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Benutzerbild von dusselliese

Bevor sich hier die Berichterstattungen über den Rennsteig überschlagen, will ich von meinem letzten langen Trainingslauf für den SM berichten.

Vom 02.-04. Mai war ich mit einigen Bekloppten unterwegs im Elbsandsteingebirge. Nachdem wir bei unserem ersten Versuch im November - auch wegen des schlechten Wetters - nur einen "Finisher" unserer Malerwegstour hatten, wollte ich es bei der zweiten Auflage auch schaffen, den kompletten Malerweg in drei Tagen zu erlaufen.

Treffpunkt war am Freitag am Bahnhof in Pirna. Zu sechst starteten wir in Richtung Marktplatz.

Zu meiner Verwunderung steuerten meine Mitläufer zielsicher Ilses Kaffeestube an, ein Tisch war gedeckt und es gab „ä Dässl Heeßen, ä Stückl Eierschegge und zum Schluss ä Eierligöör“. Ilse Bähnert schlief leider noch . . .

So gestärkt starteten wir dann tatsächlich unsere Malerwegstour auf einem Stück des Canalettoweges.

Der Malerweg ist ein markierter Wanderweg mit langer Tradition. Hier sollen seit dem 18. Jahrhundert viele Künstler von Dresden aus in die Sächsische Schweiz gegangen sein, um die Motive für ihre Kunstwerke zu finden.

Schnell hatten sich zwei Gruppen gebildet. Meine Erfahrung des letzten Jahres ließ mich die langsame Gruppe immer wieder bremsen, schließlich wollte ich diesmal die kompletten drei Tage durchhalten. Wir liefen auf und ab über den Rauenstein und die Festung Königstein. In Königstein gab es eine Rast mit kurzem Einkaufsstopp. Bockwurst und Käsebrötchen sind auch keine schlechte Alternative zu Gels und Riegeln!

Eine Mitläuferin verabschiedete sich planmäßig und zu fünft ging es weiter. Wir erkletterten den Pfaffenstein, den Gohrisch und den Papststein. Immer wieder hielten wir an, um die Gegend zu betrachten (ich) bzw. Fotos zu machen (die anderen). Der letzte Anstieg zum Wolfsberg war schon beschwerlich, bevor uns der Weg abwärts bis Schmilka führte. Nach der Fährüberfahrt erwartete uns unser Auto und brachte uns zum Quartier, das wir diesmal in Altendorf bezogen hatten. 48 km und mehr als 1600 Hm zeigte die Uhr, und ich war gespannt auf den Muskelkater am nächsten Tag.

Am nächsten Morgen waren die Beine zwar noch müde, der Muskelkater hielt sich jedoch in Grenzen. So starteten wir die zweite Etappe in Schmilka, wo uns gegen 9:30 Uhr schon princess511 erwartete, um uns zu begleiten. Wieder waren wir zu sechst und wieder hatte sich die Gruppe schnell geteilt. princess511 hat den Streckenverlauf hier beschrieben.

Unser Organisator hatte immer von der „Sprintstrecke“ gesprochen und meinte 32 km mit 1300 Hm. Wir haben jedenfalls 5 ½ Stunden gebraucht.

Der Sonntag begann mit einer Überraschung: Mein Muskelkater war nicht schlimmer geworden. So starteten nach dem ausgiebigen Frühstück und einem letzten Blick auf die Schrammsteine die verbliebenen 4 Läufer auf die letzte Etappe. Eine Läuferin hatte den Rücktransport unseres Gepäcks und die Streckenverpflegung übernommen. Zu meinem Leidwesen war ich nun nur noch mit den „schnellen Hirschen“ unterwegs und sah mich schon ganz allein durchs Gebirge rennen.

Aber weit gefehlt. Erstens machte sich bei den Mitläufern die Ermüdung genau so bemerkbar, zweitens warteten sie oben immer wieder auf mich – und bergab kann ich schnell, selbst mit Muka und müden Muskeln. Ab der Hälfte wich mir unser Organisator nicht mehr von der Seite, so dass sich meine Befürchtungen in Luft auflösten.

Die Strecke war genau so abwechslungsreich, wie die ersten beiden Etappen. Von Altendorf liefen wir den Mühlenweg zum Sebnitztal, vorbei an der Kohlmühle nach Waitzdorf. Irgendwann ging es etwa 800 Stufen runter zum Tiefen Grund, um kurz darauf über etwa 800 Stufen bergauf den »Balkon der Sächsischen Schweiz«, den Brand, zu erklimmen. Meine Hoffnung auf eine kurze Rast in der Bergbaude erfüllte sich leider nicht. Weiter ging es, nun moderat auf und ab.

Vom Polenztal führten uns enge Stufen durch die Wolfsschlucht zum Hockstein. Von hier ging es weiter über Rathewalde, vorbei am Amselfall zum Amselsee. Von der Felsenbühne Rathen führten dann wieder unzählige Stufen nach oben zu einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Elbsandsteingebirges, der Bastei. Hierher kann man mit Bus und Auto fahren, entsprechend voll war es.

Über den Rastplatz “Steinerner Tisch“, und den Schwarzbergweg gelangten wir wieder ins Elbtal, nach Wehlen. Nach kurzer Pause machen wir uns auf den letzten Abschnitt und der begann erst mal wieder mit Stufen. Vorbei an den Resten einer alten Burg gelangten wir in die Felsformationen des Uttewalder Grundes mit dem berühmten Felsentor. Wir durchliefen Lohmen, überquerten irgendwann die Wesenitz und erreichten den Liebethaler Grund. Kurz hinter der Lochmühle trafen wir unsere Supporterin und beschlossen, ab hier gemeinsam den Rest des Weges vorbei am Richard-Wagner-Denkmal bis zum Ende des Liebethaler Grundes zu wandern, wo das Auto stand. Das war pure Erholung für die müden Beine. 37 km mit ca. 1200 Hm in 5:30 h zeigte die Uhr.

So wie die Tour begonnen hatte, endete sie mit „ä Dässl Heeßen, ä Stückl Eierschegge und zum Schluss ä Eierligöör“ in Ilses Kaffeehaus.

Okay, bei mir gab es Kartoffelsuppe und alkfreies Weizen zum Eierlikör, aber Ilse Bähnert war wieder nicht da ;-)

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Das merke ich mir!

"ä Dässl Heeßen, ä Stückl Eierschegge und zum Schluss ä Eierligöör"

Danke für diesen schönen Bericht, der bei mir die Vorfreude auf meine geplante Malerwegs(Wander)tour noch größer werden lässt. Wir werden allerdings am Liebethaler Grund anfangen und die Runde andersherum angehen. Aber ich denke, das nimmt sich nix.

Fernwehgrüße von WWConny

Das hört sich sehr schön an.

Ohne MuKa hätte ich das aber nicht überstanden.
Du musst das ja auf jeden Fall nochmals machen wenn Ilse da ist.

Tolle Leistung

117 km in drei Tagen - eine tolle Leistung. Respekt!

Beim Start im Liebethaler Grund . . .

. . . im November habe ich es leider nur bis Gohrisch geschafft. Aber da war die Saison bei mir schon zu Ende und am letzten Tag hat es geschüttet. Sprich, die Motivation anzukommen, war nicht besonders groß.

Conny, ich wünsche Dir eine tolle Mutter-Tochter-Tour!

Ganz ohne Muka ging es nicht ;-)

Und beim nächsten Mal frage ich Dich rechtzeitig, dietzrun, da besuchen wir die Ilse gemeinsam.

Danke happyrun72!

Wenn ich das jetzt lese, kommt es mir auch sehr weit vor ;-)

Das macht Urlaubsstimmung

Da war ich letztes Jahr gleich zweimal. Ich geb mich allerdings mit Wandern zufrieden. Danke fürs Mitnehmen.
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LG Inumi
Wenn ein Lauf nicht dein Freund ist, dann ist er dein Lehrer.

Hört sich toll an -

und gaaanz schön viele Kilometer seid ihr da abgespult. Erhol Dich gut für den SM am Rennsteig.

Cooles Café, nette Begleitung und vielleicht kommt die Ilse ja nächstes Mal, wenn Du Dich vorher ankündigst?

Was für ein toller Etappenlauf!

Das hört sich klasse an, und ich bin beeindruckt, was Läuferbeine so schaffen können. Wir lernen uns Samstag in Schmiedefeld kennen, darauf freu ich mich schon. Ich wünsch dir einen tollen Supermarathon!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Ja Inumi, für mich war es . . .

. . . ein kleiner Urlaub, wenn auch anstrengend. Man kann in dieser tollen Natur so gut entspannen.

War noch viel toller, als ich es beschreiben konnte!

Aber Du machst ja auch tolle Sachen, fazerBS. Der Two Oceans steht auch auf meiner Wunschliste.

Sonnenblume2, Dir auch einen schönen Lauf!

Wir sehen uns im schönsten Ziel der Welt.

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