Kauf doch deine Geschenke über diesen Link und unterstütze damit jogmap.

Topangebot der Woche

Benutzerbild von granreserva

Drei Wochen lang habe ich die Laufstrecken um unseren Baldeneysee mit Aufsehenerregender Gipsschiene am rechten Arm unsicher gemacht. Das bremst zwar etwas, macht den Laufstil auch etwas unrund, trotzdem war das Laufen ein Segen in der nervenaufreibenden Zeit als einarmiger Bandit. Nach 4-Wochen Kontrolle am vergangenen Montag darf ich nun die Gipsschiene weglassen und den Unterarm auch wieder selbst bewegen. Nur noch keine Gewichte. Über den Berg bin ich noch nicht, es gibt einen Teil der Fraktur, wo noch nicht ganz klar ist, ob die Knochenheilung wie erhofft verläuft.

Wer mich jetzt also am See erkennen möchte muss mich entweder schon kennen oder sehr genau hinsehen und den Läufer finden, dessen rechter Ellbogen noch nicht weit genug gebeugt werden kann um einen völlig entspannten Laufstil zu gewährleisten. Aber Beeilung, ich arbeite intensiv an der Beugefähigkeit ;-).

Nu hatte ich gedacht, dass das Tempo, in den letzten Wochen größtenteils bei für mich sonst regenerativen 6 MInuten, von selbst wieder anzieht. Der Pendel pendelt ja wieder beidseitig...

Dem war aber eher nicht so, ich habe mir einen offensichtlich recht ineffektiven Rehaschlappschritt angewöhnt. Puls blieb also hoch, Tempo niedrig. Bis Freitag. Nach Ruhetag am Tag vorher habe ich mich wieder an Tempoarbeit gewagt: 10 mal 200m schnell als Tempowechsellauf. Das war mal wieder richtig schön anstrengend. Die schnellen 200 gingen in 44sec raus, die langsamen in 1:05 bis 1:10. Das interessante: Ich habe die Schritte mitgezählt: Zu Anfang waren es noch über 70 Schritte (bzw. Doppelschritte) auf den 200m, zum Ende hin sank die benötigte Schrittzahl auf 64. Die Schritte wurden also länger, entweder die Muskulatur aufgeweckt oder, das vermute ich eher, die Lauftechnik allmählich wieder besser.

Auf dem Rückweg habe ich denn eine neuartige (für mich) Trainingsform erprobt: Den Rhythmuswechsellauf. Der geht so: Man nehme ein Smartphone oder MP3 Player mit einer bunten Musikmischung darauf, die vom Tempo recht unterschiedlich daherkommt. Ohrstöpsel in die dafür vorgesehenen Körperöffnungen, Lautstärke auf gesundheitsverträglichen Pegel regulieren und dann den Schritt an die wechselnden Tempi anpassen. Ohne dabei zu schnell zu werden, ganz easy im grünen Bereich bleiben. Das war zu Anfang scheixxschwer. Der Einheitstrott der letzten Wochen war so bequem... Aber nach und nach schlug der Musiker in mir durch und der Rhythmus fluppte leichter von der Hand, äääh Sohle. Das ist eine interessante Technikschulung, die unterschiedlichen Schrittlängen, die das erfordert bei den unterschiedlichen Musiktempi gaben ein ganz gutes Gefühl fürs effektive Laufen zurück.

Gezeigt hat sich das am nächsten Tag, dem Samstag: Lief ich bei entspannten 70% Maxpuls los, pendelte sich die Pace trotz Gegenwind bei 5:15 - 5:20 ein, drei Tage zuvor war ich bei 75% Puls noch mit 5:40 - 5:50 unterwegs. Am Ende wurden 20 km mit einem Schnitt von 5:15 pro Kilometer daraus. Am Ende anstrengend, die Beine im Nachhinein reichlich müde, aber dass ich nicht ein halbes Jahr brauchen werde um die Form des Herbstes wiederzufinden scheint klar.

Am Freitag habe ich zudem eine schöne Schwelle überschritten: Der 1000dste Jogmapkilometer wurde eingetragen. Zwar war ich bis Mitte November sehr sporadisch mit dem Eintragen, bin in meinen 4 Jogmapjahren natürlich schon viel mehr gelaufen, aber rot auf weiss ist doch nochmal was Anderes ;-).

Weitere Erfolgsmeldung der Woche ist blau auf weiß: Zum ersten Mal habe ich heute die 100 km Grenze der Wochenkilometer überschritten mit 102,26 :-).

Wenn es so weitergeht wird das ein hervorragendes Laufjahr. Muss nur noch der Knochen im Ellbogen heilen, wie von ihm erwartet wird, dann ist alles im Lot.

5
Gesamtwertung: 5 (1 Bewertung)

Rehaschlappschritt

ist gar nicht ineffektiv, mach dir mal gar keine Sorgen. Ich hatte das nach meinem Bruch auch, aber das hat sich schnell wieder gelegt. Und du hast ja schon die geeignete Therapie für dich entdeckt. Glückwunsch zur Befreiung!!!

"Gelaufen wird wie es geht, geschlafen wann es sein muß und wenn ich im Ziel bin, bin ich da" (Schalk)

Saarvoir courir - laufen im Saarland

Weiter gute Besserung. Habe

Weiter gute Besserung. Habe an Dich gedacht. Was macht die Beweglichkeit?

Wenn Du Ultra willst,...

ist diese Erfahrung Gold wert und Du wirst früher oder später sehr davon profitieren!

Früher, jetzt, ohne es zu merken...Du kommst einfach schneller und verletzungsfreier in Dein Tempotraining und in Deine alte Form. (sowas kann ja nicht schnell genug gehen! ;o))

Später, wenn Du mal mehr, als 50-60 km laufen musst, wird ein niedriger 5er Schnitt nicht mehr so ganz einfach auf die Länge möglich sein. Da sollte man schon mal auch rein kopfmäßig ganz geduldig so langsam unterwegs gewesen sein!!

Unabhängig davon ist natürlich die komplette Heilung Deines Ellenbogens bedeutend wichtiger für Deine Zukunft, wobei das Leben auch mit möglichen Einschränkungen gut machbar auf neuen Pfaden weiter geht! Es ist noch alles offen und nach 4 Wochen muss das noch nicht viel heißen!! Die Durchblutung durch Deine Läufe wird sicherlich förderlich für eine positive Entwicklung sein, das bemerke ich grade auch wieder selbst an diversen Baustellen!
In der Urzeit hätten wir auch so überlebt ohne die moderne Medizin!!
Die Natur hat da verdammt gute Lösungsstrategien entwickelt, da ist die Evolution noch besser, als aktuelle Forschung und Technik! Beides zusammen kann doch nur gut sein!!

Vertrau Deinem Körper und gib ihm Zeit und Geduld, dann wird es funktionieren! :o)

Lieben Gruß Carla
"Mancher rennt dem Glück hinterher, weil er nicht merkt, dass das Glück hinter ihm her ist, ihn aber nicht erreicht, weil er so rennt!" (Bert Hellinger)

Bilder im Kopf

Laufen im Rhythmus von Janis Joplins summertime. Die Ohrstöpsel in der Nase... Wobei: der Hinweis ist berechtigt, manch einer steckt sich die Lampen in die Ohren und wartet auf Erleuchtung.
Weiterhin alles Gute!

Schlappschritt

brauchst Du auf langen Entfernungen - sprich Ultras. Der Rest kommt dann schnell wieder. Du bist da auf einem guten Weg - wobei: da geht noch was!

Aber: erst mal lass den Arm / Ellenbogen gut heilen und übertreib es nicht. Gute Besserung!

@WWConny: kicher.

P.S. mein Ellenbogen ist nach einer Fraktur im Kindesalter nie wieder "normal" geworden und ich lebe ganz gut mit den Bewegungseinschränkungen. Laufen geht auch - sogar wieder ab und an ohne Schlappschritt. Den hatte ich mir letztes Jahr während der Vorbereitung für die Langdistanz auch angewöhnt. Kann man sich schnell wieder abgewöhnen!

P.P.S.: Die 200er gehen unter 40! Hau rein.

Das hört sich...

...doch alles ganz gut an. Es geht wieder aufwärts. Schön.
Ich drück Dir die Daumen und Deinem Ellenbogen auch ;-)

cheetah

Darstellungsoptionen

Wählen Sie hier Ihre bevorzugte Anzeigeart für Kommentare und klicken Sie auf „Einstellungen speichern“ um die Änderungen zu übernehmen.

Google Links