Deine Trinkvorräte jetzt leer sind, der Anstieg dauert 1,5h, 2h,... weiter, weiter, weiter....:o)

Hassen hilft nicht glaube ich....es lieben und die Momente aufsaugen hilft viel mehr...es ist traumhaft, auch wenn die Füße brennen, die Muskeln schreien, die Arme lahm sind...es ist trotzdem Natur pur und totale Freiheit und Unabhängigkeit.

Überall Erlebnisse und Aufgaben...die Schneefelder, der Abstieg vom Joch, die steilen Rennbahnserpentinen im Wald nach den Almwiesen, wo man sich leichtenst zerschießt, Kälbersteig und Jägersteig = Wurzeln und Treppen runter, der kurze steile Anstieg durch die Krüppelfichten über loses helles Gestein, die glitschigen Trittlöcher im hohen Gras am Hang, die wunderbaren schmalen Singletrails am Fels entlang, der Geruch von Grillfleisch der Bergwachtler, die sich auf dem Grat ihr Abendfutter flambieren, ach, da sind sooo viele Bilder, die man einfach nicht hassen kann!!

Noch mehr Vorgeschmack gefällig? ;o)
Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Kleiner Tip

Wenn Du die letzte Steigung durch die Bodenlaine beim ZUT hasst, wird sie dich hassen und Ihren Zorn auf Dich niederschmettern.
Liebe sie. Geniesse sie. Laufe oder gehe sie so wie Dein Körper es Dir sagt. Mit irgendwelchen Vorhaben läufst Du Dich da kaputt.

Schöne Trainingswoche, cool :)

HimmeHerrGottSakraKreizKruzefixSacklZementNomoi wo is mei Leberkassemmel hi

Vielleicht

war "innerer Hass" das falsche Wort. Es geht letztlich schon um eine positive Energie, um Schwierigkeiten bewältigen zu können, um Kräfte mobilisieren zu können, die normalerweise nicht zur Verfügung stehen. Wie soll ich es erklären...ein wenig wie beim Sex, wenn es mal etwas härter wird (Sorry, aber der einzige Vergleich der mir einfällt ;-) ), was natürlich nur geht, wenn man sich voll und ganz vertraut. In so fern ja, ich werde den Osterfelder Kopf lieben, aber Blümchensex wird das vermutlich nicht werden...

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Ja versteh ich,

morgens um 07:53 fällt einem halt nix anderes ein ;))

HimmeHerrGottSakraKreizKruzefixSacklZementNomoi wo is mei Leberkassemmel hi

NEIN!

KEIN Blümchensex!!!

Aaaaaaahrg....MÄNNER, beherrscht Euch! Sind noch 5 Wochen, Ihr müsst noch viel ÜBEN!!! ;o)))

liebliche Grüße Carla *pruuuuuust* :o))))
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

vor allem

wird´s wohl länger dauern :-)

Mal läuft´s und mal läuft´s besser.

Ich hab

damit nicht angefangen ;)

HimmeHerrGottSakraKreizKruzefixSacklZementNomoi wo is mei Leberkassemmel hi

Und wie kriege ich jetzt die

Und wie kriege ich jetzt die Bilder aus dem Kopf? ;-)

Gruß Nicole

@Nicolsche:

laufen gehen. Aber flach ;-).

granreserva


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Die Körper wären nicht schön, wenn sie sich nicht bewegten

Apropos

(Blümchen)sex ist wie Radlfahren und Schwimmen; kannst es einmal verlernst es ned mehr. Hm, krieg ich noch die Kurve zum Laufen?

HimmeHerrGottSakraKreizKruzefixSacklZementNomoi wo is mei Leberkassemmel hi

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