Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von Moritz79

2014 war ich das erste Mal beim Düsseldorf Marathon vor Ort. Allerdings nicht um einen ambitionierten Marathon anzugehen sondern in vollem Arbeitseinsatz. Die Eindrücke möchte ich gerne teilen, zumal es wirklich erlebnisreich war. Und Zeit für ein wenig Lauferei am Marathon-Sonntag habe ich dann schlussendlich doch gefunden, sogar in prominenter Begleitung eines Marathon-Olympiasiegers.

**********************************************************************
Warnung: Bericht mit Überlänge! Aber dafür mit Bildern.
**********************************************************************

Die Vorgeschichte:

Alles fing damit an, dass mein Arbeitgeber zu Beginn des Jahrs 2013 den Exklusivvertrieb der Marke Diadora in Deutschland und den Niederlanden übernahm, um Diadora unter anderem auch im Beriech der Laufschuhe wieder auf dem Markt zu etablieren. Diadora hat eine durchaus erfolgreiche sportliche Historie vorzuweisen und auch im Running mit prominenten Aushängeschildern wie Sebastian Coe, Gelindo Bordin und Salvatore Bettigol auf sich aufmerksam gemacht. Danach war die Marke allerdings in der Versenkung verschwunden. Nun aber strebt Diadora ein Comeback der Marke an, im heimischen Italien und darüber hinaus und fand mit meinem Arbeitgeber einen geeigneten strategischen Partner.
Als begeisterter Hobbyläufer war ich von dem Vorhaben sehr angetan und bot mich gerne an, mich bei diesem Vorhaben auch einzubringen und so wurde ich auch mit einigen neuen Aufgaben betraut. Als Bürotiger und Zahlenmensch war ich auch hier mehr für den analytischen Backup zuständig, aber gerade im Laufbereich zog es mich dann auch gelegentlich an die Front außerhalb der Bürotüren.
Als Kernprojekt für das Marketing im Laufsport wurde mit Unterstützung des Diadora Hauptquartiers in Italien eine Partnerschaft mit einem namhaften Citymarathon angestrebt. Nicht unter den Top 3 Hamburg, Berlin und Frankfurt, aber unter den unmittelbaren Verfolgern dahinter. Mit dem MetroGroup Marathon in Düsseldorf konnte dann auch bereits für 2014 ein geeigneter Partner gefunden werden.

Die Vorbereitung:

Persönlich war ich in der Vorbereitungsphase nur am Rande involviert, das Projekt Marathon und der Marketing-Bereich lagen auf anderen Schultern. Dennoch begleitete ich einen Teil der Lauftreffs des Düsseldorf-Marathons, bei denen wir ab dem Herbst 2013 immer mit Testschuhen vor Ort waren und so die im Fachhandel noch sehr dünn vertretenen Diadora Modelle an zahlreiche Läuferfüße bringen konnten.
Im Hintergrund wurden viele Mails geschrieben und Telefonate geführt, damit alles rechtzeitig auf den Weg gebracht werden konnte. Auswahl des Finisher-Shirts und Ausrüstung der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die Ausstattung des Organisationsteams, alles musste natürlich im Vorfeld geplant werden.
Viel Arbeit, die aber letztlich erfolgreich bewältigt wurde.

Die Marathon Woche:

Für Diadora begann die Marathon Woche in Düsseldorf am Dienstag, den 22. April. An diesem Tag rollte der Showtruck aus Italien an und verwandelte den Apolloplatz für 3 Tage in einen Diadora-Platz, der den Helfervereinen als Anlaufpunkt für die Abholung der Helferausstattung und alle Interessierten zum Schauen und Testen einlud.

Alles ist aufgebaut
DIADORA auf dem Apollo-Platz

Am Mittwoch gab es dann sogar einen offiziellen Helferabend, bei dem der Diadora-Truck natürlich nicht fehlen durfte.

Helferabend
Gruppenfoto am Helferabend

Das Marathon Wochenende

Teil 1: Freitag, 25. April:

An diesem Tag begann dann auch für mich der Düsseldorf-Marathon, nachdem ich lediglich zur Wochenmitte mal vorbeigeschaut hatte und mich ansonsten der gewohnten Büroarbeit verschrieben hatte. Um 7 Uhr fand ich mich an der Berliner Allee ein um beim Aufbau des Diadora Stands behilflich zu sein. Die Ausgabe der Startunterlagen sollte in diesem Jahr in der örtlichen Stadtsparkasse stattfinden, statt großer Marathon-Expo sollte es eine familiäre Präsentation der Partner geben. So waren wir dann auch exklusiv vor Ort, gemeinsam mit dem von uns ausgewählten Händler Jogging-Point, den wir zur Verkaufsunterstützung ins Boot holten.

Am Anfang regiert das Chaos
Am Anfang regiert das Chaos

Alle Autos und Transporter wurden ausgeladen und in den dritten Stock verfrachtet. Anfangs ein großes Chaos aus zahlreichen Kisten, aber nach und nach entzerrt sich das Ganze und gegen Mittag haben wir tatsächlich so etwas wie einen ansehnlichen Messestand zusammengebaut. Höchste Zeit, den die ersten Staffelteilnehmer werden bereits zur Abholung der Startunterlagen in den Saal gelassen. Mit dem offiziellen Startschuss auch für Einzelläufer ist es dann schlagartig mit der Ruhe vorbei, ein regelrechter Run auf das Sparkassengebäude setzt ein, die Menschen stehen über drei Stockwerke Schlange, bis sie den Startunterlagen-Schalter erreichen. Leider haben die meisten danach nur noch wenig Lust zu verweilen, das lange Warten hat sie mürbe gemacht. Erst nachdem sich die ganze Situation am späteren Nachmittag entzerrt hat, kommt auch das Treiben an unserem Stand mehr und mehr in Gang. So komme ich dann auch als Schuhberater und Schuhverkäufer in Aktion.

Laufberatung mit Moritz
Laufberatung mit Moritz

Allerdings lerne ich auch schnell dazu. Denn als ich das erste Mal unseren Lightweight-Trainer anbiete und nebenbei erwähne, dass ich diesen Schuh für alles zwischen Halbmarathon und 100 Km nutze, werde ich nach ungläubigem Blick stehen gelassen. Naja, ab jetzt ist es dann eben nur noch ein Schuh für Einsätze bis Marathon. Gegen 19.00 Uhr ist Feierabend und nach kurzer Aufräumaktion und Tagesbilanz mache ich mich auf den Heimweg nach Köln.

Teil 2: Samstag, 25. April:

Samstag ist der entspannteste Tag. Erst um 9.30 Uhr ist Dienstantritt und so schaffe ich es morgens noch eine kleine 6,5 Km lange Laufrunde durch die herrlich frische Morgenluft am Rheinufer einzubauen, bevor ich gegen 9 Uhr von Köln wieder nach Düsseldorf aufbreche. Heute verteilt sich der Läuferandrang über den Tag, es ist immer etwas los an unserem Stand, aber nie wird man komplett erschlagen.

Der Schuhverkäufer wieder in Aktion
Der Schuhverkäufer wieder in Aktion

Die Zeit vergeht wie im Flug. Gegen Mittag kommt dann auch die Abordnung von Diadora aus Italien, angeführt vom internationalen Marketing Manager Gelindo Bordin, seines Zeichens Marathon Olympiasieger 1988, zweifacher Europameister und Sieger des Boston-Marathons. Ich kenne Gelindo bereits von einigen internationalen Produktpräsentationen und so gibt es eine herzliche Begrüßung. Er begrüßt mich mit „Ciao crazy Man“, den Ruf habe ich bei ihm seit meinem 100-Km Auftritt in Kienbaum bei ihm endgültig weg.


Marathon-Olympiasieger Gelindo Bordin mit Dolmetscherin Melissa von Marathon-Orgateam

Gelindo soll gegen Mittag ein Interview geben und schaut sich ansonsten am Stand und auf der kleinen Marathon-Expo um. Zwischendurch hilft er immer wieder mal als Schuhberater aus. Beratung vom Olympiasieger, wo bekommt man das schon. Aber wer kennt heutzutage noch das Gesicht eines Läufers, der vor mehr als 20 Jahren aktiv war. Von den Besuchern unseres Standes jedenfalls kaum jemand. Auch die drei befreundeten Laufkollegen der Laufmonster, die gegen Mittag am Stand vorbei schauen, kommen nicht sofort darauf, dass sie gerade mit einem Marathon-Olympiasieger klönen. Die drei wollen jedenfalls als „Laufmonster U499“ einen Angriff auf die Teamwertung des Marathons starten, wobei U499 die zu unterbietende Gesamtzeit in Minuten angibt was einen bedeutet einen Schnitt von 2:46:19 Stunden bedeutet. Diadora stellt für dieses Vorhaben gerne die Trikots zur Verfügung.


Gruppenbild mit dem Laufmonster U499 Team und dem Läufer-Nachwuchs von Morgen

Kurz vor Schließung der Ausgabeschalter denke ich gerade noch rechtzeitig daran, die Unterlagen für unsere Staffel abzuholen. Auch den Umschlag mit meiner Einzelstartbummer hole ich ab, wohlwissend, dass ich den Marathon nicht komplett würde absolvieren können. Dennoch sollte die Einzelnummer mein „Backup“ sein, um wenigstens einen Teil der Strecke laufen zu erleben, ohne von übereifrigen Streckenposten der Straße verwiesen zu werden. So aber richte ich zunächst mal meine Energie darauf, die Staffel zusammenzuhalten, die arbeitsbedingt ebenfalls auf der Kippe steht. Immerhin finden wir mit Mirja aus unserem Verkaufsteam noch eine bereitwillige Startläuferin und auch Gelindo ist und bleibt eine Läufernatur, auch wenn er, wie er selbst sagt, ein gemütlicher Hobbyläufer geworden ist.

Nach der Expo und der Einsatzplanung für den Sonntag verzichte ich auf das Team-Abendessen und breche gegen 20.00 Uhr wieder nach Köln auf. Der nächste Tag würde lang werden und besser eine kurze Nacht als eine sehr kurze Nacht.
Kurz vor Ladenschluss um 22.00 Uhr hechte ich noch in den örtlichen REWE-Markt um die Getränkewünsche der holländischen Stimmungskappelle an unserem Stimmungshotspot zu erfüllen. Wobei die Damen und Herren aus dem grenznahen Venlo recht anspruchslos sind: Bier und Wasser lautet die Einkaufsliste.
Danach ist endgültig Feierabend.

Teil 3: Sonntag, 25. April:

4:50 Uhr klingelt der Wecker. Arbeitskleidung an und Laufklamotten in den Beutel. Ein Becher Kaffee und dann sitze ich um 5:30 Uhr im Auto um pünktlich um 6.00 Uhr die Düsseldorfer Königsalle zu erreichen. Es nieselt leicht trotz der kaum zu übersehenden Halteverbotsschilder stehen doch noch etliche Autos an der Kö. Ein Teil gehört zu Nachtschwärmern, die es gerade noch schaffen wegzufahren, bevor gegen 7 Uhr die Düsseldorfer Verkehrsüberwachung anrückt und in deren Kielsog die Abschleppwagen folgen. Einige Autos stören uns nicht wirklich und so kommen deren Halter mit einer Verwarnung davon, andere müssen dagegen weggeschleppt werden. Inzwischen sind wir aber auch nicht untätig geblieben und haben bereits unsere drei DIADORA-Torbögen aufgestellt, zwei rahmen unseren Stimmungshotspot ein, ein dritter steht an der Halbmarathon-Marke. Und die weit über 100 Drängelgitter verteilt. Auch Gelindo schleppt fleißig mit. Dann werden die Banden befestigt und die Fahnen aufgestellt und nach und nach ergibt sich ein schönes Stimmungsbild, nur getrübt durch das Wetter, denn nun hat es sich richtiggehend eingeregnet.


Alles aufgebaut und bereit für die Läufer

Peter Bergmann vom Team Essen 99 ist nun mit seiner Musikanlage vor Ort. Ein echter Stimmungsmacher, der sich auch vom Wetter nicht entmutigen lässt. Auch die etwas ungünstige Stromversorgung lässt ihn kalt und so baut er sich kurzerhand auf der andren Seite der Kö auf und heizt so die Stimmung bereits an, bevor die Läufer den Verpflegungsstand und die Diadora-Meile errreichen. Die holländische Band trudelt ein und findet glücklicherweise unter einem Dachvorspung ausreichend Schutz vor dem Regen. Es ist nun bereits 8 Uhr und die Strecke muss frei sein. Während wir die letzten Dekorationen vornehmen, können wir aus den Augenwinkeln den Kidsrun verfolgen. Ich schnappe nun meinen Beutel mit den Laufklamotten und jogge kurz rüber zu dem am Marktplatz postierten Diadora-Showtruck. Ich spreche nochmals kurz mit unserer Startläuferin, ziehe mich um und deponiere die Wechselklamotten. Mittlerweile weiß ich, dass wir nur 3 Läufer zur Verfügung haben werden, zu sehr sind die anderen eingebunden. Aber ich will unbedingt laufen. So befestige ich zuunterst meine Einzelstartnummer, von der ich aber den Chip entferne, da ich keinesfalls die Marathon-Zeitnahme durcheinander bringen will. Darüber befestige ich die Nummer von Staffelläufer 2, die Nummer 3 nehme ich ebenso wie Ersatzsicherheitsnadeln in meine Gürteltasche. Nummer 4 habe ich bereits zuvor an Gelindo übergeben. Mirja will die 10,8 Kilometer in etwa einer Stunde absolvieren, ich rechne für meine beiden Parts und somit 22,1 Kilometern Laufstrecke mit etwa 1:30 Stunden und so sprechen wir uns für 12:30 Uhr am Staffelwechsel 3 ab.
Dann schnell einen formschönes Müllsack-Kleid gegen die Kälte und zurück zum Diadora-Hotspot, gerade rechtzeitig um noch die Marathon-Spitzenläufer anzufeuern.


Frauen-Spitzengruppe mit der späteren Siegerin

Noch ist die Spitze auf Kurs und trifft dann auch kurz nach 10 Uhr ein. Die verletzten Laufmonster und Jogmapper Kay-Uwe (kaysa2211) und Harald (Haribo) sind auch zum Diadora Hotspot gekommen und so feuern wir zu dritt die Läufer an.


Gemeinsam mit den Laufmonstern und Jogmappern kaysa2211 und Haribo verfolge ich das Rennen

Weitere Zuschauer außerhalb des Diadora-Teams und den persönlich Eingeladenen gibt es zu diesem Zeitpunkt leider nur wenige, erst mit nachlassendem Regen steigt auch das Zuschauerinteresse. Dennoch, Peter Bergmann macht als Moderator einen super Job, motiviert, feuert an, klatscht die Läufer ab und auch die holländische Band macht mächtig Rabatz und so können wir den Läufern eine gute Stimmung bieten.
Ich kann noch den Durchlauf der U499-Laufmonster verfolgen, alle drei noch sehr fokussiert. Torsten vielleicht ein wenig zu schnell, aber insgesamt absolut auf Kurs für das Gesamtziel.


U499-Laufmonster Manuel erreicht den Hotspot und wird gebührend empfangen

Es ist nun 10.20 Uhr und ich muss nun langsam los, um die um 10 Uhr gestartete Mirja am Staffelwechsel 1 nach 10,8 Km nicht zu verpassen. Natürlich trabe ich die 2 Km über den Rhein nach Oberkassel und schaffe es rechtzeitig, wobei das durchboxen durch das Gewirr aus wartenden Staffelläufern länger dauert als die Weg dorthin. Mirja hat sich absolut perfekt eingeschätzt und läuft nach ziemlich genau einer Stunde in Staffelbox V ein. Ich drücke ihr Müllsack und T-Shirt in die Hand und mache mich auf die Socken.

Ich bin mitten im Pulk der Staffelläufer und hinter dem kompletten Marathonfeld. Als ich das Gewusel der Wechselzone hinter mir lasse, kann ich auf der Runde durch Oberkassel langsam Tempo aufnehmen. Ich will zügig laufen, aber mich auch nicht völlig verheizen. Ich pendele mich letztlich etwa auf 4er-Schnitt ein. So pflüge ich mich langsam von hinten durch das Feld der Staffelläufer. Auf den breiten Straßen ist das Überholen aber kein Problem, eine weitere mit bislang unbekannte Disziplin ist der Becherslalom an den Verpflegungszonen, die komplette Straße ist mit Papierbechern übersät. Dann geht es wieder über den Rhein zurück und bereits dem Ende des Staffelabschnitts entgegen. Vorher allerdings steht noch das „Heimspiel“ auf der Diadora-Meile an. Moderator Peter erkennt bereits auf der Gegenseite mein Diadora-Shirt und kündigt mich an. Ich genieße den Lauf durch den großen Bogen in den Bandentunnel, den ich mit meinen Kollegen in der Frühe selbst aufgebaut habe. Mittlerweile hat der Regen fast aufgehört, die Niederländische Blaskapelle „Wach‘ Effe“ hat sich unter dem schützenden Dach hervorgetraut und spielt nun direkt am Straßenrand. Kurz danach die Halbmarathon-Marke und der Staffelwechsel. Die 10,8 Km absolviere ich in etwa 44 Minuten. Ich biege in die Box ein und benötige etwa anderthalb Minuten, um mich von Staffelläufer 2 in Läufer 3 zu verwandeln. Alles muss ja schließlich seione Ordnung haben. Dann nehme ich wieder Fahrt auf. Staffelabschnitt 3 ist schnell erzählt: Sauberer 4er-Schnitt, tendenziell leicht darunter. Zwar sind die Beine müde nach 3 komplett stehend bzw. gehend verbrachten Tagen, aber von der Kondition her alles im Lot. Pünktlich um 12.30 Uhr nach knapp 1:30 Std. für 22.1 Km erreiche ich Wechselpunkt 3. Gelindo erwartet mich. Ich klatsche ihn kurz ab, laufe aber dann mit ihm einfach weiter. Jetzt greife ich auf die nicht genutzte und „ungechipte“ Einzelstartnummer zurück. 9.3 Kilometer zusammen mit einem Marathon-Olympiasieger durch Düsseldorf, das wollte ich mir dann doch nicht nehmen lassen. Wir haben für diesen letzten Abschnitt eine Pace von 4:30 Min/Km abgesprochen und halten uns anfangs auch daran. Nun pflügen wir uns durch das hintere Feld der Marathonis, Staffelläufer sind in diesem Bereich nur wenige. Die 4:30 Std. Brems- und Zugläufer (in Düsseldorf liebevoll BuZler genannt) habe ich noch kurz vor dem Wechselpunkt kassiert, etwa bei Kilometer 40 überholen wir dann noch gemeinsam das Grüppchen der 4:15-Läufer und laufen mittlerweile 4:15-4:20 Minuten auf den Kilometer. Die erwartete Endzeit wird sich also deutlich unterhalb der avisierten 3:20 Stunden einpendeln, mit der Grund, warum uns der als Fotograf abgestellte Diadora-Kollege auch komplett verpasst und es abgesehen vom offiziellen Fotodienst keine gemeinsamen Bilder vom Lauf gibt. Letztlich erreichen wir nach 3:11:56 das Ziel, netto sind es 10 Sekunden weniger. Ich merke, dass ich seit 7 Uhr morgens nichts mehr gegessen habe und lange kurz bei der Zielverpflegung zu.

Danach geht es auf zum auf dem Marktplatz postierten Diadora-Showtruck, wo wir uns frisch machen und wieder in Straßenkleidung wechseln. Dann hat uns im Läuferstrom unser Fotograf auf einmal doch entdeckt.


Kurz nach dem Lauf bereits wieder in Zivil erwischt uns auch der Diadora-Fotograf

Gelindo bleibt völlig unbehelligt, niemand erkennt in dem „alten Mann“ einen Marathon-Olympiasieger.
Gelindo begibt sich dann noch in den VIP-Zielbereich, während ich zum Hotspot eile, um wenigstens beim Aufräumen der letzten Reste mitzuhelfen. Ein wenig schlechtes Gewissen habe ich, dass ich den Staffeleinsatz verlängert habe, aber es scheint reichlich Verständnis für meine Laufverrücktheit zu geben und zudem ist alles glatt gegangen. Wir verstauen die letzten Reste in den Autos und begeben uns dann zum Truck auf dem Marktplatz, wo wir alsbald auf Grund des nachlassenden Andrangs auch mit dem Abbau beginnen. Fahrer Luciano hat schließlich noch einen weiten Weg zurück zum Diadora Hauptquartier in Venetien vor sich und auch ich sehne langsam das Ende eines arbeitsreichen Wochenendes herbei. Gegen 17.00 Uhr ist dann alles verstaut und nach großer Verabschiedung trete ich nach einem arbeitsreichen aber auch sehr erlebnisreichen Wochenende den Weg nach Köln an.

4.11111
Gesamtwertung: 4.1 (9 Wertungen)

Mal aus einer anderen Perspektive

Danke für diese interessanten Einblicke in deinen Job und deine Lauffreude!

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Danke

da hat sich das noch wachbleiben echt gelohnt ...

If you see me collapse,
pause my Garmin...

Schöner Bericht. Für

Schöner Bericht. Für meinen Geschmack aber ein bisschen viel Diadora.

Gruß

Sirius
...der lieber werbefrei rennt.

Sei versichert...

...dass der Bericht nicht als "Werbeblog" gedacht ist. Sonst hätte ich das ganz anders angefangen. Aber so ganz lässt sich die Nennung der Marke halt auch nicht vermeiden.

Bei City-Marathons gehören Torbögen und Werbebandentunnel aber irgendwie auch ins Bild, auch als Läufer laufe ich gerne durch diese Bereiche, am liebsten natürlich mit zahlreichen Zuschauern.

Beim Landschaftslauf auf der grünen Wiese laufe ich dann aber auch lieber "werbefrei", vom Zielbereich abgesehen, wo ein Zielbogen/Banner durchaus wollkommen ist, schließlich will ich ja auch wissen, wo ich dann "fertig habe". :)

Gruß und frohes Laufen, in der City wie auf der grünen Wiese,

Moritz

doppelpost

doppelpost. siehe oben.

Laufschuhberatung?

War bei mir gleich Null. Daran wäre noch zu arbeiten!

Verbessern und an sich arbeiten sollte man immer...

eine Laufschuhberatung "gleich null" sollte allerdings nicht vorkommen.

Du hast eine PN, denn da interessieren mich die Details.

Ich hoffe, Du hattest dennoch einen guten Marathon/Staffellauf.

wieder doppelt...

wieder ein ungewollter doppelpost. Antwort siehe oben.

Schöner Bericht...

...und hat seinen Zweck erfüllt: Diadora ist mit jetzt im Gedächnis eingebrannt :-)
.
Die chaotischen Zustände in der Sparkasse am Freitag nachmittag hab ich - Gott sei dank - nicht miterlebt, Hab meine Startunterlagen erst um 18.30 Uhr abgeholt, während meine Frau im Halteverbot auf der Berliner Allee stand. Dass man in die hinterletzte Ecke der Sportmesse muss um die Startunterlagen abzuholen, ist man ja gewohnt, aber dafür drei Stockwerke erst hoch und dann wieder runter ohne Möglichkeit einen Aufzug zu benutzen (ich hab jedenfalls keinen gesehen), kann man nur Marathonis zumuten.
Den nächten Diadora-Stand, an dem ich vorbeiflitze, sehe ich mir jedenfalls näher an, um zu sehen, ob Du anwesend bist.
.
.

4.Oktober 2014 Zeeland-Marathon

wow...

...ein tolles wochenende. danke für den schönen bericht! hat großen spaß gemacht, ihn zu lesen...
____________________
laufend freut sich über den kurzweiligen blog: happy™

"man muss es so einrichten, dass einem das ziel entgegenkommt." (theodor fontane)

Eine Werbewirkung hat dein

Eine Werbewirkung hat dein Blog aber schon gehabt. Ich komme gerade von der Marathon-Messe in Hamburg. Da musste ich beim Diadora-Stand doch mal reinschauen. Ohne deinen Blog wäre ich mit Sicherheit dran vorbei gelaufen.

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links