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Benutzerbild von strider

Ich wäre dann auch wieder da, und der Blog erschließt auch meine Verspätung ;-) Denn Coach und ich hatten uns ein Radtrainingslager verordnet, mangels Geld und Zeit jedoch von den üblichen "Mallefahrten" abgesehen und den Schwarzwald gewählt - Ende April und angesichts meiner durchaus ausbaufähigen Bergqualitäten ein durchaus gewagtes Unterfangen. Und das Quartier war ohne wlan, d.h. wir waren fünf Tage ohne Internetzugang. Nein, wir sind altmodisch und haben kein mobiles Internet ;-)

Unser Standort war das Ferienquartier, das wir im letzten Herbst mit der Brut gewählt hatten, nur wurden diesmal die Kinder durch zwei Rennräder ersetzt, kam uns auch billiger ;-) Der Anreisetag am Ostersonntag bescherte uns noch freundliches Wetter, welches wir für einen kurzen Lauf zur Linachtalsperre nutzten. Irgendwie hatte ich sorgfältig die Höhenmeter aus meiner Erinnerung getilgt...

Ostermontag und es goss in Strömen bei lausigen aber windigen 8 Grad. Wir warteten noch bis Mittag, dann zogen wir einfach alles an, was die Koffer so hergaben, und programmierten unser neues Spielzeug, ein Garmin Edge, auf eine rennradgeeignete 50km Runde. 560 Höhenmeter gab er uns zurück. Nun ja, das kann ja heiter werden. Mit Rennradreifen auf nasser Strasse die Abfahrten runterheizen... mir Abfahrtsmemme, da rauchen ja die Bremsklötzchen! Es kam noch schlimmer. Coach hatte wenigstens eine Regenjacke dabei, ich nicht. Satte drei Stunden und 63km später landeten wir ausgekühlt und klatschnass mit brennenden Oberschenkeln wieder im Quartier an. Garmin gab kleinlaut zu, dass es doch 904 Höhenmeter gewesen waren... Den Rest des Abends verbrachten wir ganz ruhig auf der Couch und spielten Beamtenmikado....

Dienstag. Es schauerte nur noch.... Und es kann wieder eingekauft werden, also füllten wir erstmal den Kühlschrank der Ferienwohnung, dann ging es nach kurzer Autoanfahrt ab Villingen-Marbach auf eine geplante 104km Runde. Die Strecke hatten wir als "RTF" über gpsies runtergeladen. Nie wieder. Der Typ, der die Strecke erstellt hat, soll sich outen, ich lasse ihn persönlich seine Strecke mit dem Rennrad abfahren - und dann kann er selbiges verschrotten! Zweifellos die Tageshöhepunkte waren die Durchquerung eines zum Glück zur Zeit wasserlosen Flussbetts (ungelogen! Als Radstrecke ausgewiesen!!!) sowie der Parcours über mehrere Kilometer durch einen Wald über einen Pfad, der läuferisch die Qualifikation "Trail" durchaus verdient hätte. Da gingen wir dann z.T. lieber zu Fuß, hatten wir doch zum Glück die MTB-Schuhe mitgenommen. Als dann noch eine gesperrte Brücke uns einen 10km Umweg bescherte wiesen wir den Edge an uns bitte auf dem direktesten Weg zum Auto zu führen, was er dann auch über mehrere Schnellstraßen tat. Zur Freude der Autofahrer. Knapp 91km mit 560Hm in 4:15. Unserer Laune war dann doch etwas gesunken.

Mittwoch. Wir verlassen uns nur noch auf uns selbst. Und da wir abends noch ins Freiburger Münster wollen wählen wir eine kurze flache Strecke und fahren die brav nach Radkarten. Wo war der Haken??? Beim Feldberg.... Start in Neustadt, dann ging es nach Titisee, dort war der Weg weg, also doch über die Straße nach Feldberg. Und da geht es hoch. Ging eigentlich aber noch erstaunlich gut. Nur sank die Temperatur entsprechend der steigenden Höhe. Oben war es kalt, nass, windig. Also die Abfahrt Richtung Schluchsee und ab ging die Post. Zumindest für den Coach. Ich stand nach bekannter Manier auf den Bremsen, zum Glück hat mein Cyclocross ja vier davon.... Der Schluchsee war eine ziemliche Enttäuschung. Regen, Wind, Kälte, unsere Pause fiel sehr kurz aus. Coach wollte noch den See umrunden, allerdings war die ausgewiesene Radstrecke einmal mehr eher Mountainbike als Rennrad tauglich. Glücklich den Schotter überstanden beschlossen wir über Fischbach und Lenzkirch zurückzuradeln, wo zwar das Wetter schön war, aber die Höhenmeter das Tempo sehr runterschraubte.... Mit 63km bei 630 Hm waren wir glücklich am Auto und konnten abends noch in Freiburg eine Pizza genießen. Das Münster war allerdings natürlich schon geschlossen.

Donnerstag. Wir wollen endlich genießen und haben die Sauna im solemar in Bad Dürrheim im Visier. Vorher muss aber geradelt werden. Und ich will endlich mal zur Hexenlochmühle, die der Coach aus Kindheitstagen kennt. Also starten wir am Quartier und strampeln zur Linachtalsperre und weiter in Richtung Furtwangen. Nach 12km ununterbrochen Bergauffahren ist selbst der Coach ruhig geworden. In 1040m Höhe haben wir endlich die Spitze erreicht. Das Wetter ist kühl, aber ausnahmsweise trocken. Die Abfahrt nach Furtwangen gestaltet sich rasant (Coach) bzw sehr anstrengend für mich Lenkerklette.... Am Ortsrand von Furtwangen suchen wir erstmal den Radweg nach Neukirch. Es ist echt erstaunlich, wo man alles Wegweiser verstecken kann, so dass sie nicht gefunden werden können! Endlich haben wir den Weg. Und nun geht es richtig zur Sache. Als ich nur noch 7km/h auf dem Tacho habe kommt mir die Bedeutung des Wortes "Radwandern" in den Sinn... Kurz bevor ich stehend mitsamt Rad umkippe sind wir endlich oben. Vermutlich sind wir auch die einzigen Deppen, die diese Strecke jemals mit Rennrädern angegangen sind! Zur Hexenlochmühle geht es steil runter. Coach ist dann auch satte 5min vor mir da.... Eigentlich wollten wir uns was zu essen holen, aber die Vesper gibt es, egal ob kalt oder warm, erst ab 14 Uhr. Komisches Land, im Saarland wird um 12 Uhr gegessen, eiserne Regel ;-) Nun ja, wo es runter ging muss es ja auch wieder hochgehen. Erstmal strampeln wir eine wildromantische Straße lang durch eine Schlucht bevor es von Wildgutach nach Gütenbach wieder stramm bergauf geht. Kurz vor dem Gipfel treffen wir einen armen Autofahrer, dem es den Kühler zerlegt hat. Er wartet auf den ADAC, das würde ich jetzt auch gerne. Coach ist gnadenlos. Mit knapp 35km in 1:30h erreichen wir einen neuen Langsamkeitsrekord, allerdings haben wir zu diesem Zeitpunkt auch schon 750 Hm in den Beinen. Nach Furtwangen können wir es rollen lassen (der Teil von uns, der nicht auf der Bremse steht) und der Rest gestaltet sich über Straße und verhältnismäßig flach sehr rasant mit über 30km/h. 56km in 2:50 mit 830 Höhenmetern, Coach erlaubt mir die Einstufung in die Kategorie "Bergfahren". Und wie schön kann Sauna sein....

Freitag. Die Abfahrt droht, also nur kurze Runde. Wir starten am Quartier und wühlen uns von Ort zu Ort durch. Keine Experimente, keine Höhenmeter, nur locker radeln. über Wolterdingen geht es nach Donaueschingen und Bad Dürrheim und über Villingen-Marbach und Pfaffenweiler Richtung Vöhrenbach zurück. Ok, die Strecke ist so flach wie der heimische Bliesgau, aber wir haben ja jetzt andere Maßstäbe ;-) 51km in 2:14h, das klingt wieder normal. Es wird sonnig und warm, aber da sitzen wir schon im Auto.

Fazit: Für alle "Mallefahrer" sind die Kilometer und Höhenmeter ein echter Witz. Für mich sind 320km in fünf Tagen bei etwa 3200 Höhenmetern gesamt schon eine Trainingsleistung. Die Räder sehen aus wie Sau, meinem Hintern geht es erstaunlich gut, aber zumindest mein Rad braucht neue Bremsklötze. Dringend ;-) Und nach Familienfest 1 (Firmung meiner Nr 3 vor drei Wochen) kommt übermorgen Familienfest 2 (Erstkommunion meiner Nr 4) und dann sind auch schon die Ferien zu Ende.

Schön, dass Jogmap wieder geht!

4.2
Gesamtwertung: 4.2 (5 Wertungen)

Na, die schicken Anstiege ...

... Wärste besser hochgelaufen. Das wär dann schneller.
Schöne Touren, trainingseffekt garantiert.
;-)
pS: bin doddal happy, dass es euch hier wieder gibt! Wir sehen und hören und lesen uns.

Gut gemacht!

Im Solemar war ich auch schon. :-)

Ich finde es gut, dass Du die Höhenmeter des Schwarzwaldes genutzt hast.Tolle Landschaft...

Will auch Kinder gegen Rennrad tauschen. :-)

"Ceterum censeo Carthaginem esse delendam."

Malle wird doddal

Malle wird doddal überbwewertet. Wieso in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah. :-) Ich kenn die Ecke. Zumidest alle Sporthallen. :-) Echt schön. Aber du hast mich auf eine Idee gebracht fürs lange Maiwochenende.
Es drückt die Bergfieberkranke Eli. Die den Kopf immer noch in den Bergen hat, und sich jetzt um den Haushalt kümmern sollte.

Der Reiz des Unmöglichen besteht darin, es irgendwann doch zu ereichen.
Helden gesucht!

ach

wie habe ich doch die striderschen Ausflüge vermisst.
Ihr seid so nett bekloppt ;-)))
LG, KS

Typisch Strider & Caoch ...

... starke Leistung von euch Beiden.
Dem Wetter getrotzt , die Strecken genommen wie Diese waren ...
Mal die Zweisamkeit genossen ...

"Läuferherz" was willst du mehr ... ;-)

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

Strider ist wieder da!

Da hättet ihr ja wirklich besseres Wetter verdient gehabt. Aber der Trainingseffekt ist ja zum Glück wetterunabhängig gegeben.

Sonnenblume2
Die Fitrenner. Laufend fit und gut drauf!

Also eins sei gesagt: für

Also eins sei gesagt: für mich ist das auch kein Witz!!
Diese Höhenmeter würden mich definitiv an meine Grenze bringen. Egal, ob hoch oder runter. Von daher: Respekt!
Und die Gegend, also nie im Leben käme ich im Schwarzwald auf die Idee, Rennrad zu fahren...MTB ja, aber Renner??
Schade, das ihr nicht so tolles Wetter hattet, ist nämlich sehr schön da. Gib dem Schluchsee mal eine zweite Chance, bei Sonne, ich bin da mal gelaufen, das war wirklich toll. Aber es ist definitiv keine Rennradstrecke... :-)

Seit 2011:



"Man muss das Unmögliche so lange anschauen, bis es eine leichte Angelegenheit wird. Das Wunder ist eine Frage des Trainings" (Carl Einstein)

Super Ecke zum Radfahren am

Super Ecke zum Radfahren am Schluchsee, Höhenmeter inklusive. Man kommt gestärkt raus :-)

doppelt

.

Endlich

Mal wieder so ein typischer strider-Blog.
Ich ziehe meinen Hut vor km, HM und Wetter-Bezwingung.

LG,
Anja

Warum warst Du nicht

ein paar km weiter südlich? Am Bodensee gibt's reichlich Bodenwellen und schönes Wetter gab's gratis dazu.

Tolles Trainingslager - war auch mal "schwäbische Alb, Schwarzwald, Bodensee" mit dem Rad - und wir haben dem JH-Vater die Küche leer gefressen, glaub mir. Bergauf ich mit halbem Bein (mein Gips war grad 3-4 Wochen ab) - glaub mir, ich hab mich abends am Geländer die Treppe raufgezogen. Aber nach der Woche bin ich nicht mehr gehumpelt.

Rosskur sag ich - das wird DEIN Triathlonjahr, glaub mir! Viel besser als Malle.

Boooah, sind wir ungebildet

Boooah, sind wir ungebildet ;-)))
Unser Flussbett entpuppt sich nun als Donauversickerung bei Immendingen.

Schöner Blog und Radtourenfahren macht Spaß …. Berge fahren sowieso :-P

.....Der Schmerz geht, Aufgeben bleibt für immer!.....

psssst

musst du allen verraten, wie doof wir sind???

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

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