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Benutzerbild von volker1310

Sonntag, 6. April 10h. Aufgeregt hüpfe ich in der Startformation, vor mir drei junge Damen. Die erste „Ich mach mal locker auf 1:30h:“, die zweite „Mal sehen was heute geht.“, die dritte: „Ne, ich bin seit Jahren nichtmehr gelaufen, ich peile mal 1:40h an“. Wir sind beim Halbmarathon in Hamburg-Hamm, für mich der Testlauf vier Wochen vor dem Hamburg-Marathon, meinem 2. mit Zielzeit 3:55h!
Also an die drei Mädels muss ich mich nicht hängen, die sind auch schon nach 500m weg! Die Strecke geht viermal vom Thöls- zum Hammer Park und zurück. Abwechslungsreich mit einigen Höhen und Tiefen (für hamburger Verhältnisse). Angestrebt habe ich eine neue PB mit sub 1:52h. Wenn‘s super läuft wäre auch eine 1:49:x drin, für einen negativen Splitt wollte ich die ersten beiden 5km-Runden in 26,x Minuten laufen, die zweiten beiden in 25,x. Ums kurz zu machen, meine Uhr zeigt keine Pace an, nur Zeit. Die erste Markierung, die ich sehe ist km 3 der Runde (den 0,95km Ausgleich sind wir als erstes gelaufen). Zeit 14:34min. Was? Das kann ja nicht! Ok, bleib locker und ruhig. Erste Runde dann in 24:16, das ist ja unter 5min/km und schneller als mein Intervalle-Tempo! Ok, mach langsamer, sonst wird das mit dem negativ Splitt nix! 2. Runde dann in 25:10, dritte in 25:20, ich konnte nicht langsamer, wobei ich schon in der dritten Runde merkte, das wird jetzt aber echt hart auf den letzten km. Und so war es dann auch. Kilometer 20 wurde zu einem der schlimmsten meiner noch jungen Wettkampfgeschichte. Ich musste rausnehmen, nix ging mehr und trotz Wasser und Gel zuvor war der Speicher alle. Ich trabte, gefühlt im 6er Schnitt, wurde überholt. Mist, das wollte ich doch machen auf den letzten km! Naja, bin wohl selbst schuld, warum gehe ich auch so schnell an?! Immerhin besser im Test-WK als dann im Marathon!
Beim passieren von Rundenkilometer vier, also genau einem Kilometer vor dem Ziel, ein Blick auf die Uhr: 1:39:20. Was, wie geht das denn? Sub 1:50h war schon Traumziel und jetzt schien sub 1:45h in greifbarer Nähe. Diese Erkenntnis und die kleine „Trabpause“ verhalfen zu aller-letzten Kräften. Meine Frau sagte mir später, sie dachte nach der Ziellinie wäre ich sofort umgekippt. So fühle ich mich auch, es hat nicht viel gefehlt und ich hätte mich direkt auf den nassen Rasen gelegt! Auf der letzten Rille überquerte ich bei 1:44:34 die Ziellinie. Unglaublich! So schlecht eingeteilt und so ein phantastisches Ergebnis! Ich bin total glücklich und stolz! Meine alte Bestzeit von 1:53:50 aus Juni 2013 ist damit mehr als pulverisiert, getreu meinem neuen Laufmotto: „Schneller geht immer!“ Wie war das bloß möglich?
Das bedeutet jetzt natürlich auch meine weiteren Ziele höher zu stecken. Für den Marathon in vier Wochen ist sub 4h sowieso Pflicht und sub 3:55h Kür. Auf jeden Fall werde ich locker bleiben und mich zwingen langsamer zu laufen, langsamer als ich könnte oder wollte, zumindest auf den ersten 25 Kilometern. Zum Glück sind die km-Marken in Hamburg sehr gut zu sehen, so dass ich mich schon zu Beginn gut eintakten kann.
Für mich war‘s wirklich ein Hammer Lauf, beim Hammer-Lauf! Alles drum herum war gut organisiert, Strecke, Verpflegung etc. Daumen hoch für das Orga-Team, der Lauf ist wirklich zu empfehlen.
Jetzt heißt es, die Form zu schleifen, in nicht mal mehr vier Wochen geht’s los! Aufgeregt bin ich jetzt schon.
(Diesen Beitrag schrieb ich am Montag, den 07.04.2014)

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Sowas....

lese ich hier echt am liebsten!!!
Fetten Glückwunsch!!
Mach Dir für den Mara nicht zu viel Druck, drin haste Deine "Pflicht" und "Kür", aber passieren kann immer noch viel unterwegs, also lass es laufen und machs beste draus!
Die Zeichen stehen jedenfalls auf hellgrün! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Glückwunsch zu diesem

Glückwunsch zu diesem grandiosen Hammerlauf.
Deine Taktik, in Hamburg die ersten 25 km erstmal langsamer zu beginnen ist auch 100% richtig. Du hast danach immer noch 17 km, um noch Zeit gut zu machen.

Gruß

Sirius
...der auch in HH rennt.

HAMMER Lauf (!) ...

... und d(e)i(n)e Erkenntniss muss sein: PB's in einer guten Marathon Vorbereitung sind nicht selten !

Glückwunsch zur sehr deutlichen PB !

Noch ein kleiner Tip zum Hamburg Marathon:
Genau bei KM 25 ( S-Bahn "Alte Wöhr" ) würde ich nicht die Pace erhöhen,
denn ab genau dieser Stelle geht's für 1,5Km etwas "aufwärts".
Dann lieber doch nur die Pace halten und ab Km 27 ( S-Bahn "Rübenkamp" ) die Pace erhöhen.

Ich hoffe wir finden uns vorm Start und laufen den HH-Marathon gemeinsam,
damit wir uns gegenseitig bremsen können. ;-)

Gruss Markus - een neongelbe Löper ut´n Norden

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