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Benutzerbild von rchurtig4

Heute ist Muttertag und wie gerne hätte ich den Kindern beim herrichten des Frühstücks für meine Frau geholfen. Leider ging das nicht, weil zu Weihnachten haben genau diese Kinder mir einen Startplatz beim Maasmarathon in Visé/Belgien geschenkt und der fand nun Mal heute, also am Muttertag statt.
Da ich eine für meine Verhältnisse lange Anreise hatte begann der Sonntag so wie jeder Werktag mit dem Wecker klingeln um 4:30 Uhr nach einen gemütlichen Frühstück und einer kurzen Runde mit dem Hund, machte ich mich um 6 Uhr auf den Weg nach Belgien. Ich kann nur sagen, alte Autos mögen keinen Seitenwind und somit ich auch nicht beim Autofahren. Gegen 7:30 Uhr hatte ich einen Parkplatz und war mir beim Abstellen des Autos nicht ganz sicher, ob ich da später auch wieder Problemlos wegkommen würde. Egal, ich wollte mir zuerst einmal meine Startunterlagen holen. Ich muss dazu sagen, Visé liegt in der Wallonien und da spricht man Französisch und ich verstehe zwar Flämisch und habe auch rudimentäre Englischkenntnisse, aber kein Französisch. An der Startnummerausgabe stand eine Dame die nur Französisch sprach und sie war nicht nur für die Ausgabe der Startnummer und eines Handtuches zuständig, sondern erzählte jeden Teilnehmer noch total wichtige Dinge, die ich leider nicht verstanden, aber mit eifrigen Kopfnicken bejaht habe.
Es war kalt und windig. Trotzdem entschied ich mich für ein T-Shirt und eine Laufweste. Dazu eine kurze Hose. So stand ich dann, nachdem alles erledigt war 45 Minuten in der Kälte.
Um 9:05 Uhr wurde pünktlich wie in der Ausschreibung angekündigt gestartet. Warum so eine krumme Zeit? Keine Ahnung. Hat bestimmt Tradition.
Mein Ziel für heute war, unter 4 Stunden zu bleiben. Mit dieser Absicht habe ich mir den passenden Brems- und Zugläufer ausgeguckt und bin hinterher getrabt. Nach einer Einführungsrunde durch Zentrum überquerten wir erstmalig die Maas. Irgendwie passt das Tempo aber nicht. Nach 3 km hatten wir einen Schnitt von 5:13 Min/km. Hallo 4 Stunden nicht 3:45. Aber was solls. Einer meiner Schuhriemen löste sich und ich durfte erst einmal pausieren und dann hinterherhecheln. Nach einem Kilometer hatte ich wieder aufgeschlossen und bin vorbei gelaufen. Die Pace lag da immer noch unter 5:20 Min/km. Das bedeutete aber auch, dass der Brems- und Zugläufer für eine Zielzeit von 3:45 nicht allzu weit weg sein durfte. War er aber, mindestens 500 Meter.

Ab km 5,5 ging es an die Maas und da erwartet uns für die nächsten 18 km meist ein stetiger Schiebewind. Mein Ziel war klar, ich wollte an den Brems- und Zugläufer für die 3:45 h ran. Und nach nur 15 km weiteren Kilometer hatte ich die Gruppe mit dem violetten Ballon eingeholt. Bei der HM Zwischenzeit hatten wir 5 Minuten Vorsprung, die man wohl bei dem zu erwartenden Bremswind auch dringend benötigen würde. Endlich konnte ich es etwas ruhig angehen lassen. Mein Ziel war es jetzt, so lange wie möglich dran zu bleiben, um dann am Ende unter 3:55 h mit persönlicher Bestzeit ins Ziel zu kommen. Alles lief gut. Es ging durch Maastricht und die dort durch mehrere Parks. Bei km 24,5 passierte es dann. Ich träumte so gemütlich vor mich hin und dann plötzlich und unerwartet sprang mir ein Poller in den Weg. Die durch den Poller eingeleitete Vollbremsung war erst mit Erfolg beschieden als ich mein Bremskinn zur Hilfe nahm. Das mir ein Poller in den Weg gesprungen ist, habe ich erst nach der unsanften Landung realisiert. Warum der Herr der vor mir lief mich nicht gewarnt hatte weiß ich nicht. Vielleicht war er auch abgelenkt. Sofort waren ein paar helfenden Hände zur Stellen. Knie, Hand und Kinn waren aufgeschürft. Der Oberschenkel schmerzte. Nach einem kurzen Check der Systeme konnte ich feststellen, dass zwar alles wehtat, aber alles funktionierte. Zudem kam mir noch eine nette junge Dame zur Hilfe. Dazu muss man wissen, dass beim Maasmarthon ab km 13 eine Fahrradbegleitung erlaubt ist. Die junge Dame hat ihren Freund alleine weiter laufen lassen und hat sich erst einmal davon überzeugen wollen, ob bei mir wirklich alles rund läuft. Die nächsten 2 km war sie mein ständiger Begleiter.
Leider war der violette Ballon wieder außer Sichtweite. Erst bei km 35 sah ich ihn wieder. Ungefähr zur gleichen Zeit trafen die Halbmarathonis auf die Strecke. Ein riesiges Gewusel begann. Bei Km 38 hatte ich den violetten Ballon wieder eingeholt und weil es um den Ballon das größte Gedränge gab und ich nicht noch einmal Bekanntschaft mit einem Poller machen wollte bin ich auch gleich vorbei. So kräftesparend das Laufen in der Gruppe bei Gegenwind ist, so unentspannt ist es auch.
Der Rest ist kurz erzählt. Auf den letzten Kilometer kam zum Wind noch Regen dazu und in 3:42:XX Stunden war ich im Ziel. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe in diesem Jahr zwar einige lange Läufe gemacht, aber Tempotraining war nicht dabei.
Die Abreise gestaltet sich etwas schwieriger, weil ich mein Auto tatsächlich an der Marathonstrecke geparkt hatte. Parken durfte man auch da, nur nicht so einfach wieder wegfahren.
So in den Rest des Tages werde ich nun meine Wunde lecken,

5
Gesamtwertung: 5 (6 Wertungen)

Glückwunsch!

Geiler Lauf, geiler Artikel - toller Tag für uns beide! :-)

Die Zeit klingt doch ...

... sehr geil!
Nur so 'n Poller braucht man eher nicht, oder?
;-)

Wow, unter solchen

Wow, unter solchen Umständen die PB um 13 Min weggehauen, toll!
Ich würde zwar nicht sagen "so wünscht man sich einen Marathon", aber so wünscht man sich eine Zielzeit. Glückwunsch zur PB und zum Durchbeißen trotz Poller und Wind.

Ich weiß

sowieso nicht wofür die blöden Dinger gut sind.

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