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Benutzerbild von Tinaa

Ich kanns selbst noch gar nicht glauben. :)
Nach einigen langen Läufen im November und Dezember letzten Jahres und dann fast 6 Wochen Verletzungspause von Anfang Januar bis Mitte Februar hat es tatsächlich noch geklappt. In den letzten Monaten konnte ich langsam wieder die Streckenlänge steigern 15 km - 20 km - 25 km. Dann war es Mitte April und ich war schon kurz davor mich zum Halbmarathon umzumelden, als ich auf einer Party mit einer Bekannten ins Gespäch kam, die schon viele Marathons gelaufen ist. Sie erzählte mir, dass sie vor jedem Marathon nur einmal die 30 km als Vorbereitung läuft (bei ihr reicht das sogar für unter 4 h :D) und das hat mich echt motiviert. Einmal 30 km - dafür reicht die Zeit gerade noch.
Am Karsamstag hab ich mich also bei richtig kaltem Schmuddelwetter mit einem Müsliriegel und etwas Wasser als Verpflegung auf den Weg von Dorf zu Dorf gemacht. Herausgekommen sind sehr leichtfüßige und schmerzfreie 31 km mit 6:55-er Schnitt trotz vielen Hügeln. Jetzt war ich auch überzeugt, dass ich es schaffen könnte. ;)
Nach ausgibigem Carbo-loading an den Tagen zuvor stand ich also um 8:30 Uhr am Start des Regensburg Marathons - gaaanz hinten, ich will ja nicht zu schnell loslaufen. Ich war sowieso äußerst nervös (trotz Glücks-Startnummer 100 :), auch wegen dem Wetter: Strahlender Sonnenschein mit kühlem Wind. Bei meinen langen Läufen war es bisher immer richtig kalt. Ich bin dann nur im TShirt gelaufen, obwohl ich zwischendurch tiefgefroren war, aus Angst, dass mir zu warm werden könnte. ;)
Am Anfang lief es gar nicht gut. Meine Waden verkrampften sofort und als Folge davon schlief auch noch mein linker Fuß ein. Das kenn ich sonst nur, wenn ich bei einem Tempolauf zu schnell loslege, kann eigentlich nicht sein bei einem 7er Schnitt. Bis Km 10 lief es sich so sehr unangenehm, zum Glück lösten sich dann die Verspannungen und mein Fuß wurde wieder normal, sonst hätt ich direkt aufhören können.
Mit der Zeit ergab es sich, dass ich immer neben einem anderen Marathonanwärter lief, dessen Tempo nur minimal schneller war, als das das ich gelaufen wäre. Ich hängte mich also dran und wir wechselten ein paar Worte. Da in Regensburg ja nicht soo viel los ist, war es sehr hilfreich einfach zu zweit stumm nebeneinander her zu laufen. Als die Halbmarathon-Läufer ins Ziel abbogen waren wir sogar erstmal allein auf der Strecke :D.
Durch das etwas höhere Tempo spürte ich schon ab Km 20 mein linkes Knie. Aber die Schmerzen sind dann immer wieder leichter geworden, erst ab Km 30 tat mir mein ganzes linkes Bein dauerhaft weh. Irgendwas stimmt da einfach nicht (außer der Dysbalance in der Hüfte, an der ich schon arbeite). Das ständige gegenseitige Wieder-Einholen und Dranbleiben mit meinem "Laufpartner" war jedoch so motivierend, dass ich trotz Schmerzen und wenig Zuschauern im Osten der Stadt das Tempo gut gehalten habe.
Mit der Zeit wurde mein Magen zum größten Problem. Der fühlte sich total aufgebläht an und mir war richtig schlecht. Keine Ahnung, woher das kam, ich hab während dem Lauf 2 Müsliriegel gegessen, etwas Wasser getrunken und ein paar Schucke Iso probiert. War das zuviel, zuwenig? Gegen Ende dachte ich jedenfalls, ich würde mich demnächst übergeben. Dank meinem Liebsten, der mich die letzten Kilometer auf dem Fahrradweg nebenan begleitete, viel es mir trotzdem nicht schwer durchzuhalten und ich konnte auf den letzten Kilometern sogar noch einige Läufer überholen. :)
Im Ziel waren die Emotionen dann am überkochen, plötzlich so viele Menschen, die einem zujubeln und nach so langer Zeit, Schmerzen und so viel hin und her hatte ich es endlich geschafft. Ich hatte Tränen in den Augen und bin meinem Schatz in die Arme gefallen. Es war ein wahnsinns Erlebnis - jetzt hab ich das Gefühl, ich könnte alles schaffen... ;)
Wegen der heftigen Magenschmerzen konnte ich danach leider nur sehr wenig Essen, auch heute sind sie noch nicht ganz weg. Falls jemand eine Idee hat, was daran Schuld sein könnte wär ich echt dankbar! Dafür hab ich äußerst wenig Muskelkater, wahrscheinlich dank der heißen Badewanne, die ich mir nach dem Lauf gegönnt habe. :) Nur mein linker Fuß mit der angeschlagenen Sehne schmerzt beim Gehen ordentlich. Ich werde wohl so schnell (sagen wir mal im nächsten Jahr... ) keinen Marathon mehr angehen, zumindest, bis ich endlich rausfinden kann, was da mit meinem linken Bein verkehrt ist.
Trotz aller Komplikationen war es toll. Ich bin total stolz auf mich und froh, dass ich so eine Erfahrung machen konnte. Jetzt mach ich erstmal ein paar Tage Pause und dann mal schauen, wies weiter geht. Konkrete Pläne für neue Ziele hab ich noch nicht.
Ach, hier noch die Ergebnisse (mit denen ich übrigends mega-zufrieden bin):
10km 01:08:13
Halbmarathon 02:21:04
31km 03:23:07
Ziel 04:37:27
Damit war ich 70ste von 86 Frauen und 13te in der AK von 15. :)

5
Gesamtwertung: 5 (3 Wertungen)

Riesenglückwunsch

Liebe Tinaa,

Riesenglückwunsch zu deinem gelungenen Debütmarathon. Genieße das Gefühl. Der häufig zitierte Spruch: "der Schmerz geht, der stolz bleibt", trifft erfreulicherweise wirklich zu. Aber beim ersten Mal ist es einfach am besten, deshalb musst du dir dieses Gefühl wirklich abspeichern.
Du beschreibst es so, dass man sich selbst auch wieder an den Erstmarathon erinnern und das Hochgefühl nochmal erleben kann. Danke dafür.

Du hast ja sogar das Wunder vollbracht, bei deinem Debütmarathon einen negativen Split zu laufen. Das spricht wirklich für eine erstklassige Renneinteilung. Hut ab, das gelingt nicht vielen.

Erhol dich gut
Schöne Grüße
Uli

P.S.
Das mit den Magenbeschwerden bei langen Läufen kommt mir bekannt vor. Mein Rezept dagegen: Ich esse generell nichts bei einem Marathon und an den Tagen zuvor bin ich mit Ballaststoffen sehr zurückhaltend. Aber ich denke da muss jeder sein eigenes Rezept finden. Aber Müsliriegel während eines Marathons halte ich ehrlich gesagt für Unfug. Allenfalls etwas ganz leicht verdauliches (wie z.B. diese Sportgele). Bis der Müsliriegel resorbiert ist, bist du schon im Ziel.

Liebe Tinaa, Gratuliere Dir

Liebe Tinaa,
Gratuliere Dir recht herzlich zu Deinem M. Da kannst Du auf jeden Fall stolz sein, trotz der Schmerzen durchgehalten zu haben.
Bin gestern auch in Rgbg gelaufen allerdings nur den HM und freu mich, dass meine Achillessehne relativ ruhig war.

Erhol Dich schön.
Lg

Super gemacht

- herzlichen Glückwunsch! Geniesse das Gefühl des Alleskönnens und behalte es immer in Erinnerung, es tut einem gut und man kann es in jeder Lebenssituation für sich abrufen!
LG clarin

P.S. Magenprobleme: Seit ich vor und während des Laufens Müsliriegel konsequent meide und auf Gel und Bananenstücke umgestiegen bin, sind sie bei mir vorbei. Auch zu kalte Getränke (bzw. Wasser) tun dem Magen gar nicht gut.

Super!!! Glückwunsch!!!

Kann nachvollziehen, wie Du die fühlst, da ich letzte Woche mein Quasi-Debüt hatte (11 Jahre nach dem 1. Marathon). Hatte auch im Januar eine Trainigspause wegen Erkältung und Wadenzerrung. Deshalb kann ich auch nachempfinden, wie kurz deine Trainingsphase war. Um so mehr Hochachtung vor Deinem Erfolg.
Hinsichtlich des Müsli bin ich Uhrlis Meinung. Bin sowohl beim Marathon als auch bei meinen zwei 36km-Trainingläufen nur mit Wasser gelaufen. Nur auf die letzten kms gabs Cola oder Traubenzucker.
Wünsch Dir eine erholsame Regeneration.

4.Oktober 2014 Zeeland-Marathon

Danke

für die Glückwünsche!!! :)
Und dir auch noch Glückwunsch zum quasi-Debüt, Krowli!
Ich hatte mir im Vorfeld wohl zu wenig Gedanken ums Essen während dem Rennen gemacht, da ich meine 30er bis auf den letzten auch nur mit Wasser gelaufen bin. Den Müsli-Riegel beim letzten langen Lauf hatte ich gut vertragen und da die auch an den Versorgungsständen angeboten wurden, hab ich mir nix dabei gedacht. Und es hat mich einfach motiviert, zwischendurch bisschen was Süßes zu naschen... Naja, wieder was gelernt. ;)

Herzlichen Glückwunsch.

Herzlichen Glückwunsch. Soein Marathondebüt ist und bleibt etwas besonderes! Und Du hast sogar das Kunststück vollbracht die zweite Hälfte schneller zu laufen als die erste. Damit hast Du etlichen erfahrenen Marathonis schon echt etwas voraus. Debüt mit negativem Split, alle Achtung!

Gute Besserung, das wird wieder!

Allerherzlichste Glückwünsche!

So ein Marathondebüt ist einzigartig! Und du hast es jetzt geschafft! Noch dazu in einer tollen Zeit! Ich wünsche dir gute Erholung und viel Erfolg beim Finden neuer Ziele!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Alle Achtung!

Negativen Split beim Marathondebüt, das ist ja der Hammer und überhaupt hast du eine wunderschöne Zielzeit erreicht! Ganz herzlichen Glückwunsch!!!

Lieben Gruß
Tame

Danke

auch euch für die lieben Gratulationen!! :)
Das mit dem negativen Split lag wohl mehr daran, dass ich am Anfang so langsam losgelaufen bin, als das ich am Ende noch besonders schnell gewesen wär ;) Aber so oder so find ichs für die Psyche schon deutlich angenehmer, weil man gegen Ende dauernd überholen kann. ^^

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